Saisonvorbereitung und Testspiele
23.05.2019 - 16:15 Uhr
Alles zur Vorbereitung auf die kommende ZWEITLIGA-Saison hier hinein!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von bremerbruecke am 10.08.2020 um 17:21 Uhr bearbeitet Zeige Ergebnisse 1-3 von 3.
09.07.2022 - 10:43 Uhr
Zitat von ElBaBo
Zitat von bremerbruecke
In den ersten Testspielen wurde 4-3-3 gespielt, zuletzt gegen Hannover und Wolfsburg 4-4-2 Raute. Dies ist wohl das System, solange kein Opoku-Ersatz da ist und macht uns deutlich flexibler. Meiner Meinung nach kommen die Qualitäten von bspw. Higl und Simakala in der Raute auch besser zum tragen als auf Außen. Gehe daher davon aus, dass wir 4-4-2 Raute spielen zunächst - heute und morgen werden wir etwas schlauer sein.
in der 3. Liga mag das funktionieren, selbst im Spitzenbereich. Ansonsten sehe ich ein 4-4-2 mit Raute heutzutage enorm kritisch. Du brauchst zumindest auf den Aussenverteidiger Positionen richtig gute, laufstarke, offensivstarke Leute. Die haben wir Gott sei Dank. In Bestform gehören Kleinhansl und Traore wohl eindeutig mit zum besten was die Liga zu bieten hat (für Haas und Rorig dürfte das nicht im Ansatz gelten). Und die 10 muss den Unterschied ausmachen (wie Diego damals bei Bremen). Das wären bei uns Putaro oder Wulff bzw Wähling, vielleicht sogar Simakala? Dürfte auf jeden Fall stark sein, so dass ich denke, dass dieses System bei uns funktionieren wird. Für die vorhandenen Mittelfeldspieler scheint dieses System perfekt.Zitat von ElBaBo
Spielen wir bisher 4-4-2 mit Raute oder im klassischen 4-3-3? Da noch ein Flügelspieler gesucht wird würde ich eher auf letzteres tippen!?
Spielen wir bisher 4-4-2 mit Raute oder im klassischen 4-3-3? Da noch ein Flügelspieler gesucht wird würde ich eher auf letzteres tippen!?
In den ersten Testspielen wurde 4-3-3 gespielt, zuletzt gegen Hannover und Wolfsburg 4-4-2 Raute. Dies ist wohl das System, solange kein Opoku-Ersatz da ist und macht uns deutlich flexibler. Meiner Meinung nach kommen die Qualitäten von bspw. Higl und Simakala in der Raute auch besser zum tragen als auf Außen. Gehe daher davon aus, dass wir 4-4-2 Raute spielen zunächst - heute und morgen werden wir etwas schlauer sein.
Insbesonders Simakala blüht derzeit in der Vorbereitung auf der 10 auf. Gestern konnte ich mir die Truppe endlich mal vor Ort anschauen und bin begeistert ob der Spielfreude von Chance. Die ersten drei Treffer hat er richtig stark vorgelegt mit Traumpässen - uneigennützig, wie man ihn sonst eher nicht kannte. In dieser Form wird Scherning an ihm nicht vorbeikommen. Putaro wird heute gegen Paderborn starten, aber der muss auch liefern, um sich zu behaupten.
Bonuspunkte gab es gestern - einmal mehr - für den 16-jährigen Wiethaup. Unbekümmert, einfaches Spiel, technisch sauber und sehr flink. Er bringt vieles mit, was ihn weit bringen kann. Im TP wird bereits von Interesse aus Dortmund berichtet - das verwundert mich nicht. Ich hoffe, dass man ihn irgendwie mit Profivertrag ausgestattet bekommt. Das ist das beste Talent des VfL seit langer Zeit.
Ebenfalls einen gewaltigen Schritt hat Emeka Oduah gemacht. Seine ersten Auftritte an der Brücke waren - zugegeben - höchst unglücklich. Mittlerweile tritt er mit einem ganz anderen Selbstverständnis auf und kann sich auch belohnen. In den Zweikämpfen stets robust mit viel Zug zum Tor, sucht den Abschluss und trifft eben auch. Hier erhoffe ich mir dieses Jahr eine Leistungssteigerung. Im Zwei-Mann-Sturm kommen seine Qualitäten, wie eben auch die von Higl, besser zum Tragen als auf den Außenbahnen.
