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Said El Mala
Geburtsdatum 26.08.2006
Alter 19
Nat. Deutschland  Deutschland
Größe 1,87m
Vertrag bis 30.06.2031
Position Linksaußen
Fuß beidfüßig
Akt. Verein 1.FC Köln

Leistungsdaten: 25/26

Said El Mala [10]

23.06.2025 - 18:23 Uhr
Said El Mala [10] |#41
24.06.2025 - 13:15 Uhr
Zitat von LuLuLu
Zitat von Geissboeckchen

Zitat von KoelnFan_96

Zitat von LuLuLu

Ich würde es ganz salopp so zusammenfassen: Said El Mala muss der FC bzw. der Trainer kommende Saison bringen, ohne ihn dabei aber zum Hoffnungsträger zu machen oder besonders viel von ihm zu erwarten. Das gilt natürlich auch gerade in Richtung Fans.


Ich denke das ist der springende Punkt in der vorangegangen Mini-Diskussion.

Wer denkt Spielzeit schadet einem Talent, der möge mit mal die Zusammenhänge erklären. Was sicher schaden kann ist die gesamte Verantwortung aufgebürdet zu bekommen. Aber jemanden nicht einzuwechseln um ihn nicht zu verheizen? Die Logik ist für mich verquer.


Man muss solche Themen ja immer als gesamtes sehen. Harald hat es eigentlich perfekt zusammengefasst. Es gehört eben nicht "nur" und ausschließlich das sportliche (also Spielzeit) dazu, sondern auch einige andere im Profisport unabdingbare Softskills. Da liegt es dann an diversen Faktoren, die man gemeinsam als Verein und Spieler zusammenbringen muss = Spielzeit, Druck, Belastung, Erwartungshaltung etc. pp.

Wenn man nur und ausschließlich das sportliche betrachtet, ist mehr Spielzeit natürlich immer wichtig für die Entwicklung.

Und da jeder Mensch nunmal unterschiedlich tickt / denkt / fühlt/ empfindet, können unterschiedliche Rahmenbedingungen für jeden einzelnen Spieler unterschiedlich wirken.

Was trotzdem nicht dafür spricht, dass man einen 19jährigen mit - sagen wir - 20 Jokereinsätzen direkt "verheizen" würde. In welcher Welt, frage ich mich. Diese Jungs wollen ja auch spielen und nicht erstmal in der Regionalligamannschaft geparkt werden, bis sie 21 Jahre alt sind.

Ich meine so lange Maina hier spielt, wird El Mala sowieso erstmal nur Ersatz sein. Verstehe den Stress daher nicht so wirklich. Klar gibt es immer mal wieder Fälle wie Deisler, aber die sind halt auch eher eine Ausnahme und bei denen lag es auch nicht unbedingt an den Einsätzen, sondern eben an ganz anderen Faktoren.


Es geht nicht darum, dem Talent Spielzeit vorzuenthalten, sondern dass man dem jungen Spieler noch nicht zu viel abverlangt. Wenn man es mit einem jungen talentierten Sportler ernst meint, um ihm einen sportlich erfolgreichen Weg zu ebnen, dann wählt man einen behutsamen Aufbau, wozu extrem viel Feingefühl gehört. Die Behauptung, zu viel Spielzeit hat noch keinem Talent geschadet, ist falsch. Egal, wieviel die jungen Spieler wollen, es geht auch darum, sie vor sich selbst und den anderen Faktoren, dem ganzen Trubel zu schützen.
Deisler hat es in seinem Buch klar beschrieben, man hat ihn schon früh in eine Rolle gesteckt, in die er sich noch nicht sah. Er mußte spielen, obwohl er sich zwischenzeitlich nicht danach fühlte. Der Druck, Erwartungen erfüllen zu müssen, seinen eigenen Ehrgeiz zu befriedigen, hat ihn krank gemacht. Es gibt aber noch andere Beispiele. Marko Marin erzählte mal, dass die Borussia in ihm früh das schnelle Geld sah und so wurde er immer wieder unter Druck gesetzt. In Brasilien sieht jeder zweite 17 Jährige als der kommende Weltstar aus und so geht man mit ihnen auch um, das schnelle Geld wird gewittert. Alexandre Pato beklagte den Umgang mit ihm als junger Heranwachsende, Ibrahim Afellay sollte Eindhoven auf seinen Schultern tragen, Ben Arfa war schon früh der neue Zidane, Januzaj der neue Beckham. Alle erzählen in ihren gescheiterten Karrieren das gleiche. Sie waren jung, sie wollten zu viel, keiner hat sie vor sich selber geschützt und wurden immens unter Druck gesetzt.

