Alles Gute, Tim Walter!
23.05.2021 - 21:42 Uhr
21.04.2022 - 13:45 Uhr
Zitat von Buttwisel
Nein? Was ist es denn? Nicht unbedingt direkt am Strafraum, aber im unmittelbaren Zusammenhang. Gerade das 0:1 gegen Paderborn. (Natürlich gepaart mit einem Sonntagsschuss)
Zitat von MW-Analyst
Aber das sind doch keine Beispiele für schlechten Spielaufbau.
Zitat von Buttwisel
Kiel, Paderborn (um nur zwei Spiele in der jüngsten Vergangenheit zu nennen).
Zitat von alleschonweg
Ist das so? Ich kann mich jetzt an kein Spiel erinnern, in dem der riskante Spielaufbau uns Punkte gekostet hat. Dass es immer wieder brenzlig wurde keine Frage, aber wirklich was passiert ist doch sehr selten.
Wenn wir wegen etwas Punkte verschenkt haben, dann, dass Flanken in die Mitte zu unpräzise kamen, oder der Abnehmer sie nicht effizient genug verwertet hat.
Zitat von Starfox
Richard Golz benennt mMn ganz entscheidende Punkte: wir haben die gesamte Saison schon viele haarsträubende Fehler in unserem riskanten Spielaufbau gesehen, die uns oft auch Punkte kosteten.
Richard Golz benennt mMn ganz entscheidende Punkte: wir haben die gesamte Saison schon viele haarsträubende Fehler in unserem riskanten Spielaufbau gesehen, die uns oft auch Punkte kosteten.
Ist das so? Ich kann mich jetzt an kein Spiel erinnern, in dem der riskante Spielaufbau uns Punkte gekostet hat. Dass es immer wieder brenzlig wurde keine Frage, aber wirklich was passiert ist doch sehr selten.
Wenn wir wegen etwas Punkte verschenkt haben, dann, dass Flanken in die Mitte zu unpräzise kamen, oder der Abnehmer sie nicht effizient genug verwertet hat.
Kiel, Paderborn (um nur zwei Spiele in der jüngsten Vergangenheit zu nennen).
Aber das sind doch keine Beispiele für schlechten Spielaufbau.
Nein? Was ist es denn? Nicht unbedingt direkt am Strafraum, aber im unmittelbaren Zusammenhang. Gerade das 0:1 gegen Paderborn. (Natürlich gepaart mit einem Sonntagsschuss)
Wenn ein Außenstürmer den Ball im Mittelfeld vertendelt und man dann mit einem Ball aus 45 Metern ein Tor bekommt und gegen Kiel mit einem starken Pass der Stürmer durch ist, dann ist das kein Fehler im Spielaufbau.
Das Einzige was man da kritisieren kann ist die Konterabsicherung. Aber wirklich drauf hat das fast kein Team auf der Welt. Wenn man so wie Jatta in den 2 Fällen den Ball verliert, sieht die Abwehr immer blöd aus, wenn die Kontermannschaft es clever ausspielt, bzw aus 45 Metern einfach mal drauf haut und dann noch trifft.
21.04.2022 - 14:01 Uhr
Was ich an all der Kritik immer unheimlich spannend finde, ist das sich hier meiner Ansicht nach eine gar seltsame Auffassung von Sport niederschlägt, die wohl (ich kann es mir nicht anders erklären) damit zusammenhängt, dass Fußball und Boulevard so eng verwoben sind. Der Sportjournalistismus schreibt sehr ähnlich in einem sensationistischen Stil, es bleibt alles Momentaufnahme, und gestrige Einschätzungen können ohne Gesichtsverlust heute revidiert, und wenige Tage später wieder aufgenommen werden.
Zunächst ist es seltsam, dass trotz aller Bekundungen, man müsse sich bescheiden und kleinere Brötchen backen, trotzdem der Trainer daran gemessen wird, ob der HSV regelmäßig die Gegner in Grund und Boden spielt. Es gibt eigentlich in der ganzen zweiten Liga keine Mannschaft, die das irgendwie schafft, und selbst Bochum stand letzte Saison am Ende doch nur drei Punkte vor dem Zweiten. Auch in der Bundesliga gibt es da eigentlich nur den FC Bayern, und selbst dort sieht man, dass man mit einem wohl ziemlich zweifelsfrei sehr guten Trainer Spiele verliert und gegen Villareal aus der CL ausscheidet.
