Saisonrückblick 2011/2012
16.05.2012 - 20:22 Uhr
Liebe 96er!
Wir wählten das Tor der Saison, wir wählten den Spieler der Saison - in beiden Abstimmungen konnte sich jeweils Lars Stindl klar durchsetzen. Nun soll es in diesem Thread nicht darum gehen, ein einzelnes Tor, einen einzigen Spieler oder ein einziges Spiel zu bewerten, sondern vielmehr die unserige Saison in ihrer Gesamtkeit einzuordnen. Was war gut, was war schlecht? An was wird man sich nachhaltig erinnern, was sollte man besser schnell wieder vergessen? Welche ganz persönlichen Momente verbindet Ihr mit der letzten Runde? Eines ist klar: Die letzte Saison war sehr aufregend - alleine schon, weil es unsere erste "europäische Saison" seit zwanzig Jahren war.
Nun denn: Wie fällt Eure Bewertung aus? - Ich bin gespannt auf Euer Saisonfazit!
Wir wählten das Tor der Saison, wir wählten den Spieler der Saison - in beiden Abstimmungen konnte sich jeweils Lars Stindl klar durchsetzen. Nun soll es in diesem Thread nicht darum gehen, ein einzelnes Tor, einen einzigen Spieler oder ein einziges Spiel zu bewerten, sondern vielmehr die unserige Saison in ihrer Gesamtkeit einzuordnen. Was war gut, was war schlecht? An was wird man sich nachhaltig erinnern, was sollte man besser schnell wieder vergessen? Welche ganz persönlichen Momente verbindet Ihr mit der letzten Runde? Eines ist klar: Die letzte Saison war sehr aufregend - alleine schon, weil es unsere erste "europäische Saison" seit zwanzig Jahren war.
Nun denn: Wie fällt Eure Bewertung aus? - Ich bin gespannt auf Euer Saisonfazit!
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16.05.2012 - 20:24 Uhr
Ich fange dann gleich mal an; diesen Beitrag verfasste ich gestern im gleichnamigen Thread im Diskussionsforum:
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Lange Zeit galt: Hannover? - Wer ist das und wenn ja, wo liegt es?
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Hannover galt jahrelang als einer der grausten Mäuse der Bundesliga - ob zweite Liga, erste Liga, Abstiegskampf oder Mittelmaß - so wirklich juckte das außerhalb Hannovers niemanden. Der Verein aus Niedersachsens Landeshauptstadt war "irgendwie da" und wenn er nicht da gewesen wäre,...dann wäre er halt nicht da gewesen.
Dieser Umstand änderte sich erstmals mit dem 10.November 2009. Von jetzt auf gleich war Hannover plötzlich in aller Munde. Während man aber über sieben Jahre um bundesweite Anerkennung warb (so war man beispielsweise seit 2002 durchgängig in der Bundesliga vertreten, was aber die wenigsten registrierten), so hätte man auf die mediale Fokussierung rund um die Ereignisse um den 10.November mehr als verzichten können. An diesem Tage starb unsere langjährige Nummer 1, Robert Enke. Sein Suizid ist hinlänglich aufgearbeitet, Hannover hat mit dem "Kapitel Robert" größtenteils abgeschlossen, was aber natürlich nicht heißt, dass wir ihn je vergessen werden.
Nun fordert dieser Thread einen Saisonrückblick. Nicht aber jener Saison, in der Robert sich das Leben nahm, sondern der vergangenen Saison, des Spieljahres 2011/2012. Warum zur Hölle schwafelt meineMeinung in einem Rückblick auf die vergangene Saison also etwas von dem Suizid Robert Enkes, der mittlerweile über 2 1/2 Jahre her ist? Der Grund scheint - zugegebenermaßen - nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Ich möchte es kurz erklären: Mit dem Sieg gegen Kaiserslautern am letzten Spieltag der letzten Saison konnten wir uns abermals für Europa qualifizieren - das zweite Jahr in Folge. Für Hannover sicherlich nicht minder zu bewerten, als für Dortmund das Double. Seit Robert nicht mehr unser Tor hütet, ist so derart viel passiert. So haben wir uns mittlerweile zu einem Klub gemausert, der dauerhaft um die Plätze 4-8 mitspielen kann. Und das obwohl sich die Tragödie um Robert nicht mal ansatzweise zum dritten Male jährt...
Jetzt, da ich gerade diesen Beitrag schreibe, kommt es mir noch viel irrealer vor, als sonst. Beim Schreiben wird es einem erst wieder richtig bewusst: Gestern Robert, heute Europa! Immer, wenn ich in unserem Zusammenhang von Europa lese, wenn ich die Heimspiele der EL besuchte, wenn ich auswärts supported habe; Hannover und Europa verbinde ich immer auch ein Stück mit Robert. Damals hat er bei uns verlängert, obwohl er deutlich lukrativere Angebote (finanzieller wie sportlicher Natur) offeriert bekam...aber er ist hier geblieben, hier in Hannover. Hier fühlte er sich wohl, hier wollte er nicht weg. Hannover gab ihm etwas, dass er woanders nicht bekommen hätte: Grenzenlose Anerkennung - und das nicht nur für seine sportlichen Leistungen, sondern für seine ganze Persönlichkeit. Wenn Robert sich in seiner tiefen Verzweiflung nicht das Leben genommen hätte, so würde er heute unser Tor hüten, während wir uns in Europa von Höhepunkt zu Höhepunkt spielen. Ich bin mir sicher: Wenn er - wo immer er jetzt auch ist - auf den Verein Hannover 96 von oben herabblickt, dann ist er stolz auf das, was hier seit seinem Ableben entstanden ist. Und auch wir ehren ihn nach wie vor:
http://s14.directupload.net/file/d/2827/h3h7qyud_jpg.htm
Die einen mögen meine bisherigen Zeilen als Geschwafel abtun, die anderen werden mich vielleicht verstehen. Europa und Hannover - diese Konstellation verbinde ich auch immer mit Robert. Deshalb dürfen Zeilen über ihn auch nicht fehlen, wenn ich unsere erste europäische Saison seit vielen, vielen Jahren Revue passieren lasse...
