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Was macht eigentlich...

13.03.2011 - 20:02 Uhr
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Was macht eigentlich... |#31
21.08.2012 - 16:58 Uhr
Sollte Felix mit Wolfsburg in dieser Saison nicht mindestens einen Europapokalplatz erreichen, hat sich das "Trainer im großen Stil"-Thema für ihn erledigt, er ist dann mMn nach durch.

Seine Erfolgsquote beim Einkaufen ist mittlerweile enorm gesunken. Gegen das, was er in der vergangenen Saison in Wolfsburg geleistet hat, waren wir seinerzeit noch gut bedient, wobei ich seine "Flops" als solche gar nicht beurteilen kann noch will, denn er nimmt sich keine Zeit mehr, um Spieler im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu entwickeln. Da werden Spieler gekauft und dann mit einer Geschwindigkeit aussortiert, die ich, auch menschlich, als bedenklich empfinde und kaum einer von denen findet den Weg zurück in die Spur. Wer auch immer unter ihm wenn überhaupt scoutet: Zusammen hat man eine katastrophale Bilanz aufzuweisen.

Summa summarum kann ich mir nicht vorstellen, dass Winterkorn & Co das gut finden werden, denn die Botschaft "Viel Geld sinnlos verpulvern" scheint mir auch marketingtechnisch für den Konzern VW alles andere als anziehend zu sein.

Diese mangelnde Gründlichkeit scheint im Übrigen auch seine eigentliche Trainerarbeit zu betreffen. Sein Auftritt letzte Saison hier in der Arena war eine taktische Groteske und da Züge in seinem Alter meistens in eine Richtung fahren (gerade Größenwahn wird in der Regel nicht milder) sehe ich für ihn schwarz.

Dennoch hat er uns - und da bleibe ich bei meiner Meinung - mit all seinen Fähigkeiten und Fehlern - als Verein ein gutes Stück weiter gebracht, zumal er zum exakt richtigen Zeitpunkt das Feld verlassen hat und der Schaden sich somit in Grenzen hielt, die Erfolge aber bleiben.
Was macht eigentlich... |#32
21.08.2012 - 21:43 Uhr
Zitat von MonroeStahr:
Zitat von JoelGoes2Hollywood:
Zitat von MonroeStahr:
Dennoch hat er uns - und da bleibe ich bei meiner Meinung - mit all seinen Fähigkeiten und Fehlern - als Verein ein gutes Stück weiter gebracht, zumal er zum exakt richtigen Zeitpunkt das Feld verlassen hat und der Schaden sich somit in Grenzen hielt, die Erfolge aber bleiben.


Das kann man so sehen, wenn man sich vor Augen führt, dass Magaths Wirken eine finanzielle Katastrophe war und die Vereinsverantwortlichen jetzt endlich gezwungen waren zur Kursänderung. Die war/ist nämlich alternativlos und da hat Magath eben auch einen Anteil daran.

Aber irgendwie wäre das dann so als müssten sich die Israelis bei uns bedanken, dass wir einen Großteil der jüdischen Bevölkerung in Europa ausgerottet haben und dadurch erst ein Staat Israel ermöglicht wurde. Ich finde, das ist irgendwie nicht die richtige Argumentationskette.


Hollywood, jetzt machst du aber deinem Namen alle Ehre. So viel Holzhammer in einer Aussage hätte ich dir gar nicht zugetraut...

Differenzierte Argumentation nicht nötig, Felix the Evil sticht alles aus. Im Übrigen gefällt mir deine Holocaust-Argumentationskette in diesem Zusammenhang gar nicht. Das hat hier nichts verloren.


Stimmt, den Holocaust darf man in Deu gar nicht erwähnen. Hatte ich vergessen.

Ich hätte besser ein anderes Beispiel nehmen sollen. Gut, differenzieren wir. Was bleibt denn von Magath anno 2012 übrig? Papadopoulos, Huntelaar, Raúl, Uchida, (Kluge). Vier Spieler, die 2010 kamen (wenn man möchte dann eben noch Kluge für seine 10/11er Saison). Das sind die einzigen Spieler, die man aus seinem Transferwahnsinn positiv hervorheben kann (und selbst Uchida ist da noch sehr umstritten). Von wievielen Spielern? Ich habe jetzt nicht nachgezählt, aber es müssen über 20 Spieler gewesen sein, die Magath zu uns brachte.

Uns geht es jetzt besser, weil Magath gegangen worden ist. Was glaubst du denn, wo wir 2013 nach Magaths Vertragsende gestanden hätten. Glaubst du tatsächlich, er hätte sich von warnenden Worten oder einem Blick in die Bücher von seinem Weg abbringen lassen? Ich nicht. Magath hat es immer gesagt, man bekommt das, was man sich geholt hat. Magath, der stur seinen Weg geht und auch keinen anderen Weg kennt.