Schafft man es noch einen reinen Flügelspieler zu holen, dann kann man sehr flexibel agieren. Der Gegner kann sich so nicht sicher sein in welcher Grundordnung der VfL agiert. Eines der größten Kritikpunkte an der letzten Saison war stets die taktische Unflexibilität, die im Spiel gegen tiefstehende Gegner keine Lösungen gebracht hat. Da ist die Raute ein gutes Mittel dagegen.
Anbei mal eine mögliche Aufstellung, die schon wieder von meiner letzten etwas abweicht. Natürlich nur unter der Prämisse, dass Wiethaup alsbald einen Vertrag unterschreibt.
Das zeigt nur mehr, wie flexibel die Raute und unser Kader im Generellen ist. Köhler nicht in der Startelf wäre im letzten Jahr undenkbar, ebenso Heider - der gestern auch stark gespielt hat. Ein letzter Wort noch zu Maxwell "Lucio" Gyamfi - gerne mehr von seinen Läufen über den ganzen Platz und seiner Entschlossenheit im Vorwärtsverteidigen.
10.07.2022 - 12:33 Uhr
Zitat von bremerbruecke
Laut NOZ war es gestern auch wieder die Raute. Auf den Kicker ist bei solchen Spielen eher kein Verlass. System Nummer 2 wird das 4-3-3 aus dem letzten Jahr. Ein 6er (Chato, Köhler, Tesche) und zwei Achtern davor (Kunze, Wähling, Wiethaup, Köhler, Tesche).
Ein Opoku-Ersatz wird noch gesucht, aber der Markt scheint nicht einfach. Vielleicht ergibt sich zum Ende der Transferphase noch eine Leihgabe von einem 1./2.-Ligisten.
das mit dem System hab ich mir schon gedacht. Passt so auch am besten zum Kader. Vor allem haben wir noch richtig starke Alternativen auf der Bank. Beermann, Köhler, Simakala und Heider kannst du ohne Qualitätsverlust bringen, die sind gefühlt Stammspieler. Und dann in Reihe 2 zumindest noch Satkus, Wähling, Wulff und Oduah. Dazu dann noch der gesuchte LA, der hoffentlich kein Schnellschuss oder Notnagel ala Bertram wie im letzten Jahr wird. Hoffe tatsächlich auf einen Opoku 2.0! Jungs wie Wiethaup und Zahmel nutzen die Zeit zum reinschnuppern hoffentlich intensiv und werden vielleicht sogar zur Kaderalternative in der Rückrunde. Von Rorig rechts halte ich mehr als von Haas links (bei den Stammspielern auf der jeweiligen Seite ist es genau umgekehrt), denke aber dass beide weit weg von ihren Kontrahenten sind, die aber beide auch wirklich stark sind. Itter wird uns ja sicherlich noch verlassen. Zitat von ElBaBo
Könnte die Aufstellung gegen Paderborn bereits die potentielle Stammelf gewesen sein. Mal davon ausgehend würde es so aussehen: sie Wunschaufstellung 4-4-2 (Raute).
Lt. Kicker war es ein 4-3-3 mit Doppelsechs (Chato und Kunze) und Tesche auf der 10. Das wäre dann ein drittes System. So flexibel muss der Kader vielleicht gar nicht sein. Wir haben zwar richtige 10er bzw Spieler die das richtig gut können (Putaro, Tesche, Simakala, Wähling, Wulff), aber ob man drei Systeme im Wechsel spielen können muss?
4-4-2 mit Raute passt zum Kader. Das System hat einige Nachteile, die man über Lauf- und Flankenstarke Aussenverteidiger und einem spielstarken 10er und einen mitarbeitenden restlichen Mittelfeld wieder ausgleichen kann. Das scheint bei uns richtig zu laufen.
Als System nr. 2 dann 4-3-3 mit Doppelsechs und Zehner? Da fehlt noch der Opoku Ersatz. Oder baut man auf Oduah?
Könnte die Aufstellung gegen Paderborn bereits die potentielle Stammelf gewesen sein. Mal davon ausgehend würde es so aussehen: sie Wunschaufstellung 4-4-2 (Raute).
Lt. Kicker war es ein 4-3-3 mit Doppelsechs (Chato und Kunze) und Tesche auf der 10. Das wäre dann ein drittes System. So flexibel muss der Kader vielleicht gar nicht sein. Wir haben zwar richtige 10er bzw Spieler die das richtig gut können (Putaro, Tesche, Simakala, Wähling, Wulff), aber ob man drei Systeme im Wechsel spielen können muss?