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Genauer gesagt, begann sie am 31.07. vergangenen Jahres. Damals schafften wir etwas schier Unglaubliches: Zwei Jahre in Folge scheiterten wir in der ersten (!) Pokalrunde jeweils an einem Viertligisten (!) - zuerst stoppte uns Trier, dann verdarb uns Elversberg (mit Trainer Mario Basler) den Saisonauftakt. In diesem Jahr sollte alles anders sein, was sicherlich auch damit zu tun hatte, dass wir - welch Glück - keinen Regionalligaverein zugelost bekamen, sondern noch eine Liga weiter unten ansetzen durften. Konkret ging es in Lübeck gegen Anker Wismar um die Wurst. Man gewann im Endeffekt vor etwa 3500 mitgereisten Fans (meineMeinung war natürlich auch mit von der Partie) lockig-flockig mit 6:0 und schaffte damals seit langer Zeit mal wieder den Einzug in die zweite Hauptrunde des DFB-Pokals. Der erste "Erfolg" der Saison war also bereits früh eingetütet.
Eine Woche später startete man mit einem Heimspiel gegen Hoffenheim in den Ligaalltag. Nach Toren von Schlaudraff und Moa (Gegentor: Salihovic) feierte man auch hier ein gelungenes Debüt. Ehrlich gesagt, möchte ich in diesem Beitrag auf den Ligabetrieb gar nicht en détail eingehen. Der Grund: Er lässt sich relativ unspektakulär als "Zuhause Meister, auswärts Absteiger" zusammenfassen. Während man das Niedersachenstadion zur Festung erklärte und als einzige Mannschaft der gesamten Bundesliga in 17 Heimspielen ohne eine einzige Niederlage blieb, präsentierte man sich auf auswärtigem Terrain oftmals wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen. In 17 Gastspielen gelangen so nur 2 Siege, man konnte mickrige 10 Tore verbuchen, insgesamt holte man lediglich 11 Pünktchen - das ist selbst einer weniger, als der abgeschlagene Tabellenletzte aus Kaiserslautern für sich verzeichnen konnte. Im Endeffekt kann man sich also schnell ausrechnen, was in dieser Saison möglich gewesen wäre, wenn man auswärts ähnlich aufgetreten wäre, wie in der Heimat - andersherum könnte man natürlich genauso gut spinnen: Was wäre passiert, wenn wir nicht so eine derart gute Heimbilanz aufweisen hätten können? Lirumlarum: Unter'm Strich steht abermals: EUROPA! - Wenn natürlich auch begünstigt durch die zum einen freundliche Unterstützung von Dortmund und Bayern, die das Pokalfinale erfreulicherweise unter sich ausmachten, sodass auch der siebte Platz für die Europa-League-Quali genügte, und zum anderen durch das dankenswerterweise ebenfalls inkonstante Auftreten der Nordkonkurrenten aus Bremen und Wolfsburg. Auf genau dieses "EUROPA" wollte ich nun zu sprechen kommen...
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Wir schreiben den 18.August 2011 - es steht das Duell an zwischen David gegen Goliath, zwischen Klein gegen Groß oder eben: Zwischen Hannover gegen Sevilla. Wenn man Fußballdeutschland vor dem Aufeinandertreffen zwischem dem spanischen Topklub und dem deutschen Underdog befragt hätte, wer sich in dieser richtungsweisenden Quali durchsetzen würde, hätten sicherlich die allerallerallerwenigsten auf ein Weiterkommen Hannovers gesetzt. Und auch in unserer Fanszene wurde das Los im Groß sehr ernüchternd aufgenommen; selbst räumten auch wir uns kaum Chancen auf die Gruppenphase ein. Da schafft man es _einmal_ nach Europa und dann sowas! - Von 76 potenziellen Mannschaften im Topf bekommen wir das an Nummer 1 gesetzte Team aus Sevilla zugelost. Das konnte eigentlich nur mit dem Teufel zugehen. Das einzig Positive: Durch dieses Hammerlos hatten wir zumindest die Garantie auf zwei absolute Leckerbissen auf Europas Bühne - ganz im Gegensatz zum Beispiel zu den Mainzern, die sang- und klanglos gegen das No-Name-Team von Gaz Metan Medias ausschieden und für die Europa schon vorbei war, bevor es überhaupt anfing...
...dagegen konnte man uns bei einem möglichen Scheitern gegen die Übermacht aus Sevilla nichts vorhalten. Im Jahr zuvor war so beispielsweise auch der Meister aus Dortmund an jenem Team aus Spanien gescheitert. Getreu dem Motto "Wir haben keine Chance - lasst sie uns nutzen!" brannte das Niedersachsenstadion, als unser Team um circa 20:25h den heiligen Rasen betrat. Eine Stimmung, die Hannover bis dato selten erlebt hat. Und dann ging es auch schon los: Das Wunder von Hannover. Ein überfallartiger Konter, ein perfekt getimter Pass von Moa, ein abgezockter Abschluss von Schlaudraff - es stand 1:0 gegen den großen Favoriten und das nach gerade einmal sechs gespielten Minuten. Wer es noch einmal genießen möchte:
http://www.youtube.com/watch?v=dP8FN6ursnY
Das Stadion glich in einem Tollhaus: Alles stand, alles feierte, alles feuerte an! Es war bombastisch! Und es sollte so weiter gehen: Dem Ausgleich durch Kanoute mal ausgeklammert, explodierte das Niedersachsenstadion in der 45.Minute erneut, als Jan Schlaudraff Palop das nächste Ding einschenkte - abermals per Außenrist, der Schlaufuchs! Auch hier der Videobeleg - Vorsicht aber: Gänsehautgefahr!