Ich schätze, dass Magaths Spielerbasar uns mehr als 50 Mio. € an Ablösen, Gehältern und Beratergebühren gekostet hat. Also für die Spieler, die nicht oben genannt wurden und die man einfach als überbezahlte Flops bezeichnen kann. Allein Jurado wird uns locker 25 Mio. € kosten.

Die meisten vergessen hier eine Sache, wenn es um Manuel Neuer geht. Er ist der Grund, warum wir 2011 nicht erneut Anteile an der Arena verkaufen mussten oder einen Kredit bei Tönnies zur Sicherung der Liquidität aufnehmen mussten. Trotz CL Halbfinale und Pokalsieg haben uns nur die Neuermillionen den A**** gerettet auf gutdeutsch. Es war überhaupt keine Frage, ob wir Neuer verkaufen würden, sondern wann wir Neuer verkaufen. Magath predigte zwar immer, dass man ihn nicht verkaufen muss, aber das war eine glatte Lüge wie auch seine vielen anderen Flunkermärchen (Heldt hat da natürlich auch im letzten Sommer das poker face aufgesetzt als er eben auch sagte, dass man Neuer nicht verkaufen müsste). Also bitte, worin besteht denn der positive Aspekt eines CL Halbfinals oder eines Pokalsiegs, wenn du danach die halbe Mannschaft verkaufen musst, weil du wieder einmal Platz schaffen musst und Geld benötigst für die Busladung neuer Spieler in der nächsten Saison?

Magaths Herrschaft hätte uns schlichweg endgültig in den Ruin getrieben, nichts anderes. Und da kann auch ein Raúl mich nicht darüber hinwegtrösten, dass Magath hochriskante Entscheidungen tätigte, die kaum tragbar waren. Natürlich ist Magaths Wirken einhergehend mit einer schlappschwänzigen Aufsicht des Vereins. Das streite ich überhaupt nicht ab. Nur hat Magath Tönnies und dem AR früh die Pistole auf die Brust gesetzt. Entweder ich bekomme das Geld für meinen Weg oder ich gehe, eben in der Gewissheit, dass man sich eine Abfindung gar nicht hätte leisten können. Also hat man die Hoffnung gehabt, dass es sportlich erfolgreich weitergeht. Nur das klappte leider nicht.
Was macht eigentlich... |#33
21.08.2012 - 22:34 Uhr
Zitat von JoelGoes2Hollywood:
Zitat von MonroeStahr:
Zitat von S04-Maniac:
Zitat von MonroeStahr:
Zitat von JoelGoes2Hollywood:
Zitat von MonroeStahr:
Dennoch hat er uns - und da bleibe ich bei meiner Meinung - mit all seinen Fähigkeiten und Fehlern - als Verein ein gutes Stück weiter gebracht, zumal er zum exakt richtigen Zeitpunkt das Feld verlassen hat und der Schaden sich somit in Grenzen hielt, die Erfolge aber bleiben.


Das kann man so sehen, wenn man sich vor Augen führt, dass Magaths Wirken eine finanzielle Katastrophe war und die Vereinsverantwortlichen jetzt endlich gezwungen waren zur Kursänderung. Die war/ist nämlich alternativlos und da hat Magath eben auch einen Anteil daran.

Aber irgendwie wäre das dann so als müssten sich die Israelis bei uns bedanken, dass wir einen Großteil der jüdischen Bevölkerung in Europa ausgerottet haben und dadurch erst ein Staat Israel ermöglicht wurde. Ich finde, das ist irgendwie nicht die richtige Argumentationskette.


Hollywood, jetzt machst du aber deinem Namen alle Ehre. So viel Holzhammer in einer Aussage hätte ich dir gar nicht zugetraut...

