Kader- und Systemthread 2020/21
07.06.2020 - 16:30 Uhr
01.03.2021 - 11:52 Uhr
Zitat von Zweitligameister
Und speziell bei Günter dürften wir uns einig sein, dass es sich nicht um einen Zufall handelt.
Und speziell bei Günter dürften wir uns einig sein, dass es sich nicht um einen Zufall handelt.
Die von Dir aufgezeigte Statistik ist schon phänomenal, v.a. wenn man dann sieht, dass 170 Plätze später der nächste Abwehrspieler gelistet ist, der noch nicht verwarnt wurde in dieser Saison. Beio Günter ist das aber kein Zufall: trotz seiner vielen Spielminuten, die er jede Saison abreißt, hat er noch nie eine Gelbsperre kassiert seit der Bundesliga / 2. Liga spielt. Zweimal stand er mit vier gelben Karten kurz davor - das ist für einen AB, der meist die ganze Saison über 90 Minuten durchspielt schon beeindruckend. Einmal hat Günter die Ampelkarte gesehen (was 2019 auf Schalke aber eine sehr harte / Fehlentscheidung war), zudem einmal direkt die Rote Karte nach einer Notbremse, wo das Heimspiel gegen Wolfsburg mit 0:2-Rückstand wenige Minuten vor Schluss ohnehin schon entschieden war. Das zeugt schon von Spielintelligenz, einem starken Defensivverhalten und einer konzentrierten Arbeit, da man auch leicht mal wegen Motzen die Verwarnung erhält. Spannende Zahlen jedenfalls und ich bin gespannt, ob er diese Serie weiter durchhält bzw. ob er nicht doch einmal die gelbe Karte bekommt.
14.03.2021 - 19:33 Uhr
Hattest du die Möglichkeit die Spiele zuschauen? Nehmen wir das Spiel heute als Beispiel: Til ist bemüht rennt einiges will sich Bälle von der Mitte holen aber ganz ehrlich so richtig überzeugend war das nicht. Er war bestimmt nicht schlecht aber da drängt ein Weisshaupt, zu mindest wenn man die Spiele der 2. nimmt, viel mehr mal in den Kader. Klar macht Til ein Tor aber den muss er auch machen. Er stand nach einem querpass vor dem freien tor, ohne Torwart.
Versteh mich bitte nicht falsch, als Til kam habe ich wirklich stunden Videos geschaut. Seine Komplette Erendervise Karriere habe ich nach verfolgt mir alle Spiele nochmal angeschaut und war so gehypt. Ich bin auch noch der Meinung das er ankommen kann, vielleicht ja auch schon mit einer guten Leistung gegen den FCA überrascht, ich würde es mir Wünschen und ihm auch gönnen.
Was man, zumindest aus meiner Sicht, da auch bedenken muss: Die Jungs im Trainerteam sehen ihn jeden Tag im Training, Til macht es anscheinend zwar gut, aber herausragend nicht. Wie ich darauf komme? Ein Spieler der zwar mit Verletzungen zu kämpfen hatte, jetzt aber doch schon länger wieder voll trainiert muss bei 100% Fitness sein. Da kann es nicht sein das er nach heute 60. min runter musste, zwar sichtlich enttäuscht aber auch relativ fertig. Woran das liegt keine Ahnung aber wie soll das dann in der Buli aussehen wenn man erwarten kann das seine gegner Körperlich um einiges weiter sind als in liga 4. Ganz ehrlich, da bin ich sogar ein wenig enttäuscht. Da hätte ich mir gewünscht das er durch Extraschichten sich rankämpft, geht es für ihn ja auch um einiges.
Aber nochmal ich wünsche es mir so sehr das er es schafft, ihn aber wegen dem Tor heute zufordern ist, meiner Meinung nach, falsch. Da muss er um einiges Spielbestimmender auftreten und mehr Lösungen anbieten, die kommen dann nähmlich meist von den anderen.
Versteh mich bitte nicht falsch, als Til kam habe ich wirklich stunden Videos geschaut. Seine Komplette Erendervise Karriere habe ich nach verfolgt mir alle Spiele nochmal angeschaut und war so gehypt. Ich bin auch noch der Meinung das er ankommen kann, vielleicht ja auch schon mit einer guten Leistung gegen den FCA überrascht, ich würde es mir Wünschen und ihm auch gönnen.
Was man, zumindest aus meiner Sicht, da auch bedenken muss: Die Jungs im Trainerteam sehen ihn jeden Tag im Training, Til macht es anscheinend zwar gut, aber herausragend nicht. Wie ich darauf komme? Ein Spieler der zwar mit Verletzungen zu kämpfen hatte, jetzt aber doch schon länger wieder voll trainiert muss bei 100% Fitness sein. Da kann es nicht sein das er nach heute 60. min runter musste, zwar sichtlich enttäuscht aber auch relativ fertig. Woran das liegt keine Ahnung aber wie soll das dann in der Buli aussehen wenn man erwarten kann das seine gegner Körperlich um einiges weiter sind als in liga 4. Ganz ehrlich, da bin ich sogar ein wenig enttäuscht. Da hätte ich mir gewünscht das er durch Extraschichten sich rankämpft, geht es für ihn ja auch um einiges.
Aber nochmal ich wünsche es mir so sehr das er es schafft, ihn aber wegen dem Tor heute zufordern ist, meiner Meinung nach, falsch. Da muss er um einiges Spielbestimmender auftreten und mehr Lösungen anbieten, die kommen dann nähmlich meist von den anderen.
16.03.2021 - 00:20 Uhr
Die Kunst bei der ganzen Sache ist doch eher die Taktik bzw. die Herangehensweise auf das Personal abzustimmen, statt Personal für eine andere Herangehensweise zu kaufen.
Im 343 bzw. 3421 hat das gut geklappt, weil jeweils die Spieler dahinter aufrücken und man eher auf kurze Pässe und überlagern spielen könnte. Grifo musste gar nicht viele Sprints anziehen weil Günter von hinten kam und Schmidt dagegen konnte Sallai die Bälle in den Lauf legen oder Demi hat die meisten Bälle zu den zwei Zehnern hinter him abgelegt, bzw die ihn dann überlaufen.
Streich hat in der letzten PK gesagt, dass man lernen müsse mit Ballbesitz umzugehen und Lösungen zu finden und genau das ist das Thema. Selbst eher auf Konter ausgerichtete Mannschaften wie Berlin spielen mit kurzen Pässen, Kombinationen und Flanken.
Bei uns sind die Flanken zu unpräzise und wenn der Gegner systematisch das Überlagern verhindert, also wie z.B. Links für Grifo und Günter zumacht, bekommen wir das aktuell spielerisch noch nicht gelöst.
Ein großer Stürmer der Marke Kleindienst, Serra etc. was würde der unserem Spiel geben? Dafür flanken wir zu wenig und im Prinzip geht es beim Bälle festmachen ja nicht unbedingt um die Größe, sondern eher um die Pressingresistenz die Entscheidungfindung und natürlich auch das Abspiel. Hier hat Demi in diesem Jahr den besten Job gemacht.
Für mich war das Spiel gegen Mainz ver-coached, Streich hat sich meiner Meinung nach zu sehr am Gegner orientiert und mit Santamaria den Motor aus dem Spiel genommen der so wohl nach hinten lücken stopft als auch noch vorne antreibt. Höler war eine komplette Fehlbesetzung und es hätte zumindet Haberer ran sollen.
Natürlich wird das 343 irgendwann durchschaubar, aber auch die halbe Liga spielt im 4231, im Regalfall reicht es von Zeit zu einzelne Akteure zu tauchen und ggf. die Anweisungen auf das Spiel des Gegner im Sinne von Offensiv und Defensiv, von decken etc. anzupassen. Wir haben gegen ein völlig anderes Mainz gespielt, das zwar gefestigter war als bei der letzten Niederlage, aber denen mit dem verkauften Matetheta und dem verletzen Onisuwo Speed gefehlt hat. Für mich sah das ganze Spiel mehr nach Kontersicherung denn nach produktivem Spiel nach vorne aus.
Im 343 bzw. 3421 hat das gut geklappt, weil jeweils die Spieler dahinter aufrücken und man eher auf kurze Pässe und überlagern spielen könnte. Grifo musste gar nicht viele Sprints anziehen weil Günter von hinten kam und Schmidt dagegen konnte Sallai die Bälle in den Lauf legen oder Demi hat die meisten Bälle zu den zwei Zehnern hinter him abgelegt, bzw die ihn dann überlaufen.
Streich hat in der letzten PK gesagt, dass man lernen müsse mit Ballbesitz umzugehen und Lösungen zu finden und genau das ist das Thema. Selbst eher auf Konter ausgerichtete Mannschaften wie Berlin spielen mit kurzen Pässen, Kombinationen und Flanken.
Bei uns sind die Flanken zu unpräzise und wenn der Gegner systematisch das Überlagern verhindert, also wie z.B. Links für Grifo und Günter zumacht, bekommen wir das aktuell spielerisch noch nicht gelöst.