http://www.youtube.com/watch?v=DOuP1SZ-RPA&feature=relmfu
Der Rest ist dann schnell erzählt: In Halbzeit Zwei passierte nicht mehr viel - am Ende ging es mit einem 2:1-Sieg unter die Dusche. Teil 1 der Sensation war geschafft, man konnte das große Sevilla bezwingen. Aber gut: Trotz dieses Hammerdings blieben wir in Hannover realistisch. Ein 2:1-Heimsieg ist nun wahrlich kein dolles Ding, wenn es noch nach Spanien in den Hexenkessel geht. Entsprechend waren auch unsere Erwartungen: Ein Ausscheiden wäre nach wie vor verschmerzbar, aber diesen einen Sieg... - den konnte uns niemand mehr nehmen. Die auswärtigen Fans bei uns im Forum (etwa: "Trotz des grandiosen Sieges werdet ihr in Sevilla leider untergehen und damit ausscheiden) sowie die Buchmacher (Quote auf ein Weiterkommen Hannovers lag trotz des Sieges in astronomischen Höhen) waren sich einig: Hannover hat sich im Hinspiel gut geschlagen, aber dennoch würde man im Ramon Sanchez Pizjuan einen auf den Deckel kriegen und damit bereits vor der Gruppenphase aus Europa ausscheiden...
___________________________________________________
...aber wie so oft im Leben kommt es anders, als man denkt. Am 25.08., also am Tage des Rückspiels, wachte ich schon mit feuchten Händen auf. Der ganze Tag drehte sich bei mir - wie gewiss auch bei vielen, vielen anderen Anhängern Hannovers - um die alles entscheidende Frage: Können wir das Wunder wirklich schaffen? - Trotz dem die Chancen nicht riesig waren; wir hatten Sevilla schon einmal geschlagen, zur Hölle: Wieso sollten wir das nicht auch ein zweites Mal schaffen? Unbändige Leidenschaft, Fighten bis zum Umfallen, das nötige Quäntchen Glück gepaart mit Effizienz sollten die Mittel sein, um dieses Wunder aus der Theorie in die Praxis transferieren zu können. Als es endlich losging, schwitzen wir alle literweise - die Spannung war in ganz Hannover zu spüren. Die Uhren stand hier einfach still.
Es wurde gehofft, gebetet, gezittert, an den Nägeln gekaut, in den Haaren gerauft und dann trug sich folgendes zu (Bildqualität leider nicht optimal):
http://www.youtube.com/watch?v=epqSi_czB2Q
Sevilla bebte, Hannover bebte, ganz Deutschland war schwarz-weiß-grün. Damit sich das ganze Land aber nicht langweilte, hatte Pogatetz plötzlich eine Idee. Ihm kam der Einfall, dass alles viel spannender würde, wenn er mal ins eigene Tor einnetzen würde. Gesagt, getan - stand es durch unsern Pogerl noch vor der Halbzeit 1:1-Unentschieden. Ein weiteres Tor durch Sevilla und selbige hätten auch in der Gesamtwertung ausgeglichen. In den folgenden 45 Minuten verlor ich etwa 30kg an Wasser und 10.000 Nervenstränge (meineMeinung mal wieder sinnbildlich für alle Anhänger) - und irgendwann war es dann geschafft! Das Wunder von Sevilla war wahrhaftig geworden! Wir schlugen den großen Favoriten...war das ein Traum?! - Nein! Wir zogen tatsächlich in die EL-Gruppenphase ein. Selbst in der Rückschau ist es immer noch kaum zu glauben...
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Durch das ungemein überraschende Weiterkommen gegen Spaniens Spitzenmannschaft waren uns sechs weitere Auftritte auf Europas Bühne garantiert. Es versteht sich von selbst, dass ich nicht alle Spiele so detailliert an Emotionen ausführen kann, wie die geschilderten Duelle gegen Sevilla. Dies liegt zum einen daran, dass dieser Beitrag nun nicht als Roman gedacht ist; zum anderen will ich den Lesern meines Beitrages auch nicht zuviel an Volumen zumuten.
Jedenfalls konnten wir uns im Endeffekt auch in der Gruppenphase behaupten. In sechs Spielen konnten wir dort nur einmal besiegt werden; in Lüttich zogen wir mit 0:2 den Kürzeren. Ansonsten gewannen wir zweimal gegen den ukrainischen Vertreter aus Poltawa. Zuhause schlugen wir diese mit 3:1, in Osteuropa gewannen wir mit 2:1. Das Heimspiel gegen Lüttich - das erste Heimspiel der Gruppenphase - endete relativ trostlos mit einer Nullnummer. Im Heimspiel setze es gegen die dänische Spitzenmannschaft aus Kopenhagen ein 2:2 - mehr als unglücklich, weil man ein deutliches Chancenplus aufweisen konnte und der Ausgleich Kopenhagens erst kurz vor Schluss fiel. Das Rückspiel in Dänemark endete mit einem 2:1-Sieg - der Grundstein schlechthin für das Überstehen der Gruppenphase. Knapp 11.000 Fans begleiteten 96 mitten in der Woche ins europäische Ausland und sahen ein superspannendes Spiel mit einem Top-Ausgang. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Torjubel Stindls nach seinem wunderschönen Treffer vor unserer Kurve unendlich emotional war:
http://www.youtube.com/watch?v=LgYzZiXNF0E
Hach, war das herrlich. Im Zuge der Schreibphase gerate ich immer mal wieder ins Schwärmen...einfach wunderbar! Nun gut, zurück zum Geschehen: Wir zogen jedenfalls im Endeffekt als Zweiter in die K.O.-Runde der Europa League ein. Dort bestritten wir dann mehrere belgische Wochen: Zuerst musste Brügge (mit Trainer Christoph Daum) dran glauben, anschließend fiel uns der ehemalige Gruppengegner aus Lüttich in Hin-und Rückspiel zum Opfer. Erst gegen den späteren EL-Sieger aus Madrid zog man nach zwei knappen Niederlagen (jeweils 1:2) den Kürzeren. Ob wir nach dem Aus trauerten?!