Differenzierte Argumentation nicht nötig, Felix the Evil sticht alles aus. Im Übrigen gefällt mir deine Holocaust-Argumentationskette in diesem Zusammenhang gar nicht. Das hat hier nichts verloren.


der holocaust-vergleich war natürlich sehr übertrieben und auch unangemessen.
aber magath hat hier nur verbrannte erde hinterlassen. klar hat er auch ein paar gute spieler geholt, aber das negative überwiegt trotzdem in sehr großem maße.
das einzige, was magath dem FC Schalke gebracht hat ist das "so nicht"-gefühl


Da vertrete ich definitiv eine anderer Meinung:

1. Er hat eine brillante Startsaison hingelegt und in der zweiten den DFB-Pokal geholt.
2. Er hat Spieler wie Raul und Huntelaar nach Schalke geholt und den Verein damit zu einer international attraktiven Adresse gemacht.
3. Er hat eine Reihe von jungen Talenten (Matip, Draxler, Moritz) groß gemacht, andere geholt.
4. Er hat bei allem Transfer-Irrsinn eine finanziell relativ ausgeglichene Bilanz hinterlassen (bei zugegeben allerdings extremen Gefährdungspotentional).
5. Er hat seinen Nachfolgern einen viel zu großen, chaotischen, aber in der Breite durchaus gut aufgestellten Kader hinterlassen.

Dass ich froh war, dass Magath uns zum (für mich) richtigen Zeitpunkt verlassen hat, steht dabei außer Frage. Noch ein Jahr auf diesem Trip und der Verein wäre wohl ausgeblutet. Ihn aber in deswegen in seiner ganzen Ägide hier als Kaputtmacher und Versager darzustellen, ist mir zu einfach.


1. Das gebe ich ihm,

2. Die hätte man sich aber überhaupt nicht leisten können. Man hat sowohl Huntelaar als auch die restlichen Ablösen der anderen Spieler alle auf Pump bezahlt. Raúl war ein genialer Schachzug, vielleicht der genialste seiner Karriere.

3. Magath schmeißt junge Talente ins kalte Wasser. Das ist positiv, nur entwickelt er sie nicht weiter und lässt sie genau in dem Moment fallen, wo sie die guten Leistungen aus der Anfangseuphorie nicht mehr halten können. Bestes Beispiel: Matip. Das man Spieler wie Moritz, Matip und Draxler in den Profikader hochzieht ist für mich keine Leistung. Da müsste man schon blind sein, um deren Talente zu übersehen.

4. Hat er eben nicht. Ich weiß nicht, woher du das hast. Ab 2010 stiegen unsere bereits massiven Schulden weiter stark an. Er hat alles auf die Zukunft gesetzt, in der Hoffnung jedes Jahr CL zu spielen. Und genau das war die Bedingung für seinen Kader: die CL. Stattdessen haben wir gegen sogar gegen den Abstieg spielen müssen.

5. Wieviele von seinen Transfers sind denn heute noch im Kader? Escudero konnte sich bis heute nicht durchsetzen und wird alsbald von Kolasinac überholt werden. Jurado ist ein Millionenmissverständnis. Holtby wäre nie zu uns zurückgekehrt, wenn Magath noch hier wäre. Es wird noch 1-2 Jahre dauern bis wir wirklich die letzten Missverständnisse aus Magaths Zeit ausgeräumt haben.


1. Das wäre dann schon mal die halbe Miete!!

2. Damit folgt er doch nur einer lieben Schalker Tradition. ;) Im Ernst: Schalke ist mit rund 200 Millionen Miesen in Magath und mit etwa demselben Betrag aus Magath rausgegangen. Da kann ich ihm keinen Strick draus drehen. Über das Gefährdungspotential haben wir schon geredet. Und: Flops leisten sich andere auch.

3. Richtig: Magath schmeißt Talente ins kalte Wasser, andere schmeißen Talente gar nicht. Wie will Talente hat denn HS bei uns in seinen insgesamt sieben Jahren hochgezogen?

4. Ehrlich, wir haben nie ernsthaft gegen den Abstieg gespielt, das ist eine böse Legende, sondern uns irgendwann auf Pokal und CL konzentriert.

5. (Transfer und eigene Jugend) Uchida, Metzelder, Matip, Papa, Moritz, Huntelaar, Jurado, Esudero, Draxler, Holtby, mit Abstrichen Höger (und Raul wollte lieber in die Wüste)

Zum allerletzten Mal. Ich habe keine Lust, Felix hier bis zum geht nicht mehr zu verteidigen. Und ich bin froh, dass wir keine dritte Saison mit ihm erlebt zu haben. Aber ich habe auch keine Lust auf einseitge Diskussionen, Klischees und Held-Teufel-Darstellungen. Für mich gilt: Gut, dass Felix da war, gut, dass er weg ist. Fertig.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von MonroeStahr am 21.08.2012 um 22:55 Uhr bearbeitet
Was macht eigentlich... |#34
22.08.2012 - 23:43 Uhr
Zitat von MonroeStahr:
Zitat von JoelGoes2Hollywood:
Zitat von MonroeStahr:
Zitat von S04-Maniac:
Zitat von MonroeStahr:
Zitat von JoelGoes2Hollywood:
Zitat von MonroeStahr:
Dennoch hat er uns - und da bleibe ich bei meiner Meinung - mit all seinen Fähigkeiten und Fehlern - als Verein ein gutes Stück weiter gebracht, zumal er zum exakt richtigen Zeitpunkt das Feld verlassen hat und der Schaden sich somit in Grenzen hielt, die Erfolge aber bleiben.