Ein großer Stürmer der Marke Kleindienst, Serra etc. was würde der unserem Spiel geben? Dafür flanken wir zu wenig und im Prinzip geht es beim Bälle festmachen ja nicht unbedingt um die Größe, sondern eher um die Pressingresistenz die Entscheidungfindung und natürlich auch das Abspiel. Hier hat Demi in diesem Jahr den besten Job gemacht.
Für mich war das Spiel gegen Mainz ver-coached, Streich hat sich meiner Meinung nach zu sehr am Gegner orientiert und mit Santamaria den Motor aus dem Spiel genommen der so wohl nach hinten lücken stopft als auch noch vorne antreibt. Höler war eine komplette Fehlbesetzung und es hätte zumindet Haberer ran sollen.
Natürlich wird das 343 irgendwann durchschaubar, aber auch die halbe Liga spielt im 4231, im Regalfall reicht es von Zeit zu einzelne Akteure zu tauchen und ggf. die Anweisungen auf das Spiel des Gegner im Sinne von Offensiv und Defensiv, von decken etc. anzupassen. Wir haben gegen ein völlig anderes Mainz gespielt, das zwar gefestigter war als bei der letzten Niederlage, aber denen mit dem verkauften Matetheta und dem verletzen Onisuwo Speed gefehlt hat. Für mich sah das ganze Spiel mehr nach Kontersicherung denn nach produktivem Spiel nach vorne aus.
09.04.2021 - 10:37 Uhr
Zitat von ZubairCardoso
Menschen hier im Forum müssen endlich zwischen persönlicher und professioneller Kritik unterscheiden lernen.
Menschen hier im Forum müssen endlich zwischen persönlicher und professioneller Kritik unterscheiden lernen.
Frage:
Weißt Du, was professionelle Kritik ist?
Bevor Du weiterliest bitte ich Dich, die Frage kurz für Dich selbst zu beantworten.
"Professionelle Kritik" beinhaltet das Wort "professionell". Wir sind überhaupt nicht in der Lage, die Arbeit eines ausgebildeten Architekten, eines Psychologen oder eines Hörgeräteakustikers professionell zu kritisieren. Weil wir in dem Bereich keine professionelle Ausbildung haben.
Du schreibst über den Unterschied zwischen "ausgleichenden" und "apodiktischen Urteilen" und erklärst die User für minder denkbefähigt im Vergleich zu Dir selbst
Zitat von ZubairCardoso
Kritik mit Provokation und Hass gleichzusetzen, zeigt, wie infantil hier viele Menschen denken. Es geht hier nicht darum, ausgleichend zu urteilen, sondern darum, apodiktisch zu urteilen.
Kritik mit Provokation und Hass gleichzusetzen, zeigt, wie infantil hier viele Menschen denken. Es geht hier nicht darum, ausgleichend zu urteilen, sondern darum, apodiktisch zu urteilen.
Wir werden niemals Spieler professionell kritisieren können. Dazu haben wir nicht die Kompetenz. Sonst würden wir nicht in einem Fußball-Forum im Internet schreiben. Sondern stünden als Cheftrainer einer Profi-Fußballmannschaft auf dem Rasen.
Zitat von ZubairCardoso
Wie viel besser wäre es noch, hätte man statt einem Verstolperer vorne einen Spieler, der die Kiste trifft?
Wie viel besser wäre es noch, hätte man statt einem Verstolperer vorne einen Spieler, der die Kiste trifft?
Du siehst Dich als professioneller Kritiker wenn Du vom "Verstolperer" sprichst wenn Du Höler meinst. Oder vom "Liebling des Trainers im Mittelfeld" wenn Du Höfler meinst. Man merkt bereits anhand Deiner Diktion: Nüchtern, sachlich, ohne emotionale Agenda. Wie ein Gutachter wertest Du mit dem kalten Blick von außen, den es braucht für Deine "apodiktischen Urteile".
Dabei ist Fußball nur Dein Hobby. Wie auch bei mir. Das scheinen wir manchmal zu vergessen.
Denn: Viele Menschen meinen Dinge professionell beurteilen zu können, von denen sie nur bedingt Ahnung haben. Das ist seit langer Zeit Gegenstand der Forschung.
https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt
Zitat von Artikel
...) sein Fall diente den amerikanischen Psychologen David Dunning und Justin Kruger als Paradebeispiel für ein Phänomen, das als Dunning-Kruger-Effekt Eingang in die Populärwissenschaft finden sollte. Demnach überschätzen inkompetente Menschen ihre eigenen Fähigkeiten auffällig oft – während sie gleichzeitig die Leistungen kompetenterer Menschen unterschätzen. Das Dilemma: Es ist ihnen noch nicht einmal bewusst.
...) sein Fall diente den amerikanischen Psychologen David Dunning und Justin Kruger als Paradebeispiel für ein Phänomen, das als Dunning-Kruger-Effekt Eingang in die Populärwissenschaft finden sollte. Demnach überschätzen inkompetente Menschen ihre eigenen Fähigkeiten auffällig oft – während sie gleichzeitig die Leistungen kompetenterer Menschen unterschätzen. Das Dilemma: Es ist ihnen noch nicht einmal bewusst.
(Quelle: https://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/2020/06/dunning-kruger-effekt-warum-sich-halbwissende-fuer-besonders-klug-halten )
Neulich las ich einen Tweet, der meine Gedanken auf den Punkt brachte. Kontext war (wie hier auch): Menschen überschätzen ihr Wissen und meinen, überall "professionell" mitsprechen zu können.
Jemand setzte folgenden Tweet ab:
Zitat von Twitter
Statt "Ich bin kein Virologe, aber" sollte man einfach sagen, was man ist.
Beispiel: "Ich bin Innenarchitektin und halte den Inzidenzwert nicht mehr für die geeignete Größe."
Statt "Ich bin kein Virologe, aber" sollte man einfach sagen, was man ist.
Beispiel: "Ich bin Innenarchitektin und halte den Inzidenzwert nicht mehr für die geeignete Größe."
Wir sollten das auf den Fußball übertragen. Immer erst den Beruf sagen, dann unsere professionelle Einschätzung:
"Ich bin Historiker und leite das Bundesarchiv. Ich beschäftige mich täglich sieben Stunden mit dem Einfluss der norditalienischen Städte des 16. Jhdts auf das Mitteleuropa der ausgehenden Renaissance und habe mir überlegt, dass wir mit einer offensiveren Aufstellung viel besser in der Tabelle stehen würden."
"Ich bin Hörgeräteakustiker und halte das 4-2-3-1 von Hansi Flick für eine ungeeignete Aufstellung, um die Zwischenräume gegen ein 5-3-2 zu kontrollieren. Ein 5-3-2 musst Du spiegeln."
"Ich bin Gebäudereiniger und finde, Christian Streich hat ungenügende Kenntnisse im Bereich der Belastungssteuerung. Ich reinige acht Stunden täglich Parkettböden mit Industriestaubsaugern in Bürogebäuden und habe herausgefunden, dass Höler eine Fehlbesetzung auf der Außenposition in einem 3-4-3 ist. Christian Streich versteht das leider nicht."
Nochmal eine Frage an @ZubairCardoso . Du meinst, hier alle möglichen Entscheidungen von Streich abschließend und in einer Absolutheit bewerten zu können. Woher stammt Dein umfangreiches Wissen, das Dich zu professioneller Kritik befähigt und Dir diese beneidenswerte Sicherheit gibt, Dinge besser beurteilen zu können als ein ausgewiesener Experte?
Als Hilfestellung folgendes Gedankenexperiment:
Hast Du jemals ein Buch über Taktik-Theorie gelesen? In Deiner Freizeit, im Urlaub, wo auch immer.
Ich frage nicht, ob Du Standardwerke kennst (ich nicht), ob Du regelmäßig mit Taktik zu tun hast (ich nicht, ist mir zu hoch bzw. zu anstrengend). Ich frage ganz harmlos:
Wie viele Bücher über Taktik-Theorie hast Du in Deinem Leben gelesen?
Jetzt wirst Du eine Zahl im Kopf haben. Die ich nicht kenne. Bitte füge diese Zahl nachfolgend in die dafür vorgesehene Klammer ein:
"Ich habe in meinem Leben (BITTE ZAHL EINFÜGEN) Bücher über Taktik gelesen und kann daher bestimmte spieltaktische Entscheidungen besser treffen als ein professioneller Trainer. Mir ist durchaus bewusst, dass besagter Christian Streich seit 26 Jahren als Fußballtrainer tätig ist. Und davor 10 Jahre lang als Profifußballer aktiv war. Diese fußballtaktische Expertise kann ich aber dadurch kompensieren, dass ich (BITTE ZAHL EINFÜGEN) Bücher über Taktik-Thoerie gelesen habe."
Was ich sagen will: Es ist eine Sache, auf Laienebene ein bisschen über unser Hobby zu quatschen. Zu sagen, welche Spieler man mag und warum. Sich über taktische Fragen auszutauschen, obwohl wir keine Experten sind. Müssen wir auch nicht sein. Könnte man im nächsten Spiel ein 3-4-3 versuchen, würde das gegen diesen oder jenen Gegner vielleicht mehr Sinn machen?