...ne, warum auch? - Nächstes Jahr geht's doch weiter in EUROPA!
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Es lässt sich insgesamt folgendes Fazit ziehen: Trotz einiger schwächerer Spiele – vor allem zum Ende der Runde – steht unter dem Strich der siebte Tabellenplatz in der Liga, das Erreichen des Viertelfinals in der Europa League sowie der zweiten Runde im DFB-Pokal (hier schieden wir übrigens nach Verlängerung gegen Mainz aus) zu Buche. Als kleine Randnotiz sei abermals vermerkt, dass wir das einzige Team in der Liga sind, das zu Hause nicht ein Spiel verloren hat. Es könnte also wahrlich schlimmer um Hannover stehen. So sind wir drauf und dran, uns in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren.
Läuft alles nach Plan, d.h. schaffen wir abermals die Qualifikation zur Gruppenphase der Europa League - im nächsten Jahr zittern wir übrigens unter anderen Voraussetzungen: So sind wir nämlich in der Quali aufgrund unserer letzten fantastischen Saison als Team "gesetzt", d.h. Gegner, wie Sevilla oder dergleichen Kaliber, können nahezu ausgeschlossen werden - dann, ja dann tanzen wir abermals auf 3 Hochzeiten.
Und eines kann ich Euch zum Abschluss meines Rückblicks garantieren: Hannover hat noch lange, noch lange nicht ausgetanzt!
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Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit! :)
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Lange Zeit galt: Hannover? - Wer ist das und wenn ja, wo liegt es?
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Hannover galt jahrelang als einer der grausten Mäuse der Bundesliga - ob zweite Liga, erste Liga, Abstiegskampf oder Mittelmaß - so wirklich juckte das außerhalb Hannovers niemanden. Der Verein aus Niedersachsens Landeshauptstadt war "irgendwie da" und wenn er nicht da gewesen wäre,...dann wäre er halt nicht da gewesen.
Dieser Umstand änderte sich erstmals mit dem 10.November 2009. Von jetzt auf gleich war Hannover plötzlich in aller Munde. Während man aber über sieben Jahre um bundesweite Anerkennung warb (so war man beispielsweise seit 2002 durchgängig in der Bundesliga vertreten, was aber die wenigsten registrierten), so hätte man auf die mediale Fokussierung rund um die Ereignisse um den 10.November mehr als verzichten können. An diesem Tage starb unsere langjährige Nummer 1, Robert Enke. Sein Suizid ist hinlänglich aufgearbeitet, Hannover hat mit dem "Kapitel Robert" größtenteils abgeschlossen, was aber natürlich nicht heißt, dass wir ihn je vergessen werden.
Nun fordert dieser Thread einen Saisonrückblick. Nicht aber jener Saison, in der Robert sich das Leben nahm, sondern der vergangenen Saison, des Spieljahres 2011/2012. Warum zur Hölle schwafelt meineMeinung in einem Rückblick auf die vergangene Saison also etwas von dem Suizid Robert Enkes, der mittlerweile über 2 1/2 Jahre her ist? Der Grund scheint - zugegebenermaßen - nicht auf den ersten Blick ersichtlich. Ich möchte es kurz erklären: Mit dem Sieg gegen Kaiserslautern am letzten Spieltag der letzten Saison konnten wir uns abermals für Europa qualifizieren - das zweite Jahr in Folge. Für Hannover sicherlich nicht minder zu bewerten, als für Dortmund das Double. Seit Robert nicht mehr unser Tor hütet, ist so derart viel passiert. So haben wir uns mittlerweile zu einem Klub gemausert, der dauerhaft um die Plätze 4-8 mitspielen kann. Und das obwohl sich die Tragödie um Robert nicht mal ansatzweise zum dritten Male jährt...
Jetzt, da ich gerade diesen Beitrag schreibe, kommt es mir noch viel irrealer vor, als sonst. Beim Schreiben wird es einem erst wieder richtig bewusst: Gestern Robert, heute Europa! Immer, wenn ich in unserem Zusammenhang von Europa lese, wenn ich die Heimspiele der EL besuchte, wenn ich auswärts supported habe; Hannover und Europa verbinde ich immer auch ein Stück mit Robert. Damals hat er bei uns verlängert, obwohl er deutlich lukrativere Angebote (finanzieller wie sportlicher Natur) offeriert bekam...aber er ist hier geblieben, hier in Hannover. Hier fühlte er sich wohl, hier wollte er nicht weg. Hannover gab ihm etwas, dass er woanders nicht bekommen hätte: Grenzenlose Anerkennung - und das nicht nur für seine sportlichen Leistungen, sondern für seine ganze Persönlichkeit. Wenn Robert sich in seiner tiefen Verzweiflung nicht das Leben genommen hätte, so würde er heute unser Tor hüten, während wir uns in Europa von Höhepunkt zu Höhepunkt spielen. Ich bin mir sicher: Wenn er - wo immer er jetzt auch ist - auf den Verein Hannover 96 von oben herabblickt, dann ist er stolz auf das, was hier seit seinem Ableben entstanden ist. Und auch wir ehren ihn nach wie vor:
http://s14.directupload.net/file/d/2827/h3h7qyud_jpg.htm
Die einen mögen meine bisherigen Zeilen als Geschwafel abtun, die anderen werden mich vielleicht verstehen. Europa und Hannover - diese Konstellation verbinde ich auch immer mit Robert. Deshalb dürfen Zeilen über ihn auch nicht fehlen, wenn ich unsere erste europäische Saison seit vielen, vielen Jahren Revue passieren lasse...