Das kann man so sehen, wenn man sich vor Augen führt, dass Magaths Wirken eine finanzielle Katastrophe war und die Vereinsverantwortlichen jetzt endlich gezwungen waren zur Kursänderung. Die war/ist nämlich alternativlos und da hat Magath eben auch einen Anteil daran.

Aber irgendwie wäre das dann so als müssten sich die Israelis bei uns bedanken, dass wir einen Großteil der jüdischen Bevölkerung in Europa ausgerottet haben und dadurch erst ein Staat Israel ermöglicht wurde. Ich finde, das ist irgendwie nicht die richtige Argumentationskette.


Hollywood, jetzt machst du aber deinem Namen alle Ehre. So viel Holzhammer in einer Aussage hätte ich dir gar nicht zugetraut...

Differenzierte Argumentation nicht nötig, Felix the Evil sticht alles aus. Im Übrigen gefällt mir deine Holocaust-Argumentationskette in diesem Zusammenhang gar nicht. Das hat hier nichts verloren.


der holocaust-vergleich war natürlich sehr übertrieben und auch unangemessen.
aber magath hat hier nur verbrannte erde hinterlassen. klar hat er auch ein paar gute spieler geholt, aber das negative überwiegt trotzdem in sehr großem maße.
das einzige, was magath dem FC Schalke gebracht hat ist das "so nicht"-gefühl


Da vertrete ich definitiv eine anderer Meinung:

1. Er hat eine brillante Startsaison hingelegt und in der zweiten den DFB-Pokal geholt.
2. Er hat Spieler wie Raul und Huntelaar nach Schalke geholt und den Verein damit zu einer international attraktiven Adresse gemacht.
3. Er hat eine Reihe von jungen Talenten (Matip, Draxler, Moritz) groß gemacht, andere geholt.
4. Er hat bei allem Transfer-Irrsinn eine finanziell relativ ausgeglichene Bilanz hinterlassen (bei zugegeben allerdings extremen Gefährdungspotentional).
5. Er hat seinen Nachfolgern einen viel zu großen, chaotischen, aber in der Breite durchaus gut aufgestellten Kader hinterlassen.

Dass ich froh war, dass Magath uns zum (für mich) richtigen Zeitpunkt verlassen hat, steht dabei außer Frage. Noch ein Jahr auf diesem Trip und der Verein wäre wohl ausgeblutet. Ihn aber in deswegen in seiner ganzen Ägide hier als Kaputtmacher und Versager darzustellen, ist mir zu einfach.


1. Das gebe ich ihm,

2. Die hätte man sich aber überhaupt nicht leisten können. Man hat sowohl Huntelaar als auch die restlichen Ablösen der anderen Spieler alle auf Pump bezahlt. Raúl war ein genialer Schachzug, vielleicht der genialste seiner Karriere.

3. Magath schmeißt junge Talente ins kalte Wasser. Das ist positiv, nur entwickelt er sie nicht weiter und lässt sie genau in dem Moment fallen, wo sie die guten Leistungen aus der Anfangseuphorie nicht mehr halten können. Bestes Beispiel: Matip. Das man Spieler wie Moritz, Matip und Draxler in den Profikader hochzieht ist für mich keine Leistung. Da müsste man schon blind sein, um deren Talente zu übersehen.

4. Hat er eben nicht. Ich weiß nicht, woher du das hast. Ab 2010 stiegen unsere bereits massiven Schulden weiter stark an. Er hat alles auf die Zukunft gesetzt, in der Hoffnung jedes Jahr CL zu spielen. Und genau das war die Bedingung für seinen Kader: die CL. Stattdessen haben wir gegen sogar gegen den Abstieg spielen müssen.

5. Wieviele von seinen Transfers sind denn heute noch im Kader? Escudero konnte sich bis heute nicht durchsetzen und wird alsbald von Kolasinac überholt werden. Jurado ist ein Millionenmissverständnis. Holtby wäre nie zu uns zurückgekehrt, wenn Magath noch hier wäre. Es wird noch 1-2 Jahre dauern bis wir wirklich die letzten Missverständnisse aus Magaths Zeit ausgeräumt haben.