•     •     •

«Wichtig ist auch, dass der Mannschaftsbus vorwärts ins Müngersdorfer Stadion fährt.»
«Dalis sind gar nicht so teuer, wie der Laie vermutet.»
«koelsche-ziege.de»
«come-on-fc.com»
Said El Mala [10] |#42
24.06.2025 - 13:43 Uhr
Wichtig ist ja auch dass es einen funktionierenden Core gibt - Spieler wie Hector die einem etwas Druck abnehmen können.

El Mala ist ein toller Kicker, aber wir wissen doch alle: Er wird - egal wie viele Spiele er nächste Saison bestreitet - auch einige Spiele dabei haben die wirklich nicht gut sein werden. Und das ist für sein Alter völlig normal. Aber so sollte man ihn auch einsetzen können. Deshalb ist das Kadermanagement hier absolut gefragt - Maina und Mr. X auf seiner Position sollten erstmal vor ihm sein und er kann gerne Woche für Woche seine Einsätze bekommen. Gerne sogar. Und wenn er nach einem halben Jahr besser ist als jeder andere im Kader - super gerne. Aber gerade wenn du gegen den Abstieg spielst kann es eben auch schon mal passieren dass es nicht so läuft wie gewünscht und dann darf das niemals an einem 18jährigen liegen.

Und es redet niemand davon dass er erstmal 3 Jahre in der 2. kicken soll. Im Gegenteil - ich würde ihn liebend gerne regelmäßig sehen.

•     •     •

Come On Effzeh!
Said El Mala [10] |#43
24.06.2025 - 13:58 Uhr
Zitat von Harald_Konopka
Zitat von LuLuLu

Zitat von Geissboeckchen

Zitat von KoelnFan_96

Zitat von LuLuLu

Ich würde es ganz salopp so zusammenfassen: Said El Mala muss der FC bzw. der Trainer kommende Saison bringen, ohne ihn dabei aber zum Hoffnungsträger zu machen oder besonders viel von ihm zu erwarten. Das gilt natürlich auch gerade in Richtung Fans.


Ich denke das ist der springende Punkt in der vorangegangen Mini-Diskussion.

Wer denkt Spielzeit schadet einem Talent, der möge mit mal die Zusammenhänge erklären. Was sicher schaden kann ist die gesamte Verantwortung aufgebürdet zu bekommen. Aber jemanden nicht einzuwechseln um ihn nicht zu verheizen? Die Logik ist für mich verquer.


Man muss solche Themen ja immer als gesamtes sehen. Harald hat es eigentlich perfekt zusammengefasst. Es gehört eben nicht "nur" und ausschließlich das sportliche (also Spielzeit) dazu, sondern auch einige andere im Profisport unabdingbare Softskills. Da liegt es dann an diversen Faktoren, die man gemeinsam als Verein und Spieler zusammenbringen muss = Spielzeit, Druck, Belastung, Erwartungshaltung etc. pp.

Wenn man nur und ausschließlich das sportliche betrachtet, ist mehr Spielzeit natürlich immer wichtig für die Entwicklung.

Und da jeder Mensch nunmal unterschiedlich tickt / denkt / fühlt/ empfindet, können unterschiedliche Rahmenbedingungen für jeden einzelnen Spieler unterschiedlich wirken.

Was trotzdem nicht dafür spricht, dass man einen 19jährigen mit - sagen wir - 20 Jokereinsätzen direkt "verheizen" würde. In welcher Welt, frage ich mich. Diese Jungs wollen ja auch spielen und nicht erstmal in der Regionalligamannschaft geparkt werden, bis sie 21 Jahre alt sind.

Ich meine so lange Maina hier spielt, wird El Mala sowieso erstmal nur Ersatz sein. Verstehe den Stress daher nicht so wirklich. Klar gibt es immer mal wieder Fälle wie Deisler, aber die sind halt auch eher eine Ausnahme und bei denen lag es auch nicht unbedingt an den Einsätzen, sondern eben an ganz anderen Faktoren.