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Genauer gesagt, begann sie am 31.07. vergangenen Jahres. Damals schafften wir etwas schier Unglaubliches: Zwei Jahre in Folge scheiterten wir in der ersten (!) Pokalrunde jeweils an einem Viertligisten (!) - zuerst stoppte uns Trier, dann verdarb uns Elversberg (mit Trainer Mario Basler) den Saisonauftakt. In diesem Jahr sollte alles anders sein, was sicherlich auch damit zu tun hatte, dass wir - welch Glück - keinen Regionalligaverein zugelost bekamen, sondern noch eine Liga weiter unten ansetzen durften. Konkret ging es in Lübeck gegen Anker Wismar um die Wurst. Man gewann im Endeffekt vor etwa 3500 mitgereisten Fans (meineMeinung war natürlich auch mit von der Partie) lockig-flockig mit 6:0 und schaffte damals seit langer Zeit mal wieder den Einzug in die zweite Hauptrunde des DFB-Pokals. Der erste "Erfolg" der Saison war also bereits früh eingetütet.
Eine Woche später startete man mit einem Heimspiel gegen Hoffenheim in den Ligaalltag. Nach Toren von Schlaudraff und Moa (Gegentor: Salihovic) feierte man auch hier ein gelungenes Debüt. Ehrlich gesagt, möchte ich in diesem Beitrag auf den Ligabetrieb gar nicht en détail eingehen. Der Grund: Er lässt sich relativ unspektakulär als "Zuhause Meister, auswärts Absteiger" zusammenfassen. Während man das Niedersachenstadion zur Festung erklärte und als einzige Mannschaft der gesamten Bundesliga in 17 Heimspielen ohne eine einzige Niederlage blieb, präsentierte man sich auf auswärtigem Terrain oftmals wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen. In 17 Gastspielen gelangen so nur 2 Siege, man konnte mickrige 10 Tore verbuchen, insgesamt holte man lediglich 11 Pünktchen - das ist selbst einer weniger, als der abgeschlagene Tabellenletzte aus Kaiserslautern für sich verzeichnen konnte. Im Endeffekt kann man sich also schnell ausrechnen, was in dieser Saison möglich gewesen wäre, wenn man auswärts ähnlich aufgetreten wäre, wie in der Heimat - andersherum könnte man natürlich genauso gut spinnen: Was wäre passiert, wenn wir nicht so eine derart gute Heimbilanz aufweisen hätten können? Lirumlarum: Unter'm Strich steht abermals: EUROPA! - Wenn natürlich auch begünstigt durch die zum einen freundliche Unterstützung von Dortmund und Bayern, die das Pokalfinale erfreulicherweise unter sich ausmachten, sodass auch der siebte Platz für die Europa-League-Quali genügte, und zum anderen durch das dankenswerterweise ebenfalls inkonstante Auftreten der Nordkonkurrenten aus Bremen und Wolfsburg. Auf genau dieses "EUROPA" wollte ich nun zu sprechen kommen...
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Wir schreiben den 18.August 2011 - es steht das Duell an zwischen David gegen Goliath, zwischen Klein gegen Groß oder eben: Zwischen Hannover gegen Sevilla. Wenn man Fußballdeutschland vor dem Aufeinandertreffen zwischem dem spanischen Topklub und dem deutschen Underdog befragt hätte, wer sich in dieser richtungsweisenden Quali durchsetzen würde, hätten sicherlich die allerallerallerwenigsten auf ein Weiterkommen Hannovers gesetzt. Und auch in unserer Fanszene wurde das Los im Groß sehr ernüchternd aufgenommen; selbst räumten auch wir uns kaum Chancen auf die Gruppenphase ein. Da schafft man es _einmal_ nach Europa und dann sowas! - Von 76 potenziellen Mannschaften im Topf bekommen wir das an Nummer 1 gesetzte Team aus Sevilla zugelost. Das konnte eigentlich nur mit dem Teufel zugehen. Das einzig Positive: Durch dieses Hammerlos hatten wir zumindest die Garantie auf zwei absolute Leckerbissen auf Europas Bühne - ganz im Gegensatz zum Beispiel zu den Mainzern, die sang- und klanglos gegen das No-Name-Team von Gaz Metan Medias ausschieden und für die Europa schon vorbei war, bevor es überhaupt anfing...
...dagegen konnte man uns bei einem möglichen Scheitern gegen die Übermacht aus Sevilla nichts vorhalten. Im Jahr zuvor war so beispielsweise auch der Meister aus Dortmund an jenem Team aus Spanien gescheitert. Getreu dem Motto "Wir haben keine Chance - lasst sie uns nutzen!" brannte das Niedersachsenstadion, als unser Team um circa 20:25h den heiligen Rasen betrat. Eine Stimmung, die Hannover bis dato selten erlebt hat. Und dann ging es auch schon los: Das Wunder von Hannover. Ein überfallartiger Konter, ein perfekt getimter Pass von Moa, ein abgezockter Abschluss von Schlaudraff - es stand 1:0 gegen den großen Favoriten und das nach gerade einmal sechs gespielten Minuten. Wer es noch einmal genießen möchte:
http://www.youtube.com/watch?v=dP8FN6ursnY
Das Stadion glich in einem Tollhaus: Alles stand, alles feierte, alles feuerte an! Es war bombastisch! Und es sollte so weiter gehen: Dem Ausgleich durch Kanoute mal ausgeklammert, explodierte das Niedersachsenstadion in der 45.Minute erneut, als Jan Schlaudraff Palop das nächste Ding einschenkte - abermals per Außenrist, der Schlaufuchs! Auch hier der Videobeleg - Vorsicht aber: Gänsehautgefahr!
http://www.youtube.com/watch?v=DOuP1SZ-RPA&feature=relmfu
Der Rest ist dann schnell erzählt: In Halbzeit Zwei passierte nicht mehr viel - am Ende ging es mit einem 2:1-Sieg unter die Dusche. Teil 1 der Sensation war geschafft, man konnte das große Sevilla bezwingen. Aber gut: Trotz dieses Hammerdings blieben wir in Hannover realistisch. Ein 2:1-Heimsieg ist nun wahrlich kein dolles Ding, wenn es noch nach Spanien in den Hexenkessel geht. Entsprechend waren auch unsere Erwartungen: Ein Ausscheiden wäre nach wie vor verschmerzbar, aber diesen einen Sieg... - den konnte uns niemand mehr nehmen. Die auswärtigen Fans bei uns im Forum (etwa: "Trotz des grandiosen Sieges werdet ihr in Sevilla leider untergehen und damit ausscheiden) sowie die Buchmacher (Quote auf ein Weiterkommen Hannovers lag trotz des Sieges in astronomischen Höhen) waren sich einig: Hannover hat sich im Hinspiel gut geschlagen, aber dennoch würde man im Ramon Sanchez Pizjuan einen auf den Deckel kriegen und damit bereits vor der Gruppenphase aus Europa ausscheiden...
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...aber wie so oft im Leben kommt es anders, als man denkt. Am 25.08., also am Tage des Rückspiels, wachte ich schon mit feuchten Händen auf. Der ganze Tag drehte sich bei mir - wie gewiss auch bei vielen, vielen anderen Anhängern Hannovers - um die alles entscheidende Frage: Können wir das Wunder wirklich schaffen? - Trotz dem die Chancen nicht riesig waren; wir hatten Sevilla schon einmal geschlagen, zur Hölle: Wieso sollten wir das nicht auch ein zweites Mal schaffen? Unbändige Leidenschaft, Fighten bis zum Umfallen, das nötige Quäntchen Glück gepaart mit Effizienz sollten die Mittel sein, um dieses Wunder aus der Theorie in die Praxis transferieren zu können. Als es endlich losging, schwitzen wir alle literweise - die Spannung war in ganz Hannover zu spüren. Die Uhren stand hier einfach still.
Es wurde gehofft, gebetet, gezittert, an den Nägeln gekaut, in den Haaren gerauft und dann trug sich folgendes zu (Bildqualität leider nicht optimal):
http://www.youtube.com/watch?v=epqSi_czB2Q
Sevilla bebte, Hannover bebte, ganz Deutschland war schwarz-weiß-grün. Damit sich das ganze Land aber nicht langweilte, hatte Pogatetz plötzlich eine Idee. Ihm kam der Einfall, dass alles viel spannender würde, wenn er mal ins eigene Tor einnetzen würde. Gesagt, getan - stand es durch unsern Pogerl noch vor der Halbzeit 1:1-Unentschieden. Ein weiteres Tor durch Sevilla und selbige hätten auch in der Gesamtwertung ausgeglichen. In den folgenden 45 Minuten verlor ich etwa 30kg an Wasser und 10.000 Nervenstränge (meineMeinung mal wieder sinnbildlich für alle Anhänger) - und irgendwann war es dann geschafft! Das Wunder von Sevilla war wahrhaftig geworden! Wir schlugen den großen Favoriten...war das ein Traum?! - Nein! Wir zogen tatsächlich in die EL-Gruppenphase ein. Selbst in der Rückschau ist es immer noch kaum zu glauben...
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Durch das ungemein überraschende Weiterkommen gegen Spaniens Spitzenmannschaft waren uns sechs weitere Auftritte auf Europas Bühne garantiert. Es versteht sich von selbst, dass ich nicht alle Spiele so detailliert an Emotionen ausführen kann, wie die geschilderten Duelle gegen Sevilla. Dies liegt zum einen daran, dass dieser Beitrag nun nicht als Roman gedacht ist; zum anderen will ich den Lesern meines Beitrages auch nicht zuviel an Volumen zumuten.
Jedenfalls konnten wir uns im Endeffekt auch in der Gruppenphase behaupten. In sechs Spielen konnten wir dort nur einmal besiegt werden; in Lüttich zogen wir mit 0:2 den Kürzeren. Ansonsten gewannen wir zweimal gegen den ukrainischen Vertreter aus Poltawa. Zuhause schlugen wir diese mit 3:1, in Osteuropa gewannen wir mit 2:1. Das Heimspiel gegen Lüttich - das erste Heimspiel der Gruppenphase - endete relativ trostlos mit einer Nullnummer. Im Heimspiel setze es gegen die dänische Spitzenmannschaft aus Kopenhagen ein 2:2 - mehr als unglücklich, weil man ein deutliches Chancenplus aufweisen konnte und der Ausgleich Kopenhagens erst kurz vor Schluss fiel. Das Rückspiel in Dänemark endete mit einem 2:1-Sieg - der Grundstein schlechthin für das Überstehen der Gruppenphase. Knapp 11.000 Fans begleiteten 96 mitten in der Woche ins europäische Ausland und sahen ein superspannendes Spiel mit einem Top-Ausgang. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass der Torjubel Stindls nach seinem wunderschönen Treffer vor unserer Kurve unendlich emotional war:
http://www.youtube.com/watch?v=LgYzZiXNF0E
Hach, war das herrlich. Im Zuge der Schreibphase gerate ich immer mal wieder ins Schwärmen...einfach wunderbar! Nun gut, zurück zum Geschehen: Wir zogen jedenfalls im Endeffekt als Zweiter in die K.O.-Runde der Europa League ein. Dort bestritten wir dann mehrere belgische Wochen: Zuerst musste Brügge (mit Trainer Christoph Daum) dran glauben, anschließend fiel uns der ehemalige Gruppengegner aus Lüttich in Hin-und Rückspiel zum Opfer. Erst gegen den späteren EL-Sieger aus Madrid zog man nach zwei knappen Niederlagen (jeweils 1:2) den Kürzeren. Ob wir nach dem Aus trauerten?!
...ne, warum auch? - Nächstes Jahr geht's doch weiter in EUROPA!
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Es lässt sich insgesamt folgendes Fazit ziehen: Trotz einiger schwächerer Spiele – vor allem zum Ende der Runde – steht unter dem Strich der siebte Tabellenplatz in der Liga, das Erreichen des Viertelfinals in der Europa League sowie der zweiten Runde im DFB-Pokal (hier schieden wir übrigens nach Verlängerung gegen Mainz aus) zu Buche. Als kleine Randnotiz sei abermals vermerkt, dass wir das einzige Team in der Liga sind, das zu Hause nicht ein Spiel verloren hat. Es könnte also wahrlich schlimmer um Hannover stehen. So sind wir drauf und dran, uns in der oberen Tabellenhälfte zu etablieren.
