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Jackson Irvine
Geburtsdatum 07.03.1993
Alter 33
Nat. Australien  Australien
Größe 1,89m
Vertrag bis -
Position Zentrales Mittelfeld
Fuß rechts
Akt. Verein Cerezo Osaka

Leistungsdaten: 26/27

Wettbewerbwettbewerb
Insgesamt 1--
1--

Jackson Irvine [7]

30.08.2021 - 21:00 Uhr
Automatisch generierter Diskussionsthread

•     •     •

Scary times call for a scared man.

Clowns to the left, Jokers to the right.
Zeige Ergebnisse 1-10 von 10.
Jackson Irvine [7] |#1
18.06.2025 - 06:48 Uhr
Zitat von Kaipirinh4

Aber in der Presse jetzt prominent vertreten.
Das könnte ein "spannender" Sommer werden. Mal sehen, wie/ob sich Jackson und der Verein in der kommenden Zeit äußern.


Das Thema um Irvine (Irvine hat ein Trikot des Solidaritätsprojektes FC Palestine, dessen Erlös den notleidenden Menschen zukommen soll, getragen.) wird und wurde in einem anderen Forum von einzelnen Usern künstlich massiv aufgebauscht. Tenor: Kritik an Israel oder Solidarität mit Menschen in Gaza/Palestina wird in Antisemitismus umgedeutet.
Das passiert ja auch in bestimmten deutschen Medien regelmäßig und konzernprogrammatisch.

Nichts davon wird den Opfern und den vielen Menschen auf beiden Seiten, die einfach nur in Frieden und Würde leben wollen gerecht. Man möchte speien.
Als gäbe es in der Region unter den Playern noch Unschuldige oder gar eine gute Seite!

Unser Club hat es in seiner offiziellen Verlaufbarung - wie ich finde - sehr gut auf den Punkt gebracht:

" Wir stehen nicht an der Seite einer radikal-antisemitischen, fundamentalistischen Terror-Organisation wie der Hamas oder mit ihren verbündeten Gruppen. Wir stehen aber selbstverständlich auch nicht an der Seite einer rechtsextremen und rassistischen Regierung wie der von Benjamin Netanjahu..."

Die Definition von Sommerloch: Praktikanten in Redaktionen durchforsten Internetforen nach irgendwelchen Schnipseln, mit denen man die Saure-Gurken-Zeit füllen kann.

•     •     •

Die Elbe, der Michel, der Kurs ist immer gut. St. Pauli, die Freiheit, das liegt uns so im Blut,
und hat das Lebensschiff ein Leck, in Hamburg bleiben wir an Deck, in Hamburg, da bleiben wir an Deck

Wem die Freiheit im Blut liegt, der lässt sich seine Meinung nicht von irgendwelchen Führern vorkauen. Nirgendwo, auch nicht im Fußball!

Das Herz von Sankt Pauli wird auch die überdauern, die Sankt Pauli das Herz austreiben wollen.

Jackson Irvine [7] |#2
01.10.2025 - 20:24 Uhr
Unabhängig von den politischen Positionen zeigt die momentane Zeit für mich wie ungeeignet Jackson als Kapitän ist.

Seit Monaten erfüllt er seine Aufgabe als Kapitän nicht. Ich erwarte von einem Kapitän sich selbst etwas zurück zu nehmen und im Sinne des Vereins zu handeln.
Was dem Verein hier gut tun würde, ist für Ruhe zu sorgen. Jackson macht eher gegenteilige.
Jackson Irvine [7] |#3
02.10.2025 - 08:47 Uhr
Zitat von Bueffel
Dadurch, dass Jacksons Frau auch noch nachgetreten hat, macht sich Irvine untragbar für den Verein. Der Verein möge bitte eine schnelle Lösung finden. Müssen sie eben für ihren eigenen St. Pauli Merch was anderes finden (sowieso schon ätzend, dass sie ihre Produkte im Stadion bewirbt, ohne dass das zulässig wäre).