Der jüngste Artikel zum HSV im online-kicker ist für mich wieder typischer deutscher Sportjournalismus, bei dem ein Opfer ausgemacht ist. Der HSV sei weit weg von der Bundesliga, habe keine Chance gegen Freiburg gehabt, sei ein normaler Zweitligist usw. Wie der kicker auf das Chancenverhältnis von 3:7 gegen den HSV kommt, bleibt mir auch schleierhaft.
Wir haben ein System, mit dem man auch gegen Freiburg zu Chancen kommt, diese wirklich starke Bundesligamannschaft über weite Strecken des Spiels unfassbar unter Druck setzt und ihnen wirklich alles abverlangt. Ich denke, man tut gut daran, einen Christian Streich ernst zu nehmen, der sicher nicht lügt, wenn er sagt, dass der HSV fußballerisch sehr stark ist, und dass man gegen uns keinen Prozentpunkt nachlassen darf, weil man sonst massiv Probleme bekommt.
Ich sehe als einziges mögliches Argument gegen Walter, dass er einen für das Spielermaterial (ein schreckliches Wort) zu anspruchsvollen Fußball spielen will. Finde es aber weiterhin cool, dass man den Spielern das zutraut und sie dahinbringen will. Wie oft habe ich schon gelesen, dass ein Trainer die Spieler nicht besser macht? Sehe bei uns zur Zeit deutlich, dass die willigen Spieler sich deutlich verbessern.
Überhaupt kein Problem sehe ich in der Risikoabsicherung. Selbst das 2:0 wurde noch sehr gut verteidigt, und der Ball geht dann sehr unglücklich abgefälscht rein.
Ich fänd es unheimlich schade, wenn man diesen Weg nicht weitergeht, denn es wird meiner Meinung nach viel zu sehr Ansatz, System, Spielanlage und Taktik mit der individuellen Ausführung verwechselt. Ballverluste wie gegen Freiburg und Paderborn dürfen in keinem einzigen modernen Fußballsystem passieren und sind immer ein Gegentor, wenn der Gegner alles richtig macht. Der Vorteil ist dann immer beim ballerobernden Team. Immer. Ich habe im Pokalhalbfinale mindestens drei Chancen des HSV gesehen, die zu Toren führen müssten. Dass man es schafft, das als die Leistung eines "normalen Zweitligisten" abzutun, finde ich unmöglich.
Zunächst ist es seltsam, dass trotz aller Bekundungen, man müsse sich bescheiden und kleinere Brötchen backen, trotzdem der Trainer daran gemessen wird, ob der HSV regelmäßig die Gegner in Grund und Boden spielt. Es gibt eigentlich in der ganzen zweiten Liga keine Mannschaft, die das irgendwie schafft, und selbst Bochum stand letzte Saison am Ende doch nur drei Punkte vor dem Zweiten. Auch in der Bundesliga gibt es da eigentlich nur den FC Bayern, und selbst dort sieht man, dass man mit einem wohl ziemlich zweifelsfrei sehr guten Trainer Spiele verliert und gegen Villareal aus der CL ausscheidet.
Der jüngste Artikel zum HSV im online-kicker ist für mich wieder typischer deutscher Sportjournalismus, bei dem ein Opfer ausgemacht ist. Der HSV sei weit weg von der Bundesliga, habe keine Chance gegen Freiburg gehabt, sei ein normaler Zweitligist usw. Wie der kicker auf das Chancenverhältnis von 3:7 gegen den HSV kommt, bleibt mir auch schleierhaft.
Wir haben ein System, mit dem man auch gegen Freiburg zu Chancen kommt, diese wirklich starke Bundesligamannschaft über weite Strecken des Spiels unfassbar unter Druck setzt und ihnen wirklich alles abverlangt. Ich denke, man tut gut daran, einen Christian Streich ernst zu nehmen, der sicher nicht lügt, wenn er sagt, dass der HSV fußballerisch sehr stark ist, und dass man gegen uns keinen Prozentpunkt nachlassen darf, weil man sonst massiv Probleme bekommt.
Ich sehe als einziges mögliches Argument gegen Walter, dass er einen für das Spielermaterial (ein schreckliches Wort) zu anspruchsvollen Fußball spielen will. Finde es aber weiterhin cool, dass man den Spielern das zutraut und sie dahinbringen will. Wie oft habe ich schon gelesen, dass ein Trainer die Spieler nicht besser macht? Sehe bei uns zur Zeit deutlich, dass die willigen Spieler sich deutlich verbessern.