Eine andere Sache ist es, unsere Gedanken und Laienhypothesen als zwingend richtig zu erachten ("Höler MUSS auf die Bank!") und Profitrainer in dieser Schärfe zu kritisieren. ("Stur! Weil er nicht so aufstellt, wie ich es gerne hätte!! Ich kann das statistisch beweisen!").
Der Unterschied zwischen Trainern und Fans ist: Uns geht es - ohne dass uns das vollständig bewusst wäre - mehr um unsere Samstagnachmittagunterhaltung als um Erfolg. Wir wollen möglichst viele offensive Spielzüge und Tore sehen. Das ist die Priorität fast aller Fans auf der Welt. Das ist uns wichtiger als ein Sieg oder ein Remis. Trainer hingegen wollen den unbedingten Erfolg. Und die einzig harte Währung für Erfolg im Fußball sind Punkte. Dem ordnen Profi-Trainer alles unter.
Das Problem aus Fansicht ist: Erfolgreicher und attraktiver Fußball überschneiden sich nur partiell. Sie sind _nicht_ das gleiche. Oft sind sie sogar das genaue Gegenteil. Man denke an die Mourinho-Teams der 2000er. Unfassbar erfolgreich. Grauenhaft anzuschauen.
Ich vermute, manch einer wird meine Behauptung von vorhin (Unterhaltung > Erfolg) empört von sich weisen. "Fans ist Unterhaltung wichtiger als Erfolg, auch wenn ihnen das nicht bewusst ist." Ich höre es direkt vor mir: "Mir geht es NATÜRLICH um Erfolg!! Was für eine Anmaßung, woher willst Du das wissen, Du kennst mich doch überhaupt nicht!!"
Bevor mir das also gleich um die Ohren gehauen wird, versuche ich mich vorauseilend an einer Antwort:
Szenario: Spiel gegen Bayern. Du hast die Wahl. Entweder die Partie endet 4-5 in einem atemberaubenden Offensivspektakel. Oder 0-0 fast ohne Torszenen. Die Frage kann man jedem beliebigen Fußballfan stellen.
Ich behaupte: Deutlich >90 Prozent aller Fans wählen Variante 1 (so auch ich). Wer will anderthalb Stunden vor der Glotze hocken ohne ein Tor zu sehen?
Ich kann die begeisterten Reaktionen direkt vor mir sehen: "DAS war doch mal Fußball / Endlich mal mit Mut und Courage das eigene Glück in die Hand genommen!!" Wenn ich mit meinen SC Freunden Fußball schaue, wären wir alle nach einem 4-5 komplett beseelt: "9 Tore, davon sprechen wir noch in 30 Jahren!! Ah, Lewandowski so bitter in der Nachspielzeit getroffen, aber egal, es war so geil!"
Stellt man die gleiche Frage einem Profitrainer, fällt die Verteilung genau umgekehrt aus: Deutlich (!) über 90% der Trainer ziehen das 0-0 gegen Bayern der 4-5-Niederlage vor. Safe.
Warum? Weil Trainer im Gegensatz zu uns alles dem Erfolg unterordnen. Dieser eine Punkt beim langweiligen 0-0 rettet Bielefeld am Saisonende nämlich vor dem Abstieg. Oder bringt Wolfsburg in die Champions League.
Und genau aus dem Grund weiß ich von mir, dass ich niemals Entscheidungen irgndeines Profitrainers neutral kritisieren kann. Ich bin dazu nicht in der Lage, weil ich mir attraktiven Offensivfußball mehr als alles andere auf der Welt wünsche. Ich werde mir IMMER Guus Til in der Startelf wünschen, weil bereits seine bloße Präsenz meine Sehnsucht und Hoffnung auf Torraumszenen nährt. Ich bin völlig ungeeignet für "professionelle" Kritik an Spielern oder Trainern, weil ich in höchsten Maße voreingenommen bin zu Gunsten von Spielern wie Vincenzo Grifo. Wenn ich beispielsweise so eine Szene sehe
http://www.youtube.com/watch?v=J045vAJNJMc&t=3m30s
ist das für mich fast nur noch mit Sex vergleichbar. Ich muss fast weinen vor schierem Glück. Weil ich diese Straßenzocker über alles liebe. Weil sie mich an meine eigene Jugend auf dem Bolzplatz erinnern. SO eine Aktion von einem Freiburger zu sehen, selbst wenn sie nicht zu einem Tor führt, beseelt mich mehr als JEDES Ergebnis. Mir völlig wurst, ob das Spiel dann verloren wird. Das ist für mich mit einer solchen Emotionalität verbunden, dass ich schon bei der Beschreibung an meine sprachlichen Grenzen stoße.
Ein Spiel ohne Offensivaktionen meines Teams - um das Gegenbeispiel zu bringen - langweilt mich zu Tode, dafür zerreiß ich mir doch nicht meinen Samstag. Selbst wenn wir am Ende einen Punkt holen.
Und genau aus dem Grund werde ich niemals die Aufstellung irgendeines professionellen Trainers mit dieser Absolutheit oder Schärfe kritisieren, die ich hier von manchem User lese. Weil ich von mir weiß, dass es mir letztlich immer um das schöne Spiel geht. Um diese Momente. Die werden für mich immer größer sein als jedes Resultat, egal ob Sieg oder Niederlage.
Aber ich akzeptiere, dass im Gegensatz zu mir jeder Trainer die Startaufstellung mit der höchsten Aussicht auf Erfolg (= Punkte) wählen wird. Ob er nun Adi Hütter heißt oder Julian Nagelsmann oder Unai Emery. Kein Trainer der Welt wird jemals so aufstellen und so offensiv spielen, wie ich mir das wünsche. Abgesehen von den big money clubs. Der einzige Trainer, der das bei mir persönlich je geschafft hat, ist Gasperini in den letzten zweieinhalb Jahren mit Atalanta. Aber das ist für mich eine Jahrhundertausnahme (zudem auch unfassbares Spielermaterial). Die Quadratur des Kreises. btw: Wer aufmerksam die PKs verfolgt, dem dürfte auch schon aufgefallen sein, dass Streich wohl nicht selten Atalanta schaut.
Ich stelle folgende steile These auf: Ob bei Augsburg oder Mainz oder Lens oder FK Krasnodar - frustrierte Fans aller Vereine erklären Misserfolg in der Regel mit min. einer der folgenden Wahrnehmungen:
Wir spielen zu defensiv / haben zu wenige Offensivaktionen / haben im Kader zu wenige Kreativspieler und zu viele Arbeiter / haben Kreativspieler, aber unser Trainer stellt die falschen auf
Egal in welcher Stadt der Erde, Fans sind in ihrem Denken und Werten immer primär geleitet von ihrem Bedürnfis nach attraktivem Offensivfußball.
Fragt mal in Eurem Freundeskreis nach bei Fans anderer Vereine, die grade unzufrieden sind. Ihr werdet fast immer eine Variation dieser Antworten erhalten (gerne auch in die Foren anderer nicht Top-Klubs schauen, überall das gleiche). Egal in welchem Land, egal in welcher Profiliga der Welt.
Wohingegen: Wie viele Eurer befragten Freunde antworten "Unser Trainer spielt zu offensiv / Wir haben zu viele Kreativspieler / Trainer stellt immer nur diesen Offensiv-Zocker auf Linksaußen, weil er stur ist, dabei würden wir mit einem Arbeiter auf der Position viel mehr Punkte holen"
Sagte kein Fan. Jemals.
Wir Fußball-Fans der Welt werden niemals objektiv oder nüchtern bewerten können, weil wir immer offensive-minded denken. Das steckt tief drin in jedem von uns.
Deshalb wäre ich immer skeptisch wenn Euch ein Fan wie ZubairCardoso seine "apodiktischen Urteile" und "professionelle Kritik" unterjubeln will. Weil diese Leute gerne mal ihr Wissen überschätzen und sich Objektivität einbilden in einem Bereich, der per se stark von Leidenschaft und Emotionen beeinflusst wird. Aber letztlich nicht ihr Beruf ist. Sondern nur ein Hobby.
Sorry für den langen Post. Rausschmeißer:
Zitat von Artikel
Wir tendieren dazu, uns vor allem auf jenen Gebieten eine hohe Expertise zuzuschreiben, die uns interessieren. Wer gerne fotografiert, hält sich oft für einen guten Fotografen. Wer jede freie Minute mit Gartenarbeit verbringt, sieht sich gerne als halben Botaniker. »Dabei hängen Interessen und Begabungen nur schwach zusammen«, erklärt Neubauer. »Dass wir uns für etwas interessieren, bedeutet nicht automatisch, dass wir darin auch gut sind.«
Wir tendieren dazu, uns vor allem auf jenen Gebieten eine hohe Expertise zuzuschreiben, die uns interessieren. Wer gerne fotografiert, hält sich oft für einen guten Fotografen. Wer jede freie Minute mit Gartenarbeit verbringt, sieht sich gerne als halben Botaniker. »Dabei hängen Interessen und Begabungen nur schwach zusammen«, erklärt Neubauer. »Dass wir uns für etwas interessieren, bedeutet nicht automatisch, dass wir darin auch gut sind.«
( Quelle: https://www.spektrum.de/news/selbstbild-wir-ueberschaetzen-unsere-kompetenzen/1776120 )
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Zweitligameister am 09.04.2021 um 10:56 Uhr bearbeitet
13.04.2021 - 20:36 Uhr
Auf welchen Positionen seht ihr Bedarf für die kommende Saison?