1. Das wäre dann schon mal die halbe Miete!!

2. Damit folgt er doch nur einer lieben Schalker Tradition. ;) Im Ernst: Schalke ist mit rund 200 Millionen Miesen in Magath und mit etwa demselben Betrag aus Magath rausgegangen. Da kann ich ihm keinen Strick draus drehen. Über das Gefährdungspotential haben wir schon geredet. Und: Flops leisten sich andere auch.

3. Richtig: Magath schmeißt Talente ins kalte Wasser, andere schmeißen Talente gar nicht. Wie will Talente hat denn HS bei uns in seinen insgesamt sieben Jahren hochgezogen?

4. Ehrlich, wir haben nie ernsthaft gegen den Abstieg gespielt, das ist eine böse Legende, sondern uns irgendwann auf Pokal und CL konzentriert.

5. (Transfer und eigene Jugend) Uchida, Metzelder, Matip, Papa, Moritz, Huntelaar, Jurado, Esudero, Draxler, Holtby, mit Abstrichen Höger (und Raul wollte lieber in die Wüste)

Zum allerletzten Mal. Ich habe keine Lust, Felix hier bis zum geht nicht mehr zu verteidigen. Und ich bin froh, dass wir keine dritte Saison mit ihm erlebt zu haben. Aber ich habe auch keine Lust auf einseitge Diskussionen, Klischees und Held-Teufel-Darstellungen. Für mich gilt: Gut, dass Felix da war, gut, dass er weg ist. Fertig.


1. Na dann.

2. Es ist ein Unterschied, ob du Spieler holst, die du sorgfältig beobachtest und die dann floppen oder ob du Spieler holst, weil du Spieler holen willst, nur um des holen willens. Andere Manager kaufen auch Flops. Richtig, Magath holt aber Spieler, wo von vornherein ganz klar ist, dass sich diese nicht annähernd durchsetzen können (die Liste ist einfach zu lang, um alle hier aufzuzählen) und wo man kein Muster erkennen kann, ob und wo diese Spieler gebraucht werden. Magaths Einkäufe bei uns waren einfach so desaströs, dass man von purer Geldverbrennung sprechen kann. Und das macht ihn in einer negativen Hinsicht einmalig in der Liga.

Zu den Schulden: Als Magath kam betrugen die Gesamtverbindlichkeiten des Vereins 135 Mio. €, ein Jahr später (2010) waren es schon 155 Mio. €. Die Gesamtverbindlichkeiten des Konzern hatten sich ebenfalls erhöht von 248 Mio. auf 255 Mio. €. Man konnte also den Anstieg der Schulden des Vereins (durch die Sommereinkäufe verursacht) nicht durch den gleichzeitigen Abbau der Schulden in den Tochtergesellschaften auffangen. Magath wurde im März 2011 entlassen. Erst danach entschloss man sich zu einer Kosten- und Schuldenbremse. Das war nicht Magaths Entscheidung, sondern wurde vom Vorstand und AR so beschlossen (es blieb ja auch nichts anderes übrig). Ohne den Verkauf von Neuer hätte man einen massiven Verlust hinnehmen müssen (und das angesichts des sportlich erfolgreichsten Jahres in Schalkes Geschichte) und wäre auch nicht in der Lage gewesen, gleichzeitig neue Spieler zu verpflichten und Schulden abzubauen. Zudem Magath mit großer Sicherheit im Sommer nur mehr Millionen gefordert hätte, um den Karren sportlich wieder flott zu machen (Magaths einzige Antwort auf Misserfolg ist Investition in Spieler).

3. Huub spielt bei dieser Diskussion gar keine Rolle. Ich persönlich kann es keinem Trainer anrechnen hochveranlagte Talente in den Kader einzubauen, ob sie nun Magath heißen oder Stevens oder sonstwie. Magaths Ruf des Talenteförders basiert in meinen Augen auf einer großen Lüge, weil er sich nicht die Zeit nimmt, die jungen Spieler zu fördern. Lewis Holtby hat er nach einer unbedachten Aktion einfach abgeschoben. Der wäre nie zu uns zurückgekommen, wäre Magath nicht entlassen worden. Magath will Leistung sehen und Formschwankungen der jungen Talente führen dazu, dass er dann eher lieber eine Busladung älterer Spieler kauft als sich intensiv mit den Jungen zu beschäftigen. Und die Busladung sorgt dafür, dass die jungen Talente schlichtweg irgendwann untergehen. Magath hat sich doch gar nicht für unsere Nachwuchsabteilung interessiert. Draxler fand erst den Weg in den Kader als er im Gespräch beim BVB war. Magath ist kein Jugendförderer, dafür ist er viel zu ungeduldig (verleiht er junge Spieler, sind die dann auch weg und kommen nicht zurück).

