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Transfergerüchte (Abgänge) - Diskussion

09.04.2026 - 10:01 Uhr
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Zitat von Streichkonzert
Zitat von FranzWeber

Das er nicht verlängert hat, davon ist man beim SC schon etwas enttäuscht, egal wie die Aussagen sind und dies ist auch verständlich. Man hat zu ihm gehalten, als gefühlt jeder Flachschuss auf das Tor auch im Tor landete......

Der Verein hat sich völlig rausgehalten wohin Atu wechseln möchte, man wäre mit allen Angeboten am Anfang einverstanden gewesen. Da war nichts unter 20 Millionen. Jetzt sieht man halt als SC auch blöde aus, auch wenn man dazu absolut nichts beigetragen hat.


So es sich denn so zugetragen hat: Das sind das für mich die entscheidenden Punkte, die mich in der ganzen Causa ärgern.
Dass Atu den Vertrag nicht verlängert, weil er sich „weiterentwickeln“ will, kann ich noch gerade so akzeptieren, wenn beidseitig die Ablösemodalitäten bekannt und akzeptiert werden.
Der Gipfel des Ganzen ist aber, so es denn stimmt, dass Atu Vereinen abgesagt hat, die bereit waren, die gedanklichen 20 Millionen Ablöse zu zahlen. Wenn das ganze Theater nun dazu führt, dass der SC froh sein kann, wenn er seine 10-12 Mio bekommt, dann muss ich ehrlich sagen, ist das ein Unding. Bei allem Lokalpatriotismus für Atu als Musterschüler der Freiburger Fußballschule: So ein Verhalten geht für mich gar nicht. Dem Verein, der ihn so gefördert hat, am Ende noch um einige Millionen Ablöse zu bringen, lässt bei mir dann doch Zweifel am wahren Charakter.
Zum Glück hat der SC inzwischen ein gutes finanzielles Fundament. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was hier vor 12 Jahren los gewesen wäre, wenn z.B. neben Kruse, Caligiuri, Rosenthal, Flum und Makiadi noch ein Matthias Ginter durch so eine Konstellation wie Atu für 3 Mio statt 10 Mio nach Dortmund gewechselt wäre. Ganz sicher würde er heute nicht für Freiburg spielen. Mir fällt es auch schwer zu glauben, dass Atu nach dieser Nummer jemals wieder für den SC auflaufen wird.


Würdest Du aus lauter Dankbarkeit für Deinen jetzigen Arbeitgeber nach Ludwigshafen ziehen, wenn Du auch in Amsterdam wohnen könntest?

Natürlich ist die Situation für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend (am wenigsten wahrscheinlich für Atu selbst). Aber bevor man solche Forderungen äußert, sollte man sich vielleicht mal wieder vergegenwärtigen, um was es aus der persönlichen, menschlichen Sicht von Atubolu im Kern dabei ginge.
Zitat von Kolumbola

Zitat von Streichkonzert

Zitat von FranzWeber

Das er nicht verlängert hat, davon ist man beim SC schon etwas enttäuscht, egal wie die Aussagen sind und dies ist auch verständlich. Man hat zu ihm gehalten, als gefühlt jeder Flachschuss auf das Tor auch im Tor landete......

Der Verein hat sich völlig rausgehalten wohin Atu wechseln möchte, man wäre mit allen Angeboten am Anfang einverstanden gewesen. Da war nichts unter 20 Millionen. Jetzt sieht man halt als SC auch blöde aus, auch wenn man dazu absolut nichts beigetragen hat.