Überhaupt kein Problem sehe ich in der Risikoabsicherung. Selbst das 2:0 wurde noch sehr gut verteidigt, und der Ball geht dann sehr unglücklich abgefälscht rein.
Ich fänd es unheimlich schade, wenn man diesen Weg nicht weitergeht, denn es wird meiner Meinung nach viel zu sehr Ansatz, System, Spielanlage und Taktik mit der individuellen Ausführung verwechselt. Ballverluste wie gegen Freiburg und Paderborn dürfen in keinem einzigen modernen Fußballsystem passieren und sind immer ein Gegentor, wenn der Gegner alles richtig macht. Der Vorteil ist dann immer beim ballerobernden Team. Immer. Ich habe im Pokalhalbfinale mindestens drei Chancen des HSV gesehen, die zu Toren führen müssten. Dass man es schafft, das als die Leistung eines "normalen Zweitligisten" abzutun, finde ich unmöglich.
21.04.2022 - 14:20 Uhr
Zitat von Binnenalster
Volle Zustimmung, aber wird die Konkurrenz in der kommenden Saison weniger stark?
Ich fürchte , dass die Liga genauso herausfordernd wird .
Und dann werden wir , ohne Qualitätsverstärkungen , wieder einen guten Mittelfeldplatz belegen .
Nicht weniger , aber auch leider nicht mehr
Volle Zustimmung, aber wird die Konkurrenz in der kommenden Saison weniger stark?
Ich fürchte , dass die Liga genauso herausfordernd wird .
Und dann werden wir , ohne Qualitätsverstärkungen , wieder einen guten Mittelfeldplatz belegen .
Nicht weniger , aber auch leider nicht mehr
Bitte einmal die Lotto-Zahlen. Danke!
21.04.2022 - 14:25 Uhr
Zitat von JoSchiHSV
Sehr, sehr gute Analyse @drkolibri. Insbesondere die ständige Vermischung von Spielsystem und Taktik mit der individuellen Ausführung ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Leider reflektieren die angesprochenen User ihre Meinung diesbezüglich auch nicht. Zu tief eingebrannt hat sich das reflexhafte Muster der Trainerkritik am Ende einer Saison.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen: Ein gewisser Jürgen Klopp war mit einem FC Liverpool nach seiner ersten Saison auf Tabellenplatz 8.
Sehr, sehr gute Analyse @drkolibri. Insbesondere die ständige Vermischung von Spielsystem und Taktik mit der individuellen Ausführung ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Leider reflektieren die angesprochenen User ihre Meinung diesbezüglich auch nicht. Zu tief eingebrannt hat sich das reflexhafte Muster der Trainerkritik am Ende einer Saison.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen: Ein gewisser Jürgen Klopp war mit einem FC Liverpool nach seiner ersten Saison auf Tabellenplatz 8.
Die häufige Aufwand-Und-Ertrag Floskel lässt sich übrigens genauso bei Klopp anbringen (bspw. Anfangszeit BVB)...
Ich bin allerdings sehr froh über die vielen optimistischen und klugen Kommentare hier zum Trainer. Verglichen mit den letzten Jahren hat Walter doch einen ganz guten Rückhalt bei der Fanbasis - so scheint mir. Das freut mich und das ist doch das Feeling, das der Verein braucht.
21.04.2022 - 16:20 Uhr
Zitat von JoSchiHSV
Sehr, sehr gute Analyse @drkolibri. Insbesondere die ständige Vermischung von Spielsystem und Taktik mit der individuellen Ausführung ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Leider reflektieren die angesprochenen User ihre Meinung diesbezüglich auch nicht. Zu tief eingebrannt hat sich das reflexhafte Muster der Trainerkritik am Ende einer Saison.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen: Ein gewisser Jürgen Klopp war mit einem FC Liverpool nach seiner ersten Saison auf Tabellenplatz 8.
Sehr, sehr gute Analyse @drkolibri. Insbesondere die ständige Vermischung von Spielsystem und Taktik mit der individuellen Ausführung ist mir schon lange ein Dorn im Auge. Leider reflektieren die angesprochenen User ihre Meinung diesbezüglich auch nicht. Zu tief eingebrannt hat sich das reflexhafte Muster der Trainerkritik am Ende einer Saison.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen: Ein gewisser Jürgen Klopp war mit einem FC Liverpool nach seiner ersten Saison auf Tabellenplatz 8.