4. Wir haben bei Magaths Abschied nur 5 Punkte auf den Relegationsplatz gehabt. Das ist zwar kein dirketer Abstiegskampf, dennoch war die Gefahr dahin hineingezogen zu werden real.

5. "Uchida, Metzelder, Matip, Papa, Moritz, Huntelaar, Jurado, Esudero, Draxler, Holtby, mit Abstrichen Höger (und Raul wollte lieber in die Wüste)"

Ich betrachte bei seinem Engagement nur die Einkäufe für den kader. Die Jugendspieler sind der Verdienst des Vereins, nicht des Managers und Trainers.

Natürlich haben wir durch Magath einen breiten Kader. Nur bezahlen wir dafür auch einen hohen Preis (einen viel zu hohen). Man kann sich immer einen qualitativ breit aufgestellten Kader zusammenbauen, nur das kostet eben enorm viel Geld. Geld, dass wir nicht hatten.

Ich bin deshalb so erbarmungslos gegenüber Magath, weil er ernsthaft die Existenz des Vereins gefährdet hat. Ich habe auch kein gutes Wort übrig für seine Vorgänger, aber bei denen habe ich wenigstens noch eine halbwegs verständliche Struktur erkennen können. Die fehlte mir bei Magath vollends.
Was macht eigentlich... |#35
23.08.2012 - 09:14 Uhr
Zitat von JoelGoes2Hollywood:


Ich bin deshalb so erbarmungslos gegenüber Magath, weil er ernsthaft die Existenz des Vereins gefährdet hat. Ich habe auch kein gutes Wort übrig für seine Vorgänger, aber bei denen habe ich wenigstens noch eine halbwegs verständliche Struktur erkennen können. Die fehlte mir bei Magath vollends.


Ersteres betreffend stimme ich dir ohne Vorbehalt zu. Was die Struktur betrifft: Die erkenne ich bei Magath deutlicher als bei vielen seiner (mMn eher diffus operierenden) Vorgängern. Dass sich das Magathsche Prinzip allmählich selbst entleert hat, liegt an Felix nachlassender Gründlichkeit und seiner Megalomanie, allein er könne das komplexe Geschäft eines Trainers und Sportdirektors auf professionelle Weise miteinander verbinden. Die Struktur ist für mich ganz deutlich erkennbar - nur mittlerweise auf absurde Weise.

Was mich am Thema Magath maßlos nervt, ist die mangelnde Vergangenheitsbewältigung, welche damit bei uns einhergeht und die uns jedes Jahr allein an Zinsen einen van der Vaart kostet. Besser man schiebt ihm den kompletten Schwarzen Peter zu, dann brauch man sich nämlich mit dem, was alles sonst so schief läuft (wer hat ihn installiert, wer mit dieser unglaublichen Machtfülle ausgestattet, wer ihm diese Irrsinnstransfers bewilligt), nicht zu beschäftigen. Ich habe zu viele Leute bei uns als "Retter" kommen und als "Versager" gehen sehen: Es ist immer das gleiche Prinzip. Mit den Strukturen, die dahinter stehen (und die meines Erachtens selbst für fußballerische Verhältnisse bemerkenswert unprofessionell sind), braucht man sich nicht zu beschäftigen, ist auch besser so.

Da schreiben sich Leute seitenweise die Finger wund, ob Baumjohann nun ein Verlustgeschäft war - und wenn ja in welcher Höhe. Andererseits wird der Zusammenbruch des Stadiondachs wegen ein paar Schneeflocken achselzuckend hingenommen. Kostet uns ja nur einen zweistelligen Millionenbetrag. Verantwortliche Baufirma? Fragt keiner. Warum von Vereinsseite keine Versicherung abgeschlossen? Fragt keiner. Interessiert auch keinen.

Im Übrigen glaube ich, dass wir jetzt mit HH einen durchaus verantwortungsbewussten Sportdirektor haben. Nur, auch er wird dieses wenig rationale und dazu noch emotional instabile Umfeld nicht auf Dauer zusammenhalten können. Die nächste Krise kommt bestimmt und dann wird sich - befürchte ich - einmal mehr erweisen, wie wenig professionell das Fundament ist, auf dem unser Verein baut.
Was macht eigentlich... |#36
28.08.2012 - 22:44 Uhr
Zitat von MonroeStahr:
Zitat von JoelGoes2Hollywood:


Ich bin deshalb so erbarmungslos gegenüber Magath, weil er ernsthaft die Existenz des Vereins gefährdet hat. Ich habe auch kein gutes Wort übrig für seine Vorgänger, aber bei denen habe ich wenigstens noch eine halbwegs verständliche Struktur erkennen können. Die fehlte mir bei Magath vollends.


