Saisonfazit 2015/16
29.05.2016 - 10:51 Uhr
Was hat euch besonders gut gefallen? Was tat richtig weh? Wie bewertet ihr die Gesamtsituation und was hättet ihr euch eventuell hier und da erhofft? Was waren eure positiven (und vielleicht auch negativen) Highlights und was hat diese Saison für euch ausgemacht, was war vielleicht sogar einzigartig?
Hier geht es nur um den BVB, aber man darf natürlich auch gerne Highlights vorstellen, die nicht zwangsläufig mit den elf Jungs auf dem Rasen zu tun haben. Haut einfach mal in die Tasten und lasst sehen, wie euer Fazit ausschaut!
Zeige Ergebnisse 1-7 von 7.
30.05.2016 - 09:27 Uhr
Es war wirklich eine tolle Saison. Ich hab vor der Saison meine Erwartungen niedergeschrieben und da wollte ich, dass wir uns wieder für die CL qualifizieren. Und gefühlt hat man dieses Ziel schon in der Winterpause sicher gehabt.
Was mir persönlich damals aber schon viel wichtiger war, war ein Wandel in der Mannschaft.
Den Klopp Fußball konnte zu dieser Zeit kein Mensch mehr bei uns sehen, ich auch nicht. Meine größte Erwartung war, dass wir endlich lernen etwas mit dem Ball anzufangen. Dass wir uns gegen die Mauer-Truppen dieser Liga Lösungen herausspielen können und nicht darauf angewiesen sind ihnen den Ball zu überlassen.
Ich wollte eine Lösung bei Ballbesitz sehen.
Und ich wollte sehen, dass jemand diese Mannschaft aus den 4231 Korsett befreit, in dem sie gefangen war. Taktisch und personell variabel sollte die Mannschaft endlich werden.
Und nun - das alles hat sich erfüllt. Wir haben eine fantastische Bundesligasaison gespielt. Wir waren stets dominant und taktisch hervorragend eingestellt. Wir haben gemeinsam mit Bayern den Rest der Liga in dieser Saison regelrecht deklassiert, 18 Punkte Abstand auf Platz 3 sind Zeugnis dieser Dominanz.
Personell fand ein kleiner Umbruch statt, dem zwar viele verdiente Spieler (Großkreutz, Kuba usw) zum Opfer fielen, der aber bitter nötig war, da nunmal die meisten dieser Spieler schon lange nicht mehr an ihr Top-Niveau herankamen. Taktisch sind wir sowieso komplett neu gepolt.
Natürlich bleibt am Ende immer der Wehrmutstropfen, dass die nationalen Titel im Moment nur das Team aus dem Süden einstreicht, egal wie gut man den Wettbewerb absolviert. Aber zumindest wieder beinahe auf Augenhöhe zu sein (lange zeit nur 5 Puntke Abstand in der Liga, im Pokal erst im 11-Meter-Schießen verloren) ist nach der letzten Saison doch ein sehr schönes Signal.
Gerade nach dem Pokal-Aus war mir der Frust da ein bisschen zu groß. Schiri hin oder her, man hat im 11-Meter Schießen verloren. Man hat Bayern in den letzten beiden Spielen jeweils absolut Paroli geboten und der Spielstand der letzten 210 Minuten der beiden Teams lautet wohl nicht umsonst 0:0.
Elfern ist nunmal Lotterie, das wissen die Bayern aus dem Vorjahr noch zu gut.
Aber man hatte eine Hand am Pott. Der Tag wird kommen, an dem man es auch mit der Zweiten hin schafft. Zumindest wenn man es weiterhin schafft derart auf Augenhöhe zu agieren wie in dieser Saison.
Daher sind diese Wehrmutstropfen für mich keine. Der einzige wirkliche Frustmoment bleibt für mich die EL. Die hat man einfach verschenkt obwohl man hier wirklich gute Aussichten auf den Titel hatte. Das muss man der Mannschaft wirklich ankreiden. So ein Spiel darf man eigentlich nicht drin haben. Ich mag kaum daran zurückdenken.
Und wenn man dann noch sieht wie Villareal sich gegen Liverpool angestellt hat... auch da wären wir klarer Favorit gewesen und hätten ein tolles Endspiel gegen Sevilla gekriegt.
Das ist wirklich bitte, denn ich denke die nächsten Jahre wird man CL spielen und - da bin ich ehrlich - mit Gedanken an Finals in diesem Wettbewerb nicht viel zu tun haben.
Daher war die EL für mich eine ziemlich einmalige Chance und deshalb bleibt sie der eine Wettbewerb in dieser Saison über den ich mich tatsächlich ärgere.
Viel wichtiger ist aber, dass diese Saison wirklich eine Menge Optimismus zurücklässt. Man hat mit Pulisic und Passlack zwei tolle Jungs rangeführt. Man hat mit Dembele ein Mega-Talent in der Pipeline. Aber am wichtigsten ist eben, dass alle diese Talente in eine Mannschaft hineinkommen werden, die taltisch variabel aufgestellt ist und eine klare Ballbesitz und Dominanz-Philosophie lebt. Und in der nächsten wird sie eben diese nicht erst langsam ertasten müssen.
Man hat eine tolle Grundlage für viele weitere erfolgreiche Saisons gelegt.
Was mir persönlich damals aber schon viel wichtiger war, war ein Wandel in der Mannschaft.
Den Klopp Fußball konnte zu dieser Zeit kein Mensch mehr bei uns sehen, ich auch nicht. Meine größte Erwartung war, dass wir endlich lernen etwas mit dem Ball anzufangen. Dass wir uns gegen die Mauer-Truppen dieser Liga Lösungen herausspielen können und nicht darauf angewiesen sind ihnen den Ball zu überlassen.
Ich wollte eine Lösung bei Ballbesitz sehen.
Und ich wollte sehen, dass jemand diese Mannschaft aus den 4231 Korsett befreit, in dem sie gefangen war. Taktisch und personell variabel sollte die Mannschaft endlich werden.
Und nun - das alles hat sich erfüllt. Wir haben eine fantastische Bundesligasaison gespielt. Wir waren stets dominant und taktisch hervorragend eingestellt. Wir haben gemeinsam mit Bayern den Rest der Liga in dieser Saison regelrecht deklassiert, 18 Punkte Abstand auf Platz 3 sind Zeugnis dieser Dominanz.
Personell fand ein kleiner Umbruch statt, dem zwar viele verdiente Spieler (Großkreutz, Kuba usw) zum Opfer fielen, der aber bitter nötig war, da nunmal die meisten dieser Spieler schon lange nicht mehr an ihr Top-Niveau herankamen. Taktisch sind wir sowieso komplett neu gepolt.