Ob nachtreten hier das richtige Wort ist? Die Kommentare von Herrn Born waren nicht nur dämlich (insbesondere als Mitglied im Aufsichtsrat), sondern auch beleidigend und niederträchtig. Jetzt den Spieß umdrehen zu wollen und zu bemängeln, dass Jemilla Pir den Kommentar in ihre Story gepackt hat, ist meiner Meinung nach unpassend und wenig clever. Ein Aufsichtsrat beleidigt einen Spieler im Internet und man verlangt, dass seine Frau die Füße still hält? Ich denke, das Recht, das publik zu machen, kann man ihr nicht absprechen (ob man das nun gut findet oder nicht). Untragbar gemacht hat sich mMn zuallererst dieser Aufsichtsrat. Wie man so sehr Öl ins Feuer gießen kann (ob gewollt oder nicht), entzieht sich meinem Verständnis. Ich verstehe auch nicht, wieso Jemilla Pir ständig so in den Mittelpunkt gerückt wird. Passt es wirklich zu unserem Verein, sich an einer „Spielerfrau“ - denn auf diese Rolle scheint sie allzuoft reduziert zu werden - aufzureiben? Teilweise liest man nur „‚Jacksons Frau‘ hier, ‚Jacksons Frau’ da“. Dieses „Blame Game“ ist schlechter Stil, den wir uns als Verein nicht leisten sollten. Aufarbeitung braucht es, ja. Konsequenzen werden womöglich auch gezogen werden. Dass „Köpfe rollen“, wie es manche scheinbar sehen wollen, halte ich nicht für die erstrebenswerte Lösung.
Jackson Irvine [7] |#4
03.10.2025 - 10:51 Uhr
Zitat von geestler
Hier wird ein Streit zwischen einem einzelnen Aufsichtsratsmitgliedes mit der Ehefrau eines Spielers durch eine Tageszeitung hochgepuscht. Gibt es nichts Wichtigeres über den Verein zu berichten?


Im Moment leider nein. Es ist eben nicht bloß "ein" Spieler, es ist eben nicht bloß "ein" Vorfall und es ist leider auch nicht nur eine Zeitung (Bild, Spiegel, FAZ, TAZ, Zeit, um mal ein paar zu Überregionale zu nennen, die bereits vor der Pir-Born-Story über die Spannungen im Verein rund um Irvine berichtet haben). Auch, dass ein AR sich so verhält wie er es getan hat, zeigt ja, dass das Thema (und das Verhalten Pirs) im Verein bereits Spuren hinterlassen hat.
Es ist ja leider auch nicht so, dass Borns Kommentare (die wirklich nicht nett und unnötig waren, aber Mobbing ist doch etwas anderes, nebenbei) aus dem Nichts kamen. SIehe unser Nachbarforum, bei dem es mittlerweile über 6500 Beiträge zu Irvine gibt mit über 630.000 Zugriffen. Das Thema ist da und wird für`s Erste nicht mehr verschwinden, zumal Irvine selbst eben auch keine Anstalten macht, die Wogen zu glätten - im Gegenteil.

Spieler sind befristete Angestellte des Vereins. Manchmal mag ich, wie sie sich (öffentlich - nie vergessen!) geben, manchmal mag ich ihre Art Fußball zu spielen. Ansonsten sollte man von ihnen nicht erwarten, dass sie im stärkeren Maße mit dem Verein, seinen Werten usw. identifizieren. Bei vielen Spielern dürfte es dem Vereinsfrieden sogar sehr dienlich sein, dass man deren (gesellschafts-)politische Haltung nicht kennt. Das macht auch nichts, denn dafür sind sie nun einmal auch nicht angestellt worden.

Das "Problem" in der Causa Irvine scheint mir zu sein, dass ihm seitens der Fans eine starke Identifikation mit dem Verein unterstellt wird und er auch lange dafür gefeiert wurde, dass er öffentlich politisch Stellung bezieht und sich zu dem Vereinswerten (wie er sie versteht, wohlgemerkt) bekennt. Ich glaube auch nicht, dass Irvine sich nur entsprechend inszeniert hat. Nun stellen beide Seiten fest, dass es zumindest bei einem Thema deutliche Differenzen zwischen Spielersicht und einem (größeren, nehme ich an) Teil derjenigen Vereinsanhänger gibt, für welche die politische Haltung relevant ist. Zumindest von außen betrachtet hat es recht große Ähnlichkeiten mit einem "enttäuschte-Liebe-Spektakel". Wobei ich damit den Konflikt nicht darauf reduzieren möchte (und persönlich mittlerweile der Anssicht bin, dass Irvines Verhalten in der Öffentlichkeit mit Blick auf unsere Vereinswerte moralisch ziemlich grenzwertig ist).