Ersteres betreffend stimme ich dir ohne Vorbehalt zu. Was die Struktur betrifft: Die erkenne ich bei Magath deutlicher als bei vielen seiner (mMn eher diffus operierenden) Vorgängern. Dass sich das Magathsche Prinzip allmählich selbst entleert hat, liegt an Felix nachlassender Gründlichkeit und seiner Megalomanie, allein er könne das komplexe Geschäft eines Trainers und Sportdirektors auf professionelle Weise miteinander verbinden. Die Struktur ist für mich ganz deutlich erkennbar - nur mittlerweise auf absurde Weise.

Was mich am Thema Magath maßlos nervt, ist die mangelnde Vergangenheitsbewältigung, welche damit bei uns einhergeht und die uns jedes Jahr allein an Zinsen einen van der Vaart kostet. Besser man schiebt ihm den kompletten Schwarzen Peter zu, dann brauch man sich nämlich mit dem, was alles sonst so schief läuft (wer hat ihn installiert, wer mit dieser unglaublichen Machtfülle ausgestattet, wer ihm diese Irrsinnstransfers bewilligt), nicht zu beschäftigen. Ich habe zu viele Leute bei uns als "Retter" kommen und als "Versager" gehen sehen: Es ist immer das gleiche Prinzip. Mit den Strukturen, die dahinter stehen (und die meines Erachtens selbst für fußballerische Verhältnisse bemerkenswert unprofessionell sind), braucht man sich nicht zu beschäftigen, ist auch besser so.

Da schreiben sich Leute seitenweise die Finger wund, ob Baumjohann nun ein Verlustgeschäft war - und wenn ja in welcher Höhe. Andererseits wird der Zusammenbruch des Stadiondachs wegen ein paar Schneeflocken achselzuckend hingenommen. Kostet uns ja nur einen zweistelligen Millionenbetrag. Verantwortliche Baufirma? Fragt keiner. Warum von Vereinsseite keine Versicherung abgeschlossen? Fragt keiner. Interessiert auch keinen.

Im Übrigen glaube ich, dass wir jetzt mit HH einen durchaus verantwortungsbewussten Sportdirektor haben. Nur, auch er wird dieses wenig rationale und dazu noch emotional instabile Umfeld nicht auf Dauer zusammenhalten können. Die nächste Krise kommt bestimmt und dann wird sich - befürchte ich - einmal mehr erweisen, wie wenig professionell das Fundament ist, auf dem unser Verein baut.


@Monroe
auch wenn du hier immer viel einstecken musst.
Ich schätze deine Kommentare wirklich und finde, du bringst immer wieder wichtige Gedanken mit ein! Auch wenn ich vor Allem deinen Pessimismus nicht teile und in vielen Punkten regelmäßig anderer Meinung bin als du, fühle ich mich oft durch deine Beiträge bereichert. In dieser Diskussion zum Beispiel die fast vergessene Arenadach-Geschichte zur Untermauerung der Argumente einzubauen, zeugt von Übersicht und einer hohen Reflexionsebene!
Ohne mich anbiedern zu wollen, sage ich einfach mal Daumen hoch für jemanden, der trotz ausbleibender Resonanz sich immer wieder die Mühe macht seine Ansichten mit fundierten Erörterungen darzulegen und somit mMn ein wichtiger Bestandteil dieses Forums ist!

•     •     •

Tausend Feuer in der Nacht, haben uns das große Glück gebracht
Tausend Freunde die zusammenstehen, dann wird der FC SCHALKE niemals untergehen
Was macht eigentlich... |#37
14.09.2012 - 16:37 Uhr
Zitat von MonroeStahr:
Ich vermute also, dass es es einen sogenannten "Rücktritt" de facto nie gegeben hat. Trotz seines (scheinbaren) Burnouts war RR der Konsequente dann doch nicht konsequent genug, um auch die finanziellen Konsequenzen zu ziehen, sondern hat sich wie Lieschen Müller brav krankschreiben lassen.