Es geht nicht darum, dem Talent Spielzeit vorzuenthalten, sondern dass man dem jungen Spieler noch nicht zu viel abverlangt. Wenn man es mit einem jungen talentierten Sportler ernst meint, um ihm einen sportlich erfolgreichen Weg zu ebnen, dann wählt man einen behutsamen Aufbau, wozu extrem viel Feingefühl gehört. Die Behauptung, zu viel Spielzeit hat noch keinem Talent geschadet, ist falsch. Egal, wieviel die jungen Spieler wollen, es geht auch darum, sie vor sich selbst und den anderen Faktoren, dem ganzen Trubel zu schützen.
Deisler hat es in seinem Buch klar beschrieben, man hat ihn schon früh in eine Rolle gesteckt, in die er sich noch nicht sah. Er mußte spielen, obwohl er sich zwischenzeitlich nicht danach fühlte. Der Druck, Erwartungen erfüllen zu müssen, seinen eigenen Ehrgeiz zu befriedigen, hat ihn krank gemacht. Es gibt aber noch andere Beispiele. Marko Marin erzählte mal, dass die Borussia in ihm früh das schnelle Geld sah und so wurde er immer wieder unter Druck gesetzt. In Brasilien sieht jeder zweite 17 Jährige als der kommende Weltstar aus und so geht man mit ihnen auch um, das schnelle Geld wird gewittert. Alexandre Pato beklagte den Umgang mit ihm als junger Heranwachsende, Ibrahim Afellay sollte Eindhoven auf seinen Schultern tragen, Ben Arfa war schon früh der neue Zidane, Januzaj der neue Beckham. Alle erzählen in ihren gescheiterten Karrieren das gleiche. Sie waren jung, sie wollten zu viel, keiner hat sie vor sich selber geschützt und wurden immens unter Druck gesetzt.


Was heißt denn zu viel abverlangen? Es geht doch nur darum, dass der Junge, sofern er mental und gesundheitlich bereit ist, regelmäßige Spielzeit bekommt und Erfahrungen sammeln kann. Er hat gezeigt, dass er sportlich in der Lage ist Herrenfussball auf Profiniveau zu spielen und sollte deshalb und aufgrund seines Talents jetzt auch in den engeren Kreis (zumindest Spieltagskader) der Profimannschaft integriert werden. Und da geht’s jetzt nicht darum, dass der jedes Spiel macht.

Deine Beispiele empfinde ich zwar als sehr extrem und verglichen mit den Jungs die es dann schaffen sind es immer noch Einzelfälle, aber genau hier sehe ich in unserem Fall tatsächlich ebenfalls das größte Problem.

So blöd das klingt und so gut die Stimmung im Müngersdorfer oft auch ist, die Reaktion der Heimfans gegenüber der eigenen Mannschaft ist öfters auch mal ungünstig, manche würden es sogar toxisch nennen. Ich sehe und höre das raunen, schreien und gemeckere schon vor mir, wenn der Junge dann mal ein par 1 auf 1 Duelle verliert.

Dazu kommt dann noch die heimische Presse, die dann eventuell früher oder später vom kölschen Messi schreibt und so auch eine extreme Erwartungshaltung

Da müssen die Verantwortlichen definitiv ein Auge drauf haben und ihn ggf. auch schützen.
Said El Mala [10] |#44
24.06.2025 - 15:02 Uhr
Zitat von Mehrwegbecher
Zitat von Harald_Konopka

Zitat von LuLuLu

Zitat von Geissboeckchen

Zitat von KoelnFan_96

Zitat von LuLuLu

Ich würde es ganz salopp so zusammenfassen: Said El Mala muss der FC bzw. der Trainer kommende Saison bringen, ohne ihn dabei aber zum Hoffnungsträger zu machen oder besonders viel von ihm zu erwarten. Das gilt natürlich auch gerade in Richtung Fans.


Ich denke das ist der springende Punkt in der vorangegangen Mini-Diskussion.

Wer denkt Spielzeit schadet einem Talent, der möge mit mal die Zusammenhänge erklären. Was sicher schaden kann ist die gesamte Verantwortung aufgebürdet zu bekommen. Aber jemanden nicht einzuwechseln um ihn nicht zu verheizen? Die Logik ist für mich verquer.