So es sich denn so zugetragen hat: Das sind das für mich die entscheidenden Punkte, die mich in der ganzen Causa ärgern.
Dass Atu den Vertrag nicht verlängert, weil er sich „weiterentwickeln“ will, kann ich noch gerade so akzeptieren, wenn beidseitig die Ablösemodalitäten bekannt und akzeptiert werden.
Der Gipfel des Ganzen ist aber, so es denn stimmt, dass Atu Vereinen abgesagt hat, die bereit waren, die gedanklichen 20 Millionen Ablöse zu zahlen. Wenn das ganze Theater nun dazu führt, dass der SC froh sein kann, wenn er seine 10-12 Mio bekommt, dann muss ich ehrlich sagen, ist das ein Unding. Bei allem Lokalpatriotismus für Atu als Musterschüler der Freiburger Fußballschule: So ein Verhalten geht für mich gar nicht. Dem Verein, der ihn so gefördert hat, am Ende noch um einige Millionen Ablöse zu bringen, lässt bei mir dann doch Zweifel am wahren Charakter.
Zum Glück hat der SC inzwischen ein gutes finanzielles Fundament. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was hier vor 12 Jahren los gewesen wäre, wenn z.B. neben Kruse, Caligiuri, Rosenthal, Flum und Makiadi noch ein Matthias Ginter durch so eine Konstellation wie Atu für 3 Mio statt 10 Mio nach Dortmund gewechselt wäre. Ganz sicher würde er heute nicht für Freiburg spielen. Mir fällt es auch schwer zu glauben, dass Atu nach dieser Nummer jemals wieder für den SC auflaufen wird.


Würdest Du aus lauter Dankbarkeit für Deinen jetzigen Arbeitgeber nach Ludwigshafen ziehen, wenn Du auch in Amsterdam wohnen könntest?

Natürlich ist die Situation für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend (am wenigsten wahrscheinlich für Atu selbst). Aber bevor man solche Forderungen äußert, sollte man sich vielleicht mal wieder vergegenwärtigen, um was es aus der persönlichen, menschlichen Sicht von Atubolu im Kern dabei ginge.


Ich bin mir meiner geschriebenen Zeilen sehr bewusst. Und ja ich bin für meinen jetzigen Arbeitgeber 400 KM mit allem Positivem, wie auch Negativem umgezogen.
Bei allem Versuch mir zu vergegenwärtigen, um was es aus der persönlichen, menschlichen Sicht von Atubolu im Kern dabei ginge, vermisse ich gleiches bei Atubolu. Ich vermisse da einfach eine gewisse Form von Haltung und Stil dem Verein gegenüber.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Streichkonzert am 18.08.2026 um 19:10 Uhr bearbeitet
Ganz schwierig und ziemlich abenteuerlich, aus der Transferposse mittlerweile eine Charakterfrage zu machen.
Ja, Atu und vor allem sein Beraterteam haben den Markt offensichtlich falsch eingeschätzt. Wenn man Vereine wie Hull oder Coventry ablehnt, weil man auf die große Premier-League-Chance wartet, und diese dann nicht kommt, darf man durchaus von einem sportlich bzw. strategisch ziemlich unglücklichen Poker sprechen. Aber daraus „undankbar“, „schwieriger Charakter“ oder gar „fehlende Haltung“ abzuleiten, ist doch eine völlig andere Baustelle.
Atu hat sich entschieden, seinen Vertrag nicht zu verlängern und den nächsten Schritt machen zu wollen. Das ist sein gutes Recht. Und wenn er einen Verein ablehnt, bei dem er nicht spielen möchte, dann ist das ebenfalls sein gutes Recht. Er ist Fußballprofi und nicht das Eigentum des SC Freiburg, nur weil er hier ausgebildet wurde.
Und das Argument „damit bringt er Freiburg um Millionen“ finde ich besonders schräg. Freiburg hat ihn nicht für 20 Mio. verkauft, weil Atu persönlich irgendwo unterschreiben wollte. Ablösesummen werden zwischen Vereinen verhandelt. Der Spieler darf bei der Auswahl seines Arbeitgebers trotzdem eigene Prioritäten haben.
Am meisten stört mich aber das hier eine Charakterfrage aufgetan wird und als Beleg kommt dann gerne „aus dem Umfeld hört man, dass er kein einfacher Typ sei“. Ja gut. Dann können wir auch gleich anfangen, Spieler nach Hörensagen aus dem Bekanntenkreis zu beurteilen.
Dem gegenüber stehen die öffentlich bekannten Aussagen des SC, wonach der Austausch mit Atu weiterhin eng und vertrauensvoll gewesen sei und man gemeinsam an einem Wechsel gearbeitet habe.