Läuft alles nach Plan, d.h. schaffen wir abermals die Qualifikation zur Gruppenphase der Europa League - im nächsten Jahr zittern wir übrigens unter anderen Voraussetzungen: So sind wir nämlich in der Quali aufgrund unserer letzten fantastischen Saison als Team "gesetzt", d.h. Gegner, wie Sevilla oder dergleichen Kaliber, können nahezu ausgeschlossen werden - dann, ja dann tanzen wir abermals auf 3 Hochzeiten.
Und eines kann ich Euch zum Abschluss meines Rückblicks garantieren: Hannover hat noch lange, noch lange nicht ausgetanzt!
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Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit! :)
21.05.2012 - 18:30 Uhr
Mein Saisonrückblick 2011/2012
Erstmal möchte ich festhalten das sich die Entwicklung der letzten Saison bestättigt hat. Wir waren keine Eintagsfliege, wir sind mittlerweile ein ernstzunehmender Anwärter für internationale Startplätze.
Ja wo soll man dieses Jahr anfangen. Wir haben es endlich mal wieder in die 2. Runde des DFB-Pokals geschafft. Und das sogar relativ souverän. Selbst Stoppelkampf schien auf einmal Tore schießen zu können. Nunja 6:0 Auswärtssieg bei Anker Wismar.
Bezeichnent dafür das es wieder einmal eine ausgewöhnliche Saison werden würde zeigte mir schon der erste Spieltag gegen Hoffenheim und diesem Rotzfrechem Tor von Jan Schlaudraff. Der Start war geglückt 3 Punkte eingefahren und eine Woche später sogar noch 3 in Nürnberg geholt.
Und das war es dann auch schon mit den guten Auswärtsspielen in dieser Saison. Das wir es wieder nach Europa geschafft haben liegt wohl kaum an unserer Auswärtsstärke sondern daran das wir Zuhause einfach eine Macht sind. Durch die ganze Saison zuhause ohne Niederlage gegangen das hat mich schon sehr beeindruckt.
Das Spiel der Hinrunde war für mich ganz klar der Last-Minute Sieg gegen Dortmund. Ich bekomme immer noch Gänsehaut wenn ich daran denke was auf einmal abgegangen ist als DYK das 2:1 reingehämmert hat. Absoluter Wahnsinn was da passiert ist. Auch ein toller Erfolg war natürlich der Sieg gegen die Bayern oder das Klasse Spiel gegen Werder.
In der Rückrunde haben mir besonders die Spiele gegen Stuttgart und Köln gefallen. Weniger zufrieden war ich da mit den Spielen gegen Augsburg, Mainz und Hamburg.
Alles in allem war es wieder eine tolle Bundesligassaison die mit einem tollen 7. Platz belohnt wurde. Und damit verbunden wieder die Chance an der EL teilzunehmen.
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Und damit komme ich dann auch mal zur Europa League. Mensch was hab ich geschluckt als ich das Los FC Sevilla gelesen hab. Wenn ich ehrlich bin hab ich nicht damit gerechnet das wir irgendwelche Chancen haben da was zu reißen. Dieses Gefühl war aber schon vor dem Anpfiff vergessen. Diese Stimmung im Stadion kann man gar nicht beschreiben. Und spätestens nach Schlaudraffs Tor sind ja alle Dämme gebrochen und die Party ging da mal richtig los.
2:1 Heimsieg dacht ich mir so das das schon ziemlich eng ist und es vielleicht nicht reichen könnte. Also das Rückspiel war für mich persönlich von der Gefühlslage in mir das einerseits schönste und grausamste zugleich. Ich kann mich noch gut dran erinnern, das Spiel kam mir nicht 90 Minuten sondern gefühlte Stunden vor. Ich hab so oft auf diese blöde Uhr geschaut und gezittert. Als es den geschafft war konnt ich das auch nicht so wirklich fassen was die Jungs den da wirklich geleistet haben. Einfach nur toll.
Ziel erreicht ab in die Gruppenphase gegen Poltawa Lüttich und Kopenhagen. Auch hier gab es wieder tolle Spiele zu sehen. Wobei das Highlight ganz klar das "Auswärtsheimspiel" in Kopenhagen war. Stindls Tor + Jubel das wird man als Hannover Fan so schnell nicht vergessen. Auch über das Comeback von Markus Miller im letzten Spiel hab ich mich sehr gefreut. Da war es dann also passiert 96 überwintert in Europa. Viele haben das sicher nicht für möglich gehalten und denoch ist es passiert.
Die Spiele gegen Brügge waren ziemlich nervenaufreibend grade das Hinspiel als wir zurücklagen ging mir schon ziemlich die Flatter. Aber Sobiech und Schlaudraff mit dem so dreisten Elfer haben es ja noch gedreht. Und schwubs ab ins Aschtelfinale gegen Lüttich. Schon wieder Lüttich? Jap und diesmal soviel besser :) Auch wenn das hinspiel sehr glücklich für uns lief spätestens im Rückspiel wurde die ganze Wut über die Niederlage in der Gruppenphase rausgelassen und Lüttich vernichtet.
Im Virtelfinale dann gegen Athletico Madrid wir waren klarer Aussenseiter aber ich finde wir haben uns richtig richtig teuer verkauft und uns würdig aus Europa verabschiedet. Also wenn ich ehrlich bin hab ich vor der Saison nie und nimmer mit dem Viertelfinale gerechnet. Von daher bin ich sowas von stolz auf diese tolle Leistung.
Ich hab hier ja schon einige tolle Momente aufgezählt vergessen möchte ich natürlich auch nicht uns die Fans die mit diesem Verein durch dick und dünn gegangen sind. Was dieses Jahr wieder auf den Rängen los war, war einfach phänomenal. Vorallem die beiden super Choreos gegen Madrid und für Altin gegen Lautern waren so toll. Und auch der Asuwärtssupport einfach klasse gewesen. Ich konnte dieses Jahr leider nicht so oft zu Spielen aber bei denen ich war war die Stimmung immer klasse.
Also von mir an ganz dickes DANKE SCHÖN FÜR DIESE GEILE SAISON. Ich freu mich auf die nächste. :)
Erstmal möchte ich festhalten das sich die Entwicklung der letzten Saison bestättigt hat. Wir waren keine Eintagsfliege, wir sind mittlerweile ein ernstzunehmender Anwärter für internationale Startplätze.
Ja wo soll man dieses Jahr anfangen. Wir haben es endlich mal wieder in die 2. Runde des DFB-Pokals geschafft. Und das sogar relativ souverän. Selbst Stoppelkampf schien auf einmal Tore schießen zu können. Nunja 6:0 Auswärtssieg bei Anker Wismar.
Bezeichnent dafür das es wieder einmal eine ausgewöhnliche Saison werden würde zeigte mir schon der erste Spieltag gegen Hoffenheim und diesem Rotzfrechem Tor von Jan Schlaudraff. Der Start war geglückt 3 Punkte eingefahren und eine Woche später sogar noch 3 in Nürnberg geholt.
Und das war es dann auch schon mit den guten Auswärtsspielen in dieser Saison. Das wir es wieder nach Europa geschafft haben liegt wohl kaum an unserer Auswärtsstärke sondern daran das wir Zuhause einfach eine Macht sind. Durch die ganze Saison zuhause ohne Niederlage gegangen das hat mich schon sehr beeindruckt.
Das Spiel der Hinrunde war für mich ganz klar der Last-Minute Sieg gegen Dortmund. Ich bekomme immer noch Gänsehaut wenn ich daran denke was auf einmal abgegangen ist als DYK das 2:1 reingehämmert hat. Absoluter Wahnsinn was da passiert ist. Auch ein toller Erfolg war natürlich der Sieg gegen die Bayern oder das Klasse Spiel gegen Werder.
In der Rückrunde haben mir besonders die Spiele gegen Stuttgart und Köln gefallen. Weniger zufrieden war ich da mit den Spielen gegen Augsburg, Mainz und Hamburg.
Alles in allem war es wieder eine tolle Bundesligassaison die mit einem tollen 7. Platz belohnt wurde. Und damit verbunden wieder die Chance an der EL teilzunehmen.
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Und damit komme ich dann auch mal zur Europa League. Mensch was hab ich geschluckt als ich das Los FC Sevilla gelesen hab. Wenn ich ehrlich bin hab ich nicht damit gerechnet das wir irgendwelche Chancen haben da was zu reißen. Dieses Gefühl war aber schon vor dem Anpfiff vergessen. Diese Stimmung im Stadion kann man gar nicht beschreiben. Und spätestens nach Schlaudraffs Tor sind ja alle Dämme gebrochen und die Party ging da mal richtig los.
2:1 Heimsieg dacht ich mir so das das schon ziemlich eng ist und es vielleicht nicht reichen könnte. Also das Rückspiel war für mich persönlich von der Gefühlslage in mir das einerseits schönste und grausamste zugleich. Ich kann mich noch gut dran erinnern, das Spiel kam mir nicht 90 Minuten sondern gefühlte Stunden vor. Ich hab so oft auf diese blöde Uhr geschaut und gezittert. Als es den geschafft war konnt ich das auch nicht so wirklich fassen was die Jungs den da wirklich geleistet haben. Einfach nur toll.
Ziel erreicht ab in die Gruppenphase gegen Poltawa Lüttich und Kopenhagen. Auch hier gab es wieder tolle Spiele zu sehen. Wobei das Highlight ganz klar das "Auswärtsheimspiel" in Kopenhagen war. Stindls Tor + Jubel das wird man als Hannover Fan so schnell nicht vergessen. Auch über das Comeback von Markus Miller im letzten Spiel hab ich mich sehr gefreut. Da war es dann also passiert 96 überwintert in Europa. Viele haben das sicher nicht für möglich gehalten und denoch ist es passiert.
Die Spiele gegen Brügge waren ziemlich nervenaufreibend grade das Hinspiel als wir zurücklagen ging mir schon ziemlich die Flatter. Aber Sobiech und Schlaudraff mit dem so dreisten Elfer haben es ja noch gedreht. Und schwubs ab ins Aschtelfinale gegen Lüttich. Schon wieder Lüttich? Jap und diesmal soviel besser :) Auch wenn das hinspiel sehr glücklich für uns lief spätestens im Rückspiel wurde die ganze Wut über die Niederlage in der Gruppenphase rausgelassen und Lüttich vernichtet.
Im Virtelfinale dann gegen Athletico Madrid wir waren klarer Aussenseiter aber ich finde wir haben uns richtig richtig teuer verkauft und uns würdig aus Europa verabschiedet. Also wenn ich ehrlich bin hab ich vor der Saison nie und nimmer mit dem Viertelfinale gerechnet. Von daher bin ich sowas von stolz auf diese tolle Leistung.
Ich hab hier ja schon einige tolle Momente aufgezählt vergessen möchte ich natürlich auch nicht uns die Fans die mit diesem Verein durch dick und dünn gegangen sind. Was dieses Jahr wieder auf den Rängen los war, war einfach phänomenal. Vorallem die beiden super Choreos gegen Madrid und für Altin gegen Lautern waren so toll. Und auch der Asuwärtssupport einfach klasse gewesen. Ich konnte dieses Jahr leider nicht so oft zu Spielen aber bei denen ich war war die Stimmung immer klasse.
Also von mir an ganz dickes DANKE SCHÖN FÜR DIESE GEILE SAISON. Ich freu mich auf die nächste. :)
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