Meiner Meinung nach täte es allen Beteiligten gut, wenn sie sich daran erinnern würden, dass Irvine, wie jeder Angestellte, das Recht hat, sich öffentlich politisch zu äußern. DIe Äußerung muss niemanden gefallen, aber solange sie nicht gegen Gesetze verstößt, ist sie zu tolerieren. Was nicht heißt, dass man nicht mit der Person innerhalb des Vereins darüber sprechen sollte / dass man seinen Unmut über öffentliche Äußerungen nicht auch öffentlich äußern darf. Umgekehrt muss Irvine (und ja, auch seine Frau) akzeptieren, dass jemand, der als öffentliche Person deutlich öffentlich Stellung bezieht, auch deutliche Kritik erfährt. Das Löschen und Blocken aller kritischen Nachfragen hilft nun wirklich ebensowenig weiter wie das (öffentliche!) Jammern über Kritik, die vollständig ohne Reflexion des eigenen Verhaltens auskommt.

Der Schaden ist angerichtet und mittlerweile bin ich eigentlich froh, dass die "Akte Irvine" aus sportlichen Gründen wohl ihrem Ende bei uns entgegen sieht. Was bedauerlich ist, weil ich Irvine als Typ und in vielerlei Hinsichten auch mit Blick auf seine (öffentlich präsentierte) Haltung mochte. Und erst recht als Fußballer.
Jackson Irvine [7] |#5
13.10.2025 - 14:18 Uhr
Zitat von Opponet
Unabhängig von den politischen Positionen zeigt die momentane Zeit für mich wie ungeeignet Jackson als Kapitän ist.

Seit Monaten erfüllt er seine Aufgabe als Kapitän nicht. Ich erwarte von einem Kapitän sich selbst etwas zurück zu nehmen und im Sinne des Vereins zu handeln.
Was dem Verein hier gut tun würde, ist für Ruhe zu sorgen. Jackson macht eher gegenteilige.



Seit Monaten ist er verletzt und kann das Team auf dem Feld nicht voranbringen. Davon abgesehen hat er allerdings mit seiner Art offenkundig bis April die Mannschaft hinter sich vereinen können, da sie anderenfalls im letzten Jahr sang- und klanglos abgestiegen wäre.

Wo soll er sich denn zurücknehmen? Auf Instagram? Naja, das ist halt auch viel Privatsache.
In der Öffentlichkeit, wo er medienwirksam den Verein in ein gutes Licht rückt, weil er smart und eloquent im Sportstudio auftritt?

Fakt ist, dass hier von einem Spieler ein politisches Bekenntnis verlangt wird, das schlussendlich nicht viel mehr als stumpfer Formalismus ist.

Die Fanszene und der Verein sind mit Hapoel Tel Aviv verbunden, ja. Hapoel und seine Fans werden von der aktuellen israelischen Regierung, die nahezu vollständig Beitar Fans sind, systematisch und unter Verwendung von Hooligan-Gruppen als Prügelknaben verfolgt.

Wenn Jackson sich also gegen die Regierung in Tel Aviv positioniert und sich mit der Palästinensischen Bevölkerung solidarisiert, widerspricht er damit nur in einer unfassbar verkürzten Sicht der Dinge der "offiziellen" Linie der Fans und des Vereins. Es ist denklogischer sich gegen Ben Gvir und Bibi als Beitar Jerusalem Fans zu positionieren und deren Sanktionierung für nachweislich begangene Kriegsverbrechen zu fordern, als symbolpolitisch im Hapoel Shirt herumzulaufen und dann die Feinde der Fanfreunde innerhalb des überaus heterogenen Staates Israel zu unterstützen.

Bibi Netanyahu ist nicht Israel und Israel ist nicht Hapoel. Ganz sicher ist Bibi nicht Hapoel und die Befürwortung eines palästinensischen Überlebens gleichbedeutend mit einer Frontalattacke auf Hapoel.