Für mich ist das deshalb ziemlich simpel:
Atu wollte den nächsten Schritt machen → seine Berater haben den Torwartmarkt offenbar völlig falsch eingeschätzt → die Wunschoptionen haben sich nicht ergeben → jetzt sitzt er im August noch ohne neuen Verein da.

Das kann man für eine ziemlich dumme Karriereplanung halten.
Aber ein schlechter Charakter ist daraus noch lange nicht. Und wenn er jetzt nach Frankfurt geht, dort Stammkeeper wird und in einem Jahr für 50 Mio. nach England wechselt, wird aus dem „charakterschwachen Verzocker“ vermutlich rückwirkend wieder der clevere Karrieremensch.
Vielleicht sollte man deshalb einfach mal zwischen „hat sich verzockt“ und „ist ein schlechter Kerl“ unterscheiden. Das sind zwei ziemlich verschiedene Dinge.
Na ja - nun ist es aber doch wohl so, dass Atu sich nach einem konstruktiven, aber eben auch kritischen Feedback Gespräch im Winter (SC, Atu, sein damaliger Berater) dazu entschieden hat, den SC UND seinen damaligen Berater zu verlassen. Er konnte/wollte der Einschätzung der Beteiligten nicht folgen und hielt sich für besser/schlauer.

Das ist auch sein gutes Recht. Passt aber auch zu seinem Umgang mit eigenen Fehlern in der vergangenen Saison - bei aller Offensichtlichkeit stets das von Manuel Neuer bekannte „das war gar kein Fehler“. Kann man auch machen, aber Reflexion und Selbstkritik geht halt anders. Auch das Interview unmittelbar nach dem Finale in Istanbul sprach schon Bände: Atu, genervt von der eigenen Mannschaft.

Ob man jetzt daraus einen schwierigen Charakter ableitet oder nicht…jedenfalls Selbstüberschätzung und wenig Demut.

Darf er auch alles haben, geschenkt. Aber hört bitte auf mit dieser Atu-Opfer-Rolle „die fiesen Berater haben dem armen Freiburger Jung den Kopf verdreht“. Er ist ein erwachsener Mensch, und kein kleines Kind. Und zum verführt werden gehört auch immer einer, der sich verführen lässt. Und genau das wollte er im Winter.

Die Quittung liegt ihm und dem SC jetzt vor. Selbstgewähltes Schicksal.
Zitat von Virri
Zitat von TaktikTeddy

Dem gegenüber stehen die öffentlich bekannten Aussagen des SC, wonach der Austausch mit Atu weiterhin eng und vertrauensvoll gewesen sei und man gemeinsam an einem Wechsel gearbeitet habe.

Da hab ich meine Zweifel. Wenn man gemeinsam und vor allem strategisch geschickt zusammengearbeitet hätte, dann wäre Atubolu bei Leeds und Gnonto beim SC. Diese Konstellation lag auf der Hand und hätte vermutlich herausgearbeitet werden können.


Wie unfassbar vermessen ist es eigentlich, im Nachhinein zu behaupten, man hätte die Sache strategisch besser lösen können als Hartenbach und Saier? Die beiden machen das seit Jahren hauptverantwortlich und schreiben dabei eine Erfolgsgeschichte nach der anderen.
Ich bin bei den handelnden Personen auch längst nicht immer Fan von allem und würde mir beim SC durchaus hier und da mehr Risiko wünschen. Aber ausgerechnet in dieser Geschichte im Nachhinein mit „Atu bei Leeds und Gnonto beim SC, lag doch auf der Hand“ um die Ecke zu kommen, ist schon brutal.
Zumal „lag auf der Hand“ im Fußballtransfergeschäft meistens bedeutet dass Wir heute das Ergebnis kennen und basteln uns daraus rückwirkend eine vermeintlich zwingende Lösung.
Wenn es so einfach gewesen wäre, hätten Hartenbach und Saier diese Möglichkeit vermutlich auch erkannt. Dass sie es nicht umgesetzt haben, ist kein Beleg dafür, dass sie nicht strategisch zusammengearbeitet haben. Es ist lediglich ein Beleg dafür, dass Transfers etwas komplizierter sind als zwei Spielernamen auf ein Blatt Papier zu schreiben.
Ganz ehrlich: Die Diskussion um angebliche Charakterschwäche von Atubolu kann ich nicht nachvollziehen. Er hat offen kommuniziert, dass er den nächsten Schritt machen möchte. Ja, das tut weh, wenn ein Eigengewächs den Verein verlassen will. Ja, viele Fans sind enttäuscht. Ich auch. Aber ich respektiere seinen Wunsch und nehme ihm ab, dass es ihm um seine sportliche Weiterentwicklung geht