Genau das vermute ich auch. Tja und es ist wieder das gute alte Spiel. Niemand verzichtet gerne freiwillig, auch wenn Ralf wohl nicht den vollen Anspruch geltend gemacht hat. Es scheint schon ein wenig komisch. Rangnick hatte bei den Verhandlungen extra auf einen 3-Jahresvertrag bestanden, das kam nicht vom Verein. Das soll jetzt aber nicht heißen, dass Ralf den Krankheitsfall provoziert hätte, um dann den größten Nutzen zu ziehen. Nach der Entlassung Magaths war der Verein in einer schlechten Ausgangslage und Heldt leistete enorme Überredungsarbeit, um Ralf zu bekommen. Dass man da vielleicht nicht mit offenen Karten spielte und die finanzielle Situation ein wenig in den Schatten gestellt hat, mag durchaus sein. Zu jener Zeit ging es Ralf nach der langen Krankheit seines Vaters schon nicht gut. Da hätte er selbst ehrlich genug sein müssen und sagen sollen, dass er das Amt zu dem Zeitpunkt nicht übernehmen könne. Im Endeffekt war seine Zusage gut gemeint, aber nicht wirklich hilfreich.


Zitat
Welche größeren Kröten hätten denn dMn gedroht?


Du kennst ja die Gerüchte vielleicht auch, dass Rangnick nicht wirklich erkrankt war und sich beide Seiten frühzeitig entschieden haben, getrennte Wege zu gehen. Ich halte das für Qutasch. Aber de facto gab es zwischen Rangnick und den Vereinsverantwortlichen Spannungen. Wer weiß, was ihm alles bei den Vertragsgesprächen erzählt wurde. Ansonsten hätte Rangnick nicht so enttäuscht in der Öffentlichkeit reagiert, dass man seine Wunschspieler eben nicht holen könne. Auch wenn ich da eigentlich mit dem Kopf schütteln musste. Alle Zeichen standen auf Sparen (das hatte man nach dem Magath Abgang schon angedeutet), da hätte auch Ralf darauf kommen können, dass man die Neuer Mio. nicht sofort verprassen könne. Alles andere ist auch ein wenig naiv.

Ebenso der Konflikt mit Raúl, der echt war und den Spanier dazu bewogen hat, über einen Vereinswechsel nachzudenken. Und Rangnick ist weiterhin alles, nur kein wirklicher Team Spieler und schon gar nicht flexibel. Er ist absoluter Perfektionist und hat gerne ein Auge auf alle Bereiche, auch wenn er nicht mehr wie früher alles selbst erledigen kann/möchte. Er ist mWn bei all seinen vorherigen Stationen im Unfrieden gegangen. Der Abgang in Hoffenheim war zwar nicht seine Schuld, aber es gab auch da Zerwürfnisse mit dem vorherigen Sportdirektor. Und bevor man dann eine Schlammschlacht lostritt, die man ja vorher noch mit Magath gerade so vermeiden konnte, dann trennt man sich eben und zahlt die Abfindung. Wer Rangnick holt, der muss aben seine Arbeitsweise und seine Natur akzeptieren und vielleicht hat man schon schnell gemerkt, dass es eben nicht passt.


Zitat
Passt eher zur persönlichen Schlagseite von Lehrer-Rolf. Wie er Hoffenheim aus der Versenkung geholt hat, hat, finde ich, Maßstäbe gesetzt. Was er allerdings fußballerisch mit diesen Energiedurchtränkten Mozartkugeln erreichen möchte, ist mir ein Rätsel. In der (von der Klasse her völlig uninteressanten) Austria-Liga finanziell Barcelona-mäßig ausgestattet, wird es dann mangels inländischer Konkurrenz auch für Europa nicht reichen. Also, quo vadis - außer ins Niemandsland? Rangnicks für einen Fußballtrainer ungewöhnliche Fähigkeit zur Abstraktion hat ihm mMn hier einen Streich gespielt. Schade, es tut mir immer noch weh, dass er den Lehrplan bei uns nicht einhalten konnte, ich wäre auf das Ende des Schuljahrs gespannt gewesen...


Wie Runaway auch schon gesagt hat, das Prunkstück soll Leipzig sein, nicht Salzburg. Infrastrukturell hat man da bereits eines der modernsten Trainingszentren in Europa stehen. Das Stadion ist ebenfalls für die 1. Liga gedacht und evtl. auch für nette CL Abende. Und eine große Herausforderung ist es allemal. Genau das, was Rangnick auch gerne mag. Dieses Mal kann er der Sportabteilung auch wirklich seinen vollen Stempel aufdrücken und muss sich nicht mit einfachen Kompromissen zufrieden geben. Es gibt sicherlich schlechtere Jobs als den eines Sportdirektors bei den Bullen.

Es gibt auch eine klare Rangordnung innerhalb des RB Sportbereichs. Leipzig steht dort an der Spitze. In Zukunft sollen die jungen Sachsenbullen in Salzburg Spielpraxis erhalten und so an den Profifussball gewöhnt werden. Salzburg ist demnach nur die Nr. 2 im Konzern.



BWG
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