Dem schließe ich mich mal an.
Und um deine Eingangsworte zuziehen, nicht nur Fußball und Boulevard kuscheln zusammen, sondern auch Fußball und Stammtisch. Und so mancher, der in der Diaspora lebt, benutzt als Ersatz für den Stammtisch dies Forum. Ich gehöre auch dazu.
Dem entsprechend haben die Beiträge qualitativ eine enorme Bandbreite. Und das "Trainer raus!"-Syndrom ist ein über die Jahre eingeschliffener unreflektierter Reflex, mit dem wir leben müssen.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von BallToGo am 21.04.2022 um 16:22 Uhr bearbeitet
21.04.2022 - 18:30 Uhr
Zitat von drkolibri
..
Der jüngste Artikel zum HSV im online-kicker ist für mich wieder typischer deutscher Sportjournalismus, bei dem ein Opfer ausgemacht ist. Der HSV sei weit weg von der Bundesliga, habe keine Chance gegen Freiburg gehabt, sei ein normaler Zweitligist usw. Wie der kicker auf das Chancenverhältnis von 3:7 gegen den HSV kommt, bleibt mir auch schleierhaft.
Wir haben ein System, mit dem man auch gegen Freiburg zu Chancen kommt, diese wirklich starke Bundesligamannschaft über weite Strecken des Spiels unfassbar unter Druck setzt und ihnen wirklich alles abverlangt. Ich denke, man tut gut daran, einen Christian Streich ernst zu nehmen, der sicher nicht lügt, wenn er sagt, dass der HSV fußballerisch sehr stark ist, und dass man gegen uns keinen Prozentpunkt nachlassen darf, weil man sonst massiv Probleme bekommt.
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Der jüngste Artikel zum HSV im online-kicker ist für mich wieder typischer deutscher Sportjournalismus, bei dem ein Opfer ausgemacht ist. Der HSV sei weit weg von der Bundesliga, habe keine Chance gegen Freiburg gehabt, sei ein normaler Zweitligist usw. Wie der kicker auf das Chancenverhältnis von 3:7 gegen den HSV kommt, bleibt mir auch schleierhaft.
Wir haben ein System, mit dem man auch gegen Freiburg zu Chancen kommt, diese wirklich starke Bundesligamannschaft über weite Strecken des Spiels unfassbar unter Druck setzt und ihnen wirklich alles abverlangt. Ich denke, man tut gut daran, einen Christian Streich ernst zu nehmen, der sicher nicht lügt, wenn er sagt, dass der HSV fußballerisch sehr stark ist, und dass man gegen uns keinen Prozentpunkt nachlassen darf, weil man sonst massiv Probleme bekommt.
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Glatzel hatte nach wenigen Minuten eine gute Kopfballchance, Reis einige Minuten später eine Chance.
Da kamen noch einige Chancen hinzu, also kann 3 nicht stimmen, vllt. sehen die Kickerleute sich jeweils nur eine Zusammenfassung in der Sportschau oder so an.
Als gegen Ende Freiburg etwas nachließ, machte der HSV das schönste, auch weil einziges herausgespieltes Tor, in dem Spiel. (Flanke - Kopfball Glatzel)
So wie der Freiburger Trainer sagte "dass man gegen" den HSV "keinen Prozentpunkt nachlassen darf, weil man sonst massiv Probleme bekommt".
Deshalb wohl auch gegen Ende die häufigen gelben Karten wegen Fouls weil sonst die Hamburger wieder schnell nach vorne gekommen wären und noch mehr Probleme bereitet hätten.
Da konnten (Kondi?) oder wollten (Lust?) die Freiburger Spieler wohl keine 100 Prozent mehr geben.
Tor nach Ecke, abgefälschtes Tor nach Abspielfehler von DHF, Tor durch Elfer, nicht wirklich torgefährlich aus dem Spiel heraus, da hatte ich vom Gegner mehr erwartet.
Von daher hat Walter nicht so viel falsch gemacht. Minuspunkte vllt. zu risikoreich, was aber zu seinem Spiel dazu gehört und die zwei Rechtsfüßer auf links wurden vom Gegner ausgenutzt.
21.04.2022 - 18:35 Uhr
Was mir schon lange fehlt, ist ab und zu mal von außerhalb des 16er auf´s Tor zu schießen.
Im Pokal als gegen Ende Vuskovic mal vorne war, hatte ich von ihm so einen Schuss erwartet, er kann es ja.