4-4-2 mit Raute passt zum Kader. Das System hat einige Nachteile, die man über Lauf- und Flankenstarke Aussenverteidiger und einem spielstarken 10er und einen mitarbeitenden restlichen Mittelfeld wieder ausgleichen kann. Das scheint bei uns richtig zu laufen.
Als System nr. 2 dann 4-3-3 mit Doppelsechs und Zehner? Da fehlt noch der Opoku Ersatz. Oder baut man auf Oduah?
Laut NOZ war es gestern auch wieder die Raute. Auf den Kicker ist bei solchen Spielen eher kein Verlass. System Nummer 2 wird das 4-3-3 aus dem letzten Jahr. Ein 6er (Chato, Köhler, Tesche) und zwei Achtern davor (Kunze, Wähling, Wiethaup, Köhler, Tesche).
Ein Opoku-Ersatz wird noch gesucht, aber der Markt scheint nicht einfach. Vielleicht ergibt sich zum Ende der Transferphase noch eine Leihgabe von einem 1./2.-Ligisten.
Auf der Abgangsseite taten Klaas und Opoku natürlich richtig weg. Gugganig und Taffertshofer etwas weniger, wobei der Sheriff natürlich der Anführer und Kampfsau in einer Person war. Spielerisch hat’s aber nicht mehr gereicht. Wooten, Bapoh und Konsorten waren dann irrelevant. Aber die beiden erstgenannten tun schon richtig weh. Zusammen mit Kunze (der hat mich die Saison über äußerst positiv überrascht), Köhler (meistens Lenker und Denker) und der Kleinhansl der Hinrunde (absolut zweitligareif) unsere besten und wichtigsten Spieler. Um diese Saison was zu erreichen müssen die genannten Spieler wieder performen, Heider darf nicht abbauen (zuverlässiger Joker), Simakala und Higl müssen den nächsten entwicklungsschritt gehen, ebenso Gyamfi. Trapp und Kühn müssen den Laden hinten zusammenhalten und Engelhardt muss direkt eine Liga höher funktionieren. Da muss sehr vieles zusammen kommen.
Für mich ein für unsere finanziellen Verhältnisse starker Kader (11. in der Etatliste?). Denke reicht für die Top 6, die wir auch wieder angreifen sollten. Der Aufstieg erscheint ob der großen Konkurrenz fast utopisch. Spielt man aber nicht konstant vorne mit wird’s schnell langweilig und man ärgert sich vielleicht das gebotene Geld für Kunze und Simakala nicht mitgenommen zu haben.
Dresden und Aue mit generalüberholten Kadern. Die müssen sich erst finden. Hoffen wir auf enorme Startschwierigkeiten vielleicht sogar bis in die Winterpause rein. Eigentlich sind beide aber übermächtig und haben auch ganz gut eingekauft. Der Aderlass war aber natürlich auch gigantisch.
Auf der anderen Seite haben sich gerade Mannheim und 1860 sehr aggressiv (Mannheim) und klug (1860) verstärkt. Deren Ziel muss der Aufstieg sein, sie waren ja eh schon vierter und fünfter. Ingolstadt hab ich jetzt nicht so im Blick, aber bei der Finanzstärke zählt wohl nur der Aufstieg, vielleicht mit einem Konsolidierungsjahr. Dazu dann Saabrücken und wir. 7 Teams im erweiterten Aufstiegsrennen. Da haben wir eigentlich keine Chance.
Es geht nur über Willen und mannschaftliche Geschlossenheit!
Dieser Beitrag wurde zuletzt von ElBaBo am 10.07.2022 um 12:56 Uhr bearbeitet
16.07.2025 - 18:26 Uhr
Es läuft noch alles nicht sooo rund, wie das Spiel gegen Rödinghausen gezeigt hat. Auch hier gilt: ich hänge das nich tzu sehr an die große Glocke. Unser Trainer testet einzelne Mnnschaftsteile durch und gibt wider in zwei Halbzeiten je einer anderen Elf die Chance, um Erkenntnisse zu sammeln. Wenn etwas nicht rund läuft, muss man aber auch gleichzeitig sagen, dass keine der beiden Halbzeitmannschaften die erste Elf am ersten Spieltag sein dürften. Besonders in Hälfte 2 hat unser Trainer still und beobachtend Einzelheiten auf dem Feld zur Kenntnis genommen.