Man muss solche Themen ja immer als gesamtes sehen. Harald hat es eigentlich perfekt zusammengefasst. Es gehört eben nicht "nur" und ausschließlich das sportliche (also Spielzeit) dazu, sondern auch einige andere im Profisport unabdingbare Softskills. Da liegt es dann an diversen Faktoren, die man gemeinsam als Verein und Spieler zusammenbringen muss = Spielzeit, Druck, Belastung, Erwartungshaltung etc. pp.

Wenn man nur und ausschließlich das sportliche betrachtet, ist mehr Spielzeit natürlich immer wichtig für die Entwicklung.

Und da jeder Mensch nunmal unterschiedlich tickt / denkt / fühlt/ empfindet, können unterschiedliche Rahmenbedingungen für jeden einzelnen Spieler unterschiedlich wirken.

Was trotzdem nicht dafür spricht, dass man einen 19jährigen mit - sagen wir - 20 Jokereinsätzen direkt "verheizen" würde. In welcher Welt, frage ich mich. Diese Jungs wollen ja auch spielen und nicht erstmal in der Regionalligamannschaft geparkt werden, bis sie 21 Jahre alt sind.

Ich meine so lange Maina hier spielt, wird El Mala sowieso erstmal nur Ersatz sein. Verstehe den Stress daher nicht so wirklich. Klar gibt es immer mal wieder Fälle wie Deisler, aber die sind halt auch eher eine Ausnahme und bei denen lag es auch nicht unbedingt an den Einsätzen, sondern eben an ganz anderen Faktoren.


Es geht nicht darum, dem Talent Spielzeit vorzuenthalten, sondern dass man dem jungen Spieler noch nicht zu viel abverlangt. Wenn man es mit einem jungen talentierten Sportler ernst meint, um ihm einen sportlich erfolgreichen Weg zu ebnen, dann wählt man einen behutsamen Aufbau, wozu extrem viel Feingefühl gehört. Die Behauptung, zu viel Spielzeit hat noch keinem Talent geschadet, ist falsch. Egal, wieviel die jungen Spieler wollen, es geht auch darum, sie vor sich selbst und den anderen Faktoren, dem ganzen Trubel zu schützen.
Deisler hat es in seinem Buch klar beschrieben, man hat ihn schon früh in eine Rolle gesteckt, in die er sich noch nicht sah. Er mußte spielen, obwohl er sich zwischenzeitlich nicht danach fühlte. Der Druck, Erwartungen erfüllen zu müssen, seinen eigenen Ehrgeiz zu befriedigen, hat ihn krank gemacht. Es gibt aber noch andere Beispiele. Marko Marin erzählte mal, dass die Borussia in ihm früh das schnelle Geld sah und so wurde er immer wieder unter Druck gesetzt. In Brasilien sieht jeder zweite 17 Jährige als der kommende Weltstar aus und so geht man mit ihnen auch um, das schnelle Geld wird gewittert. Alexandre Pato beklagte den Umgang mit ihm als junger Heranwachsende, Ibrahim Afellay sollte Eindhoven auf seinen Schultern tragen, Ben Arfa war schon früh der neue Zidane, Januzaj der neue Beckham. Alle erzählen in ihren gescheiterten Karrieren das gleiche. Sie waren jung, sie wollten zu viel, keiner hat sie vor sich selber geschützt und wurden immens unter Druck gesetzt.


Was heißt denn zu viel abverlangen? Es geht doch nur darum, dass der Junge, sofern er mental und gesundheitlich bereit ist, regelmäßige Spielzeit bekommt und Erfahrungen sammeln kann. Er hat gezeigt, dass er sportlich in der Lage ist Herrenfussball auf Profiniveau zu spielen und sollte deshalb und aufgrund seines Talents jetzt auch in den engeren Kreis (zumindest Spieltagskader) der Profimannschaft integriert werden. Und da geht’s jetzt nicht darum, dass der jedes Spiel macht.

Deine Beispiele empfinde ich zwar als sehr extrem und verglichen mit den Jungs die es dann schaffen sind es immer noch Einzelfälle, aber genau hier sehe ich in unserem Fall tatsächlich ebenfalls das größte Problem.