Charakterschwach wäre etwas völlig anderes gewesen. Charakterschwach wäre, den Wechselwunsch monatelang hinter verschlossenen Türen zu verstecken oder bei einem konkreten Angebot den Streikmodus einzuschalten, um den Verein unter Druck zu setzen. Wir haben im Profifußball genügend Beispiele dafür gesehen. Das wäre wirklich charakterlos gewesen. Atubolu hat dagegen offen gesagt, was er will.

Hat er einen Fehler gemacht? Wahrscheinlich schon. Offensichtlich ist nicht eingetroffen, was er und seine Berater sich erhofft haben. Der Torhütermarkt wurde offenbar überschätzt. Die Topklubs, vor allem in der Premier League, sind auf dieser Position sehr gut besetzt. Am Ende läuft es Stand heute eher auf einen Seitwärtstransfer hinaus als auf den großen Karrieresprung.
Man darf dabei aber auch nicht so tun, als wäre das alles glasklar vorhersehbar gewesen. Kein Fan weiß, welche Gespräche tatsächlich geführt wurden und ob Atubolu bei manchen Vereinen Kandidat A, B oder C war. Im Transfergeschäft hängen oft mehrere Domino-Steine voneinander ab. Wäre irgendwo eine andere Entscheidung gefallen, könnten wir heute vielleicht über einen ganz anderen Wechsel sprechen. Falls die Berichte stimmen, dass er sich inzwischen von seinen Beratern getrennt hat, wäre das für mich allerdings schon ein deutliches Eingeständnis.

Was Saier und Hartenbach angeht gehe ich mit @TaktikTeddy, muss man ihnen in diesem Fall ein Kompliment machen. Ich bin auch nicht immer ihrer Meinung und habe mir gerade in den letzten Jahren oft mehr Kaderbreite order Risiko bei Transfers gewünscht. Aber hier haben sie konsequent gehandelt. Die Priorität war sportliche Planungssicherheit und deshalb wurde frühzeitig mit Backhaus ein adäquater Ersatz verpflichtet.

Mal ehrlich: Stellt euch das Gegenteil vor. Deadline Day, Atubolu Wechselt kein zeit für Ersatz und Freiburg steht mit Müller und Huth als einzigen Optionen da. Oder Atubolu bleibt widerwillig, weil Saier ihn nicht gehen lässt und ein jahr später wechselt er ablösefrei.
Beides wäre deutlich schlechter gewesen. Natürlich wird Freiburg jetzt vermutlich keine 15 bis 20 Millionen Euro erlösen. Das ist ärgerlich. Aber der Verein wird daran nicht zerbrechen. Da ist mir die Sportliche Stabilität wichtiger als die letzten Millionen herauszupressen.

Wie geht es weiter? Leider wird die Geschichte medial jetzt erst richtig Fahrt aufnehmen. Bis ein Transfer durch ist, wird jede Wasserstandsmeldung aufgeblasen werden. Für Freiburg ist das eine eher ungewohnte Situation.
Persönlich hoffe ich, dass sich noch eine attraktive Lösung im Ausland ergibt. Einen Wechsel nach Frankfurt würde ich nur sehr ungern sehen. Und sorry für die provokante Aussage...ein Verbleib in Freiburg wäre für mich der Worst Case. Nicht weil Atubolu kein guter Torhüter wäre, sondern weil damit weiter Unruhe weitergehen würde. Das wäre weder für ihn noch für Backhaus noch für die Mannschaft die beste Lösung.
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