Als gegnerischer Trainer würde ich der Abwehr sagen, stellt den 16er zu, von außerhalb wird eh nicht geschossen. Oder habe ich dann immer weggesehen, als so ein Schuss erfolgte?
Im Pokal als gegen Ende Vuskovic mal vorne war, hatte ich von ihm so einen Schuss erwartet, er kann es ja.
Als gegnerischer Trainer würde ich der Abwehr sagen, stellt den 16er zu, von außerhalb wird eh nicht geschossen. Oder habe ich dann immer weggesehen, als so ein Schuss erfolgte?
21.04.2022 - 19:22 Uhr
Der Kicker Artikel stammt aus der guten Feder von unserem Hr. Wolff.
Jetzt hatte er wieder die Möglichkeit einen raus zu hauen, nachdem er das schon gegen Paderborn und Kiel vorbereitet hatte, leider kam da Aue und Karlsruhe dazwischen.
Mich hat der Artikel sehr aufgeregt und musste mir anderweitig etwas Luft machen, allerdings glaube ich nicht das der Kicker und unser Hr. Wolff sich irgendwie überdenken.
Chancen Verhältnis 3:7…?
Alleine wie schon erwähnt Glatzel Chance und Tor und alleine je einmal Reis Suhonen und Jatta…
Normalerweise sollte es einen nicht stören, aber aufgrund so was werden Noten verteilt, Spieler beurteilt und dem Verein ein mieses Zeugnis erstellt.
Ohne die Noten zu kennen, würde ich schätzen das Paderborn oder Kiel für das gleiche Spiel jeweils eine Note besser bekommen hätten.
Alles was der Kicker predigt, wirft der Wolff selbst über den Haufen.
Zu einer Pressekonferenz traut er sich nicht, oder hat keine Lust.
Für uns heißt das, Zähne zusammen beißen, gegen Regensburg gewinnen und einfach weiter machen.
Jetzt hatte er wieder die Möglichkeit einen raus zu hauen, nachdem er das schon gegen Paderborn und Kiel vorbereitet hatte, leider kam da Aue und Karlsruhe dazwischen.
Mich hat der Artikel sehr aufgeregt und musste mir anderweitig etwas Luft machen, allerdings glaube ich nicht das der Kicker und unser Hr. Wolff sich irgendwie überdenken.
Chancen Verhältnis 3:7…?
Alleine wie schon erwähnt Glatzel Chance und Tor und alleine je einmal Reis Suhonen und Jatta…
Normalerweise sollte es einen nicht stören, aber aufgrund so was werden Noten verteilt, Spieler beurteilt und dem Verein ein mieses Zeugnis erstellt.
Ohne die Noten zu kennen, würde ich schätzen das Paderborn oder Kiel für das gleiche Spiel jeweils eine Note besser bekommen hätten.
Alles was der Kicker predigt, wirft der Wolff selbst über den Haufen.
Zu einer Pressekonferenz traut er sich nicht, oder hat keine Lust.
Für uns heißt das, Zähne zusammen beißen, gegen Regensburg gewinnen und einfach weiter machen.
21.04.2022 - 19:44 Uhr
Zitat von alleschonweg
Wenn ein Außenstürmer den Ball im Mittelfeld vertendelt und man dann mit einem Ball aus 45 Metern ein Tor bekommt und gegen Kiel mit einem starken Pass der Stürmer durch ist, dann ist das kein Fehler im Spielaufbau.
Das Einzige was man da kritisieren kann ist die Konterabsicherung. Aber wirklich drauf hat das fast kein Team auf der Welt. Wenn man so wie Jatta in den 2 Fällen den Ball verliert, sieht die Abwehr immer blöd aus, wenn die Kontermannschaft es clever ausspielt, bzw aus 45 Metern einfach mal drauf haut und dann noch trifft.
Zitat von Buttwisel
Nein? Was ist es denn? Nicht unbedingt direkt am Strafraum, aber im unmittelbaren Zusammenhang. Gerade das 0:1 gegen Paderborn. (Natürlich gepaart mit einem Sonntagsschuss)
Zitat von MW-Analyst
Aber das sind doch keine Beispiele für schlechten Spielaufbau.
Zitat von Buttwisel
Kiel, Paderborn (um nur zwei Spiele in der jüngsten Vergangenheit zu nennen).