So blöd das klingt und so gut die Stimmung im Müngersdorfer oft auch ist, die Reaktion der Heimfans gegenüber der eigenen Mannschaft ist öfters auch mal ungünstig, manche würden es sogar toxisch nennen. Ich sehe und höre das raunen, schreien und gemeckere schon vor mir, wenn der Junge dann mal ein par 1 auf 1 Duelle verliert.

Dazu kommt dann noch die heimische Presse, die dann eventuell früher oder später vom kölschen Messi schreibt und so auch eine extreme Erwartungshaltung

Da müssen die Verantwortlichen definitiv ein Auge drauf haben und ihn ggf. auch schützen.



Es ist eben wichtig ein geerdetes Umfeld zu haben und auch eine Idee zu haben, was man ggf. auch abseits vom Profifußball (beruflich) machen kann.

Am Ende ist Fußball eine moderne Art „Brot und Spiele“ , bei dem eine absolute Leistungsorientierung greift. Das ist im wahrsten Sinne der Preis, ob man der gefeierte Held oder der gefallene Stern ist. Das ist, wofür die Leute bezahlen und die Spieler und nicht selten auch Umfeld und Familie in sehr frühen Jahren das Geld sehen.

Bei allen Positiven seitens des frühen förderns in NLZs mit optimalen Bedingungen. Das fördert das Leben in der Bubble und entkoppelt vom „normalen Umfeld“.

Gerade bei den ElMalas sehe ich das aber wenig gegeben. Die hatten beide schon mit dem Thema abgeschlossen; haben offensichtlich Freunde auf dem Bolzplatz und Kontakt zur realen Welt, bei denen nicht 100 Euro wetteinsatz läuft, ob im mannschaftshotel der Aufzug links oder rechts kommt (war wohl mal ein beliebtes Spielchen in fussballerkreisen)

Und das legendäre FC Umfeld ist doch schon längst total harmlos. Wann war der letzte Aufstand am Marathon Tor? Kennen die meisten doch gar nicht mehr. War früher ein „beliebter“ Treff zwinker
Said El Mala [10] |#45
24.06.2025 - 17:40 Uhr
Zitat von Socceroo_FC
Zitat von Mehrwegbecher

Zitat von Harald_Konopka

Zitat von LuLuLu

Zitat von Geissboeckchen

Zitat von KoelnFan_96

Zitat von LuLuLu

Ich würde es ganz salopp so zusammenfassen: Said El Mala muss der FC bzw. der Trainer kommende Saison bringen, ohne ihn dabei aber zum Hoffnungsträger zu machen oder besonders viel von ihm zu erwarten. Das gilt natürlich auch gerade in Richtung Fans.


Ich denke das ist der springende Punkt in der vorangegangen Mini-Diskussion.

Wer denkt Spielzeit schadet einem Talent, der möge mit mal die Zusammenhänge erklären. Was sicher schaden kann ist die gesamte Verantwortung aufgebürdet zu bekommen. Aber jemanden nicht einzuwechseln um ihn nicht zu verheizen? Die Logik ist für mich verquer.


Man muss solche Themen ja immer als gesamtes sehen. Harald hat es eigentlich perfekt zusammengefasst. Es gehört eben nicht "nur" und ausschließlich das sportliche (also Spielzeit) dazu, sondern auch einige andere im Profisport unabdingbare Softskills. Da liegt es dann an diversen Faktoren, die man gemeinsam als Verein und Spieler zusammenbringen muss = Spielzeit, Druck, Belastung, Erwartungshaltung etc. pp.

Wenn man nur und ausschließlich das sportliche betrachtet, ist mehr Spielzeit natürlich immer wichtig für die Entwicklung.

Und da jeder Mensch nunmal unterschiedlich tickt / denkt / fühlt/ empfindet, können unterschiedliche Rahmenbedingungen für jeden einzelnen Spieler unterschiedlich wirken.

Was trotzdem nicht dafür spricht, dass man einen 19jährigen mit - sagen wir - 20 Jokereinsätzen direkt "verheizen" würde. In welcher Welt, frage ich mich. Diese Jungs wollen ja auch spielen und nicht erstmal in der Regionalligamannschaft geparkt werden, bis sie 21 Jahre alt sind.