Vielleicht sollten sich AR-Mitglieder einmal die Mühe machen und sich vor Ort erkundigen, was deutsche Akteure zur aktiven und tatsächlichen Unterstützung der Freunde von Hapoel, die als Linke aus bzw. in Israel doppelt marginalisiert werden (innerhalb des immer autoritärer werdenden Staates Israel und aufgrund ihrer Stellung als Israelis im Ausland).

Die gesamte Debatte ist dermaßen sinnentleert, dass ich mich wirklich frage, wie einigermaßen gebildete Menschen dermaßen kurzsichtig auf diffizile Sachlagen blicken können.

Darf ich jetzt auch mein Bohemian Dublin Shirt nicht mehr tragen, weil die Erlöse daraus zu 30% an den Relief-Fund for Palestine gegangen sind und Fontaines DC, mit denen dafür kooperiert wurde, bei ihren Konzerten Free Palestine rufen und eine Flagge wedeln?

Kann doch unmöglich der Sinn und Zweck eines "progressiven" Vereins und Fanlagers zu sein, in einer der schwersten humanitären Katastrophen des 21. Jahrhunderts munter die Achseln zu zucken und Jackson als Ham*s-Anhänger darzustellen...
Jackson Irvine [7] |#6
22.10.2025 - 17:10 Uhr
Zitat von Braemo16

Zitat von Opponet

Unabhängig von den politischen Positionen zeigt die momentane Zeit für mich wie ungeeignet Jackson als Kapitän ist.

Seit Monaten erfüllt er seine Aufgabe als Kapitän nicht. Ich erwarte von einem Kapitän sich selbst etwas zurück zu nehmen und im Sinne des Vereins zu handeln.
Was dem Verein hier gut tun würde, ist für Ruhe zu sorgen. Jackson macht eher gegenteilige.



Seit Monaten ist er verletzt und kann das Team auf dem Feld nicht voranbringen. Davon abgesehen hat er allerdings mit seiner Art offenkundig bis April die Mannschaft hinter sich vereinen können, da sie anderenfalls im letzten Jahr sang- und klanglos abgestiegen wäre.

Wo soll er sich denn zurücknehmen? Auf Instagram? Naja, das ist halt auch viel Privatsache.
In der Öffentlichkeit, wo er medienwirksam den Verein in ein gutes Licht rückt, weil er smart und eloquent im Sportstudio auftritt?

Fakt ist, dass hier von einem Spieler ein politisches Bekenntnis verlangt wird, das schlussendlich nicht viel mehr als stumpfer Formalismus ist.

Die Fanszene und der Verein sind mit Hapoel Tel Aviv verbunden, ja. Hapoel und seine Fans werden von der aktuellen israelischen Regierung, die nahezu vollständig Beitar Fans sind, systematisch und unter Verwendung von Hooligan-Gruppen als Prügelknaben verfolgt.

Wenn Jackson sich also gegen die Regierung in Tel Aviv positioniert und sich mit der Palästinensischen Bevölkerung solidarisiert, widerspricht er damit nur in einer unfassbar verkürzten Sicht der Dinge der "offiziellen" Linie der Fans und des Vereins. Es ist denklogischer sich gegen Ben Gvir und Bibi als Beitar Jerusalem Fans zu positionieren und deren Sanktionierung für nachweislich begangene Kriegsverbrechen zu fordern, als symbolpolitisch im Hapoel Shirt herumzulaufen und dann die Feinde der Fanfreunde innerhalb des überaus heterogenen Staates Israel zu unterstützen.

Bibi Netanyahu ist nicht Israel und Israel ist nicht Hapoel. Ganz sicher ist Bibi nicht Hapoel und die Befürwortung eines palästinensischen Überlebens gleichbedeutend mit einer Frontalattacke auf Hapoel.


Vielleicht sollten sich AR-Mitglieder einmal die Mühe machen und sich vor Ort erkundigen, was deutsche Akteure zur aktiven und tatsächlichen Unterstützung der Freunde von Hapoel, die als Linke aus bzw. in Israel doppelt marginalisiert werden (innerhalb des immer autoritärer werdenden Staates Israel und aufgrund ihrer Stellung als Israelis im Ausland).

Die gesamte Debatte ist dermaßen sinnentleert, dass ich mich wirklich frage, wie einigermaßen gebildete Menschen dermaßen kurzsichtig auf diffizile Sachlagen blicken können.