Natürlich bleibt am Ende immer der Wehrmutstropfen, dass die nationalen Titel im Moment nur das Team aus dem Süden einstreicht, egal wie gut man den Wettbewerb absolviert. Aber zumindest wieder beinahe auf Augenhöhe zu sein (lange zeit nur 5 Puntke Abstand in der Liga, im Pokal erst im 11-Meter-Schießen verloren) ist nach der letzten Saison doch ein sehr schönes Signal.
Gerade nach dem Pokal-Aus war mir der Frust da ein bisschen zu groß. Schiri hin oder her, man hat im 11-Meter Schießen verloren. Man hat Bayern in den letzten beiden Spielen jeweils absolut Paroli geboten und der Spielstand der letzten 210 Minuten der beiden Teams lautet wohl nicht umsonst 0:0.
Elfern ist nunmal Lotterie, das wissen die Bayern aus dem Vorjahr noch zu gut.
Aber man hatte eine Hand am Pott. Der Tag wird kommen, an dem man es auch mit der Zweiten hin schafft. Zumindest wenn man es weiterhin schafft derart auf Augenhöhe zu agieren wie in dieser Saison.
Daher sind diese Wehrmutstropfen für mich keine. Der einzige wirkliche Frustmoment bleibt für mich die EL. Die hat man einfach verschenkt obwohl man hier wirklich gute Aussichten auf den Titel hatte. Das muss man der Mannschaft wirklich ankreiden. So ein Spiel darf man eigentlich nicht drin haben. Ich mag kaum daran zurückdenken.
Und wenn man dann noch sieht wie Villareal sich gegen Liverpool angestellt hat... auch da wären wir klarer Favorit gewesen und hätten ein tolles Endspiel gegen Sevilla gekriegt.
Das ist wirklich bitte, denn ich denke die nächsten Jahre wird man CL spielen und - da bin ich ehrlich - mit Gedanken an Finals in diesem Wettbewerb nicht viel zu tun haben.
Daher war die EL für mich eine ziemlich einmalige Chance und deshalb bleibt sie der eine Wettbewerb in dieser Saison über den ich mich tatsächlich ärgere.
Viel wichtiger ist aber, dass diese Saison wirklich eine Menge Optimismus zurücklässt. Man hat mit Pulisic und Passlack zwei tolle Jungs rangeführt. Man hat mit Dembele ein Mega-Talent in der Pipeline. Aber am wichtigsten ist eben, dass alle diese Talente in eine Mannschaft hineinkommen werden, die taltisch variabel aufgestellt ist und eine klare Ballbesitz und Dominanz-Philosophie lebt. Und in der nächsten wird sie eben diese nicht erst langsam ertasten müssen.
Man hat eine tolle Grundlage für viele weitere erfolgreiche Saisons gelegt.
30.05.2016 - 10:50 Uhr
Zitat von thoms09
Ändert doch nix an der Tatsache das wir da die entscheidenden Spiele gewonnen haben(zB 2011/12 1:0 zuhause und damit quasi die Meisterschaft perfekt gemacht 5:2 im Pokalfinale) klar sind die Bayern stärker als damals aber im DFB-Pokal waren sie dieses Jahr definitiv schlagbar und die Niederlage gegen Liverpool hat wohl wenig damit zu tun wie gut Bayern ist.
Zitat von DerMoe
Ob das vielleicht damit zu tun hat, dass Klopp damals noch gegen Bayern spielte, die 65 und 73 Punkte holten in dessen Meisterjahren?
Zitat von thoms09
Dem gegenüber stehen aber 3 Titel unter Klopp. Insgesamt war das aber eher unglücklich formuliert von mir. Ich meinte nicht das uns die Siegermentalität abhanden gekommen ist, seit Tuchel Coach ist, sondern das uns die Siegermentalität die wir in der ersten Jahren unter Klopp hatten über die letzten Jahre immer mehr abhanden gekommen ist
Zitat von Larsino_14
Deine Argumentation passt da aber mal überhaupt nicht. Wir haben die Siegermentalität die wir unter Klopp hatten verloren? 3 der 4 Finals die du ansprichst haben wir aber unter Klopp verloren und nur eines unter Tuchel...
Zitat von thoms09
Insgesamt natürlich eine starke Saison von uns! Den 2. Platz sehr souverän geholt und lange an den Bayern drangeblieben. Jedoch bleibt ein fader Beigeschmack nach dem unglücklichen aus gegen Liverpool (wer weiß was sonst noch in der EL möglich gewesen wäre) und nach der Niederlage im elferschießen gegen die Bayern. Fakt ist, dass wir jetzt 4 mal in Folge in einem Endspiel standen, aber Fakt ist auch das wir eben 4 mal verloren haben. Ich finde es schade das man diese eigentlich extrem gute Saison nicht mit einem Titel krönen konnte. Ich kann mir nicht erklären warum wir die entscheidenen Spiele immer wieder vergeigen. Klar ist auch Pech dabei(Rote Karte gg Ribéry nicht gegeben 2013 und 2016, Hummelstor nicht gegeben 2014) aber alles nur auf die Schiedsrichter zu schieben fände ich zu einfach. Ich hab das Gefühl, dass uns einfach diese absolute Siegermentalität abhanden gekommen ist, die wir unter Klopp hatten. Damit meine ich nicht das wir die Finals absichtlich verlieren, sondern lediglich das eben in den wichtigsten Spielen Führungsspieler wie zB Reus komplett abtauchen und das kann halt einfach nicht sein.
Ich hoffe das es endlich nächste Saison wieder anders wird wobei das natürlich schwer genug werden dürfte gegen die Bayern anzukommen.
Mit der Leistung in der Liga war ich absolut zufrieden nur haben mich eben diese Niederlagen in den Pokalen total aufgeregt.
Insgesamt natürlich eine starke Saison von uns! Den 2. Platz sehr souverän geholt und lange an den Bayern drangeblieben. Jedoch bleibt ein fader Beigeschmack nach dem unglücklichen aus gegen Liverpool (wer weiß was sonst noch in der EL möglich gewesen wäre) und nach der Niederlage im elferschießen gegen die Bayern. Fakt ist, dass wir jetzt 4 mal in Folge in einem Endspiel standen, aber Fakt ist auch das wir eben 4 mal verloren haben. Ich finde es schade das man diese eigentlich extrem gute Saison nicht mit einem Titel krönen konnte. Ich kann mir nicht erklären warum wir die entscheidenen Spiele immer wieder vergeigen. Klar ist auch Pech dabei(Rote Karte gg Ribéry nicht gegeben 2013 und 2016, Hummelstor nicht gegeben 2014) aber alles nur auf die Schiedsrichter zu schieben fände ich zu einfach. Ich hab das Gefühl, dass uns einfach diese absolute Siegermentalität abhanden gekommen ist, die wir unter Klopp hatten. Damit meine ich nicht das wir die Finals absichtlich verlieren, sondern lediglich das eben in den wichtigsten Spielen Führungsspieler wie zB Reus komplett abtauchen und das kann halt einfach nicht sein.