Ich meine so lange Maina hier spielt, wird El Mala sowieso erstmal nur Ersatz sein. Verstehe den Stress daher nicht so wirklich. Klar gibt es immer mal wieder Fälle wie Deisler, aber die sind halt auch eher eine Ausnahme und bei denen lag es auch nicht unbedingt an den Einsätzen, sondern eben an ganz anderen Faktoren.


Es geht nicht darum, dem Talent Spielzeit vorzuenthalten, sondern dass man dem jungen Spieler noch nicht zu viel abverlangt. Wenn man es mit einem jungen talentierten Sportler ernst meint, um ihm einen sportlich erfolgreichen Weg zu ebnen, dann wählt man einen behutsamen Aufbau, wozu extrem viel Feingefühl gehört. Die Behauptung, zu viel Spielzeit hat noch keinem Talent geschadet, ist falsch. Egal, wieviel die jungen Spieler wollen, es geht auch darum, sie vor sich selbst und den anderen Faktoren, dem ganzen Trubel zu schützen.
Deisler hat es in seinem Buch klar beschrieben, man hat ihn schon früh in eine Rolle gesteckt, in die er sich noch nicht sah. Er mußte spielen, obwohl er sich zwischenzeitlich nicht danach fühlte. Der Druck, Erwartungen erfüllen zu müssen, seinen eigenen Ehrgeiz zu befriedigen, hat ihn krank gemacht. Es gibt aber noch andere Beispiele. Marko Marin erzählte mal, dass die Borussia in ihm früh das schnelle Geld sah und so wurde er immer wieder unter Druck gesetzt. In Brasilien sieht jeder zweite 17 Jährige als der kommende Weltstar aus und so geht man mit ihnen auch um, das schnelle Geld wird gewittert. Alexandre Pato beklagte den Umgang mit ihm als junger Heranwachsende, Ibrahim Afellay sollte Eindhoven auf seinen Schultern tragen, Ben Arfa war schon früh der neue Zidane, Januzaj der neue Beckham. Alle erzählen in ihren gescheiterten Karrieren das gleiche. Sie waren jung, sie wollten zu viel, keiner hat sie vor sich selber geschützt und wurden immens unter Druck gesetzt.


Was heißt denn zu viel abverlangen? Es geht doch nur darum, dass der Junge, sofern er mental und gesundheitlich bereit ist, regelmäßige Spielzeit bekommt und Erfahrungen sammeln kann. Er hat gezeigt, dass er sportlich in der Lage ist Herrenfussball auf Profiniveau zu spielen und sollte deshalb und aufgrund seines Talents jetzt auch in den engeren Kreis (zumindest Spieltagskader) der Profimannschaft integriert werden. Und da geht’s jetzt nicht darum, dass der jedes Spiel macht.

Deine Beispiele empfinde ich zwar als sehr extrem und verglichen mit den Jungs die es dann schaffen sind es immer noch Einzelfälle, aber genau hier sehe ich in unserem Fall tatsächlich ebenfalls das größte Problem.

So blöd das klingt und so gut die Stimmung im Müngersdorfer oft auch ist, die Reaktion der Heimfans gegenüber der eigenen Mannschaft ist öfters auch mal ungünstig, manche würden es sogar toxisch nennen. Ich sehe und höre das raunen, schreien und gemeckere schon vor mir, wenn der Junge dann mal ein par 1 auf 1 Duelle verliert.

Dazu kommt dann noch die heimische Presse, die dann eventuell früher oder später vom kölschen Messi schreibt und so auch eine extreme Erwartungshaltung

Da müssen die Verantwortlichen definitiv ein Auge drauf haben und ihn ggf. auch schützen.



Es ist eben wichtig ein geerdetes Umfeld zu haben und auch eine Idee zu haben, was man ggf. auch abseits vom Profifußball (beruflich) machen kann.

Am Ende ist Fußball eine moderne Art „Brot und Spiele“ , bei dem eine absolute Leistungsorientierung greift. Das ist im wahrsten Sinne der Preis, ob man der gefeierte Held oder der gefallene Stern ist. Das ist, wofür die Leute bezahlen und die Spieler und nicht selten auch Umfeld und Familie in sehr frühen Jahren das Geld sehen.

Bei allen Positiven seitens des frühen förderns in NLZs mit optimalen Bedingungen. Das fördert das Leben in der Bubble und entkoppelt vom „normalen Umfeld“.