Es fällt widerum auch auf, dass TS der II. ziemlich verblüfft wirkt, dass einige Spieler durchaus Probleme mit seinem System und Art zu spielen haben, augenscheinlich Karademir heute. Kehren wir alle mal in uns und versuchen das mal ansatzweise logisch zu erklären. Grob gesagt besteht unser Kader aus einem Teil aus den Spielern der letzten Saison und neuen Spielern. Soweit, so logisch und Captain Obvious. Wenn wir aber mal unser Team in diese beiden Teile aufteilen und einen Blick darauf werfen, was jeweils der eine Teil und jeweils der andere Teil in Hinblick auf Unterschiedsspieler und persönliche Entwicklung aufzuweisen haben, wird für mich schon deutlich, dass alles noch nicht laufen kann und die von mir und uns gewünschten 1-2 Unterschiedsspieler - besonders im Sturm - noch kommen müssen.
Damit Spieler bei einem Verein einschlagen können, braucht es ein gesundes Konstrukt an gestandenen Spielern. Diese müssen selbstbewusst sein und eine Formkurve nach oben bestenfalls aufzeigen. Ich will jetzt nicht das Fass Antwerpen wieder zu weit aufmachen. Mit ihm hat unser Team fast sensationell die Klasse gehalten und besonders sein Abschied spaltet auch jetzt noch die Fangemeinde. Etwas, was ich Marco Antwerpen jedoch nicht attestiere, ist, dass er unsere Spieler weiterentwickelt hat, wenn wir Lars Kehl ausklammern, der individuell Gott sei Dank endlich aufblühen konnte. Antwerpens Auftrag war auch nicht die Weiterentwicklung, sondern der Klassenerhalt, den er mit einem störrischen Spielsystem durchgedrückt hat. Unterschiedsspieler, die fast ausschließelich per Leihe uns den Karren aus dem Dreck gezogen haben und die Verpflichtung von Jannik Müller, haben den Bärenanteil daran. Unter dieser permanenten Stresssituation ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Spieler aus der letzten Saison von uns eben nicht die Selbstverständlichkeit auf den Platz bringen können.
Jetzt ist auch noch der neue Trainer da und viele jüngere Spieler wie Wiemann, Karademir und Badjie - die eigentlich noch viel mehr Zeit zum Entwickeln brauchen - müssen immer vielseitiger und individuell besser werden. Dafür fehlt scheinbar aber die Zeit. Sie müssen in vielen Augen jetzt schon funktionieren. Woher soll aber das oben angesprochene Selbstbewusstein und die persönliche Entwicklung kommen, wenn letzte Saison alles andere als die Zeit dafür war? So doof es sein mag: hier brauchen wir Geduld. Es wird viel auf die Neuen ankommen, wie lange wir geduldig sein müssen. Unser erhaltener Spielerkern ist noch nicht an dem Punkt, wo sie frei aufspielen können.
Was müssen also die neuen Spieler mitbringen? Nun, einerseits am besten Selbstbewusstsein und eine nach oben anzeigende Entwicklungs- oder Formkurve, um den Rest des Teams mitzureißen plus Eigenschaften wie Konstanz und Taktikverständnis, die eine Mannschaft stabilisieren können. Konstanz und Taktikverständnis traue ich Kammerbauer, Pröger und Wagner zu, mit Abstrichen auch Jacobsen. Bis es aber dieses Zusammnspiel zwischen neuen und Spielern und denen aus der Vorsaison gibt, braucht es viel Arbeit unseres Trainers. Was mir aber noch im Kader fehlt, sind die Spieler mit Selbstbewusstsein und nach oben zeigender Kurve. Darum habe ich mich über Lesueur gefreut, weil er das mitbringen kann. Damit er aber als ehemaliger Regionalligist damit alleine da steht, bedarf es noch dringend den 1-2 erwähnten Spielern, besonders im Sturm. Ich bleibe dabei, dass Abiama und /oder Biankadi das sein könnten plus einem klassischen MS. Das muss noch kommen, damit man im oberen Drittel angreifen kann.
Mehr kann ich jetzt auch nicht aus den Erkenntnissen der ersten Tests ziehen. Wer das Spiel heute gegen Rödinghausen aber als Alarmsignal sieht: als wir 2019/20 in Liga 2 waren und die Klasse hielten, gab es da ein Testspiel gegen einen gewissen SV Rödinghausen in der Vorbereitung. Ergebnis: 2:1 für uns. Stay positive!