Ich hoffe das es endlich nächste Saison wieder anders wird wobei das natürlich schwer genug werden dürfte gegen die Bayern anzukommen.
Mit der Leistung in der Liga war ich absolut zufrieden nur haben mich eben diese Niederlagen in den Pokalen total aufgeregt.
Deine Argumentation passt da aber mal überhaupt nicht. Wir haben die Siegermentalität die wir unter Klopp hatten verloren? 3 der 4 Finals die du ansprichst haben wir aber unter Klopp verloren und nur eines unter Tuchel...
Dem gegenüber stehen aber 3 Titel unter Klopp. Insgesamt war das aber eher unglücklich formuliert von mir. Ich meinte nicht das uns die Siegermentalität abhanden gekommen ist, seit Tuchel Coach ist, sondern das uns die Siegermentalität die wir in der ersten Jahren unter Klopp hatten über die letzten Jahre immer mehr abhanden gekommen ist
Ob das vielleicht damit zu tun hat, dass Klopp damals noch gegen Bayern spielte, die 65 und 73 Punkte holten in dessen Meisterjahren?
Ändert doch nix an der Tatsache das wir da die entscheidenden Spiele gewonnen haben(zB 2011/12 1:0 zuhause und damit quasi die Meisterschaft perfekt gemacht 5:2 im Pokalfinale) klar sind die Bayern stärker als damals aber im DFB-Pokal waren sie dieses Jahr definitiv schlagbar und die Niederlage gegen Liverpool hat wohl wenig damit zu tun wie gut Bayern ist.
Liverpool war aber auch kein Finale. Oder ist jetzt jedes Spiel in jedem Wettbewerb ein entscheidendes, das über die Siegermentalität entscheidet? Wir haben nämlich z.B. Berlin in Berlin im HF geschlagen. Oder Tottenham und Porto. Usw.
Kurzum: Ich halte die Siegermentalität für ein Scheinargument.
Klopp hat in seinen ersten Jahren hier Titel geholt weil die Konkurrenz auch deutlich schwächer war. Klar waren da wahnsinnig gute Saisons dabei. Aber gerade in der Liga waren die weder spielerisch, noch von den Ergebnissen her wesentlich besser als das was wir diese Saison hingezaubert haben.
Und dass man Bayern eben diese Saison nicht mal eben 5:2 im Finale deklassiert hat eben durchaus damit zu tun, dass sie wesentlich stärker sind als damals.
"Siegermentalität" ist für mich nur ein Schlagwort hinter dem man sich verstecken kann um alle Probleme und Ergebnisse damit zu erklären wenn man nicht detailliert aufarbeiten will woran man wann gescheitert ist und welche Probleme wo auftraten.
Die Truppe von 10/11 verlor ihr Auftaktspiel gegen Leverkusen. Diese Saison wurde gemeckert, als man nach 5 Auftaktsiegen am 6ten Spieltag Unentschieden spielte. Danach flog diese "Siegermentalitäts-" Truppe in der 2ten Runde gegen die Kickers aus Offenbach aus dem Pokal.
Kurze zeit später verabschiedete man sich schon in der Gruppenphase aus der Europa League weil man sich von Sevilla nach Strich und Faden veräppeln ließ.
Man hatte also die gesamte Rückrunde nur noch einen Wettbewerb zu spielen. Hierbei gab es noch Niederlagen gegen Hoffenheim, Gladbach und Bremen. Dazu auch noch 5 Unentschieden.
Eine Leistung die 2016 zu keinem Titel gereicht hätte. Wo das irgendwas mit Siegermentalität zu tun hat muss ich wohl nicht verstehen...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von DerMoe am 30.05.2016 um 10:55 Uhr bearbeitet
30.05.2016 - 12:46 Uhr
Ich blicke für mich auf eine recht gute Saison zurück. Um wirklich Top zu sein, hätte man auch irgendwo mal die Spitze erklimmen müssen. Und in allen drei Wettbewerben war genau das möglich und wurde nicht geschafft.
Bundeliga:
Wir haben einen erstklassigen Saisonstart hingelegt, mit dem man nach der letzten Saison nicht rechnen konnte. Und diese Form wurde zu größten Teilen sogar bis zum Winter durchgehalten. Wer diese Saison mit der letzten vergleicht, wird wohl sicher zu dem Schluss kommen, dass es eine nahezu perfekte Saison war. In diesem speziellen Vergleich mag das auch so sein. Aber gemessen an den Möglichkeiten ist mein Ergebnis ein anderes. Ich bin schon sehr enttäuscht, dass man sich gegen Mannschaften wie Hoffenheim, Hamburg, Köln...wieder so hat vorführen lassen. Es waren unnötige Niederlagen und Unentschieden dabei, bei denen es einfach mal wieder an Einsatz und Konzentration gemangelt hat.
Ich kritisiere nicht die gesamte Saison, das wäre dämlich. Aber hätte man in diesen Spielen einfach mal die Handbremse gelockert, wären locker 10 Punkte mehr drin gewesen. Und was das tabellarisch bedeutet, müssen wir wohl nicht diskutieren.
Manch einer wird jetzt sagen, dass die Jungs so viele Spiele in den Knochen hatten und deshalb nicht mehr konnten. Seh ich anders, denn es gab zwischen diesen unnötigen Patzern auch wieder Glanzspiele. Man hat sich auf dem Platz einfach wieder vom Kampfgeist des Gegners beeindrucken lassen. Ein Symptom, das mir aus den letzten Jahren schmerzlich bekannt vorkommt.
Pokal:
Ja, Elfmeterschießen ist Lotto, das kann passieren. Aber die 120 Minuten davor waren alles, aber kein richtiger Kampf, wie ich ihn eigentlich erwartet hätte. Der Respekt war zu groß, um sich wirklich gegen die Bayern auf den Platz zu stellen und punkten zu wollen. Da gehe ich leider mit Tuchels Aussage nach der PK konform. Einige Konter und Balleroberungen waren einfach zu schlampig ausgespielt. Hätte man hier einfach konsequenter und ordentlicher agiert, wäre das Ding nach 90 Minuten unser gewesen. Oder zumindest hätten die Chancen dafür besser gestanden.