Darf ich jetzt auch mein Bohemian Dublin Shirt nicht mehr tragen, weil die Erlöse daraus zu 30% an den Relief-Fund for Palestine gegangen sind und Fontaines DC, mit denen dafür kooperiert wurde, bei ihren Konzerten Free Palestine rufen und eine Flagge wedeln?

Kann doch unmöglich der Sinn und Zweck eines "progressiven" Vereins und Fanlagers zu sein, in einer der schwersten humanitären Katastrophen des 21. Jahrhunderts munter die Achseln zu zucken und Jackson als Ham*s-Anhänger darzustellen...


Wenn ein Spieler ein Shirt mit einer Landkarte trägt, auf der Israel gänzlich in den Farben Palästinas eingehüllt wird, das Land damit also symbolisch nicht mehr existiert, dann geht das eben dann doch über eine Kritik an der israelischen Regierung bzw. Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung hinaus.

Ich gehöre gewiss nicht zu denjenigen, die jedwede Kritik an der israelischen Regierung mit Antisemitismus assoziieren. In diesem Fall ist es aber eine Relativierung, wenn man lediglich von Kritik und Solidarität mit Palästinensern spricht.

Wenn man über eine abgebildete Landkarte Israel das Existenzrecht aberkennt, ist das eine antisemitische Position. Das hat dann auch nichts mit Netanjahu und seiner Regierung mehr zu tun. Wenn Irvine das dann als"tief verletzend" empfindet, ist das ganz einfach sein persönliches Problem. Zumal seine Frau sich auch nicht gerade positiv hervorgetan hat.

Das Auftreten von Born war genauso wenig schlau.

Letztendlich hat die ganze Geschichte Unruhe in den Verein gebracht. Für diese Unruhe hat allerdings vor allem Irvine gesorgt.
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Fussballclown am 22.10.2025 um 17:31 Uhr bearbeitet
Jackson Irvine [7] |#7
07.11.2025 - 23:19 Uhr
Zitat von Fussballclown
Zitat von Braemo16

Zitat von Opponet

Unabhängig von den politischen Positionen zeigt die momentane Zeit für mich wie ungeeignet Jackson als Kapitän ist.

Seit Monaten erfüllt er seine Aufgabe als Kapitän nicht. Ich erwarte von einem Kapitän sich selbst etwas zurück zu nehmen und im Sinne des Vereins zu handeln.
Was dem Verein hier gut tun würde, ist für Ruhe zu sorgen. Jackson macht eher gegenteilige.



Seit Monaten ist er verletzt und kann das Team auf dem Feld nicht voranbringen. Davon abgesehen hat er allerdings mit seiner Art offenkundig bis April die Mannschaft hinter sich vereinen können, da sie anderenfalls im letzten Jahr sang- und klanglos abgestiegen wäre.

Wo soll er sich denn zurücknehmen? Auf Instagram? Naja, das ist halt auch viel Privatsache.
In der Öffentlichkeit, wo er medienwirksam den Verein in ein gutes Licht rückt, weil er smart und eloquent im Sportstudio auftritt?

Fakt ist, dass hier von einem Spieler ein politisches Bekenntnis verlangt wird, das schlussendlich nicht viel mehr als stumpfer Formalismus ist.

Die Fanszene und der Verein sind mit Hapoel Tel Aviv verbunden, ja. Hapoel und seine Fans werden von der aktuellen israelischen Regierung, die nahezu vollständig Beitar Fans sind, systematisch und unter Verwendung von Hooligan-Gruppen als Prügelknaben verfolgt.

Wenn Jackson sich also gegen die Regierung in Tel Aviv positioniert und sich mit der Palästinensischen Bevölkerung solidarisiert, widerspricht er damit nur in einer unfassbar verkürzten Sicht der Dinge der "offiziellen" Linie der Fans und des Vereins. Es ist denklogischer sich gegen Ben Gvir und Bibi als Beitar Jerusalem Fans zu positionieren und deren Sanktionierung für nachweislich begangene Kriegsverbrechen zu fordern, als symbolpolitisch im Hapoel Shirt herumzulaufen und dann die Feinde der Fanfreunde innerhalb des überaus heterogenen Staates Israel zu unterstützen.