Ich möchte ein paar Hinweise dazu geben, die mir in meiner kurzen Reflektion zugeflogen sind.
TW:
Luxus pur. Ich habe es bereits andernorts angesprochen. Ich habe mit keinerlei der möglichten Lösungen Bauchschmerzen. Müller oder Flekken und Uphoff dahinter wird das Mittel der Wahl sein. Entweder geht Müller zurück nach Mainz, bzw. sucht sein Glück woanders, oder Flekken wird gehen. Die Situation für den SC ist diesbzgl. ungemein komfortabel.
(R)IV:
Ich muss leider sagen, dass ich mit einem Lienhart-Abgang rechne. Der Vertrag läuft nach Medienberichten 2022 aus. Somit wäre diesen Sommer die letzte Möglichkeit eine adäquate Ablösesumme zu generieren. Für mich liegt der Ball bei Lienhart. Entweder er sagt jetzt, er möchte gehen. Dann muss man sehen: Gibt es in diesem schwierigen Sommer jemanden, der bereit ist für Lienhart eine Summe auszurufen, mit der sich die Verantwortlichen einverstanden erklären. Wenn nicht, dann muss man abwägen, ob Lienharts Impact einer weiteren Saison beim SC nicht mehr wert ist als ein Abgang unter Marktwert. Der kicker hat zuletzt die Option eines ablösefreien Abgangs 2022 ins Spiel gebracht. Allerdings muss man sagen, dass man hinsichtlich des Zeitpunkts von endenden Verträgen beim SC weiterhin nichts auf die öffentliche Berichterstattung geben darf. Dies hat eindeutig der "Fall Haberer" im vergangenen Sommer bewiesen. Sollte sich aber ein Abgang Lienharts anbahnen, muss man sich die Frage stellen, ob Sildillia die Kaderposition angemessen übernehmen kann, oder ob man einen externen Zugang forciert. Gulde kann in der Dreierkette auch den den RIV geben, aber darüber hinaus ändert auch eine Rückkehr von N. Schlotterbeck (LIV) nichts an der möglichen Vakanz auf der Position des RIV.
Z(D)M:
Hier wird ja immer wieder gefordert, einen zusätzlichen Spieler hinter den arrivierten Stammkräften Höfler und Santamaria zu installieren. Nach den letzten Eindrücken hat aber insb. Keitel einen krassen Entwicklungsschub genommen, sodass ich es als Gift sehen würde, ihm (und Tempelmann) jemanden vor die Nase zu setzen. Einzig eine Lösung wie der polyvalente Nürnberger würde ich begrüßen, sodass Keitel sukzessive mehr Einsatzzeiten erhält und weiter aufgebaut werden kann.
LV:
Dauerthema. Günter ist unangefochten und man braucht jemanden in der Hinterhand, der sich a) damit abfindet, b) Entwicklungspotenzial hat und c) am besten noch andere Positionen begleiten kann. Nürnbergs Nürnberger bietet sich auch gerüchteweise an. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass man mit N. Schlotterbeck als Backup plant. Itter dürfte Stand jetzt gehen.
RV:
Dauerthema II: Kein Neuer. Ich hoffe, dass Kübler gesund bleibt. Auf SC-Niveau ist das mit Schmid okay. Vielleicht kommt noch aus der Zweiten etwas nach, aber solange Schmid und Kübler bleiben, sollte niemand Neues kommen. Ausnahme: Junger Spieler mit Polyvalenz (RV, LV; ZDM, IV).
OA:
Ich habe es ja bereits im Wünsche-Thread angesprochen. Kwon wird wohl gehen müssen, und bei Til kommt es nun darauf an, ob er im Saisonfinale nochmal etwas zeigt, was eine Weiterverpflichtung rechtfertigt. Tendenz: eher nein. Wenn die Zweite Mannschaft aufsteigt, wird man die Nachwuchskräfte vornehmlich dort brauchen. So denke ich, dass man mindestens einen Spieler verplichten wird, der Grifo und Sallai tatsächlich das Wasser reichen kann. Diesen Spieler braucht man, um konkurrenzfähig zu sein. Der Leistungsabfall ist bei einem Ausfall der Arrivierten doch zu hoch. Höler hat seine Berechtigung und wird weiterhin dabei sein, doch auf gerade bei fünf Wechseln braucht man mMn doch weitere Optionen für ein adäquates Jobsharing.
MS:
Demirovic wird noch mindestens eine Saison bleiben. Dazu Petersen. Pieringer sehe ich in Liga 2. Vorausschauend betrachtet meine ich, hier besteht Alarmstufe Rot. Wenn Demi 2022 geht und Petersen seinem Karriereende entgegensieht, wäre es geradezu fahrlässig nicht schon in diesem Sommer nach Ersatz Ausschau zu halten. Ich glaube tatsächlich fest daran, dass wir auf dieser Position im Sommer (oder spätestens im Winter) einen Neuen begrüßen dürften, optimalerweise polyvalent einsetzbar. Lovely wäre natürlich, wenn uns Demi langfristig erhalten bleibt und Petersen dahinter den allzeit bereiten Backup mimt. Ganz dran glauben mag ich ob des Potenzials bei Demi nicht.
Ich möchte ein paar Hinweise dazu geben, die mir in meiner kurzen Reflektion zugeflogen sind.
TW:
Luxus pur. Ich habe es bereits andernorts angesprochen. Ich habe mit keinerlei der möglichten Lösungen Bauchschmerzen. Müller oder Flekken und Uphoff dahinter wird das Mittel der Wahl sein. Entweder geht Müller zurück nach Mainz, bzw. sucht sein Glück woanders, oder Flekken wird gehen. Die Situation für den SC ist diesbzgl. ungemein komfortabel.
(R)IV:
Ich muss leider sagen, dass ich mit einem Lienhart-Abgang rechne. Der Vertrag läuft nach Medienberichten 2022 aus. Somit wäre diesen Sommer die letzte Möglichkeit eine adäquate Ablösesumme zu generieren. Für mich liegt der Ball bei Lienhart. Entweder er sagt jetzt, er möchte gehen. Dann muss man sehen: Gibt es in diesem schwierigen Sommer jemanden, der bereit ist für Lienhart eine Summe auszurufen, mit der sich die Verantwortlichen einverstanden erklären. Wenn nicht, dann muss man abwägen, ob Lienharts Impact einer weiteren Saison beim SC nicht mehr wert ist als ein Abgang unter Marktwert. Der kicker hat zuletzt die Option eines ablösefreien Abgangs 2022 ins Spiel gebracht. Allerdings muss man sagen, dass man hinsichtlich des Zeitpunkts von endenden Verträgen beim SC weiterhin nichts auf die öffentliche Berichterstattung geben darf. Dies hat eindeutig der "Fall Haberer" im vergangenen Sommer bewiesen. Sollte sich aber ein Abgang Lienharts anbahnen, muss man sich die Frage stellen, ob Sildillia die Kaderposition angemessen übernehmen kann, oder ob man einen externen Zugang forciert. Gulde kann in der Dreierkette auch den den RIV geben, aber darüber hinaus ändert auch eine Rückkehr von N. Schlotterbeck (LIV) nichts an der möglichen Vakanz auf der Position des RIV.
Z(D)M:
Hier wird ja immer wieder gefordert, einen zusätzlichen Spieler hinter den arrivierten Stammkräften Höfler und Santamaria zu installieren. Nach den letzten Eindrücken hat aber insb. Keitel einen krassen Entwicklungsschub genommen, sodass ich es als Gift sehen würde, ihm (und Tempelmann) jemanden vor die Nase zu setzen. Einzig eine Lösung wie der polyvalente Nürnberger würde ich begrüßen, sodass Keitel sukzessive mehr Einsatzzeiten erhält und weiter aufgebaut werden kann.
LV:
Dauerthema. Günter ist unangefochten und man braucht jemanden in der Hinterhand, der sich a) damit abfindet, b) Entwicklungspotenzial hat und c) am besten noch andere Positionen begleiten kann. Nürnbergs Nürnberger bietet sich auch gerüchteweise an. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass man mit N. Schlotterbeck als Backup plant. Itter dürfte Stand jetzt gehen.
RV:
Dauerthema II: Kein Neuer. Ich hoffe, dass Kübler gesund bleibt. Auf SC-Niveau ist das mit Schmid okay. Vielleicht kommt noch aus der Zweiten etwas nach, aber solange Schmid und Kübler bleiben, sollte niemand Neues kommen. Ausnahme: Junger Spieler mit Polyvalenz (RV, LV; ZDM, IV).
