| Geburtsdatum | 10.03.1987 |
|---|---|
| Alter | 39 |
| Nat. |
Deutschland |
| Größe | 1,95m |
| Vertrag bis | - |
| Position | Torwart |
| Fuß | rechts |
| Akt. Verein | Karriereende |
Leistungsdaten:
Keine Daten
Andreas Luthe
16.05.2016 - 21:50 Uhr
21.07.2020 - 18:49 Uhr
FC AUGSBURG12:25 Uhr
FCA-Keeper Andreas Luthe gelingt der Schlag seines Lebens
Andreas Luthe hat maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt des FC Augsburg. Auf dem Golfplatz gelang dem Keeper des FCA nun eine weitere außerordentliche Leistung.
https://www.augsburger-allgemeine.de/sport/fc-augsburg/FCA-Keeper-Andreas-Luthe-gelingt-der-Schlag-seines-Lebens-id57772066.html
Na dann Glückwunsch!
FCA-Keeper Andreas Luthe gelingt der Schlag seines Lebens
Andreas Luthe hat maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt des FC Augsburg. Auf dem Golfplatz gelang dem Keeper des FCA nun eine weitere außerordentliche Leistung.
https://www.augsburger-allgemeine.de/sport/fc-augsburg/FCA-Keeper-Andreas-Luthe-gelingt-der-Schlag-seines-Lebens-id57772066.html
Na dann Glückwunsch!
25.07.2020 - 10:11 Uhr
https://m.augsburger-allgemeine.de/sport/fc-augsburg/FCA-plant-ohne-Luthe-Der-Aerger-der-Fans-ist-verstaendlich-id57802966.html
Leider kann ich den Artikel nicht lesen (+Artikel).
Aber wenn dem wirklich so ist, was in der Überschrift steht und ja auch medial gemunkelt wird, dann werde ich wohl langsam auch meine Kosequenzen ziehen. Ich bin zwar nur einer, aber dann hat das nichts mehr mit "meinem" FCA zu tun.
Und das hat nichts mit Nostalgie zu tun, sondern eher mit der Tatsache, dass man seit Jahren die Fehler des Managements eisern durchfüttert und verdienten Spielern dafür den Laufpass gibt.
Es gibt 2 Torhüter in unserem Kader, die man versuchen sollte, zu vermitteln. Da gehört ein Luthe aber nicht dazu. Und beide Torhüter sind auch noch über Luthe im Gehaltsgefüge angesiedelt. Aber das Verkaufen dieser beiden Torhüter wäre dann wohl ein Eingeständnis in die mehr als mangelhafte Torhütereinschätzung der letzten Jahre und das dazugehörige Einkaufsverhalten.
Jeder kann Fehler machen, aber diese einzugestehen können nur wenige! Daran erkennt man aber dann den Unterschied zwischen gut und schlecht.
Leider kann ich den Artikel nicht lesen (+Artikel).
Aber wenn dem wirklich so ist, was in der Überschrift steht und ja auch medial gemunkelt wird, dann werde ich wohl langsam auch meine Kosequenzen ziehen. Ich bin zwar nur einer, aber dann hat das nichts mehr mit "meinem" FCA zu tun.
Und das hat nichts mit Nostalgie zu tun, sondern eher mit der Tatsache, dass man seit Jahren die Fehler des Managements eisern durchfüttert und verdienten Spielern dafür den Laufpass gibt.
Es gibt 2 Torhüter in unserem Kader, die man versuchen sollte, zu vermitteln. Da gehört ein Luthe aber nicht dazu. Und beide Torhüter sind auch noch über Luthe im Gehaltsgefüge angesiedelt. Aber das Verkaufen dieser beiden Torhüter wäre dann wohl ein Eingeständnis in die mehr als mangelhafte Torhütereinschätzung der letzten Jahre und das dazugehörige Einkaufsverhalten.

Jeder kann Fehler machen, aber diese einzugestehen können nur wenige! Daran erkennt man aber dann den Unterschied zwischen gut und schlecht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Lechschwoob am 25.07.2020 um 10:16 Uhr bearbeitet
25.07.2020 - 11:12 Uhr
Outline stimmt schon mit der AA überein.
Allerdings finde ich es problematisch die Bezahlschranke wie auch immer zu umgehen. Auch die AA muss ihre Mitarbeiter bezahlen und ist auf Einnahmen angewiesen. Sonst gibt's irgendwann Journalismus nur noch von der Bildzeitung.
Bei Luthe muss man abwarten was stimmt an den Gerüchten. Wie woanders geschrieben, der FCA kann niemanden zwingen vor Vertragsende zu gehen. Aber wie schon bei Baier kann man ihnen ehrlich sagen wie der Verein plant und ein Angebot machen.
Vielleicht bekommt ja Luthe aufgrund seiner guten Leistungen am Saisonende ein attraktives Angebot eines anderen Verein. Warum soll er da keine Abfindung mitnehmen und gehen?
Allerdings finde ich es problematisch die Bezahlschranke wie auch immer zu umgehen. Auch die AA muss ihre Mitarbeiter bezahlen und ist auf Einnahmen angewiesen. Sonst gibt's irgendwann Journalismus nur noch von der Bildzeitung.
Bei Luthe muss man abwarten was stimmt an den Gerüchten. Wie woanders geschrieben, der FCA kann niemanden zwingen vor Vertragsende zu gehen. Aber wie schon bei Baier kann man ihnen ehrlich sagen wie der Verein plant und ein Angebot machen.
Vielleicht bekommt ja Luthe aufgrund seiner guten Leistungen am Saisonende ein attraktives Angebot eines anderen Verein. Warum soll er da keine Abfindung mitnehmen und gehen?
25.07.2020 - 21:06 Uhr
Zitat von Nordhaus1
Hast Du den Eindruck, dass Koubek keine Chance bekommen hat zu zeigen was er kann?
Zitat von basswas
Mal ungeachtet der Thematik um Luthe:
Hier wird ja gerne über Fairness, Anstand und Moral schwadroniert, um im gleichen Zug dann Spieler, die eben keine Leistung gebracht haben, möglichst schnell los zu werden. Findet ihr nicht, dass jeder Spieler grundsätzlich erst Mal das selbe Recht auf eine faire Behandlung haben sollte? Hab das Gefühl, bei Koubek zählt das z.B. irgendwie nicht so sehr.
Mal ungeachtet der Thematik um Luthe:
Hier wird ja gerne über Fairness, Anstand und Moral schwadroniert, um im gleichen Zug dann Spieler, die eben keine Leistung gebracht haben, möglichst schnell los zu werden. Findet ihr nicht, dass jeder Spieler grundsätzlich erst Mal das selbe Recht auf eine faire Behandlung haben sollte? Hab das Gefühl, bei Koubek zählt das z.B. irgendwie nicht so sehr.