Zitat von alleschonweg
Ist das so? Ich kann mich jetzt an kein Spiel erinnern, in dem der riskante Spielaufbau uns Punkte gekostet hat. Dass es immer wieder brenzlig wurde keine Frage, aber wirklich was passiert ist doch sehr selten.
Wenn wir wegen etwas Punkte verschenkt haben, dann, dass Flanken in die Mitte zu unpräzise kamen, oder der Abnehmer sie nicht effizient genug verwertet hat.
Zitat von Starfox
Richard Golz benennt mMn ganz entscheidende Punkte: wir haben die gesamte Saison schon viele haarsträubende Fehler in unserem riskanten Spielaufbau gesehen, die uns oft auch Punkte kosteten.
Richard Golz benennt mMn ganz entscheidende Punkte: wir haben die gesamte Saison schon viele haarsträubende Fehler in unserem riskanten Spielaufbau gesehen, die uns oft auch Punkte kosteten.
Ist das so? Ich kann mich jetzt an kein Spiel erinnern, in dem der riskante Spielaufbau uns Punkte gekostet hat. Dass es immer wieder brenzlig wurde keine Frage, aber wirklich was passiert ist doch sehr selten.
Wenn wir wegen etwas Punkte verschenkt haben, dann, dass Flanken in die Mitte zu unpräzise kamen, oder der Abnehmer sie nicht effizient genug verwertet hat.
Kiel, Paderborn (um nur zwei Spiele in der jüngsten Vergangenheit zu nennen).
Aber das sind doch keine Beispiele für schlechten Spielaufbau.
Nein? Was ist es denn? Nicht unbedingt direkt am Strafraum, aber im unmittelbaren Zusammenhang. Gerade das 0:1 gegen Paderborn. (Natürlich gepaart mit einem Sonntagsschuss)
Wenn ein Außenstürmer den Ball im Mittelfeld vertendelt und man dann mit einem Ball aus 45 Metern ein Tor bekommt und gegen Kiel mit einem starken Pass der Stürmer durch ist, dann ist das kein Fehler im Spielaufbau.
Das Einzige was man da kritisieren kann ist die Konterabsicherung. Aber wirklich drauf hat das fast kein Team auf der Welt. Wenn man so wie Jatta in den 2 Fällen den Ball verliert, sieht die Abwehr immer blöd aus, wenn die Kontermannschaft es clever ausspielt, bzw aus 45 Metern einfach mal drauf haut und dann noch trifft.
Naja, für mich ist es immer noch Spielaufbau, wenn der Torwart 25 m oder weiter vor dem Tor steht (auch als Anspielstation) und der Spieler dann in der eigenen Hälfte den Ball verliert. Aber vielleicht ist das auch Ansichtssache.
21.04.2022 - 21:19 Uhr
Zitat von alleschonweg
Wenn ein Außenstürmer den Ball im Mittelfeld vertendelt und man dann mit einem Ball aus 45 Metern ein Tor bekommt und gegen Kiel mit einem starken Pass der Stürmer durch ist, dann ist das kein Fehler im Spielaufbau.
Das Einzige was man da kritisieren kann ist die Konterabsicherung. Aber wirklich drauf hat das fast kein Team auf der Welt. Wenn man so wie Jatta in den 2 Fällen den Ball verliert, sieht die Abwehr immer blöd aus, wenn die Kontermannschaft es clever ausspielt, bzw aus 45 Metern einfach mal drauf haut und dann noch trifft.
Wenn ein Außenstürmer den Ball im Mittelfeld vertendelt und man dann mit einem Ball aus 45 Metern ein Tor bekommt und gegen Kiel mit einem starken Pass der Stürmer durch ist, dann ist das kein Fehler im Spielaufbau.
Das Einzige was man da kritisieren kann ist die Konterabsicherung. Aber wirklich drauf hat das fast kein Team auf der Welt. Wenn man so wie Jatta in den 2 Fällen den Ball verliert, sieht die Abwehr immer blöd aus, wenn die Kontermannschaft es clever ausspielt, bzw aus 45 Metern einfach mal drauf haut und dann noch trifft.
Die beiden Szenen müssen schon getrennt bewertet werden. Gegen Paderborn ist das Gegentor durchaus noch eine Folge unglücklichen Spielaufbaus, weil Mario, der als Innenverteidiger an der Seitenlinie das Spiel auslöst, Baka in einer Situation anspielt, in der er gedeckt ist. Nachdem der den Ball unter Druck nicht verwerten kann, spielt ihn Meffo wieder hochriskant an.
Es sind hier also bei genauerer Betrachtung die beiden Zuspiele, nicht die Ballbehandlung Bakas, die ursächlich für den Gegentreffer sind. Und das erste geschieht in einer Aufbausituation, die ganz typisch für Tim Walters Fußball ist. Das ist nur eine Szene, die ich ihm nicht vorwerfen würde, aber man muss sie trotzdem korrekt bewerten.
Anders sieht die Sache in Kiel aus. Da handelt es sich nicht mehr um eine Aufbausituation. Ob aber die Konterabsicherung stimmt und (noch wichtiger) es sinnvoll ist, so früh in einem Auswärtsspiel mit allen Feldspielern in der gegnerischen Hälfte zu stehen, muss gefragt werden dürfen. Und die Feldpositionierung ist ganz klar Trainersache.
Zitat von MW-Analyst
Gegen Kiel verliert Jatta den Ball ungefähr 35 Meter vor dem gegnerischen Tor. Unsere letzten Verteidiger stehen an der Mittellinie, macht einen Abstand von ungefähr 15 Metern. Wie weit sollen die denn absichern? In der eigenen Hälfte um das Abseits aufzuheben?
Gegen Kiel verliert Jatta den Ball ungefähr 35 Meter vor dem gegnerischen Tor. Unsere letzten Verteidiger stehen an der Mittellinie, macht einen Abstand von ungefähr 15 Metern. Wie weit sollen die denn absichern? In der eigenen Hälfte um das Abseits aufzuheben?
Hier ist der Hinweis wichtig, dass man in der gegnerischen Hälfte gar nicht Abseits stellen, ein Zurückrücken dies also auch nicht aufheben kann. Es gibt also überhaupt keinen Grund, dass an der Stelle nicht einer der beiden Innenverteidiger absichert, besonders wenn man weiß, dass man Geschwindigkeitsdefizite hat.
Das ist schlicht ein taktischer Fehler, den Tim Walter aber sicher nicht so vorgibt.
Ja, natürlich!
Man wird auch um die Mühe nicht herum kommen, die einzelnen Szenen detailliert zu bewerten und auch etwas komplexer auf den Spielaufbau zu schauen, als das hier auf den letzten Seiten im Ping Pong passiert, wenn es den Eindruck erweckt, es gäbe nur die eine Art von spielerischem Aufbau oder aber den langen Ball.
Man will ja niemandem Absicht unterstellen, aber es ist ein klassisches Mittel von populistischer Kommunikation, Kritik lächerlich zu machen, indem man der Gegenpartei eine Extremposition unterstellt, die diese nie eingenommen hat. Das meint: keiner der den spezifischen Spielaufbau der letzten Wochen kritisiert, will stattdessen ausschließlich lange Bälle.
Das Problem der letzten Wochen war, wenn man mit der nötigen Gründlichkeit hinschaut, nicht der Flachpass, sondern dessen Richtung. Die Verlagerung der Spielauslösung an die Seitenlinie. Dadurch verliert Baka den Ball gegen Paderborn und Josh gegen Freiburg. In einem Spiel, in dem es übrigens besser wurde, als die Mannschaft sich wieder traute, die Spielauslösung über Meffo auf der Sechs zu suchen.
Das hat, wie hier einige richtig beschrieben haben, viel mit den individuellen Entscheidungen der Spieler in der konkreten Situation zu tun, aber natürlich auch mit den Vorgaben des Trainers. Konkret:
Die eigentlich wirklich ungewöhnliche Idee des Trainers ist, Ballbesitzaufbau ohne das zentrale Mittelfeld zu spielen. Der Walterball in der Mitte der Saison sah vor, dass die Kette allein die erste Pressinglinie anspielt, während sich das Mittelfeld extrem hoch positioniert, um Räume zu überladen und tornahe Überzahlsituationen zu generieren. Die Achter standen deshalb für eine Ballbesitzmannschaft außergewöhnlich hoch.
Als den Innenverteidigern das Überspielen irgendwann nicht mehr gelang, verpassten wir die Anpassung dieser Staffelung und bauten aus Angst vor zentralen Ballverlusten immer häufiger über die Seiten auf, was unser Spiel massiv verlangsamte.
Der größte Kritikpunkt an Walter müsste deshalb auch sein, dass er durch Individualkritik an Baka und zuvor vor allem Gyambo diese Angst bestärkte, die letztlich seinem Fußball den Stecker zieht. Sportschauzusammenfassungen und der Boulevard, der hier auf den letzten Seiten so oft bemüht wurde, fokussieren sich nach verlorenen Spielen ja gern auf Ballverluste, die aber im Fußball unvermeidlich sind.
Zitat von drkolibri
Ich fänd es unheimlich schade, wenn man diesen Weg nicht weitergeht, denn es wird meiner Meinung nach viel zu sehr Ansatz, System, Spielanlage und Taktik mit der individuellen Ausführung verwechselt. Ballverluste wie gegen Freiburg und Paderborn dürfen in keinem einzigen modernen Fußballsystem passieren und sind immer ein Gegentor, wenn der Gegner alles richtig macht. Der Vorteil ist dann immer beim ballerobernden Team. Immer.
Ich fänd es unheimlich schade, wenn man diesen Weg nicht weitergeht, denn es wird meiner Meinung nach viel zu sehr Ansatz, System, Spielanlage und Taktik mit der individuellen Ausführung verwechselt. Ballverluste wie gegen Freiburg und Paderborn dürfen in keinem einzigen modernen Fußballsystem passieren und sind immer ein Gegentor, wenn der Gegner alles richtig macht. Der Vorteil ist dann immer beim ballerobernden Team. Immer.
Hier gilt für einen Trainer der klare Grundsatz: Wenn Dein System bei jedem Ballverlust automatisch ein Gegentor fängt, ist es falsch justiert. Das ist es bei Tim Walter aber nicht. Im großen und ganzen funktioniert das doch ganz gut. Es als so unfehlbar hinzustellen, dass jedes Gegentor allein dem Unvermögen eines einzelnen Spielers zugeschrieben werden muss, ist deshalb völlig unnötig.
Zitat von Atoubastyle
Gemessen am Risiko was unsere Mannschaft im Aufbau eingeht, mit den tiefgehenden Innenverteidigern und so, bekommen wir extrem wenig direkte Gegentore. Dass die Absicherung nicht stimmt wie beim Gegentor im Kiel ist die absolute Ausnahme. ...
Gemessen am Risiko was unsere Mannschaft im Aufbau eingeht, mit den tiefgehenden Innenverteidigern und so, bekommen wir extrem wenig direkte Gegentore. Dass die Absicherung nicht stimmt wie beim Gegentor im Kiel ist die absolute Ausnahme. ...
Das kann man so stehen lassen, weshalb ich auch sagen würde, dass die Gefahr von Gegentoren überhaupt nicht der wesentliche Kritikpunkt am Walterball ist. Eine seiner größten Stärken kann sich nämlich auch in eine Schwäche verwandeln:
Zitat von Atoubastyle
... dass unser Aufbau zwar riskant ist, aber dem Gegner einen hohen Aufwand abverlangt und ihm dann immer wieder Körner vor unserem Tor fehlen.
... dass unser Aufbau zwar riskant ist, aber dem Gegner einen hohen Aufwand abverlangt und ihm dann immer wieder Körner vor unserem Tor fehlen.
An guten Tagen stimmt das nämlich absolut. Aber an schlechten kostet uns die Spielweise eben auch Körner. Das Hase und Igel Spiel ermüdet den Gegner, solange man es präzise und mit Selbstbewusstsein spielt. Es gibt aber auch immer wieder Spielphasen, in den es sehr reaktiv wird.
Wenn der Druck so hoch wird, dass die Kurzpässe unpräzise werden, müssen auch unsere Spieler extrem viel laufen, um die Bälle zu sichern. Was dir eigentlich Sicherheit geben soll, wird damit zum Stressfaktor. Der Hase sind dann plötzlich wir, weil wir zwar Ballbesitz haben, die Kurzpässe aber nicht mehr in den Fuß spielen, sondern aus Angst vor Fehlpässen immer ein Stück hinter den Mann.
Zuletzt bedeutet das für die Abwehr auch permanenten mentalen Stress, was es zu beobachten gilt. In der Mitte der Saison meinte Bascho im Interview mal, dass das zwar anstrengend sei, weil man permanent konzentriert sein muss, einem aber auch Sicherheit gibt, weil man viele Ballkontakte hat. Diese Balance im Blick zu behalten, ist folglich zentral.
Ein fein auszutarierendes Uhrwerk, weit jenseits der Frage nach kurz oder lang. ; )
Dieser Beitrag wurde zuletzt von El-wood am 21.04.2022 um 21:22 Uhr bearbeitet
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