OA:
Ich habe es ja bereits im Wünsche-Thread angesprochen. Kwon wird wohl gehen müssen, und bei Til kommt es nun darauf an, ob er im Saisonfinale nochmal etwas zeigt, was eine Weiterverpflichtung rechtfertigt. Tendenz: eher nein. Wenn die Zweite Mannschaft aufsteigt, wird man die Nachwuchskräfte vornehmlich dort brauchen. So denke ich, dass man mindestens einen Spieler verplichten wird, der Grifo und Sallai tatsächlich das Wasser reichen kann. Diesen Spieler braucht man, um konkurrenzfähig zu sein. Der Leistungsabfall ist bei einem Ausfall der Arrivierten doch zu hoch. Höler hat seine Berechtigung und wird weiterhin dabei sein, doch auf gerade bei fünf Wechseln braucht man mMn doch weitere Optionen für ein adäquates Jobsharing.
MS:
Demirovic wird noch mindestens eine Saison bleiben. Dazu Petersen. Pieringer sehe ich in Liga 2. Vorausschauend betrachtet meine ich, hier besteht Alarmstufe Rot. Wenn Demi 2022 geht und Petersen seinem Karriereende entgegensieht, wäre es geradezu fahrlässig nicht schon in diesem Sommer nach Ersatz Ausschau zu halten. Ich glaube tatsächlich fest daran, dass wir auf dieser Position im Sommer (oder spätestens im Winter) einen Neuen begrüßen dürften, optimalerweise polyvalent einsetzbar. Lovely wäre natürlich, wenn uns Demi langfristig erhalten bleibt und Petersen dahinter den allzeit bereiten Backup mimt. Ganz dran glauben mag ich ob des Potenzials bei Demi nicht.
03.05.2021 - 12:21 Uhr
Bulletpoints des Artikels:
Klemens Hartenbach spricht von Optimierung - nennt aber keine konkreten Namen.
Laut BZ dürften folgende Abgänge fix sein (Kwon/Militärdienst + Til/nicht überzeugt - Leihe wird beendet). Haberer unklar. Junge SPieler wie Templemann evtl. Leihe? -> außerdem aktuell (mit Müller gerechnet?) ein Torwart zu viel im Kader.
Der Autor vermutet zudem, dass Müller nicht kommen wird - und Flekken erneut die Chance erhält.
Ein IV könnte uns verlassen - da Nico Schlotterbeck zurückkommt.
Laut Hartenbach "vielleicht 2-3 echte Zugänge" maximal geplant... ein Offensiv-Allrounder mit Stärken im Umschaltspiel z.B. - aber auch die Jungen (SCF II?) könnten eine Chance erhalten.
Perspektive 3. liga für die Zweite in jedem Fall interessant als Plattform für die Spieler.
Fazit: man ist in einer komfortablen Situation - und sollte vor allem bei Verpflichtungen vor allem auf das Problem "Chancen erspielen" schauen...
Klemens Hartenbach spricht von Optimierung - nennt aber keine konkreten Namen.
Laut BZ dürften folgende Abgänge fix sein (Kwon/Militärdienst + Til/nicht überzeugt - Leihe wird beendet). Haberer unklar. Junge SPieler wie Templemann evtl. Leihe? -> außerdem aktuell (mit Müller gerechnet?) ein Torwart zu viel im Kader.
Der Autor vermutet zudem, dass Müller nicht kommen wird - und Flekken erneut die Chance erhält.
Ein IV könnte uns verlassen - da Nico Schlotterbeck zurückkommt.
Laut Hartenbach "vielleicht 2-3 echte Zugänge" maximal geplant... ein Offensiv-Allrounder mit Stärken im Umschaltspiel z.B. - aber auch die Jungen (SCF II?) könnten eine Chance erhalten.
Perspektive 3. liga für die Zweite in jedem Fall interessant als Plattform für die Spieler.
Fazit: man ist in einer komfortablen Situation - und sollte vor allem bei Verpflichtungen vor allem auf das Problem "Chancen erspielen" schauen...
16.05.2021 - 14:01 Uhr
Mit den Saisontoren 50 und 51 am aktuellen Spieltag gegen Bayern München erreicht Freiburg erstmals seit 20 Jahren die 50-Tore-Marke in der Bundesliga. Zuvor war das nur Volker Finke geglückt.
Damit setzt sich der Offensivtrend der vergangenen Jahre fort, aktuell wird in der 4. Saison in Serie die Torausbeute der jeweiligen Vorsaison übertroffen.
17/18: 32 Tore
18/19: 46 Tore
19/20: 48 Tore
20/21: 51 Tore (1 Spieltag vor Saisonende)
Auffällig ist die Offensivstärke der vergangenen 3 Jahre: Abgesehen von den üblichen Europapokalkandidaten erzielte in den vergangenen 3 Spielzeiten nur Hoffenheim mehr Tore als Freiburg (145).
Von den 22 Klubs, die in den vergangenen 3 Jahren im deutschen Oberhaus spielten, erzielte Freiburg auch relativ gesehen die meisten Tore nach den oben genannten (⌀ 1.44/Partie):
tinyurl.com/uxykreh9
Mit den 51 Saisontoren ist bereits jetzt die Torausbeute von Streichs erfolgreichster Saisonplatzierung (2012/13; Platz 5) deutlich übertroffen.
2012/13 - 45:40 Tore /Platz 5
18/19 - 46:61 Tore
19/20 - 48:47 Tore
20/21 - 51:49 Tore (1 Spiel ausstehend)
Die 45 Tore jener Europapokalsaison übertrifft Freiburg seit Jahren. Die aktuelle Saison mit 51+ Toren dürfte auf Jahre hinaus die torreichste des SC sein. Hier ist meine klare Erwartungshaltung, dass sich das wieder einem Normalwert angleicht.
Was die Gegentore angeht, zeichnet sich ein anderes Bild. Betrachtet man die Gegentore aus dem offenen Spiel heraus (also keine Standards, Elfmeter; Kontergegentore ebenfalls nicht berücksichtigt):
Meiste Gegentore aus dem Spiel heraus
1. Schalke 45
2. Köln 39
3. Stuttgart 38
4. Bielefeld 37
5. Freiburg 35
.. ... ..
16. Leverkusen 24
17. Wolfsburg 21
18. RB Leipzig 20
Während sich Freiburg mit den 3 genannten Top Teams Leipzig, Wolfsburg und Leverkusen in dieser Saison tatsächlich auf Augenhöhe befindet, was die Offensivstärke angeht, trennen uns von diesen Teams defensiv Welten. Hier (Gegentore aus dem Spiel heraus) verzeichnet Freiburg nur geringfügig bessere Werte als die potenziellen Absteiger Köln und Bielefeld.
Mit Interpretationen bin ich vorsichtig. Es ist schwierig, aus diesen Statistiken allzu viel abzuleiten. Beispielsweise habe ich das Gefühl, dass Freiburg in dieser Saison punktuell sehr viele Tore erzielt hat. So waren es alleine in den 4 Partien gegen die Tabellenletzten Schalke und Köln 15 Tore. Andererseits gilt das für andere Teams genauso. Auch Bayern hätte plötzlich nur 75 Tore anstatt 94, wenn man die 19 Tore gegen Schalke und Köln subtrahiert.
Dennoch bin ich überzeugt, dass das Optimierungspotenzial bei uns relativ eindeutig in der Anzahl der Gegentore liegt. Und zwar ganz spezifisch in den Gegentoren aus dem Spiel heraus, denn: Bei gegnerischen Standards (6 Gegentore) sowie bei Kontergegentoren (nur 3) verzeichnet Freiburg im ligaweiten Vergleich wirklich sehr gute Werte. Insbesondere, wenn man das in Relation zur Gesamtanzahl der Gegentore sieht.
Und bei so vielen erzielten Toren (51) sind 3 Gegentore durch gegnerische Konter auch ein herausragender Wert. In so einer starken Liga spricht das für exzellentes Umschaltverhalten bei Ballverlusten in der Offenisve.
Auch die 6 Gegentore nach Standards scheinen mir beim altbekannten Problem unserer eher geringen Körpergröße (Kopfballstärke) ein extrem starker Wert (der nur von RB Leipzig, Leverkusen und Augsburg unterboten wird.
In dieser Hinsicht (gegn. Konter u. Standards) ist realistischerweise einfach nicht mehr rauszuholen. Ich frage mich seit einer Weile, wo genau das Trainerteam hier wohl konkrete Verbesserungsmöglichkeiten sieht und gebe diese Frage gern ins Forum weiter. "Gegentore aus dem Spiel heraus" ist ja ein sehr unspezifischer Begriff, der viele unterschiedliche Spielsituationen vor Gegentoren umfasst.
In Ermangelung genauerer Statistiken und Ideen kann ich das leider nicht weiter differenzieren. Würde aber gerne mal fragen: Wie ist denn hier im Forum so das Gefühl, was die Gegentore/Defensive betrifft? Gibt es hier Theorien? Ich habe in der Rückrunde nur ein paar Donnerstags-PKs gesehen, hat Streich in der Hinsicht mal etwas angesprochen? Also Defensivverhalten oder Gegentore.
Oberflächlich betrachtet scheint mir schon alles sehr am Optimum zu sein. Auch was die Gegentore nach individuellen Fehlern angeht, hat das Trainerteam die Mannschaft allem Anschein nach weiterentwickelt (aktuell 7; 18/19 und 19/20 waren wir hier immer zweistellig). Wobei hier strenge Kriterien gelten, daher bin ich bei dieser Statistik traditionell vorsichtig. So wird beispielsweise das zu frühe Herausrücken von Gulde vor dem Gegentor in... (Gegner vergessen) nicht als schwerer individueller Fehler kategorisiert, obwohl es ja schon relativ unstrittig ein grober Fehler war, der unmittelbar (dh. ohne weitere Fehlerkette) zu einem Gegentor führte.
Wie ist hier so der Eindruck bei individuellen Fehlern? Letzte Saison war ja alleine Robin Koch für locker 5-6 Gegentore verantwortlich (womit ich keine Aussage über seine unbestrittene Qualität treffen will). In dieser Saison fällt mir im Prinzip nur die mehrwöchige schwache Phase Höflers in der Hinrunde ein, wobei sich das in der Statistik auch nur mit 2 errors leading to goal niederschlägt (nach meinem Gefühl gingen damals 3-4 Gegentore ziemlich eindeutig auf Höflers Kappe).
Florian Müller als Torhüter kann ich genausowenig als Schwachpunkt ausmachen, ganz im Gegenteil (obwohl er in der Hinrunde Patzer drin hatte, auch errors leading to goal).
Nochmal meine Frage: Hat jemand eine Theorie, was unsere Defensive betrifft? Also irgendwas konkretes, auf das er mit dem Finger zeigen könnte. Die Rechtsverteidigerposition / Schmid schien mir häufiger abzufallen in der Defensive. Natürlich weniger sattelfest als die Günter-Seite, aber auch nicht so extrem, das ich sagen könnte: Das ist unser Schwachpunkt, über diese Seite haben wir 6-9 total vermeidbare Tore kassiert. Schmid und Kübler werden interessanterweise auch mit keinem einzigen error leading to goal gelistet.
Was das zentrale Mittelfeld angeht, hat Höfler nach seiner schwierigen Hinrunde mM eine überragende Rückrunde gespielt. Deutlich wichtiger für das Team als der schwächelnde Santamaria, wer hätte das gedacht. Wobei ich eine holprige erste Saison bei. S. vollkommen unproblematisch finde, wenn er die Mannschaft durch diese Erfahrungen in der kommenen Spielzeit verbessert. Keitel ist natürlich auch ein absoluter Sonnenschein. Und in der Summe wird ein eingespieltes (und formstabiles) ZM Duo Höfler / Santamaria auch nochmal zu einer Reduzierung der Gegentore beitragen.
Wahrscheinlich gibt es die eine große Schwäche nicht u. es sind wie meistens im Fußball mehrere kleine Faktoren, die sich summieren. Ehrlicherweise muss man ja auch festhalten: Nur 5-6 Gegentore weniger würden tabellarisch viel ausmachen (bereits mit einem Sieg mehr stünde Freiburg 3 Plätze weiter oben auf Rang 7 statt 10). Dennoch hoffe ich auf eine weitere Leistungssteigerung, wenn in der nächsten Saison (hinter dem dann eingespielten ZM) Lienhart und die Brüder S. die Innenverteidigung bilden.
Nun ja, das jetzt mal als Beitrag, der leider mehr Fragen als Antworten aufwirft.
Damit setzt sich der Offensivtrend der vergangenen Jahre fort, aktuell wird in der 4. Saison in Serie die Torausbeute der jeweiligen Vorsaison übertroffen.
17/18: 32 Tore
18/19: 46 Tore
19/20: 48 Tore
20/21: 51 Tore (1 Spieltag vor Saisonende)
Auffällig ist die Offensivstärke der vergangenen 3 Jahre: Abgesehen von den üblichen Europapokalkandidaten erzielte in den vergangenen 3 Spielzeiten nur Hoffenheim mehr Tore als Freiburg (145).
Von den 22 Klubs, die in den vergangenen 3 Jahren im deutschen Oberhaus spielten, erzielte Freiburg auch relativ gesehen die meisten Tore nach den oben genannten (⌀ 1.44/Partie):
tinyurl.com/uxykreh9
Mit den 51 Saisontoren ist bereits jetzt die Torausbeute von Streichs erfolgreichster Saisonplatzierung (2012/13; Platz 5) deutlich übertroffen.
2012/13 - 45:40 Tore /Platz 5
18/19 - 46:61 Tore
19/20 - 48:47 Tore
20/21 - 51:49 Tore (1 Spiel ausstehend)
Die 45 Tore jener Europapokalsaison übertrifft Freiburg seit Jahren. Die aktuelle Saison mit 51+ Toren dürfte auf Jahre hinaus die torreichste des SC sein. Hier ist meine klare Erwartungshaltung, dass sich das wieder einem Normalwert angleicht.
Was die Gegentore angeht, zeichnet sich ein anderes Bild. Betrachtet man die Gegentore aus dem offenen Spiel heraus (also keine Standards, Elfmeter; Kontergegentore ebenfalls nicht berücksichtigt):
Meiste Gegentore aus dem Spiel heraus
1. Schalke 45
2. Köln 39
3. Stuttgart 38
4. Bielefeld 37
5. Freiburg 35
.. ... ..
16. Leverkusen 24
17. Wolfsburg 21
18. RB Leipzig 20
Während sich Freiburg mit den 3 genannten Top Teams Leipzig, Wolfsburg und Leverkusen in dieser Saison tatsächlich auf Augenhöhe befindet, was die Offensivstärke angeht, trennen uns von diesen Teams defensiv Welten. Hier (Gegentore aus dem Spiel heraus) verzeichnet Freiburg nur geringfügig bessere Werte als die potenziellen Absteiger Köln und Bielefeld.
Mit Interpretationen bin ich vorsichtig. Es ist schwierig, aus diesen Statistiken allzu viel abzuleiten. Beispielsweise habe ich das Gefühl, dass Freiburg in dieser Saison punktuell sehr viele Tore erzielt hat. So waren es alleine in den 4 Partien gegen die Tabellenletzten Schalke und Köln 15 Tore. Andererseits gilt das für andere Teams genauso. Auch Bayern hätte plötzlich nur 75 Tore anstatt 94, wenn man die 19 Tore gegen Schalke und Köln subtrahiert.
Dennoch bin ich überzeugt, dass das Optimierungspotenzial bei uns relativ eindeutig in der Anzahl der Gegentore liegt. Und zwar ganz spezifisch in den Gegentoren aus dem Spiel heraus, denn: Bei gegnerischen Standards (6 Gegentore) sowie bei Kontergegentoren (nur 3) verzeichnet Freiburg im ligaweiten Vergleich wirklich sehr gute Werte. Insbesondere, wenn man das in Relation zur Gesamtanzahl der Gegentore sieht.
Und bei so vielen erzielten Toren (51) sind 3 Gegentore durch gegnerische Konter auch ein herausragender Wert. In so einer starken Liga spricht das für exzellentes Umschaltverhalten bei Ballverlusten in der Offenisve.
Auch die 6 Gegentore nach Standards scheinen mir beim altbekannten Problem unserer eher geringen Körpergröße (Kopfballstärke) ein extrem starker Wert (der nur von RB Leipzig, Leverkusen und Augsburg unterboten wird.
In dieser Hinsicht (gegn. Konter u. Standards) ist realistischerweise einfach nicht mehr rauszuholen. Ich frage mich seit einer Weile, wo genau das Trainerteam hier wohl konkrete Verbesserungsmöglichkeiten sieht und gebe diese Frage gern ins Forum weiter. "Gegentore aus dem Spiel heraus" ist ja ein sehr unspezifischer Begriff, der viele unterschiedliche Spielsituationen vor Gegentoren umfasst.
In Ermangelung genauerer Statistiken und Ideen kann ich das leider nicht weiter differenzieren. Würde aber gerne mal fragen: Wie ist denn hier im Forum so das Gefühl, was die Gegentore/Defensive betrifft? Gibt es hier Theorien? Ich habe in der Rückrunde nur ein paar Donnerstags-PKs gesehen, hat Streich in der Hinsicht mal etwas angesprochen? Also Defensivverhalten oder Gegentore.
Oberflächlich betrachtet scheint mir schon alles sehr am Optimum zu sein. Auch was die Gegentore nach individuellen Fehlern angeht, hat das Trainerteam die Mannschaft allem Anschein nach weiterentwickelt (aktuell 7; 18/19 und 19/20 waren wir hier immer zweistellig). Wobei hier strenge Kriterien gelten, daher bin ich bei dieser Statistik traditionell vorsichtig. So wird beispielsweise das zu frühe Herausrücken von Gulde vor dem Gegentor in... (Gegner vergessen) nicht als schwerer individueller Fehler kategorisiert, obwohl es ja schon relativ unstrittig ein grober Fehler war, der unmittelbar (dh. ohne weitere Fehlerkette) zu einem Gegentor führte.