Hast Du den Eindruck, dass Koubek keine Chance bekommen hat zu zeigen was er kann?
Darauf habe ich eigentlich gar nicht abzielen wollen. Mir ging es eher, darum dass Spieler wie Koubek sich am liebsten sofort verpissen sollen, weil sie eben nicht die gewünschte Leistung gebracht haben. Bei verdienten Spielern wie Baier jammert man dann rum wie das zu #augsburghältzusammen passt, was ja definitiv anbringbar ist. Warum zählt das aber nicht für alle Spieler gleichermaßen (sofern sie jetzt nicht irgendwie anderweitig Mist gebaut haben)?
Koubek hat auch meiner Meinung nach genügend Zeit bekommen und hat gerade im Vergleich zu den Spielen von Luthe nicht überzeugt. Zählt dann also bei ihm dieses #augsburghältzusammen nicht?
03.08.2020 - 13:08 Uhr
Zitat von Machinemadegod
Falls der Bericht der BILD Zeitung wirklich stimmen sollte, hat man alles richtig gemacht.
Falls der Bericht der BILD Zeitung wirklich stimmen sollte, hat man alles richtig gemacht.
Auch wenn es stimmen sollte, kann ich Luthe trotzdem irgendwo verstehen. Die Vereinsfunktionäre kritisieren in der Coronakrise lautstark und öffentlichkeitswirksam das Finanzgebaren der Konkurrenz und stellen sich selber hin als wäre man der solidest wirtschaftende Verein der Liga mit hohen Reserven für schlechte Zeiten. Ballert utopische Geldbeträge raus um u.a. Luthe einen der größten Fliegenfänger der Bundesligageschichte vor den Latz zu knallen und dann kommt der Verein angebettelt und möchte, dass Luthe das auch noch mitfinanziert. Irgendwo passt es doch da gehörig nicht. Der FCA stellt sich als ultrakonservativ in seiner Finanzpolitik dar, dabei sind mMn ein Großteil der Investments der letzten Jahre auf dem Transfermarkt an Risiko quasi nicht zu überbieten. Da werden Spieler außer Form zu horrenden Beträgen verpflichtet (z.B. Koubek, Hahn), in der Hoffnung, dass diese wieder zünden werden. Da bekommen Spieler die noch nie eine Rolle gespielt haben ihre Verträge verlängert, die dann nach ein paar Monaten wieder teuer aufgelöst werden müssen. Da ist doch keine weitsichtige Kaderplanung dahinter.
Der FCA gibt in den letzten Jahren sportlich und kommunikationspolitisch solch ein schlechtes Bild ab. Mich würde es einmal freuen, wenn Hofmann dieselbe Energie bei der Bewertung seines eigenen Vereins aufwenden würde, wie jene welche er in RB Leipzig investiert. Die Finanzierung von RB mag umstritten sein, aber anders als der FCA wird hier mit dem Geld wirklich sinnvoll und mit Weitsicht umgegangen.
03.08.2020 - 13:31 Uhr
Zitat von BIGBen0112
Die Finanzierung von RB mag umstritten sein, aber anders als der FCA wird hier mit dem Geld wirklich sinnvoll und mit Weitsicht umgegangen.
Die Finanzierung von RB mag umstritten sein, aber anders als der FCA wird hier mit dem Geld wirklich sinnvoll und mit Weitsicht umgegangen.
Leipzig hat die letzten Jahre mindestens immer einen Transfer pro Saison im hohen einstelligen oder zweistelligen Millionenbereich, der sportlich absolut sinnlos war. Selke, Nukan, Burke, Bernardo, Müller, Bruma, Augustin, Saracchi, Lookman, Wolf.
In Relation gesehen, hätte so ein Transferverhalten dem FCA schon lange das Genick gebrochen...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von luxxy am 03.08.2020 um 13:32 Uhr bearbeitet
03.08.2020 - 15:22 Uhr
Guten Tag !
Zunächst finde ich es ziemlich, ich schreib mal "amüsant", dass vor allem diejenigen, die sofort auf den Barrikaden sind, wenn irgendein Journalist wagt, etwas gegen die Verantwortlichen des FCA zu schreiben ("schlechter Journalismus", muss nur ein Sommerloch füllen", etc.), kein Problem damit haben, den gleichen Journalisten und Druckerzeugnissen uneingeschränkt Glauben zu schenken, wenn etwas Positives über die Verantwortlichen geschrieben wird
.
Was man aber immerhin sehen kann ist, dass die Vereinsverantwortlichen des FCA seit dem Fall Baier dazugelernt haben. Man hat sich dazu entschlossen, bei Luthe etwas heftiger nachzutreten als noch bei Baier, weil die Reaktionen vieler Fans und eines überwiegenden Teils des Medien wohl deutlich negativer war als man sich das beim FCA gedacht hat (deshalb hat Reuter in seinem Gespräch mit dem FCA Fan TV wohl auch gefühlt ein Dutzend mal betont, wie sehr er sich auf das Abschiedsspiel von Daniel Baier freut
).
Während Baier "nur" die "sportliche Qualität" abgesprochen wurde, um zur Stammelf zu gehören oder reelle Chancen darauf zu haben wird bei Luthe ein charakterliches Defizit nahegelegt, weil er nicht bereit gewesen sein soll, so ohne Weiteres auf Gehalt zu verzichten (was sicher dazu gedacht ist, ihm etwas von seiner Reputation bei den Fans zu nehmen - frei nach dem Motto "So ein Raffzahn!" - mMn im Angesicht des sozialen Engagements von Andreas Luthe ein eher hilfloser Versuch, die Stimmung gegen den Spieler zu drehen).
Es bleibt dabei, dass wir nur mutmaßen können, was bei den ominösen Gesprächen zwischen Vereinsführung und Spielervertretern gesagt wurde. Insofern bekenne ich ausdrücklich, dass auch der folgende Inhalt im Wesentlichen aus Mutmaßungen besteht - aber mMn aber eben eine gewisse Wahrscheinlichkeit für sich hat.
Aus meiner SIcht scheint es so zu sein, dass der wesentliche Grund für die vom Verein forcierte Trennung von Baier und Luthe nicht etwa im sportlichen Bereich zu suchen ist sondern vor allem darin begründet liegt, dass wohl speziell diese beiden Spieler den vom Verein geforderten Gehaltsverzicht nicht so ganz kommentarlos mitgetragen haben. Das legt ja auch der Bericht der AA von heute nahe, der von @augsburgerin ja verlinkt wurde. Dieter (@MrACE ) hat ja schon vor Tagen etwas Ähnliches geschrieben - und hatte wohl Recht damit.
Ich finde, dass Spieler, so wie jeder andere Arbeitnehmer, denn das sind Spieler zuvorderst, das Recht haben sollten, nicht alles mit sich machen zu lassen. Das sieht sicher der ein oder andere hier anders, vor allem weil Spieler unbestritten von ihrem Gehalt ein Luxusleben führen können, dass dem eines leitenden Angestellten in einem Wirtschaftsunternehmen in nichts nachsteht (und wenn man mal zur oberen Gehaltsklasse in der Bundesliga zählt, lässt man sicher inzwischen auch beim FCA selbst die leitenden Angestellten im Lebensstandard hinter sich). Es trifft also sicher keine Armen, wenn ein Verein Gehaltsverzicht fordert. Deshalb ist diese Forderung vorderhand ja auch sehr populär gewesen und ich für meinen Teil hätte nur sehr wenig Verständnis dafür gehabt, wenn in einem Verein oder Unternehmen von den normalen Angestellten Gehaltsverzicht verlangt worden wäre (was beim FCA aber ja nicht der Fall war), man aber die Spitzenverdiener davon ausgenommen hätte.
Aber es ist mMn auch das gute Recht, auch eines bestverdienenden Angestellten, dieses Ansinnen mindestens mal in Frage zu stellen und zunächst einmal kritisch zu sehen. Die Spieler des FCA gehören sicher nicht zu den absoluten Topverdienern in der Bundesliga (ich vermute mal, dass die allermeisten Profis aus den sogenannten Spitzenklubs oder denen die sich dafür halten auch mit Gehaltsverzicht noch mehr Geld mit nach hause bringen als die Augsburger Spieler in der Mehrheit im Normalmonat). Dennoch bin ich mir ziemlich sicher, dass diejenigen, die mal ein Fragezeichen hinter die Forderung des Vereins nach einem Gehaltsverzicht gemacht haben, das nicht aus wirtschaftlicher Not gemacht haben sondern aus Prinzip.
Die (mMn) berechtigte Frage lautet ja : Mussten die Spieler des FCA Gehaltsverzicht leisten, um die "normalen" Angestellten vor Kurzarbeit zu bewahren oder den Verein als ihren Arbeitgeber vor einem schweren wirtschaftlichen Schaden (der ja auch darin bestehen könnte, dass dieser nicht mehr in neue Spieler hätte investieren können) zu schützen? So wie es aussieht war das nicht der Fall! Denn der FCA hat ja nicht nur Uduokhai für relativ viel Geld verpflichten können sondern zusätzlich auch noch drei Spieler, die sicher nicht furchtbar schlecht verdienen (und so hoch waren die Einsparungen bei den Spielergehältern auch nicht).
Was würdet ihr von einem Arbeitgeber halten, der seine Angestellten auf Kurzarbeit setzt (oder ihnen sonst einen finanziellen Beitrag abverlangt) obwohl das wirtschaftlich gesehen gar nicht nötig ist, weil das Unternehmen auch ohne den Beitrag der Arbeitnehmer keine finanziellen oder wirtschaftlichen Schwierigkeiten bekommt? Natürlich kommt jetzt wieder: Ja aber die Spieler merken das doch gar nicht, wenn sie mal drei Monate auf 10% verzichten müssen - aber IM PRINZIP ist es das selbe.
Ich erinnere mich noch daran, welch ein Aufschrei durch die Öffentlichkeit ging. als ausgerechnet Adidas Mietbeihilfe vom Staat kassieren wollte. Da wurde dann (mMn durchaus nachvollziehbar) argumentiert, dass ein Unternehmen, das jahrelang Gewinn gemacht hat, ja wohl auch eine kleine Durststrecke überstehen können muss, ohne gleich nach Hilfe zu schreien.
Nun ist nicht alles was hinkt ein Vergleich (weil es hier ja nicht um staatliche Hilfe ging sondern um Hilfe von den Angestellten) - aber auch hier wieder : Das PRINZIP ist das gleiche, denn auch der FCA hat ja zuletzt Gewinne gemacht und war deshalb wohl auf finanzielle Hilfe welcher Art auch immer nicht angewiesen. Solidarität ist eine feine und unterstützenswerte Sache - aber Solidarität ohne Not einzufordern, verletzt und unterminiert das dahinterstehende Prinzip.
Und auch ein Vertrag mit einem Spieler steht nicht grundsätzlich zur freien Disposition des Arbeitgebers/Vertragspartners. Um die Vertragsinhalte in die eine oder andere Richtung abändern zu können, bedarf es schon gewichtiger Gründe. Ich halte es daher in keiner Weise für verwerflich, wenn sich die Spieler das Recht herausnehmen, die Notwendigkeit einer Änderung des Vertrags in Punkto Bezahlung, kritisch zu hinterfragen. Scheinbar ist genau das hier passiert. Ob das nun "nur" Baier und Luthe so gesehen haben oder ob es andere Spieler gegeben hat, die die beiden (zusätzlich) beauftragt haben, mal nachzuhaken - immerhin war Baier in dem Zeitpunkt ja Kapitän und Andreas Luthe war im Spielerrat der VDV, insofern haben beide, wenn man so will, qua Position durchaus das Recht, sich mit den Verantwortlichen über derartige Dinge zu unterhalten , weiß ja auch kein Mensch.
Jedenfalls ist es doch bemerkenswert, dass zwei Spieler, die sich seit Jahren sehr loyal zum Verein zeigen, die bei Fans und Mitspielern sicher sehr beliebt sind, die seit Jahren Leistung bringen, wenn sie abverlangt wird, die sich nie haben hängen lassen, nun so angezählt werden.
Wie gesagt, wer in einer Verhandlung dann möglicherweise im Eifer des Gefechts was gesagt hat oder sich möglicherweise auch mal im Ton vergriffen hat, lässt sich von außen nicht nachvollziehen, ist aber auch mMn unerheblich. Jeder, der schon mal an streitigen Verhandlungen teilgenommen hat, muss auch mit Widerspruch klar kommen und kann nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, wenn er einen derartigen Beruf ausübt. Es gibt Anwälte, bei denen ich aus Erfahrung schon im vorhinein weiß, dass die auch schon mal sehr unsachlich werden oder verletzend - und auf die Verhandlung freue ich mich dann sicher nicht, aber daran darf man sich nicht stören, denn es geht ja um die Sache und nicht um meine persönliche Befindlichkeit. Und Nachkarten bringt da schonmal gar nix.
Fakt ist ja wohl, dass die Profis unterm Strich auf 10% ihres Gehalts verzichtet haben - für drei Monate, wenn ich das richtig erinnere.
Insofern finde ich den Versuch (wenn es denn stimmt vor allem von Herrn Hofmann), kritische Geister, die jedenfalls in meinen Augen lediglich ihr unbestreitbares Recht in Anspruch genommen haben, eine Maßnahme, die von Vereinsseite angeregt worden ist, kritisch zu hinterfragen, nun nachträglich dafür zu sanktionieren, indem man ihnen nahelegt, sich einen anderen Verein zu suchen, maximal unsouverän und sehr bedenklich - um es mal nett zu formulieren. Zumal im Ende ja der vom Verein gewünschte Gehaltsverzicht zustande gekommen ist.
Ich frage mich schon, welche Haltung dahintersteckt? Wir sind ja nun nicht mehr im Absolutismus, wo der Herrscher nach Belieben mit seinen Untergebenen verfahren konnte. Es kann ja wohl nicht sein, dass ein Arbeitnehmer, der eine kritische Frage stellt, dafür nachträglich dann bestraft wird, indem er den Verein verlassen muss. Wer glaubt denn Herr Hofmann zu sein, dass er bestimmen kann, was Loyalität zum Verein bedeutet und wer welchen Ton in einer Verhandlung anschlagen darf ? Wie gesagt, es geht hier um Spieler, die ihre Loyalität zum Verein jedenfalls in meinen Augen hinreichend oft bewiesen haben - Baier spielt seit Jahren für den FCA und ich denke, man kann ihm sicher nicht mangelnden Einsatz vorwerfen - und Luthe sitzt jahrelang relativ klaglos auf der Bank, nimmt die Tatsache, dass ihm immer wieder höchstens mittelprächtige Keeper vor die Nase gesetzt haben und auch dass ihm sein Traum, seine Karriere in den USA zu beenden von Vereinsseite vewehrt wird hin und hält uns im entscheidenden Moment durch seine Paraden in der ersten Liga. Ich glaube, die beiden Spieler stehen ausgerechnet nicht im Verdacht, dass ihnen der FCA nicht am Herzen liegt.
Mich macht das, wenn es denn so stimmt, einigermaßen fassungslos. Leider passt diese Umgangsform (jeder der nicht klaglos das macht, was von oben verordnet wird, wird rasiert) auch zum seinerzeitigen Umgang mit Hinteregger. Ich weiß, dass in dem Fall sicher noch mehr nicht meiner Meinung sind aber auch in diesem Fall wurde ein Spieler, der sich sportlich nichts hatte zu Schulden kommen lassen und der nur eine, für jeden offensichtliche und sichtbare Fehlentwicklung (zu) öffentlich angeprangert hat, wofür man ihm hätte eine Geldstrafe aufbrummen können und fertig, aus dem Verein entfernt.
Auch in den Fällen Baier und Luthe wurde diese "Strafaktion" für unbotmäßiges Verhalten zudem ohne jede Rücksicht auf sportliche Belange durchgeführt, denn jedenfalls in meinen Augen hätten beide, wenn es rein um das Sportliche gegangen wäre, durchaus Chancen gehabt, in den Kampf um die ersten elf Plätze auch in der kommenden Saison einzugreifen - und beide haben ihren Anteil daran, dass der FCA überhaupt in seine nächste Erstligasaison gehen kann. Insofern finde ich die Art und Weise wie mit diesen beiden Spielern umgegangen wird, eher peinlich und für das Image des FCA sicher sehr abträglich.
Wie man sicher gemerkt hat, bin ich in diesem Beitrag bisher ohne das Wort "Reuter" ausgekommen
Das liegt dann daran, dass ich in diesem Fall dann tatsächlich Reuter eher als ausführendes Organ wahrnehme und hier wohl eher der Präsident ein Problem mit mündigen Spielern zu haben scheint, die nicht strammstehen, wenn er das Wort an sie richtet. Das schließe ich daraus, dass Herr Hofmann ja wohl ein Interview in der AA gegeben hat, in dem er sich über Illoyalität einiger Spieler beschwert hat.
Wie gesagt, witzigerweise begründet Reuter ja die Verpflichtung von Caligiuri, Gikiewicz und Strobl vor allem damit, dass man erfahrene Spieler im Kader haben wollte, an denen sich die vielen jungen Spieler ausrichten können - vielleicht sollte man den neuen "Leadern" aber empfehlen, sich bei der Vertretung der Interessen der Spieler nicht allzuweit aus der Deckung zu wagen, wenn sie auf die alten Tage nicht nochmal irgendwo anders neu anfangen wollen
.
Ich bedanke mich jedenfalls bei Andreas Luthe für seine Zeit beim FCA, für sein Engagement in der letzten Rückrunde (und wer die Szene in dem Spiel, in dem Luthe kurz vor Schluss den Ball in den Händen hat und der Schiedsrichter auf ihn zugeht und pfeift und Luthe weiß zuerst nicht, dass es der Schlusspfiff ist und befürchtet wohl, dass es irgendwie Freistoß oder sonstwas für die gegnerische Mannschaft gibt und als er merkt dass der Schiri nur abgepfiffen hat, diesen freudestrahlend umarmt, weil der Klassenerhalt gesichert ist, wird verstehen, dass ich an der Loyalität und dem Einsatz von Luthe nur ungern zweifeln lassen würde).
Ich bin mir sehr sicher, dass wir mit einem anderen Keeper im Tor heute in der 2. Liga stehen würden (und ich frage mich dann schon, ob wir es wirklich riskieren können, mit einem Koubek als Nummer 2 in die Saison zu gehen). Insofern wünsche ich Andreas Luthe alles Gute bei seinem neuen Verein und ich wünsche mir ausdrücklich, dass er auch dort die Interessen von weniger begüterten Menschen nicht aus dem Blick verliert - Stichwort "soziales Engagement" bei "in safe hands" - aber auch die Interessen der Spieler als Arbeitnehmer nicht vernachlässigt!
Alles Gute Andi und vielen Dank!
Zunächst finde ich es ziemlich, ich schreib mal "amüsant", dass vor allem diejenigen, die sofort auf den Barrikaden sind, wenn irgendein Journalist wagt, etwas gegen die Verantwortlichen des FCA zu schreiben ("schlechter Journalismus", muss nur ein Sommerloch füllen", etc.), kein Problem damit haben, den gleichen Journalisten und Druckerzeugnissen uneingeschränkt Glauben zu schenken, wenn etwas Positives über die Verantwortlichen geschrieben wird
. Was man aber immerhin sehen kann ist, dass die Vereinsverantwortlichen des FCA seit dem Fall Baier dazugelernt haben. Man hat sich dazu entschlossen, bei Luthe etwas heftiger nachzutreten als noch bei Baier, weil die Reaktionen vieler Fans und eines überwiegenden Teils des Medien wohl deutlich negativer war als man sich das beim FCA gedacht hat (deshalb hat Reuter in seinem Gespräch mit dem FCA Fan TV wohl auch gefühlt ein Dutzend mal betont, wie sehr er sich auf das Abschiedsspiel von Daniel Baier freut
). Während Baier "nur" die "sportliche Qualität" abgesprochen wurde, um zur Stammelf zu gehören oder reelle Chancen darauf zu haben wird bei Luthe ein charakterliches Defizit nahegelegt, weil er nicht bereit gewesen sein soll, so ohne Weiteres auf Gehalt zu verzichten (was sicher dazu gedacht ist, ihm etwas von seiner Reputation bei den Fans zu nehmen - frei nach dem Motto "So ein Raffzahn!" - mMn im Angesicht des sozialen Engagements von Andreas Luthe ein eher hilfloser Versuch, die Stimmung gegen den Spieler zu drehen).
Es bleibt dabei, dass wir nur mutmaßen können, was bei den ominösen Gesprächen zwischen Vereinsführung und Spielervertretern gesagt wurde. Insofern bekenne ich ausdrücklich, dass auch der folgende Inhalt im Wesentlichen aus Mutmaßungen besteht - aber mMn aber eben eine gewisse Wahrscheinlichkeit für sich hat.
Aus meiner SIcht scheint es so zu sein, dass der wesentliche Grund für die vom Verein forcierte Trennung von Baier und Luthe nicht etwa im sportlichen Bereich zu suchen ist sondern vor allem darin begründet liegt, dass wohl speziell diese beiden Spieler den vom Verein geforderten Gehaltsverzicht nicht so ganz kommentarlos mitgetragen haben. Das legt ja auch der Bericht der AA von heute nahe, der von @augsburgerin ja verlinkt wurde. Dieter (@MrACE ) hat ja schon vor Tagen etwas Ähnliches geschrieben - und hatte wohl Recht damit.
Ich finde, dass Spieler, so wie jeder andere Arbeitnehmer, denn das sind Spieler zuvorderst, das Recht haben sollten, nicht alles mit sich machen zu lassen. Das sieht sicher der ein oder andere hier anders, vor allem weil Spieler unbestritten von ihrem Gehalt ein Luxusleben führen können, dass dem eines leitenden Angestellten in einem Wirtschaftsunternehmen in nichts nachsteht (und wenn man mal zur oberen Gehaltsklasse in der Bundesliga zählt, lässt man sicher inzwischen auch beim FCA selbst die leitenden Angestellten im Lebensstandard hinter sich). Es trifft also sicher keine Armen, wenn ein Verein Gehaltsverzicht fordert. Deshalb ist diese Forderung vorderhand ja auch sehr populär gewesen und ich für meinen Teil hätte nur sehr wenig Verständnis dafür gehabt, wenn in einem Verein oder Unternehmen von den normalen Angestellten Gehaltsverzicht verlangt worden wäre (was beim FCA aber ja nicht der Fall war), man aber die Spitzenverdiener davon ausgenommen hätte.
Aber es ist mMn auch das gute Recht, auch eines bestverdienenden Angestellten, dieses Ansinnen mindestens mal in Frage zu stellen und zunächst einmal kritisch zu sehen. Die Spieler des FCA gehören sicher nicht zu den absoluten Topverdienern in der Bundesliga (ich vermute mal, dass die allermeisten Profis aus den sogenannten Spitzenklubs oder denen die sich dafür halten auch mit Gehaltsverzicht noch mehr Geld mit nach hause bringen als die Augsburger Spieler in der Mehrheit im Normalmonat). Dennoch bin ich mir ziemlich sicher, dass diejenigen, die mal ein Fragezeichen hinter die Forderung des Vereins nach einem Gehaltsverzicht gemacht haben, das nicht aus wirtschaftlicher Not gemacht haben sondern aus Prinzip.
Die (mMn) berechtigte Frage lautet ja : Mussten die Spieler des FCA Gehaltsverzicht leisten, um die "normalen" Angestellten vor Kurzarbeit zu bewahren oder den Verein als ihren Arbeitgeber vor einem schweren wirtschaftlichen Schaden (der ja auch darin bestehen könnte, dass dieser nicht mehr in neue Spieler hätte investieren können) zu schützen? So wie es aussieht war das nicht der Fall! Denn der FCA hat ja nicht nur Uduokhai für relativ viel Geld verpflichten können sondern zusätzlich auch noch drei Spieler, die sicher nicht furchtbar schlecht verdienen (und so hoch waren die Einsparungen bei den Spielergehältern auch nicht).
Was würdet ihr von einem Arbeitgeber halten, der seine Angestellten auf Kurzarbeit setzt (oder ihnen sonst einen finanziellen Beitrag abverlangt) obwohl das wirtschaftlich gesehen gar nicht nötig ist, weil das Unternehmen auch ohne den Beitrag der Arbeitnehmer keine finanziellen oder wirtschaftlichen Schwierigkeiten bekommt? Natürlich kommt jetzt wieder: Ja aber die Spieler merken das doch gar nicht, wenn sie mal drei Monate auf 10% verzichten müssen - aber IM PRINZIP ist es das selbe.
Ich erinnere mich noch daran, welch ein Aufschrei durch die Öffentlichkeit ging. als ausgerechnet Adidas Mietbeihilfe vom Staat kassieren wollte. Da wurde dann (mMn durchaus nachvollziehbar) argumentiert, dass ein Unternehmen, das jahrelang Gewinn gemacht hat, ja wohl auch eine kleine Durststrecke überstehen können muss, ohne gleich nach Hilfe zu schreien.
Nun ist nicht alles was hinkt ein Vergleich (weil es hier ja nicht um staatliche Hilfe ging sondern um Hilfe von den Angestellten) - aber auch hier wieder : Das PRINZIP ist das gleiche, denn auch der FCA hat ja zuletzt Gewinne gemacht und war deshalb wohl auf finanzielle Hilfe welcher Art auch immer nicht angewiesen. Solidarität ist eine feine und unterstützenswerte Sache - aber Solidarität ohne Not einzufordern, verletzt und unterminiert das dahinterstehende Prinzip.
Und auch ein Vertrag mit einem Spieler steht nicht grundsätzlich zur freien Disposition des Arbeitgebers/Vertragspartners. Um die Vertragsinhalte in die eine oder andere Richtung abändern zu können, bedarf es schon gewichtiger Gründe. Ich halte es daher in keiner Weise für verwerflich, wenn sich die Spieler das Recht herausnehmen, die Notwendigkeit einer Änderung des Vertrags in Punkto Bezahlung, kritisch zu hinterfragen. Scheinbar ist genau das hier passiert. Ob das nun "nur" Baier und Luthe so gesehen haben oder ob es andere Spieler gegeben hat, die die beiden (zusätzlich) beauftragt haben, mal nachzuhaken - immerhin war Baier in dem Zeitpunkt ja Kapitän und Andreas Luthe war im Spielerrat der VDV, insofern haben beide, wenn man so will, qua Position durchaus das Recht, sich mit den Verantwortlichen über derartige Dinge zu unterhalten , weiß ja auch kein Mensch.
Jedenfalls ist es doch bemerkenswert, dass zwei Spieler, die sich seit Jahren sehr loyal zum Verein zeigen, die bei Fans und Mitspielern sicher sehr beliebt sind, die seit Jahren Leistung bringen, wenn sie abverlangt wird, die sich nie haben hängen lassen, nun so angezählt werden.
Wie gesagt, wer in einer Verhandlung dann möglicherweise im Eifer des Gefechts was gesagt hat oder sich möglicherweise auch mal im Ton vergriffen hat, lässt sich von außen nicht nachvollziehen, ist aber auch mMn unerheblich. Jeder, der schon mal an streitigen Verhandlungen teilgenommen hat, muss auch mit Widerspruch klar kommen und kann nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, wenn er einen derartigen Beruf ausübt. Es gibt Anwälte, bei denen ich aus Erfahrung schon im vorhinein weiß, dass die auch schon mal sehr unsachlich werden oder verletzend - und auf die Verhandlung freue ich mich dann sicher nicht, aber daran darf man sich nicht stören, denn es geht ja um die Sache und nicht um meine persönliche Befindlichkeit. Und Nachkarten bringt da schonmal gar nix.
Fakt ist ja wohl, dass die Profis unterm Strich auf 10% ihres Gehalts verzichtet haben - für drei Monate, wenn ich das richtig erinnere.
Insofern finde ich den Versuch (wenn es denn stimmt vor allem von Herrn Hofmann), kritische Geister, die jedenfalls in meinen Augen lediglich ihr unbestreitbares Recht in Anspruch genommen haben, eine Maßnahme, die von Vereinsseite angeregt worden ist, kritisch zu hinterfragen, nun nachträglich dafür zu sanktionieren, indem man ihnen nahelegt, sich einen anderen Verein zu suchen, maximal unsouverän und sehr bedenklich - um es mal nett zu formulieren. Zumal im Ende ja der vom Verein gewünschte Gehaltsverzicht zustande gekommen ist.
Ich frage mich schon, welche Haltung dahintersteckt? Wir sind ja nun nicht mehr im Absolutismus, wo der Herrscher nach Belieben mit seinen Untergebenen verfahren konnte. Es kann ja wohl nicht sein, dass ein Arbeitnehmer, der eine kritische Frage stellt, dafür nachträglich dann bestraft wird, indem er den Verein verlassen muss. Wer glaubt denn Herr Hofmann zu sein, dass er bestimmen kann, was Loyalität zum Verein bedeutet und wer welchen Ton in einer Verhandlung anschlagen darf ? Wie gesagt, es geht hier um Spieler, die ihre Loyalität zum Verein jedenfalls in meinen Augen hinreichend oft bewiesen haben - Baier spielt seit Jahren für den FCA und ich denke, man kann ihm sicher nicht mangelnden Einsatz vorwerfen - und Luthe sitzt jahrelang relativ klaglos auf der Bank, nimmt die Tatsache, dass ihm immer wieder höchstens mittelprächtige Keeper vor die Nase gesetzt haben und auch dass ihm sein Traum, seine Karriere in den USA zu beenden von Vereinsseite vewehrt wird hin und hält uns im entscheidenden Moment durch seine Paraden in der ersten Liga. Ich glaube, die beiden Spieler stehen ausgerechnet nicht im Verdacht, dass ihnen der FCA nicht am Herzen liegt.
Mich macht das, wenn es denn so stimmt, einigermaßen fassungslos. Leider passt diese Umgangsform (jeder der nicht klaglos das macht, was von oben verordnet wird, wird rasiert) auch zum seinerzeitigen Umgang mit Hinteregger. Ich weiß, dass in dem Fall sicher noch mehr nicht meiner Meinung sind aber auch in diesem Fall wurde ein Spieler, der sich sportlich nichts hatte zu Schulden kommen lassen und der nur eine, für jeden offensichtliche und sichtbare Fehlentwicklung (zu) öffentlich angeprangert hat, wofür man ihm hätte eine Geldstrafe aufbrummen können und fertig, aus dem Verein entfernt.
Auch in den Fällen Baier und Luthe wurde diese "Strafaktion" für unbotmäßiges Verhalten zudem ohne jede Rücksicht auf sportliche Belange durchgeführt, denn jedenfalls in meinen Augen hätten beide, wenn es rein um das Sportliche gegangen wäre, durchaus Chancen gehabt, in den Kampf um die ersten elf Plätze auch in der kommenden Saison einzugreifen - und beide haben ihren Anteil daran, dass der FCA überhaupt in seine nächste Erstligasaison gehen kann. Insofern finde ich die Art und Weise wie mit diesen beiden Spielern umgegangen wird, eher peinlich und für das Image des FCA sicher sehr abträglich.
Wie man sicher gemerkt hat, bin ich in diesem Beitrag bisher ohne das Wort "Reuter" ausgekommen
Das liegt dann daran, dass ich in diesem Fall dann tatsächlich Reuter eher als ausführendes Organ wahrnehme und hier wohl eher der Präsident ein Problem mit mündigen Spielern zu haben scheint, die nicht strammstehen, wenn er das Wort an sie richtet. Das schließe ich daraus, dass Herr Hofmann ja wohl ein Interview in der AA gegeben hat, in dem er sich über Illoyalität einiger Spieler beschwert hat.
Wie gesagt, witzigerweise begründet Reuter ja die Verpflichtung von Caligiuri, Gikiewicz und Strobl vor allem damit, dass man erfahrene Spieler im Kader haben wollte, an denen sich die vielen jungen Spieler ausrichten können - vielleicht sollte man den neuen "Leadern" aber empfehlen, sich bei der Vertretung der Interessen der Spieler nicht allzuweit aus der Deckung zu wagen, wenn sie auf die alten Tage nicht nochmal irgendwo anders neu anfangen wollen
. Ich bedanke mich jedenfalls bei Andreas Luthe für seine Zeit beim FCA, für sein Engagement in der letzten Rückrunde (und wer die Szene in dem Spiel, in dem Luthe kurz vor Schluss den Ball in den Händen hat und der Schiedsrichter auf ihn zugeht und pfeift und Luthe weiß zuerst nicht, dass es der Schlusspfiff ist und befürchtet wohl, dass es irgendwie Freistoß oder sonstwas für die gegnerische Mannschaft gibt und als er merkt dass der Schiri nur abgepfiffen hat, diesen freudestrahlend umarmt, weil der Klassenerhalt gesichert ist, wird verstehen, dass ich an der Loyalität und dem Einsatz von Luthe nur ungern zweifeln lassen würde).
Ich bin mir sehr sicher, dass wir mit einem anderen Keeper im Tor heute in der 2. Liga stehen würden (und ich frage mich dann schon, ob wir es wirklich riskieren können, mit einem Koubek als Nummer 2 in die Saison zu gehen). Insofern wünsche ich Andreas Luthe alles Gute bei seinem neuen Verein und ich wünsche mir ausdrücklich, dass er auch dort die Interessen von weniger begüterten Menschen nicht aus dem Blick verliert - Stichwort "soziales Engagement" bei "in safe hands" - aber auch die Interessen der Spieler als Arbeitnehmer nicht vernachlässigt!
Alles Gute Andi und vielen Dank!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Nordhaus1 am 03.08.2020 um 15:38 Uhr bearbeitet
03.08.2020 - 16:16 Uhr
Ich verstehe hier einige Argumentationen, zudem ist mir unser Präse in der Öffentlichkeit ebenfalls des öfteren unsympathisch, aber was mich persönlich am Fall Luthe stört:
Da verdient einer 100.000 Euro im Monat und protestiert, weil er mit 90.000 Euro unzufrieden ist. Zudem ein Spieler, der angeblich sehr auf soziale Aspekte achtet.
Was soll ich mir dann dabei denken? Ich arbeite mit schwerst traumatisierten (oft sexuell missbraucht) und extrem verhaltensauffälligen Kindern im Alter von 3-6 Jahren in einer Kinderpsychiatrie und bekomme mit Hängen und Würgen meine 2.000 netto nachdem ich über 30.000 Euro für mein Studium gezahlt habe und das noch immer abstottere. Klar, das habe ich mir selber ausgesucht und mich stört mein Verdienst nicht, aber wenn jemand der extrem gut verdient, keine 10 % von seinem Gehalt als Zeichen der Solidarität abgeben möchte, finde ich das sehr antisozial.
Dabei ist es meines Erachtens völlig egal was der Verein mit dem Geld dann macht. Klar, der FCA hat das Geld dazu genutzt um das Unternehmen zu stabilisieren damit es nächstes Jahr den Klassenerhalt schafft. Wäre ja schön blöd wenn der Verein sagt: Ach scheiß drauf, mit dem Kader und der Mentalität steigen wir wahrscheinlich ab, aber wir können ja jetzt nicht unser Unternehmen stabilisieren.
Seis wie´s sei, mir geht der Fußball und der dazugehörige Turbo/Neokapitalismus gehörig auf den Senkel und solche Sachen stören mich ungemein. Das darf gerne jeder anders sehen, aber das ist nunmal mein eigener, persönlicher Blickwinkel.
Da verdient einer 100.000 Euro im Monat und protestiert, weil er mit 90.000 Euro unzufrieden ist. Zudem ein Spieler, der angeblich sehr auf soziale Aspekte achtet.
Was soll ich mir dann dabei denken? Ich arbeite mit schwerst traumatisierten (oft sexuell missbraucht) und extrem verhaltensauffälligen Kindern im Alter von 3-6 Jahren in einer Kinderpsychiatrie und bekomme mit Hängen und Würgen meine 2.000 netto nachdem ich über 30.000 Euro für mein Studium gezahlt habe und das noch immer abstottere. Klar, das habe ich mir selber ausgesucht und mich stört mein Verdienst nicht, aber wenn jemand der extrem gut verdient, keine 10 % von seinem Gehalt als Zeichen der Solidarität abgeben möchte, finde ich das sehr antisozial.
Dabei ist es meines Erachtens völlig egal was der Verein mit dem Geld dann macht. Klar, der FCA hat das Geld dazu genutzt um das Unternehmen zu stabilisieren damit es nächstes Jahr den Klassenerhalt schafft. Wäre ja schön blöd wenn der Verein sagt: Ach scheiß drauf, mit dem Kader und der Mentalität steigen wir wahrscheinlich ab, aber wir können ja jetzt nicht unser Unternehmen stabilisieren.
Seis wie´s sei, mir geht der Fußball und der dazugehörige Turbo/Neokapitalismus gehörig auf den Senkel und solche Sachen stören mich ungemein. Das darf gerne jeder anders sehen, aber das ist nunmal mein eigener, persönlicher Blickwinkel.
03.08.2020 - 16:27 Uhr
Erstmal wünsche ich Luthe alles Gute für seinen weiteren Weg und bedanke mich für die erbrachte Leistung beim FCA, vor allem wenn man den Hintergrund beachtet!
Dann will ich aber noch sagen, bei dem Gehalt welches die Spieler bekommen, wegen 10% zu lamentieren finde ich respektlos all denen gegenüber, die ungefragt wegen Kurzarbeit etc auf deutlich mehr, bei deutlich weniger Einkommen verzichten müssen!!
Und wenn ein Kurzarbeiter seinen Chef fragen würde, wieso er nicht die Differenz mit dem Gewinn der letzten Jahre aufstockt, wäre der auch seinen Job los
Klar sollte man hinterfragen dürfen, aber mMn hat der FCA den ein oder anderen Vertrag bereits vor Corona fix gemacht und auch Uduokhai wurde wohl eher von den Rücklagen bzw aus der Spardose für Neuverpflichtungen gekauft, als von den eingesparten 10%
Dann will ich aber noch sagen, bei dem Gehalt welches die Spieler bekommen, wegen 10% zu lamentieren finde ich respektlos all denen gegenüber, die ungefragt wegen Kurzarbeit etc auf deutlich mehr, bei deutlich weniger Einkommen verzichten müssen!!
Und wenn ein Kurzarbeiter seinen Chef fragen würde, wieso er nicht die Differenz mit dem Gewinn der letzten Jahre aufstockt, wäre der auch seinen Job los
Klar sollte man hinterfragen dürfen, aber mMn hat der FCA den ein oder anderen Vertrag bereits vor Corona fix gemacht und auch Uduokhai wurde wohl eher von den Rücklagen bzw aus der Spardose für Neuverpflichtungen gekauft, als von den eingesparten 10%
03.08.2020 - 16:41 Uhr
Ich möchte gar nicht beurteilen, inwiefern wer jetzt gegen einen Gehaltsverzicht war oder ob ein Abgang von Luthe jetzt mit Vertragsauflösung irgendwie...
Ich finde es einfach nur bedenklich, dass wir in den letzten 12-16 Monaten den gesamten Kern, der dieser Mannschaft und damit auch dem Verein Charakter und DNA gespendet haben, verloren/abgegeben haben. Ob das jetzt sportlich mehr oder weniger wertvolle Spieler waren sei mal dahingestellt. Aber ein Callsen-Bracker, ein Janker, ein Baier jetzt ein Luthe, das waren Spieler, die über Jahre hinweg das Gesicht des FCAs waren. Das Identifikationsfiguren gehen, dass ist ja auch grundsätzlich nichts ungewöhnliches, aber in der Menge und Geschwindigkeit schon.
Diese aufgezählten Spieler haben dem FCA ein Profil gegeben, WIR sind ein Underdog, der mit Nonames die Bundesliga hält. Spieler, die diesen Charakter prägen, die tatsächlich Identifikationsspieler bilden und eine neue Generation bilden können, von denen sehe ich nur wenige bei uns im Kader. Und ich sehe auch nicht, inwiefern ein Tobias Strobl oder ein Caligiuri, die ja auch erst gerade eben beim FCA untergekommen sind, diese Rolle übernehmen sollen.
Ohne diese "Vereinsikonen" drohen wir auf der einen Seite in einen Art Bedeutungslosigkeit zu verfallen/eine langweilige, graue Maus zu werden, wie es die Hertha, Mainz oder Wolfsburg ist. Auf der anderen Seite denke ich, besteht auch die Gefahr, nur noch ein Durchlauferhitzer zu werden. Die Entwicklung sehen wir ja ein Stück weit jetzt schon (Höneß hatte da finde ich in Bezug auf Dortmund schon nicht so unrecht). Ein Danso geht lieber zum HSV oder Fortuna als sich beim FCA durchzusetzen (wozu er das Zeug hätte). Ein Max ist ja seit Jahren auf dem Sprung. Das ist für den FCA ja auch notwendig, Talente auszubilden und zu verkaufen, einen gewissen Grundstock an Spielern sollte man aber schon behalten.
Und ganz klar, die Spieler die in den letzten Jahren bedingungslose Loyalität bewiesen haben (Baier 11 Jahre , Luthe dreimal degradiert), die wurden jetzt abgegeben/vom Hof gejagt. Das stärkt jetzt die Loyalität der restlichen Spieler auch nur so bedingt.
Und ein Wort möchte ich dann doch noch über die Berichterstattung lesen. Erst waren alle Team Luthe. Zeitungen Land auf Land ab titelten: "Luthe fühlt sich wohl. Vertragsauflösung würde extrem teuer werden!" Und jetzt auf einmal wollen die Zeitungen erfahren haben: "Luthe wollte Gehaltsverzicht verhindern!" Zeitungen leben von Schlagzeilen, insofern würde ich nicht alles für Bare Münze nehmen, egal in welche Richtung. Vielleicht wollte Luthe, dass sein Geld nur für soziale Projekte ausgegeben wird. Traurig finde ich nur, dass das beim FCA mittelerweile auch alles in der Öffentlichkeit ausgetragen wird.
Ich finde es einfach nur bedenklich, dass wir in den letzten 12-16 Monaten den gesamten Kern, der dieser Mannschaft und damit auch dem Verein Charakter und DNA gespendet haben, verloren/abgegeben haben. Ob das jetzt sportlich mehr oder weniger wertvolle Spieler waren sei mal dahingestellt. Aber ein Callsen-Bracker, ein Janker, ein Baier jetzt ein Luthe, das waren Spieler, die über Jahre hinweg das Gesicht des FCAs waren. Das Identifikationsfiguren gehen, dass ist ja auch grundsätzlich nichts ungewöhnliches, aber in der Menge und Geschwindigkeit schon.
Diese aufgezählten Spieler haben dem FCA ein Profil gegeben, WIR sind ein Underdog, der mit Nonames die Bundesliga hält. Spieler, die diesen Charakter prägen, die tatsächlich Identifikationsspieler bilden und eine neue Generation bilden können, von denen sehe ich nur wenige bei uns im Kader. Und ich sehe auch nicht, inwiefern ein Tobias Strobl oder ein Caligiuri, die ja auch erst gerade eben beim FCA untergekommen sind, diese Rolle übernehmen sollen.
Ohne diese "Vereinsikonen" drohen wir auf der einen Seite in einen Art Bedeutungslosigkeit zu verfallen/eine langweilige, graue Maus zu werden, wie es die Hertha, Mainz oder Wolfsburg ist. Auf der anderen Seite denke ich, besteht auch die Gefahr, nur noch ein Durchlauferhitzer zu werden. Die Entwicklung sehen wir ja ein Stück weit jetzt schon (Höneß hatte da finde ich in Bezug auf Dortmund schon nicht so unrecht). Ein Danso geht lieber zum HSV oder Fortuna als sich beim FCA durchzusetzen (wozu er das Zeug hätte). Ein Max ist ja seit Jahren auf dem Sprung. Das ist für den FCA ja auch notwendig, Talente auszubilden und zu verkaufen, einen gewissen Grundstock an Spielern sollte man aber schon behalten.
Und ganz klar, die Spieler die in den letzten Jahren bedingungslose Loyalität bewiesen haben (Baier 11 Jahre , Luthe dreimal degradiert), die wurden jetzt abgegeben/vom Hof gejagt. Das stärkt jetzt die Loyalität der restlichen Spieler auch nur so bedingt.
Und ein Wort möchte ich dann doch noch über die Berichterstattung lesen. Erst waren alle Team Luthe. Zeitungen Land auf Land ab titelten: "Luthe fühlt sich wohl. Vertragsauflösung würde extrem teuer werden!" Und jetzt auf einmal wollen die Zeitungen erfahren haben: "Luthe wollte Gehaltsverzicht verhindern!" Zeitungen leben von Schlagzeilen, insofern würde ich nicht alles für Bare Münze nehmen, egal in welche Richtung. Vielleicht wollte Luthe, dass sein Geld nur für soziale Projekte ausgegeben wird. Traurig finde ich nur, dass das beim FCA mittelerweile auch alles in der Öffentlichkeit ausgetragen wird.
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