Gerade bei den ElMalas sehe ich das aber wenig gegeben. Die hatten beide schon mit dem Thema abgeschlossen; haben offensichtlich Freunde auf dem Bolzplatz und Kontakt zur realen Welt, bei denen nicht 100 Euro wetteinsatz läuft, ob im mannschaftshotel der Aufzug links oder rechts kommt (war wohl mal ein beliebtes Spielchen in fussballerkreisen)

Und das legendäre FC Umfeld ist doch schon längst total harmlos. Wann war der letzte Aufstand am Marathon Tor? Kennen die meisten doch gar nicht mehr. War früher ein „beliebter“ Treff zwinker


Da gibt's ja nicht nicht mal mehr ein Gitter an dem man rütteln kann zwinker
Said El Mala [10] |#46
24.06.2025 - 18:18 Uhr
Verheizen komnt einem Burnout gleich.

•     •     •

🍀
Said El Mala [10] |#47
24.06.2025 - 19:04 Uhr
Zum Thema "Verheizen" sehe ich zwei Faktoren:

1) Welchen Charakter hat ein Spieler?

Ich glaube, dass dies einer der wichtigsten und gleichzeitig unsichtbarsten Faktoren bei einer Karriere ist:

Ist man verträglich und belehrbar oder wird man schnell arrogant bzw. steigt einem schneller Erfolg auch schnell zu Kopf?
Macht man sich selbst nach einem Fehler selbst verrückt oder ist man da resilient?
Braucht man das gepamperte Schokoladen-Fluss-Umfeld oder kann man auch wenn in der Mannschaft gar nichts passt zumindest eine Durchschnittsleistung abliefern?
Muss mein Trainer gleichzeitig mein Therapeut sein oder braucht er mir nur taktische Anweisungen zu geben?

Viele verstehen gar nicht wie wichtig solche Faktoren sind (da meine ich jetzt hauptsächlich Fußballer, gilt aber genauso für jeden Uni-Absolventen, der eine größere Karriere anstrebt). Diese Faktoren sind viel wichtiger als ein paar Prozent mehr Zauberfuß beim Talent. Es gibt genau aus diesen Gründen Unmengen an Ewigen Talenten oder Spielern, die nur bei einem Verein funktionieren.

2) Was wird von einem Spieler erwartet?

Ich kann offensichtlich nicht einen Pauli einfach zum Abwehr-Chef ernennen und "mach mal" sagen, um es mir selbst einfach zu machen. Selbst wenn die obigen Faktoren alle stimmen, muss man hier zumindest ein bißchen auf die Spieler aufpassen. Auch hier sehe ich gerade wieder erschreckende Parallelen zum Arbeitsalltag, aber diese Gefahr gibt es meiner Ansicht nach bei El Mala gar nicht. Der Junge hat einfach Lust auf Fußball und niemand wird im am Ende vorwerfen, dass er "nur" 10 Scorer hatte, wenn wir im tiefsten Abstiegssumpf stecken.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von steklo2 am 24.06.2025 um 19:06 Uhr bearbeitet
Said El Mala [10] |#48
24.06.2025 - 20:14 Uhr
Zitat von Mehrwegbecher
. Was heißt denn zu viel abverlangen? Es geht doch nur darum, dass der Junge, sofern er mental und gesundheitlich bereit ist, regelmäßige Spielzeit bekommt und Erfahrungen sammeln kann. Er hat gezeigt, dass er sportlich in der Lage ist Herrenfussball auf Profiniveau zu spielen und sollte deshalb und aufgrund seines Talents jetzt auch in den engeren Kreis (zumindest Spieltagskader) der Profimannschaft integriert werden.

Darauf hat der User @Gatwick eben nie abgezielt. Es ging ihm viel mehr darum, auf teufel komm raus El Mala spielen zu lassen, ansonsten schmeißen wir halt den Trainer raus. So hab ja nicht nur ich es vernommen, sondern eben viele andere hier auch.

Wir sind uns glaube ich alle einig, das El Mala die Fantasie bei uns anregt, eine grandiose Karriere hinzulegen.
Er hat es bei Viktoria in Liga 3 gezeigt und bei der U19 EM.