Wie ist hier so der Eindruck bei individuellen Fehlern? Letzte Saison war ja alleine Robin Koch für locker 5-6 Gegentore verantwortlich (womit ich keine Aussage über seine unbestrittene Qualität treffen will). In dieser Saison fällt mir im Prinzip nur die mehrwöchige schwache Phase Höflers in der Hinrunde ein, wobei sich das in der Statistik auch nur mit 2 errors leading to goal niederschlägt (nach meinem Gefühl gingen damals 3-4 Gegentore ziemlich eindeutig auf Höflers Kappe).
Florian Müller als Torhüter kann ich genausowenig als Schwachpunkt ausmachen, ganz im Gegenteil (obwohl er in der Hinrunde Patzer drin hatte, auch errors leading to goal).
Nochmal meine Frage: Hat jemand eine Theorie, was unsere Defensive betrifft? Also irgendwas konkretes, auf das er mit dem Finger zeigen könnte. Die Rechtsverteidigerposition / Schmid schien mir häufiger abzufallen in der Defensive. Natürlich weniger sattelfest als die Günter-Seite, aber auch nicht so extrem, das ich sagen könnte: Das ist unser Schwachpunkt, über diese Seite haben wir 6-9 total vermeidbare Tore kassiert. Schmid und Kübler werden interessanterweise auch mit keinem einzigen error leading to goal gelistet.
Was das zentrale Mittelfeld angeht, hat Höfler nach seiner schwierigen Hinrunde mM eine überragende Rückrunde gespielt. Deutlich wichtiger für das Team als der schwächelnde Santamaria, wer hätte das gedacht. Wobei ich eine holprige erste Saison bei. S. vollkommen unproblematisch finde, wenn er die Mannschaft durch diese Erfahrungen in der kommenen Spielzeit verbessert. Keitel ist natürlich auch ein absoluter Sonnenschein. Und in der Summe wird ein eingespieltes (und formstabiles) ZM Duo Höfler / Santamaria auch nochmal zu einer Reduzierung der Gegentore beitragen.
Wahrscheinlich gibt es die eine große Schwäche nicht u. es sind wie meistens im Fußball mehrere kleine Faktoren, die sich summieren. Ehrlicherweise muss man ja auch festhalten: Nur 5-6 Gegentore weniger würden tabellarisch viel ausmachen (bereits mit einem Sieg mehr stünde Freiburg 3 Plätze weiter oben auf Rang 7 statt 10). Dennoch hoffe ich auf eine weitere Leistungssteigerung, wenn in der nächsten Saison (hinter dem dann eingespielten ZM) Lienhart und die Brüder S. die Innenverteidigung bilden.
Nun ja, das jetzt mal als Beitrag, der leider mehr Fragen als Antworten aufwirft.
16.05.2021 - 14:29 Uhr
Im Gegensatz zu den meisten anderen Vereinen spielt der SC kaum mal den langen Ball, den Befreiungsschlag. Es wird - auch gegen die Bayern - versucht, sich hinten rauszukombinieren. Mit der Folge, dass die Gegner fast eins gegen eins pressen, also auch bei Ballgewinn fast in Gleichzahl sind.
Mit der Folge, dass dann auch ein Ballverlust im vorderen Drittel gefährlich ist. Der Gegner ist bereits im Pressing, die AV schieben enorm hoch, dadurch gibt es bei Ballverlust dort gefährliche Räume. Und: in zu vielen Spielen gab es diese unnötigen Ballverluste, gerade wenn man auf die letzte Aktion geht. Günter startet ist beispielsweise so ein Zeichen, dass dann auch Schmid komplett hochzieht, um den Gegner mitzuziehen und das Spiel breitzumachen, um so Günter Möglichkeiten im Zentrum anzubieten (oder den harten Flachpass an den zweiten Pfosten). Wenn da der Ball ungenau ist, ne Annahme falsch, dann steht man hinten eben 1-1.
So fielen im Endeffekt fast alle unsere Gegentore. Am Ende sieht es blöd aus, man kreidet es diesem oder jenem Spieler an, Schlotterbeck, der den Check versucht und scheitert, Stellungsspiel etc.. aber, und das ist das große Aber: wenn man in der Ordnung ist, und der Gegner ruhig den Ball aufbaut, passiert nahezu nichts. Nicht mal gegen Bayern, Dortmund oder RB hat man da viel zugelassen. Wie sind da die Tore gefallen? Oft genug ein Ballverlust von Höfler in der fiesen Phase der Saison, aber auch sonst waren da ENORM viele Ballverluste im Vorwärtsgang dabei, gerade wenn man sich richtig hoch einnistet und die gefährlichen Situationen einleitet (explizit Günter durchstartet)
Das Torverhältnis ist positiv, das ist ein Zeichen, dass es mehr klappt als nicht. Das ist eben die Kehrseite der Medaille, immer rausspielen zu wollen. Fehler werden schnell bestraft, schlicht, weil der Gegner mit Raum fast in Gleichzahl angreifen kann. Wenn man dann den entscheidenden Zweikampf verliert, hat der Gegner Überzahl - den darf man nicht verlieren. Macht beispielsweise Lienhart ausgezeichnet, auch Santa ist da richtig gut.
Man hat beispielsweise Dortmund und Leverkusen geschlagen, auch gegen die Bayern zweimal sehr gut agiert. Die haben selber viel den Ball, und da sieht man dann, dass die Teamverteidigung gegen den Ball erstklassig ist. Also wirklich erstklassig. Im hohen Pressing verschiebt man gemeinsam, man kann sich aber auch komplett zurückfallenlassen phasenweise und bietet dabei auch nichts an. Alle Spiele gegen die Topteams, die man verloren hat, kann man meiner Erinnerung nach auf die Gegentore nach individuellen Fehlern, Ballverlusten im Offensivspiel, zurückführen. Oder trügt mich da meine Erinnerung? Ausgespielt hat uns da keiner, wir haben den Ball vor eigentlich allen Gegentoren gehabt, die offensive Ordnung eingenommen (also nach vorne geschoben) und dabei den Ball durch individuelle Fehler verloren. Dann fehlt kurz die Ordnung, und die Gegner nutzen das bei höherer Qualität dann halt eiskalt aus.
Vielleicht trügt mich mein Eindruck da auch, aber ich habe das Gefühl, dass wir über die Saison hinweg mit Ball deutlich bessere Möglichkeiten gefunden hat, als man es selbst dem Gegner erlaubt hat. Mit Ball und klarem Ziel, Aufbau über hinten, Spiel breitmachen über Aussen, auf Lücken warten, und irgendwann auf die einstudierten Möglichkeiten, oft der Günter-Lauf, aber auch über rechts mit Santa/Sallai/Schmid. In jedem Spiel wiederzusehen, immer wieder, auch gegen die Topteams wie die Bayern. Hinten hingegen, wenn in der Ordnung, richtig, richtig wenig zugelassen. Die Bayern jetzt, natürlich, haben einiges aus dem Spiel kreiiert, aber bei Dortmund, Leverkusen, Leipzig, Wolfsburg, Frankfurt und Co kann ich mich da nur an relativ wenige Szenen erinnern, wo man in der Ordnung stand und der Gegner sich trotzdem durchkombiniert hat. Trotz hoher individueller Qualität. Da sehe ich in den Zusammenfassungen auf dazn im Schnitt schon deutlich mehr Chancen dieser Vereine gegen andere Truppen.
Zusammenfassung: ich denke, dass die hohe Gegentorzahl definitiv mit der grundsätzlichen Spielweise zu tun hat. Ballverluste sind da ultragefährlich. Allerdings erarbeitet sich das Team dadurch auch zahlreiche eigene Chancen, was sich eben auch in der hohen Torzahl wiederspiegelt. In den Momenten, in denen man auf Offensive schaltet (hauptsächlich wenn die AV richtig, richtig hoch gehen) darf es keinen Ballverlust geben, die gab es in der Saison zu oft, um noch weiter oben anzuklopfen.
Mit der Folge, dass dann auch ein Ballverlust im vorderen Drittel gefährlich ist. Der Gegner ist bereits im Pressing, die AV schieben enorm hoch, dadurch gibt es bei Ballverlust dort gefährliche Räume. Und: in zu vielen Spielen gab es diese unnötigen Ballverluste, gerade wenn man auf die letzte Aktion geht. Günter startet ist beispielsweise so ein Zeichen, dass dann auch Schmid komplett hochzieht, um den Gegner mitzuziehen und das Spiel breitzumachen, um so Günter Möglichkeiten im Zentrum anzubieten (oder den harten Flachpass an den zweiten Pfosten). Wenn da der Ball ungenau ist, ne Annahme falsch, dann steht man hinten eben 1-1.
So fielen im Endeffekt fast alle unsere Gegentore. Am Ende sieht es blöd aus, man kreidet es diesem oder jenem Spieler an, Schlotterbeck, der den Check versucht und scheitert, Stellungsspiel etc.. aber, und das ist das große Aber: wenn man in der Ordnung ist, und der Gegner ruhig den Ball aufbaut, passiert nahezu nichts. Nicht mal gegen Bayern, Dortmund oder RB hat man da viel zugelassen. Wie sind da die Tore gefallen? Oft genug ein Ballverlust von Höfler in der fiesen Phase der Saison, aber auch sonst waren da ENORM viele Ballverluste im Vorwärtsgang dabei, gerade wenn man sich richtig hoch einnistet und die gefährlichen Situationen einleitet (explizit Günter durchstartet)
Das Torverhältnis ist positiv, das ist ein Zeichen, dass es mehr klappt als nicht. Das ist eben die Kehrseite der Medaille, immer rausspielen zu wollen. Fehler werden schnell bestraft, schlicht, weil der Gegner mit Raum fast in Gleichzahl angreifen kann. Wenn man dann den entscheidenden Zweikampf verliert, hat der Gegner Überzahl - den darf man nicht verlieren. Macht beispielsweise Lienhart ausgezeichnet, auch Santa ist da richtig gut.
Man hat beispielsweise Dortmund und Leverkusen geschlagen, auch gegen die Bayern zweimal sehr gut agiert. Die haben selber viel den Ball, und da sieht man dann, dass die Teamverteidigung gegen den Ball erstklassig ist. Also wirklich erstklassig. Im hohen Pressing verschiebt man gemeinsam, man kann sich aber auch komplett zurückfallenlassen phasenweise und bietet dabei auch nichts an. Alle Spiele gegen die Topteams, die man verloren hat, kann man meiner Erinnerung nach auf die Gegentore nach individuellen Fehlern, Ballverlusten im Offensivspiel, zurückführen. Oder trügt mich da meine Erinnerung? Ausgespielt hat uns da keiner, wir haben den Ball vor eigentlich allen Gegentoren gehabt, die offensive Ordnung eingenommen (also nach vorne geschoben) und dabei den Ball durch individuelle Fehler verloren. Dann fehlt kurz die Ordnung, und die Gegner nutzen das bei höherer Qualität dann halt eiskalt aus.
Vielleicht trügt mich mein Eindruck da auch, aber ich habe das Gefühl, dass wir über die Saison hinweg mit Ball deutlich bessere Möglichkeiten gefunden hat, als man es selbst dem Gegner erlaubt hat. Mit Ball und klarem Ziel, Aufbau über hinten, Spiel breitmachen über Aussen, auf Lücken warten, und irgendwann auf die einstudierten Möglichkeiten, oft der Günter-Lauf, aber auch über rechts mit Santa/Sallai/Schmid. In jedem Spiel wiederzusehen, immer wieder, auch gegen die Topteams wie die Bayern. Hinten hingegen, wenn in der Ordnung, richtig, richtig wenig zugelassen. Die Bayern jetzt, natürlich, haben einiges aus dem Spiel kreiiert, aber bei Dortmund, Leverkusen, Leipzig, Wolfsburg, Frankfurt und Co kann ich mich da nur an relativ wenige Szenen erinnern, wo man in der Ordnung stand und der Gegner sich trotzdem durchkombiniert hat. Trotz hoher individueller Qualität. Da sehe ich in den Zusammenfassungen auf dazn im Schnitt schon deutlich mehr Chancen dieser Vereine gegen andere Truppen.
Zusammenfassung: ich denke, dass die hohe Gegentorzahl definitiv mit der grundsätzlichen Spielweise zu tun hat. Ballverluste sind da ultragefährlich. Allerdings erarbeitet sich das Team dadurch auch zahlreiche eigene Chancen, was sich eben auch in der hohen Torzahl wiederspiegelt. In den Momenten, in denen man auf Offensive schaltet (hauptsächlich wenn die AV richtig, richtig hoch gehen) darf es keinen Ballverlust geben, die gab es in der Saison zu oft, um noch weiter oben anzuklopfen.
31.05.2021 - 17:53 Uhr
Zitat von Carle5
Ich finde es auch irritierend, was da so von sich gegeben wird. „Keine Ahnung, wie das funktionieren soll.“ Was ist das für eine Aussage? So, wie mit jedem anderen Teamkollegen auch. Das sind doch Profis, dann sollen sie sich bitte auch so verhalten. Aber wenn ich Aussagen wie diese lese: „ Ich will Keven in einer Übung auch nicht unbedingt den Ball abnehmen, dann sieht er schlecht aus.“, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Das passt nicht zum Wettkampfcharakter des Sports und erst recht nicht zum Profisport.
Ich finde es auch irritierend, was da so von sich gegeben wird. „Keine Ahnung, wie das funktionieren soll.“ Was ist das für eine Aussage? So, wie mit jedem anderen Teamkollegen auch. Das sind doch Profis, dann sollen sie sich bitte auch so verhalten. Aber wenn ich Aussagen wie diese lese: „ Ich will Keven in einer Übung auch nicht unbedingt den Ball abnehmen, dann sieht er schlecht aus.“, dann kann ich nur den Kopf schütteln. Das passt nicht zum Wettkampfcharakter des Sports und erst recht nicht zum Profisport.
Jopp, darüber habe ich mich ja schon vor Längerem ausgelassen.
Nico hat das Talent, es zum Weltklasseverteidiger zu schaffen. Was ihm im Weg stehen könnte ist das Ego und der Kopf. Das merkt man auf dem Platz, an der Gestik, Mimik, wie er spielt. Relativ schnell frustriert, oft sehr riskant und wiederholt das dann auch gerne. Dieser sportliche Ehrgeiz, Wille, ALLES dafür zu tun, dass er besser wird, der fehlt mir manchmal. Und die Aussagen zum Wettkampf mit Keven unterstreichen das. Auch dieses lächerliche, abgehobene "ich will ihn ja nicht schlecht aussehen lassen" - das ist halt nicht nur flapsig dahergesagt, so scheint er insgesamt zu denken.
Der SC wird sein Geld kriegen wollen, wenn er das kriegt, ist er halt weg und wird den Zweikampf mit anderen Spielern suchen sollen. Wenn keiner das Geld hinlegt spielt er hier - und dann liegt es einzig an ihm, ob er es hier schafft oder nicht. Mit der aktuellen Haltung wird er es eher nicht schaffen, glaube ich.
So oder so ist davon auszugehen, dass wir Nico hier nicht ewig sehen. Das war auch vor den Aussagen relativ klar, weil er einfach zu talentiert ist und irgendwann den nächsten Schritt machen will - dass er ihn jetzt schon machen will und das mit dieser obskuren Ausrede, die dem sportlichen Wettkampf entgegensteht, ist natürlich ärgerlich, aber ist halt so. Ich bin mir absolut nicht sicher, ob er sich damit einen Gefallen tut, denn noch ist es eben hauptsächlich Talent, aber noch nicht gehobenes Bundesliganiveau. Ein, eher zwei Jahre hier unter Streich und er wäre bereit, zumindest zeigt das die Vergangenheit mit talentierten IV. Toprak, Ginter, Söyüncü, Lienhart, Koch - das sind schon einige Spieler, die aufzeigen, dass das Trainerteam mit gerade diesem Spielertyp sehr gut umgehen kann und es auch wagt, sie einzusetzen - viele andere Bundesligisten gab es in der Vergangenheit nicht, die in der Liga regelmäßig auf junge IV gesetzt haben, eine Position, die noch vor wenigen Jahren fast ausschließlich mit erfahrenen Spielern besetzt war. Dank der frühen taktischen Ausbildung und dem Fokus auf Tempo auch in der IV sind jetzt doch auch bei den Spitzenteams viele sehr junge IV gesetzt.
Wir werden sehen, ob er nächste Saison da ist oder nicht. Ich ertappe mich aber mehr und mehr dabei, dass ich gar nicht so enttäuscht wäre, wenn er für einen angemessenen Preis wechselt. Ich fänds geil wenn er hier den Weg zur gehobenen Klasse macht, einfach, weil's auch ein bisschen stolz macht, wenn bei den Topvereinen, der Nationalmannschaft oder in England ehemalige Freiburger zu sehen sind bei denen man den Weg vom Talent zum Stammspieler verfolgen konnte, mit allen Hochs und Tiefs. Nen Caglar jubeln zu sehen beim Pokalsieg - das freut einfach immens. So wie sich die Bayer-Fans sicherlich für Havertz gefreut haben ohne Ende, als der das Tor macht und dann beim Interview danach vom Captain geherzt wird. Wenn man ihn bei seinen ersten Einsätzen noch nervös gesehen hat, mit Fehlern, aber eben so viel Talent. So wie's zugegeben bei Nico war, bei dem man so richtig geile Aktionen gesehen hat, die das Fanherz springen lassen, und eben auch üble Fehler.
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