Bibi Netanyahu ist nicht Israel und Israel ist nicht Hapoel. Ganz sicher ist Bibi nicht Hapoel und die Befürwortung eines palästinensischen Überlebens gleichbedeutend mit einer Frontalattacke auf Hapoel.


Vielleicht sollten sich AR-Mitglieder einmal die Mühe machen und sich vor Ort erkundigen, was deutsche Akteure zur aktiven und tatsächlichen Unterstützung der Freunde von Hapoel, die als Linke aus bzw. in Israel doppelt marginalisiert werden (innerhalb des immer autoritärer werdenden Staates Israel und aufgrund ihrer Stellung als Israelis im Ausland).

Die gesamte Debatte ist dermaßen sinnentleert, dass ich mich wirklich frage, wie einigermaßen gebildete Menschen dermaßen kurzsichtig auf diffizile Sachlagen blicken können.

Darf ich jetzt auch mein Bohemian Dublin Shirt nicht mehr tragen, weil die Erlöse daraus zu 30% an den Relief-Fund for Palestine gegangen sind und Fontaines DC, mit denen dafür kooperiert wurde, bei ihren Konzerten Free Palestine rufen und eine Flagge wedeln?

Kann doch unmöglich der Sinn und Zweck eines "progressiven" Vereins und Fanlagers zu sein, in einer der schwersten humanitären Katastrophen des 21. Jahrhunderts munter die Achseln zu zucken und Jackson als Ham*s-Anhänger darzustellen...


Wenn ein Spieler ein Shirt mit einer Landkarte trägt, auf der Israel gänzlich in den Farben Palästinas eingehüllt wird, das Land damit also symbolisch nicht mehr existiert, dann geht das eben dann doch über eine Kritik an der israelischen Regierung bzw. Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung hinaus.

Ich gehöre gewiss nicht zu denjenigen, die jedwede Kritik an der israelischen Regierung mit Antisemitismus assoziieren. In diesem Fall ist es aber eine Relativierung, wenn man lediglich von Kritik und Solidarität mit Palästinensern spricht.

Wenn man über eine abgebildete Landkarte Israel das Existenzrecht aberkennt, ist das eine antisemitische Position. Das hat dann auch nichts mit Netanjahu und seiner Regierung mehr zu tun. Wenn Irvine das dann als"tief verletzend" empfindet, ist das ganz einfach sein persönliches Problem. Zumal seine Frau sich auch nicht gerade positiv hervorgetan hat.

Das Auftreten von Born war genauso wenig schlau.

Letztendlich hat die ganze Geschichte Unruhe in den Verein gebracht. Für diese Unruhe hat allerdings vor allem Irvine gesorgt.


Auf jeden Fall hat der Ehrenrat mal gehandelt und René Born mit einer Geldstrafe sanktioniert.
Das Thema wird sicherlich auf der MV noch weiter Behandlung finden.
Deine Analyse ist in der Frage komplett irrelevant, egal wie man dazu steht.
Dem AR und dem Verein steht es nicht zu, über Irvines Ansichten öffentlich zu urteilen.
Jackson Irvine [7] |#8
17.11.2025 - 17:56 Uhr
Zitat von Fussballclown
Zitat von Braemo16

Zitat von Opponet

Unabhängig von den politischen Positionen zeigt die momentane Zeit für mich wie ungeeignet Jackson als Kapitän ist.

Seit Monaten erfüllt er seine Aufgabe als Kapitän nicht. Ich erwarte von einem Kapitän sich selbst etwas zurück zu nehmen und im Sinne des Vereins zu handeln.
Was dem Verein hier gut tun würde, ist für Ruhe zu sorgen. Jackson macht eher gegenteilige.



Seit Monaten ist er verletzt und kann das Team auf dem Feld nicht voranbringen. Davon abgesehen hat er allerdings mit seiner Art offenkundig bis April die Mannschaft hinter sich vereinen können, da sie anderenfalls im letzten Jahr sang- und klanglos abgestiegen wäre.

Wo soll er sich denn zurücknehmen? Auf Instagram? Naja, das ist halt auch viel Privatsache.
In der Öffentlichkeit, wo er medienwirksam den Verein in ein gutes Licht rückt, weil er smart und eloquent im Sportstudio auftritt?