Das ist aber natürlich nicht eine Bescheinigung dafür, dass er in Liga 1 jetzt ebenfalls durchstartet. So realistisch sollte man schon sein, dass man das abschätzen kann, dass hier ein Riesen Niveau Unterschied ist.

Said wird diese Saison zwangsweise auf Spielzeit kommen, die Frage ist wie viel. Das hängt zum einen vom Trainer ab (wobei ich bei kwasniok das Gefühl habe, dass das an ihm voranging nicht liegen wird - ich hoffe ich täusche mich nicht 😂), aber vor allem vom Spieler selbst. Er muss sich auch gegen die Konkurrenz durchsetzen können. Gerade auf Links hat Said gute Konkurrenz.

Man sollte sich auf ihn freuen und auch euphorisch sein, aber bitte nicht illusionär.
Said El Mala [10] |#49
25.06.2025 - 08:29 Uhr
Beim ganzen, auch irgendwo berechtigten Hype, sollte man gerade die U19 EM betreffend, nicht vergessen, dass die größten Talente das Jahrgangs da gar nicht mitspielen, sondern je nach Land schon bei der a Mannschaft, bei der U21 oder ggf. Bei der Club WM rumturnen... El Mala ist sicher sehr gut und vielversprechend, aber nicht der absolute Weltstar seines Jahrgangs, weil er bei der EM überragt hat - muss er aber auch nicht!

•     •     •

ich bin nicht Domspatz sondern D0Mspatz, mit einer Null =)
Said El Mala [10] |#50
25.06.2025 - 08:51 Uhr
Zitat von LuLuLu

Es geht nicht darum, dem Talent Spielzeit vorzuenthalten, sondern dass man dem jungen Spieler noch nicht zu viel abverlangt. Wenn man es mit einem jungen talentierten Sportler ernst meint, um ihm einen sportlich erfolgreichen Weg zu ebnen, dann wählt man einen behutsamen Aufbau, wozu extrem viel Feingefühl gehört. Die Behauptung, zu viel Spielzeit hat noch keinem Talent geschadet, ist falsch. Egal, wieviel die jungen Spieler wollen, es geht auch darum, sie vor sich selbst und den anderen Faktoren, dem ganzen Trubel zu schützen.
Deisler hat es in seinem Buch klar beschrieben, man hat ihn schon früh in eine Rolle gesteckt, in die er sich noch nicht sah. Er mußte spielen, obwohl er sich zwischenzeitlich nicht danach fühlte. Der Druck, Erwartungen erfüllen zu müssen, seinen eigenen Ehrgeiz zu befriedigen, hat ihn krank gemacht. Es gibt aber noch andere Beispiele. Marko Marin erzählte mal, dass die Borussia in ihm früh das schnelle Geld sah und so wurde er immer wieder unter Druck gesetzt. In Brasilien sieht jeder zweite 17 Jährige als der kommende Weltstar aus und so geht man mit ihnen auch um, das schnelle Geld wird gewittert. Alexandre Pato beklagte den Umgang mit ihm als junger Heranwachsende, Ibrahim Afellay sollte Eindhoven auf seinen Schultern tragen, Ben Arfa war schon früh der neue Zidane, Januzaj der neue Beckham. Alle erzählen in ihren gescheiterten Karrieren das gleiche. Sie waren jung, sie wollten zu viel, keiner hat sie vor sich selber geschützt und wurden immens unter Druck gesetzt.


Der Unterschied zu den genannten Spielern im Vergleich zu El Mala ist jedoch, dass diese meist schon für sehr viel Geld gewechselt sind und bereits bei Topvereinen gespielt haben. Deshalb ist der Druck noch einmal ganz anderer.

Wir sind ein Aufsteiger, bei dem es erst einmal um den Klassenerhalt geht. Ich denke, dass das erstmal für ihn passt. Unsere Presse ist bisher auch noch recht ruhig in Bezug auf sein Talent. Wir Fans sind momentan eher die Gehypten (zurecht).

Ich bin gespannt, wenn er richtig einschlägt und die Kölner Presse dann den neuen Messias in ihm sieht, und er dann einige schlechtere Spiele macht. Dann könnte das Thema verheizen usw. ein Thema werden, aber das ist schon sehr viel in die Glaskugel schauen von mir smile
Dieser Beitrag wurde zuletzt von kglba am 25.06.2025 um 08:52 Uhr bearbeitet
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