Es fällt widerum auch auf, dass TS der II. ziemlich verblüfft wirkt, dass einige Spieler durchaus Probleme mit seinem System und Art zu spielen haben, augenscheinlich Karademir heute. Kehren wir alle mal in uns und versuchen das mal ansatzweise logisch zu erklären. Grob gesagt besteht unser Kader aus einem Teil aus den Spielern der letzten Saison und neuen Spielern. Soweit, so logisch und Captain Obvious. Wenn wir aber mal unser Team in diese beiden Teile aufteilen und einen Blick darauf werfen, was jeweils der eine Teil und jeweils der andere Teil in Hinblick auf Unterschiedsspieler und persönliche Entwicklung aufzuweisen haben, wird für mich schon deutlich, dass alles noch nicht laufen kann und die von mir und uns gewünschten 1-2 Unterschiedsspieler - besonders im Sturm - noch kommen müssen.
Damit Spieler bei einem Verein einschlagen können, braucht es ein gesundes Konstrukt an gestandenen Spielern. Diese müssen selbstbewusst sein und eine Formkurve nach oben bestenfalls aufzeigen. Ich will jetzt nicht das Fass Antwerpen wieder zu weit aufmachen. Mit ihm hat unser Team fast sensationell die Klasse gehalten und besonders sein Abschied spaltet auch jetzt noch die Fangemeinde. Etwas, was ich Marco Antwerpen jedoch nicht attestiere, ist, dass er unsere Spieler weiterentwickelt hat, wenn wir Lars Kehl ausklammern, der individuell Gott sei Dank endlich aufblühen konnte. Antwerpens Auftrag war auch nicht die Weiterentwicklung, sondern der Klassenerhalt, den er mit einem störrischen Spielsystem durchgedrückt hat. Unterschiedsspieler, die fast ausschließelich per Leihe uns den Karren aus dem Dreck gezogen haben und die Verpflichtung von Jannik Müller, haben den Bärenanteil daran. Unter dieser permanenten Stresssituation ist es auch nicht verwunderlich, dass viele Spieler aus der letzten Saison von uns eben nicht die Selbstverständlichkeit auf den Platz bringen können.
Jetzt ist auch noch der neue Trainer da und viele jüngere Spieler wie Wiemann, Karademir und Badjie - die eigentlich noch viel mehr Zeit zum Entwickeln brauchen - müssen immer vielseitiger und individuell besser werden. Dafür fehlt scheinbar aber die Zeit. Sie müssen in vielen Augen jetzt schon funktionieren. Woher soll aber das oben angesprochene Selbstbewusstein und die persönliche Entwicklung kommen, wenn letzte Saison alles andere als die Zeit dafür war? So doof es sein mag: hier brauchen wir Geduld. Es wird viel auf die Neuen ankommen, wie lange wir geduldig sein müssen. Unser erhaltener Spielerkern ist noch nicht an dem Punkt, wo sie frei aufspielen können.
Was müssen also die neuen Spieler mitbringen? Nun, einerseits am besten Selbstbewusstsein und eine nach oben anzeigende Entwicklungs- oder Formkurve, um den Rest des Teams mitzureißen plus Eigenschaften wie Konstanz und Taktikverständnis, die eine Mannschaft stabilisieren können. Konstanz und Taktikverständnis traue ich Kammerbauer, Pröger und Wagner zu, mit Abstrichen auch Jacobsen. Bis es aber dieses Zusammnspiel zwischen neuen und Spielern und denen aus der Vorsaison gibt, braucht es viel Arbeit unseres Trainers. Was mir aber noch im Kader fehlt, sind die Spieler mit Selbstbewusstsein und nach oben zeigender Kurve. Darum habe ich mich über Lesueur gefreut, weil er das mitbringen kann. Damit er aber als ehemaliger Regionalligist damit alleine da steht, bedarf es noch dringend den 1-2 erwähnten Spielern, besonders im Sturm. Ich bleibe dabei, dass Abiama und /oder Biankadi das sein könnten plus einem klassischen MS. Das muss noch kommen, damit man im oberen Drittel angreifen kann.
Mehr kann ich jetzt auch nicht aus den Erkenntnissen der ersten Tests ziehen. Wer das Spiel heute gegen Rödinghausen aber als Alarmsignal sieht: als wir 2019/20 in Liga 2 waren und die Klasse hielten, gab es da ein Testspiel gegen einen gewissen SV Rödinghausen in der Vorbereitung. Ergebnis: 2:1 für uns. Stay positive!
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