Europa League:
Ich weiß nicht, ob wir den Titel geholt hätten. Aber das Spiel gegen Liverpool war einfach eine Katastrophe. Man rennt diese Mannschaft in Grund und Boden und was passiert? Der Gegner zeigt Kampfgeist und Siegeswille und wir honorieren es MAL WIEDER, indem wir aufhören, Fußball zu spielen. Man kann verlieren, aber nicht so. Wir waren das bessere Team und haben es nicht lange genug auf den Platz gebracht.
Mein Saisonfazit ist also eher durchwachsen. Ich freue mich über die Punktausbeute, die wenigen Verletzten und vor allem darüber, dass Tuchel es schafft zu rotieren, ohne dass gleich das ganze Spielkonzept auf dem Platz zusammenbricht. Das ist ordentlich und darauf kann man aufbauen.
Nur wieder einmal war man zu blöd, seine eigene Arbeit zu belohnen und das Tor ein paar mal mehr zu treffen. Jetzt heißt es erneut "nächste Saison greifen wir wieder an", aber auch dieser Satz hängt mir langsam zum Hals heraus.
Vielleicht ist es ganz gut, dass Leute wie Hummels und Gündogan gehen. Sie lassen sich gerne feiern, aber ziehen sich selbst nie zur Verantwortung, wenn es um Fehler und Niederlagen geht.
Über (eventuell) kommende Talente freue ich mich sehr. Nur hoffe ich eben, dass sie lange genug bleiben, um auch in drei Jahren so gut ins Gefüge zu passen, dass sie mit uns wieder Titel holen. Denn auch in 2-3 Jahren haben die Bayern sicher wieder Bedarf auf einigen Positionen und unsere Spieler tragen ihre Bestellnummern ja scheinbar auf dem Rücken.
Ihr seht, ganz objektiv fällt mein Fazit nicht aus, aber zu 100 % kann ich mit der Saison eben nicht zufrieden sein. Und in Ruhe ein Team für die Zukunft aufzubauen halte ich eben für schwierig, wenn Europa uns nur als Ausbilder sieht und im richtigen Zeitpunkt unsere guten Leute kauft.
Es war eine gute Saison. Nicht mehr, nicht weniger. Um Top zu sein, braucht es den Glauben an sich selbst und den Willen, diesen Glauben durchzudrücken.
Ich will ja nicht als Miesepeter gelten, aber ich bewerte die Saison eben anhand der Möglichkeiten und nicht gemessen an der Saison 14/15.
Bundeliga:
Wir haben einen erstklassigen Saisonstart hingelegt, mit dem man nach der letzten Saison nicht rechnen konnte. Und diese Form wurde zu größten Teilen sogar bis zum Winter durchgehalten. Wer diese Saison mit der letzten vergleicht, wird wohl sicher zu dem Schluss kommen, dass es eine nahezu perfekte Saison war. In diesem speziellen Vergleich mag das auch so sein. Aber gemessen an den Möglichkeiten ist mein Ergebnis ein anderes. Ich bin schon sehr enttäuscht, dass man sich gegen Mannschaften wie Hoffenheim, Hamburg, Köln...wieder so hat vorführen lassen. Es waren unnötige Niederlagen und Unentschieden dabei, bei denen es einfach mal wieder an Einsatz und Konzentration gemangelt hat.
Ich kritisiere nicht die gesamte Saison, das wäre dämlich. Aber hätte man in diesen Spielen einfach mal die Handbremse gelockert, wären locker 10 Punkte mehr drin gewesen. Und was das tabellarisch bedeutet, müssen wir wohl nicht diskutieren.
Manch einer wird jetzt sagen, dass die Jungs so viele Spiele in den Knochen hatten und deshalb nicht mehr konnten. Seh ich anders, denn es gab zwischen diesen unnötigen Patzern auch wieder Glanzspiele. Man hat sich auf dem Platz einfach wieder vom Kampfgeist des Gegners beeindrucken lassen. Ein Symptom, das mir aus den letzten Jahren schmerzlich bekannt vorkommt.
Pokal:
Ja, Elfmeterschießen ist Lotto, das kann passieren. Aber die 120 Minuten davor waren alles, aber kein richtiger Kampf, wie ich ihn eigentlich erwartet hätte. Der Respekt war zu groß, um sich wirklich gegen die Bayern auf den Platz zu stellen und punkten zu wollen. Da gehe ich leider mit Tuchels Aussage nach der PK konform. Einige Konter und Balleroberungen waren einfach zu schlampig ausgespielt. Hätte man hier einfach konsequenter und ordentlicher agiert, wäre das Ding nach 90 Minuten unser gewesen. Oder zumindest hätten die Chancen dafür besser gestanden.
Europa League:
Ich weiß nicht, ob wir den Titel geholt hätten. Aber das Spiel gegen Liverpool war einfach eine Katastrophe. Man rennt diese Mannschaft in Grund und Boden und was passiert? Der Gegner zeigt Kampfgeist und Siegeswille und wir honorieren es MAL WIEDER, indem wir aufhören, Fußball zu spielen. Man kann verlieren, aber nicht so. Wir waren das bessere Team und haben es nicht lange genug auf den Platz gebracht.
Mein Saisonfazit ist also eher durchwachsen. Ich freue mich über die Punktausbeute, die wenigen Verletzten und vor allem darüber, dass Tuchel es schafft zu rotieren, ohne dass gleich das ganze Spielkonzept auf dem Platz zusammenbricht. Das ist ordentlich und darauf kann man aufbauen.
Nur wieder einmal war man zu blöd, seine eigene Arbeit zu belohnen und das Tor ein paar mal mehr zu treffen. Jetzt heißt es erneut "nächste Saison greifen wir wieder an", aber auch dieser Satz hängt mir langsam zum Hals heraus.
Vielleicht ist es ganz gut, dass Leute wie Hummels und Gündogan gehen. Sie lassen sich gerne feiern, aber ziehen sich selbst nie zur Verantwortung, wenn es um Fehler und Niederlagen geht.
Über (eventuell) kommende Talente freue ich mich sehr. Nur hoffe ich eben, dass sie lange genug bleiben, um auch in drei Jahren so gut ins Gefüge zu passen, dass sie mit uns wieder Titel holen. Denn auch in 2-3 Jahren haben die Bayern sicher wieder Bedarf auf einigen Positionen und unsere Spieler tragen ihre Bestellnummern ja scheinbar auf dem Rücken.
Ihr seht, ganz objektiv fällt mein Fazit nicht aus, aber zu 100 % kann ich mit der Saison eben nicht zufrieden sein. Und in Ruhe ein Team für die Zukunft aufzubauen halte ich eben für schwierig, wenn Europa uns nur als Ausbilder sieht und im richtigen Zeitpunkt unsere guten Leute kauft.
Es war eine gute Saison. Nicht mehr, nicht weniger. Um Top zu sein, braucht es den Glauben an sich selbst und den Willen, diesen Glauben durchzudrücken.
Ich will ja nicht als Miesepeter gelten, aber ich bewerte die Saison eben anhand der Möglichkeiten und nicht gemessen an der Saison 14/15.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von crosseo am 30.05.2016 um 12:48 Uhr bearbeitet
30.05.2016 - 13:20 Uhr
Zitat von PartyChris
Das ist richtig und ich eghe da mit. Aber: Was genau willst Du von den Verantwortlichen hören, wenn sie nach den Saisonzielen befragt werden? Leute wie Zorc und Watzke werden wohl niemals sagen: "Ja, wir wollen Meister werden und werden alles dafür tun". Zu groß der Respekt vor Bayern, zu vorsichtig das Gebahren auf dem Transfermarkt, zu große Angst sich im Falle eines 2. oder 3. Platzes an diesen Worten messen lassen zu müssen. Da ist mein o. g. Ziel wohl noch das höchste der Gefühle. Leider.
Ich würde mir auch mehr Abgebrühtheit und weniger Duckmaus- und Versagermentalität wünschen, aber man wird das "sympathischer Underdog"-Image auch selbst dann noch weiterreiten, wenn der buchstäbliche Hund schon seit Jahren begraben liegt. Die Transfers werden, so fürchte ich, auch wieder in diese Kategorie fallen, da war ein Dembélé wahrscheinlich schon das höchste der Gefühle. Dabei wäre jetzt der Zeitpunkt für einen Neuanfang und richtige Offensiven auf dem Transfermarkt. Eine weitere Sasion wie 14/15 wird es nämlich dennoch (vorerst) nicht geben.
Zitat von crosseo
Danke, aber da hab ich noch eine etwas andere Meinung. Mit unseren Möglichkeiten hatten wir in diesem Jahr durchaus die Chance, Meister zu werden. Aber dieses öffentliche "dranbleiben" und "zweiter Platz ist super" scheint sich langsam auch bei den Jungs auf dem Platz widerzuspiegeln. Und das gefällt mir eben nicht.
Sicherer Zweiter ist schön und gut, aber man darf ruhig mal ein wenig nach oben schielen und dafür kämpfen, den Bayern mal wieder gefährlich zu werden. Ohne die dummen Patzer in dieser Saison wäre genau das der Fall gewesen.
Zitat von PartyChris
Ich wollte gerade selber ein Fazit verfassen, sehe hier aber Deinen Beitrag und muss feststellen, dass ich ihn absolut unterschreiben kann!
Ich erwarte für nächste Saison eine ganz klare Ansage, dass man (deutlich) Zweiter werden und nicht bloß die CL-Plätze erreichen will. Zudem sollte man so lange wie möglich an den Roten dranbleiben. Sicherlich muss man auch Fehler aufgrund des neuen Trainers hoffen, um an sie heranzukommen, aber der Abstand sollte dann nicht schon bereits 6+ Punkte betragen.
Und ganz wichtig: Weniger Gegentore. Für einen Meisterschaftsanwärter und sicheren Zweiten ist mir das immer noch zu viel, wenngleich es sich in der Rüpckrunde etwas stabilisiert hat.
Zitat von crosseo
Ich blicke für mich auf eine recht gute Saison zurück. Um wirklich Top zu sein, hätte man auch irgendwo mal die Spitze erklimmen müssen. Und in allen drei Wettbewerben war genau das möglich und wurde nicht geschafft.
Bundeliga:
Wir haben einen erstklassigen Saisonstart hingelegt, mit dem man nach der letzten Saison nicht rechnen konnte. Und diese Form wurde zu größten Teilen sogar bis zum Winter durchgehalten. Wer diese Saison mit der letzten vergleicht, wird wohl sicher zu dem Schluss kommen, dass es eine nahezu perfekte Saison war. In diesem speziellen Vergleich mag das auch so sein. Aber gemessen an den Möglichkeiten ist mein Ergebnis ein anderes. Ich bin schon sehr enttäuscht, dass man sich gegen Mannschaften wie Hoffenheim, Hamburg, Köln...wieder so hat vorführen lassen. Es waren unnötige Niederlagen und Unentschieden dabei, bei denen es einfach mal wieder an Einsatz und Konzentration gemangelt hat.
Ich kritisiere nicht die gesamte Saison, das wäre dämlich. Aber hätte man in diesen Spielen einfach mal die Handbremse gelockert, wären locker 10 Punkte mehr drin gewesen. Und was das tabellarisch bedeutet, müssen wir wohl nicht diskutieren.
Manch einer wird jetzt sagen, dass die Jungs so viele Spiele in den Knochen hatten und deshalb nicht mehr konnten. Seh ich anders, denn es gab zwischen diesen unnötigen Patzern auch wieder Glanzspiele. Man hat sich auf dem Platz einfach wieder vom Kampfgeist des Gegners beeindrucken lassen. Ein Symptom, das mir aus den letzten Jahren schmerzlich bekannt vorkommt.
Pokal:
Ja, Elfmeterschießen ist Lotto, das kann passieren. Aber die 120 Minuten davor waren alles, aber kein richtiger Kampf, wie ich ihn eigentlich erwartet hätte. Der Respekt war zu groß, um sich wirklich gegen die Bayern auf den Platz zu stellen und punkten zu wollen. Da gehe ich leider mit Tuchels Aussage nach der PK konform. Einige Konter und Balleroberungen waren einfach zu schlampig ausgespielt. Hätte man hier einfach konsequenter und ordentlicher agiert, wäre das Ding nach 90 Minuten unser gewesen. Oder zumindest hätten die Chancen dafür besser gestanden.
Europa League:
Ich weiß nicht, ob wir den Titel geholt hätten. Aber das Spiel gegen Liverpool war einfach eine Katastrophe. Man rennt diese Mannschaft in Grund und Boden und was passiert? Der Gegner zeigt Kampfgeist und Siegeswille und wir honorieren es MAL WIEDER, indem wir aufhören, Fußball zu spielen. Man kann verlieren, aber nicht so. Wir waren das bessere Team und haben es nicht lange genug auf den Platz gebracht.
Mein Saisonfazit ist also eher durchwachsen. Ich freue mich über die Punktausbeute, die wenigen Verletzten und vor allem darüber, dass Tuchel es schafft zu rotieren, ohne dass gleich das ganze Spielkonzept auf dem Platz zusammenbricht. Das ist ordentlich und darauf kann man aufbauen.
Nur wieder einmal war man zu blöd, seine eigene Arbeit zu belohnen und das Tor ein paar mal mehr zu treffen. Jetzt heißt es erneut "nächste Saison greifen wir wieder an", aber auch dieser Satz hängt mir langsam zum Hals heraus.
Vielleicht ist es ganz gut, dass Leute wie Hummels und Gündogan gehen. Sie lassen sich gerne feiern, aber ziehen sich selbst nie zur Verantwortung, wenn es um Fehler und Niederlagen geht.
Über (eventuell) kommende Talente freue ich mich sehr. Nur hoffe ich eben, dass sie lange genug bleiben, um auch in drei Jahren so gut ins Gefüge zu passen, dass sie mit uns wieder Titel holen. Denn auch in 2-3 Jahren haben die Bayern sicher wieder Bedarf auf einigen Positionen und unsere Spieler tragen ihre Bestellnummern ja scheinbar auf dem Rücken.
Ihr seht, ganz objektiv fällt mein Fazit nicht aus, aber zu 100 % kann ich mit der Saison eben nicht zufrieden sein. Und in Ruhe ein Team für die Zukunft aufzubauen halte ich eben für schwierig, wenn Europa uns nur als Ausbilder sieht und im richtigen Zeitpunkt unsere guten Leute kauft.
Es war eine gute Saison. Nicht mehr, nicht weniger. Um Top zu sein, braucht es den Glauben an sich selbst und den Willen, diesen Glauben durchzudrücken.
Ich will ja nicht als Miesepeter gelten, aber ich bewerte die Saison eben anhand der Möglichkeiten und nicht gemessen an der Saison 14/15.
Ich blicke für mich auf eine recht gute Saison zurück. Um wirklich Top zu sein, hätte man auch irgendwo mal die Spitze erklimmen müssen. Und in allen drei Wettbewerben war genau das möglich und wurde nicht geschafft.
Bundeliga:
Wir haben einen erstklassigen Saisonstart hingelegt, mit dem man nach der letzten Saison nicht rechnen konnte. Und diese Form wurde zu größten Teilen sogar bis zum Winter durchgehalten. Wer diese Saison mit der letzten vergleicht, wird wohl sicher zu dem Schluss kommen, dass es eine nahezu perfekte Saison war. In diesem speziellen Vergleich mag das auch so sein. Aber gemessen an den Möglichkeiten ist mein Ergebnis ein anderes. Ich bin schon sehr enttäuscht, dass man sich gegen Mannschaften wie Hoffenheim, Hamburg, Köln...wieder so hat vorführen lassen. Es waren unnötige Niederlagen und Unentschieden dabei, bei denen es einfach mal wieder an Einsatz und Konzentration gemangelt hat.
Ich kritisiere nicht die gesamte Saison, das wäre dämlich. Aber hätte man in diesen Spielen einfach mal die Handbremse gelockert, wären locker 10 Punkte mehr drin gewesen. Und was das tabellarisch bedeutet, müssen wir wohl nicht diskutieren.
Manch einer wird jetzt sagen, dass die Jungs so viele Spiele in den Knochen hatten und deshalb nicht mehr konnten. Seh ich anders, denn es gab zwischen diesen unnötigen Patzern auch wieder Glanzspiele. Man hat sich auf dem Platz einfach wieder vom Kampfgeist des Gegners beeindrucken lassen. Ein Symptom, das mir aus den letzten Jahren schmerzlich bekannt vorkommt.
Pokal:
Ja, Elfmeterschießen ist Lotto, das kann passieren. Aber die 120 Minuten davor waren alles, aber kein richtiger Kampf, wie ich ihn eigentlich erwartet hätte. Der Respekt war zu groß, um sich wirklich gegen die Bayern auf den Platz zu stellen und punkten zu wollen. Da gehe ich leider mit Tuchels Aussage nach der PK konform. Einige Konter und Balleroberungen waren einfach zu schlampig ausgespielt. Hätte man hier einfach konsequenter und ordentlicher agiert, wäre das Ding nach 90 Minuten unser gewesen. Oder zumindest hätten die Chancen dafür besser gestanden.
Europa League:
Ich weiß nicht, ob wir den Titel geholt hätten. Aber das Spiel gegen Liverpool war einfach eine Katastrophe. Man rennt diese Mannschaft in Grund und Boden und was passiert? Der Gegner zeigt Kampfgeist und Siegeswille und wir honorieren es MAL WIEDER, indem wir aufhören, Fußball zu spielen. Man kann verlieren, aber nicht so. Wir waren das bessere Team und haben es nicht lange genug auf den Platz gebracht.
Mein Saisonfazit ist also eher durchwachsen. Ich freue mich über die Punktausbeute, die wenigen Verletzten und vor allem darüber, dass Tuchel es schafft zu rotieren, ohne dass gleich das ganze Spielkonzept auf dem Platz zusammenbricht. Das ist ordentlich und darauf kann man aufbauen.
Nur wieder einmal war man zu blöd, seine eigene Arbeit zu belohnen und das Tor ein paar mal mehr zu treffen. Jetzt heißt es erneut "nächste Saison greifen wir wieder an", aber auch dieser Satz hängt mir langsam zum Hals heraus.
Vielleicht ist es ganz gut, dass Leute wie Hummels und Gündogan gehen. Sie lassen sich gerne feiern, aber ziehen sich selbst nie zur Verantwortung, wenn es um Fehler und Niederlagen geht.
Über (eventuell) kommende Talente freue ich mich sehr. Nur hoffe ich eben, dass sie lange genug bleiben, um auch in drei Jahren so gut ins Gefüge zu passen, dass sie mit uns wieder Titel holen. Denn auch in 2-3 Jahren haben die Bayern sicher wieder Bedarf auf einigen Positionen und unsere Spieler tragen ihre Bestellnummern ja scheinbar auf dem Rücken.
Ihr seht, ganz objektiv fällt mein Fazit nicht aus, aber zu 100 % kann ich mit der Saison eben nicht zufrieden sein. Und in Ruhe ein Team für die Zukunft aufzubauen halte ich eben für schwierig, wenn Europa uns nur als Ausbilder sieht und im richtigen Zeitpunkt unsere guten Leute kauft.
Es war eine gute Saison. Nicht mehr, nicht weniger. Um Top zu sein, braucht es den Glauben an sich selbst und den Willen, diesen Glauben durchzudrücken.
Ich will ja nicht als Miesepeter gelten, aber ich bewerte die Saison eben anhand der Möglichkeiten und nicht gemessen an der Saison 14/15.
Ich wollte gerade selber ein Fazit verfassen, sehe hier aber Deinen Beitrag und muss feststellen, dass ich ihn absolut unterschreiben kann!
Ich erwarte für nächste Saison eine ganz klare Ansage, dass man (deutlich) Zweiter werden und nicht bloß die CL-Plätze erreichen will. Zudem sollte man so lange wie möglich an den Roten dranbleiben. Sicherlich muss man auch Fehler aufgrund des neuen Trainers hoffen, um an sie heranzukommen, aber der Abstand sollte dann nicht schon bereits 6+ Punkte betragen.
Und ganz wichtig: Weniger Gegentore. Für einen Meisterschaftsanwärter und sicheren Zweiten ist mir das immer noch zu viel, wenngleich es sich in der Rüpckrunde etwas stabilisiert hat.
Danke, aber da hab ich noch eine etwas andere Meinung. Mit unseren Möglichkeiten hatten wir in diesem Jahr durchaus die Chance, Meister zu werden. Aber dieses öffentliche "dranbleiben" und "zweiter Platz ist super" scheint sich langsam auch bei den Jungs auf dem Platz widerzuspiegeln. Und das gefällt mir eben nicht.
Sicherer Zweiter ist schön und gut, aber man darf ruhig mal ein wenig nach oben schielen und dafür kämpfen, den Bayern mal wieder gefährlich zu werden. Ohne die dummen Patzer in dieser Saison wäre genau das der Fall gewesen.
Das ist richtig und ich eghe da mit. Aber: Was genau willst Du von den Verantwortlichen hören, wenn sie nach den Saisonzielen befragt werden? Leute wie Zorc und Watzke werden wohl niemals sagen: "Ja, wir wollen Meister werden und werden alles dafür tun". Zu groß der Respekt vor Bayern, zu vorsichtig das Gebahren auf dem Transfermarkt, zu große Angst sich im Falle eines 2. oder 3. Platzes an diesen Worten messen lassen zu müssen. Da ist mein o. g. Ziel wohl noch das höchste der Gefühle. Leider.
Ich würde mir auch mehr Abgebrühtheit und weniger Duckmaus- und Versagermentalität wünschen, aber man wird das "sympathischer Underdog"-Image auch selbst dann noch weiterreiten, wenn der buchstäbliche Hund schon seit Jahren begraben liegt. Die Transfers werden, so fürchte ich, auch wieder in diese Kategorie fallen, da war ein Dembélé wahrscheinlich schon das höchste der Gefühle. Dabei wäre jetzt der Zeitpunkt für einen Neuanfang und richtige Offensiven auf dem Transfermarkt. Eine weitere Sasion wie 14/15 wird es nämlich dennoch (vorerst) nicht geben.
Und was heißt Underdog? Für Platz 2 ist man Favorit, den wird man verteidigen wollen.
Für Platz 1 ist man klar Underdog. Schau mal auf's Budget. Da liegt viel eher der "Hund" begraben als in der insgesamt sehr guten Transferpolitik.
"Versagermentalität" hat auf jeden Fall das Potenzial, noch bescheuerter zu sein als "Siegermentalität".
30.05.2016 - 13:55 Uhr
Stimmt, da hat uns Bayern vernichtend mit 51 zu 49% in die Schranken verwiesen. Unfassbar zweikampfschwach waren wir. Deshalb hatten Lewy und Müller - beides bekanntlich Vollpfeifen, die nicht 49 bzw. 44 Scorerpunkte in der Saison gesammelt haben - ja auch zusammen überragende 6 Torschüsse, weil unser Zweikampfverhalten grausam war...
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Starbury1988 am 30.05.2016 um 13:56 Uhr bearbeitet
31.05.2016 - 00:45 Uhr
Das Saison- Fazit fällt bei mir völlig unterschiedlich aus.
Ich möchte hier aber nicht zu ausführlich schreiben um niemanden zu langweilen, sondern einfach nur mein Empfinden ausdrücken.
1. Sportlich gesehen war das was wir an Ergebnissen abgeliefert haben - unter besonderer Berücksichtigung das Tuchel in seinem 1. Jahr bei uns ist, schon besonders. Absolut klasse.
Es wurden aus meiner Sicht im Saisonverlauf aber 2 Dinge klar. Zum Einen, dass Kloppo kein Übertrainer ist, wie ihn viele sehen. Das ist aber nur eine Randbemerkung. Viel mehr stört mich die Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Ich mag diese Art des Ballbesitzfußball - abgekupfert von Pep Guardiola und den Bayern -nicht. Der Ball wird mir viel zu risikoarm in den eigenen Reihen gehalten und teilweise wie beim Handball um den gegnerischen Strafraum gespielt. Es fehlen Überraschungsmoment und Kreativität. Selbst gegen eigentlich hoffnungslos unterlegene Mannschaften kombiniert man sich teilweise zu Tode. Ein sehr unterkühlter Fußball der eigentlich gar nicht nach Dortmund passt.
Vor allem werden wir mit Sicherheit kein ernstzunehmender Bayern-Herausforderer, wenn wir deren System Nachahmen....nur mit dem schlechteren Spielermaterial. Ich wünsche mir einen anderen Spielstil...
2. Finanzielle Situation
Die finanzielle Situation sieht trotz leichter roter Zahlen aufgrund der verpassten CL-Einnahmen klasse aus. Der Verkauf von Hummels und Gündogan werden aber genügend Geld in die Kassen spülen und ich bin recht sicher das wir doch noch schwarze Zahlen schreiben. Hervorragend!
3. Identifikation mit dem Verein
Geärgert habe ich mich dieses Saison darüber, wie man mit Identifikationsfigur des Vereins umgegangen ist. Großkreutz ist für mich persönlich (nicht zwingend sportlich) ein Verlust für den BVB. Die Art und Weise wie man ihn hat gehen lassen, war aus meiner Sicht nicht optimal. Natürlich gehören da immer 2 Seiten zu. Auch der Umgang mit Subotic stimmt mich traurig. Ich habe nicht das Gefühl, dass er vernünftigen Rückhalt im Verein genießt.
Auf dem Spielefeld fehlt mit mittlerweile eine klare Identifikationsfigur...nachdem nun auch Hummels gehen wird. Das finde ich schade. Ich hoffe, dass Sahin in der kommenden Saison dauerhaft fit ist und dann wieder mehr Spielanteile erhält. Auch von Reus erwarte ich mehr in Bezug auf "Identifikationsfigur werden". Da fehlt mir noch etwas. Es fehlt - und diese Entwicklung ist in allen gesellschaftlichen Bereichen zu erkennen - an Charakteren. Miki ist ein klasse Spieler. Wird mich aber mit seiner Persönlichkeit niemals emotional berühren. So geht es mir auch bei Bürki und einigen Andere die sich das Trikot meines Vereins über werfen.
Fazit: Ich hätte eigentlich vermutet, dass mein Fazit weniger kritisch ausfällt. Aber es ist tatsächlich bei mir so, dass ich nicht nur wegen sportlicher Erfolge Fußballfan des BVB bin. Es geht mir um mehr. Um Emotionen und Leidenschaft. Ich möchte mehr Individualität, ich möchte mehr Charisma und Charakter auf dem Platz und weniger Einheitsbrei und Weichspüler-Charme. Da ist klar noch Luft nach oben, daher war es zwar FÜR MICH sportlich eine Klasse Saison....aber so richtig glücklich bin ich nicht.
Ich möchte hier aber nicht zu ausführlich schreiben um niemanden zu langweilen, sondern einfach nur mein Empfinden ausdrücken.
1. Sportlich gesehen war das was wir an Ergebnissen abgeliefert haben - unter besonderer Berücksichtigung das Tuchel in seinem 1. Jahr bei uns ist, schon besonders. Absolut klasse.
Es wurden aus meiner Sicht im Saisonverlauf aber 2 Dinge klar. Zum Einen, dass Kloppo kein Übertrainer ist, wie ihn viele sehen. Das ist aber nur eine Randbemerkung. Viel mehr stört mich die Art und Weise, wie wir Fußball spielen. Ich mag diese Art des Ballbesitzfußball - abgekupfert von Pep Guardiola und den Bayern -nicht. Der Ball wird mir viel zu risikoarm in den eigenen Reihen gehalten und teilweise wie beim Handball um den gegnerischen Strafraum gespielt. Es fehlen Überraschungsmoment und Kreativität. Selbst gegen eigentlich hoffnungslos unterlegene Mannschaften kombiniert man sich teilweise zu Tode. Ein sehr unterkühlter Fußball der eigentlich gar nicht nach Dortmund passt.
Vor allem werden wir mit Sicherheit kein ernstzunehmender Bayern-Herausforderer, wenn wir deren System Nachahmen....nur mit dem schlechteren Spielermaterial. Ich wünsche mir einen anderen Spielstil...
2. Finanzielle Situation
Die finanzielle Situation sieht trotz leichter roter Zahlen aufgrund der verpassten CL-Einnahmen klasse aus. Der Verkauf von Hummels und Gündogan werden aber genügend Geld in die Kassen spülen und ich bin recht sicher das wir doch noch schwarze Zahlen schreiben. Hervorragend!
3. Identifikation mit dem Verein
Geärgert habe ich mich dieses Saison darüber, wie man mit Identifikationsfigur des Vereins umgegangen ist. Großkreutz ist für mich persönlich (nicht zwingend sportlich) ein Verlust für den BVB. Die Art und Weise wie man ihn hat gehen lassen, war aus meiner Sicht nicht optimal. Natürlich gehören da immer 2 Seiten zu. Auch der Umgang mit Subotic stimmt mich traurig. Ich habe nicht das Gefühl, dass er vernünftigen Rückhalt im Verein genießt.
Auf dem Spielefeld fehlt mit mittlerweile eine klare Identifikationsfigur...nachdem nun auch Hummels gehen wird. Das finde ich schade. Ich hoffe, dass Sahin in der kommenden Saison dauerhaft fit ist und dann wieder mehr Spielanteile erhält. Auch von Reus erwarte ich mehr in Bezug auf "Identifikationsfigur werden". Da fehlt mir noch etwas. Es fehlt - und diese Entwicklung ist in allen gesellschaftlichen Bereichen zu erkennen - an Charakteren. Miki ist ein klasse Spieler. Wird mich aber mit seiner Persönlichkeit niemals emotional berühren. So geht es mir auch bei Bürki und einigen Andere die sich das Trikot meines Vereins über werfen.
Fazit: Ich hätte eigentlich vermutet, dass mein Fazit weniger kritisch ausfällt. Aber es ist tatsächlich bei mir so, dass ich nicht nur wegen sportlicher Erfolge Fußballfan des BVB bin. Es geht mir um mehr. Um Emotionen und Leidenschaft. Ich möchte mehr Individualität, ich möchte mehr Charisma und Charakter auf dem Platz und weniger Einheitsbrei und Weichspüler-Charme. Da ist klar noch Luft nach oben, daher war es zwar FÜR MICH sportlich eine Klasse Saison....aber so richtig glücklich bin ich nicht.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von realHolzkopf am 31.05.2016 um 00:49 Uhr bearbeitet
01.06.2016 - 10:16 Uhr
Ich machs ganz kurz:
Geile Saison. Überraschend dominant am Anfang, auch wenns da noch hier und da ein paar mal ordentlich hakte- speziell in der EL oder beim ***** tritt der Bayern. Danach immer solider, stärker, konstanter. Zum Ende fehlte ein bisschen die Puste.
Ich könnte auch nicht glauben, wenn jemand sagt er sei unzufrieden mit der Saison.
Klar, ich bin auch angepi***, dass es am Ende für keinen Titel reichte. Pool tat am meisten weh, DFB Pokal war am nähesten dran. Lehren ziehen, Motivation schöpfen, neue Saison rocken!
Nur 1 muss ich noch anmerken, was in mehrern Freds hier ja auch durchgekaut wurde. Nen richtigen "agressive-Leader" brauchen wir trotzdem noch. Scheint so als wolle man Weigl dahin"züchten", aber da MUSS in meinen Augen diese Saison noch was passieren, denn Jule brauch sicher noch 1 2 3 Jahre.
Unterm Strich: Vielen Dank (auch wenns hier und da mal weh tat)
Wer keine Niederlagen kennt, kann auch im Sieg nicht feiern.
Geile Saison. Überraschend dominant am Anfang, auch wenns da noch hier und da ein paar mal ordentlich hakte- speziell in der EL oder beim ***** tritt der Bayern. Danach immer solider, stärker, konstanter. Zum Ende fehlte ein bisschen die Puste.
Ich könnte auch nicht glauben, wenn jemand sagt er sei unzufrieden mit der Saison.
Klar, ich bin auch angepi***, dass es am Ende für keinen Titel reichte. Pool tat am meisten weh, DFB Pokal war am nähesten dran. Lehren ziehen, Motivation schöpfen, neue Saison rocken!
Nur 1 muss ich noch anmerken, was in mehrern Freds hier ja auch durchgekaut wurde. Nen richtigen "agressive-Leader" brauchen wir trotzdem noch. Scheint so als wolle man Weigl dahin"züchten", aber da MUSS in meinen Augen diese Saison noch was passieren, denn Jule brauch sicher noch 1 2 3 Jahre.
Unterm Strich: Vielen Dank (auch wenns hier und da mal weh tat)
Wer keine Niederlagen kennt, kann auch im Sieg nicht feiern.
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