Fakt ist, dass hier von einem Spieler ein politisches Bekenntnis verlangt wird, das schlussendlich nicht viel mehr als stumpfer Formalismus ist.

Die Fanszene und der Verein sind mit Hapoel Tel Aviv verbunden, ja. Hapoel und seine Fans werden von der aktuellen israelischen Regierung, die nahezu vollständig Beitar Fans sind, systematisch und unter Verwendung von Hooligan-Gruppen als Prügelknaben verfolgt.

Wenn Jackson sich also gegen die Regierung in Tel Aviv positioniert und sich mit der Palästinensischen Bevölkerung solidarisiert, widerspricht er damit nur in einer unfassbar verkürzten Sicht der Dinge der "offiziellen" Linie der Fans und des Vereins. Es ist denklogischer sich gegen Ben Gvir und Bibi als Beitar Jerusalem Fans zu positionieren und deren Sanktionierung für nachweislich begangene Kriegsverbrechen zu fordern, als symbolpolitisch im Hapoel Shirt herumzulaufen und dann die Feinde der Fanfreunde innerhalb des überaus heterogenen Staates Israel zu unterstützen.

Bibi Netanyahu ist nicht Israel und Israel ist nicht Hapoel. Ganz sicher ist Bibi nicht Hapoel und die Befürwortung eines palästinensischen Überlebens gleichbedeutend mit einer Frontalattacke auf Hapoel.


Vielleicht sollten sich AR-Mitglieder einmal die Mühe machen und sich vor Ort erkundigen, was deutsche Akteure zur aktiven und tatsächlichen Unterstützung der Freunde von Hapoel, die als Linke aus bzw. in Israel doppelt marginalisiert werden (innerhalb des immer autoritärer werdenden Staates Israel und aufgrund ihrer Stellung als Israelis im Ausland).

Die gesamte Debatte ist dermaßen sinnentleert, dass ich mich wirklich frage, wie einigermaßen gebildete Menschen dermaßen kurzsichtig auf diffizile Sachlagen blicken können.

Darf ich jetzt auch mein Bohemian Dublin Shirt nicht mehr tragen, weil die Erlöse daraus zu 30% an den Relief-Fund for Palestine gegangen sind und Fontaines DC, mit denen dafür kooperiert wurde, bei ihren Konzerten Free Palestine rufen und eine Flagge wedeln?

Kann doch unmöglich der Sinn und Zweck eines "progressiven" Vereins und Fanlagers zu sein, in einer der schwersten humanitären Katastrophen des 21. Jahrhunderts munter die Achseln zu zucken und Jackson als Ham*s-Anhänger darzustellen...


Wenn ein Spieler ein Shirt mit einer Landkarte trägt, auf der Israel gänzlich in den Farben Palästinas eingehüllt wird, das Land damit also symbolisch nicht mehr existiert, dann geht das eben dann doch über eine Kritik an der israelischen Regierung bzw. Solidarität mit der palästinensischen Bevölkerung hinaus.

Ich gehöre gewiss nicht zu denjenigen, die jedwede Kritik an der israelischen Regierung mit Antisemitismus assoziieren. In diesem Fall ist es aber eine Relativierung, wenn man lediglich von Kritik und Solidarität mit Palästinensern spricht.

Wenn man über eine abgebildete Landkarte Israel das Existenzrecht aberkennt, ist das eine antisemitische Position. Das hat dann auch nichts mit Netanjahu und seiner Regierung mehr zu tun. Wenn Irvine das dann als"tief verletzend" empfindet, ist das ganz einfach sein persönliches Problem. Zumal seine Frau sich auch nicht gerade positiv hervorgetan hat.

Das Auftreten von Born war genauso wenig schlau.

Letztendlich hat die ganze Geschichte Unruhe in den Verein gebracht. Für diese Unruhe hat allerdings vor allem Irvine gesorgt.


Irvine hat nicht direkt die Unruhe gebracht. Vielmehr ist es doch bei St. Pauli genauso wie in der deutschen Öffentlichkeit. Einerseits diese Staatsräson + Medien die ganz offensichtlich pro Israel agieren und den Menschen in Deutschland nur einseitige Darstellung liefern. