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#18 - Quaschner, Nils
05.07.2017 - 16:44 Uhr
10.01.2020 - 17:41 Uhr
Mit 25 vor dem Karriereende: So plant Arminias Nils Quaschner seine Zukunft
Für den Stürmer, dessen Vertrag beim DSC im Sommer ausläuft, ist die berufliche Neuorientierung "mega-schwierig".
von Philipp Kreutzer
Für den Stürmer, dessen Vertrag beim DSC im Sommer ausläuft, ist die berufliche Neuorientierung "mega-schwierig".
von Philipp Kreutzer
Zitat von NW
(...)
In zweieinhalb Jahren bei Arminia Bielefeld haben ihn immer wieder Verletzungen zurückgeworfen, nach drei Knie-Operationen droht ihm mit 25 Jahren das Karriereende. Wie es ihm damit geht? „Den Umständen entsprechend okay“, sagt er. „Aber ich habe Tage, an denen es mir bis zum Hals steht.“
Ausgebildet bei Hansa Rostock, weitergebildet unter anderem bei RB Salzburg und RB Leipzig, kam Quaschner 2017 nach Bielefeld. Bei Arminia sollte der schnelle Angreifer den Konkurrenzkampf anheizen. Doch zwei Wochen vor dem Trainingsauftakt plagten ihn Schmerzen im linken Knie. Schmerzen, die er so nicht kannte. „Vor meinem Wechsel hatte ich nie ernsthafte Knie-Probleme“, erzählt er. Trotzdem absolvierte er in der Hinrunde 2017 vier Zweitliga-Einsätze. Im Herbst aber wurden die Schmerzen zu groß. Knorpelschaden, lautete die Diagnose. Im Dezember 2017 ließ er sich operieren.
Dies war nur der Anfang einer bis heute anhaltenden, tragischen Leidensgeschichte. Denn nachdem er ins Training zurückgekehrt war, quälten ihn bald die gleichen Schwierigkeiten. Diesmal aber im rechten Knie. So erfolgte im Januar 2019 ein weiterer Eingriff. Trotzdem hatte Quaschner noch immer Schmerzen, kontinuierliches Training war nicht möglich. Er unterzog sich kürzlich einer erneuten Operation, es war die dritte binnen knapp zwei Jahren.
(...)
Es spricht nicht viel dafür, dass er seinen vier Einsätzen für den DSC mit insgesamt 65 Minuten Spielzeit weitere hinzufügen wird. Sein Vertrag läuft aus, eine Verlängerung hält nicht nur er selbst für unwahrscheinlich. So sagt Arminias Sportchef Samir Arabi: „Wir werden versuchen, Nils auf seinem Weg in die Karriere nach der Karriere bestmöglich zu unterstützen.“
(...)
Sich damit abzufinden, dass der eigene Körper offenbar nicht gemacht ist für den Leistungssport, dass sein Beruf bald wohl nicht mehr Fußballer sein wird, dass er womöglich einen Antrag auf Invalidität stellen wird, ist nicht leicht. Schon gar nicht für einen, für den alles auf eine Bundesliga-Karriere zulief, der mit der deutschen U-17-Nationalmannschaft Vize-Europameister und WM-Dritter wurde. „Manchmal habe ich schlechte Laune und bin traurig“, erzählt er, „aber ich kann es so steuern, dass es nicht wie eine Welle über mich hereinbricht. Ich bin gefestigt und komme klar.“
(...)
Seine Chance sieht er eher in seinem Sportmanagement-Kursus am IST-Studieninstitut. Im Fußball zu bleiben, wenn auch in anderer Rolle, das kann er sich am besten für seine Zukunft vorstellen. Denn „Fußball“, sagt Quaschner, „war immer meine Leidenschaft.“
(...)
In zweieinhalb Jahren bei Arminia Bielefeld haben ihn immer wieder Verletzungen zurückgeworfen, nach drei Knie-Operationen droht ihm mit 25 Jahren das Karriereende. Wie es ihm damit geht? „Den Umständen entsprechend okay“, sagt er. „Aber ich habe Tage, an denen es mir bis zum Hals steht.“
Ausgebildet bei Hansa Rostock, weitergebildet unter anderem bei RB Salzburg und RB Leipzig, kam Quaschner 2017 nach Bielefeld. Bei Arminia sollte der schnelle Angreifer den Konkurrenzkampf anheizen. Doch zwei Wochen vor dem Trainingsauftakt plagten ihn Schmerzen im linken Knie. Schmerzen, die er so nicht kannte. „Vor meinem Wechsel hatte ich nie ernsthafte Knie-Probleme“, erzählt er. Trotzdem absolvierte er in der Hinrunde 2017 vier Zweitliga-Einsätze. Im Herbst aber wurden die Schmerzen zu groß. Knorpelschaden, lautete die Diagnose. Im Dezember 2017 ließ er sich operieren.
Dies war nur der Anfang einer bis heute anhaltenden, tragischen Leidensgeschichte. Denn nachdem er ins Training zurückgekehrt war, quälten ihn bald die gleichen Schwierigkeiten. Diesmal aber im rechten Knie. So erfolgte im Januar 2019 ein weiterer Eingriff. Trotzdem hatte Quaschner noch immer Schmerzen, kontinuierliches Training war nicht möglich. Er unterzog sich kürzlich einer erneuten Operation, es war die dritte binnen knapp zwei Jahren.
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Es spricht nicht viel dafür, dass er seinen vier Einsätzen für den DSC mit insgesamt 65 Minuten Spielzeit weitere hinzufügen wird. Sein Vertrag läuft aus, eine Verlängerung hält nicht nur er selbst für unwahrscheinlich. So sagt Arminias Sportchef Samir Arabi: „Wir werden versuchen, Nils auf seinem Weg in die Karriere nach der Karriere bestmöglich zu unterstützen.“
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Sich damit abzufinden, dass der eigene Körper offenbar nicht gemacht ist für den Leistungssport, dass sein Beruf bald wohl nicht mehr Fußballer sein wird, dass er womöglich einen Antrag auf Invalidität stellen wird, ist nicht leicht. Schon gar nicht für einen, für den alles auf eine Bundesliga-Karriere zulief, der mit der deutschen U-17-Nationalmannschaft Vize-Europameister und WM-Dritter wurde. „Manchmal habe ich schlechte Laune und bin traurig“, erzählt er, „aber ich kann es so steuern, dass es nicht wie eine Welle über mich hereinbricht. Ich bin gefestigt und komme klar.“
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Seine Chance sieht er eher in seinem Sportmanagement-Kursus am IST-Studieninstitut. Im Fußball zu bleiben, wenn auch in anderer Rolle, das kann er sich am besten für seine Zukunft vorstellen. Denn „Fußball“, sagt Quaschner, „war immer meine Leidenschaft.“
20.07.2020 - 11:57 Uhr
Ex-Hansa-Rostock-Profi Quaschner vor Karriere-Aus
von Sönke Fröbe
von Sönke Fröbe
Zitat von Sportbuzzer
(...)
Nils Quaschner war noch nicht mal vier Jahre alt, als sein Vater ihn zum ersten Mal bei Pommern Stralsund vorstellte. Er wollte, dass sein Sohn Sport treibt – und der Trainingsplatz des FC war nicht weit vom Elternhaus entfernt. „Mein Vater hat gesagt: Lasst den doch mal mitspielen, dann könnt ihr ja sagen, ob er noch zu jung ist“, erinnert sich Nils Quaschner an seine Anfänge als Fußballer.
Schnell konnte man sehen: Der kleine Junge hat Talent. Nils blieb beim FC Pommern am Ball, wechselte mit 13 zu Hansa Rostock, lief als Junioren-Nationalspieler für Deutschland auf, erfüllte sich den Profi-Traum und wurde mit RB Salzburg sogar österreichischer Meister. Erst nach seinem Wechsel zu Arminia Bielefeld im Sommer 2017 begann für den dynamischen Angreifer eine endlose Pechsträhne. Nach Knorpel- und Meniskusschäden in beiden Knien und drei Operationen steht Quaschner heute vor dem Karriere-Aus – mit 26 Jahren. „Die Lage ist sehr ernst“, sagt der Stralsunder.
(...)
„Ich habe mich für die Spieler und den Verein gefreut, aber wirklich emotional war dieser Aufstieg für mich nicht“, erklärt Quaschner. Sein letztes von nur vier Spielen für die Ostwestfalen hatte er im November 2017 absolviert.
(...)
Einen Vertrag bei einem anderen Verein wird es angesichts seiner Verletzungshistorie für ihn kaum geben. „Ich muss mir Gedanken machen, ob es sinnvoll ist, weiter Sport zu machen oder ob das eher kontraproduktiv ist. Ich will meinen Körper nicht kaputtmachen“, sagt Quaschner. Er sei jetzt jetzt „an dem Punkt, an dem ich endgültig entscheiden muss“.
Während seiner Zwangspause hat Nils Quaschner ein Sportmanagement-Fernstudium angefangen, außerdem macht er einen Golf-Trainerschein. „Ich könnte mir gut vorstellen im Sportbereich was zu machen, hinter den Kulissen zu arbeiten.“ Mit Freundin Johanna, einer angehenden Juristin, beginnt er Pläne für die Zeit nach dem Fußball zu schmieden. „Jetzt können wir uns privat ein bisschen freuen, unser Leben zu gestalten“, sagt Quaschner.
(...)
„Alles, was einen ausmacht, worüber man sich identifiziert, bricht jetzt komplett weg.“
(...)
Nils Quaschner war noch nicht mal vier Jahre alt, als sein Vater ihn zum ersten Mal bei Pommern Stralsund vorstellte. Er wollte, dass sein Sohn Sport treibt – und der Trainingsplatz des FC war nicht weit vom Elternhaus entfernt. „Mein Vater hat gesagt: Lasst den doch mal mitspielen, dann könnt ihr ja sagen, ob er noch zu jung ist“, erinnert sich Nils Quaschner an seine Anfänge als Fußballer.
Schnell konnte man sehen: Der kleine Junge hat Talent. Nils blieb beim FC Pommern am Ball, wechselte mit 13 zu Hansa Rostock, lief als Junioren-Nationalspieler für Deutschland auf, erfüllte sich den Profi-Traum und wurde mit RB Salzburg sogar österreichischer Meister. Erst nach seinem Wechsel zu Arminia Bielefeld im Sommer 2017 begann für den dynamischen Angreifer eine endlose Pechsträhne. Nach Knorpel- und Meniskusschäden in beiden Knien und drei Operationen steht Quaschner heute vor dem Karriere-Aus – mit 26 Jahren. „Die Lage ist sehr ernst“, sagt der Stralsunder.
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„Ich habe mich für die Spieler und den Verein gefreut, aber wirklich emotional war dieser Aufstieg für mich nicht“, erklärt Quaschner. Sein letztes von nur vier Spielen für die Ostwestfalen hatte er im November 2017 absolviert.
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Einen Vertrag bei einem anderen Verein wird es angesichts seiner Verletzungshistorie für ihn kaum geben. „Ich muss mir Gedanken machen, ob es sinnvoll ist, weiter Sport zu machen oder ob das eher kontraproduktiv ist. Ich will meinen Körper nicht kaputtmachen“, sagt Quaschner. Er sei jetzt jetzt „an dem Punkt, an dem ich endgültig entscheiden muss“.
Während seiner Zwangspause hat Nils Quaschner ein Sportmanagement-Fernstudium angefangen, außerdem macht er einen Golf-Trainerschein. „Ich könnte mir gut vorstellen im Sportbereich was zu machen, hinter den Kulissen zu arbeiten.“ Mit Freundin Johanna, einer angehenden Juristin, beginnt er Pläne für die Zeit nach dem Fußball zu schmieden. „Jetzt können wir uns privat ein bisschen freuen, unser Leben zu gestalten“, sagt Quaschner.
(...)
„Alles, was einen ausmacht, worüber man sich identifiziert, bricht jetzt komplett weg.“
20.07.2020 - 12:14 Uhr
Sehr schade für ihn, als er damals zu uns kam, habe ich mich richtig gefreut, einen so jungen dynamischen und talentierten Spieler bekommen haben.
Das eine Karriere so zu Ende geht wünscht man keinem, aber ohne genaue Einblicke zu haben ist es wahrscheinlich das beste, seinem Körper nicht weiterhin Leistungssport auszusetzen.
Quaschner habe ich aber immer so wahrgenommen, dass er sehr geerdet und clever ist, er wird seinen Weg gehen, da bin ich mir sicher und wünsche ihm dafür alles gute!
Das eine Karriere so zu Ende geht wünscht man keinem, aber ohne genaue Einblicke zu haben ist es wahrscheinlich das beste, seinem Körper nicht weiterhin Leistungssport auszusetzen.
Quaschner habe ich aber immer so wahrgenommen, dass er sehr geerdet und clever ist, er wird seinen Weg gehen, da bin ich mir sicher und wünsche ihm dafür alles gute!
20.07.2020 - 14:44 Uhr
Es ist schon bitter wenn man weiß das es für mehr reicht, aber der Körper einen daran hindert.
Schön wäre es natürlich gewesen, wenn er vorher noch einmal mit einem dicken Vertrag ausgestattet gewesen wäre.
Das finanzielle uns wird bei weitem nicht gereicht haben, um jetzt beruhigt die Karriere ausklingen zu lassen.
Zum Glück war er so weitsichtig und hat nebenbei studiert. Wünsche ihm viel Glück.
Schön wäre es natürlich gewesen, wenn er vorher noch einmal mit einem dicken Vertrag ausgestattet gewesen wäre.
Das finanzielle uns wird bei weitem nicht gereicht haben, um jetzt beruhigt die Karriere ausklingen zu lassen.
Zum Glück war er so weitsichtig und hat nebenbei studiert. Wünsche ihm viel Glück.
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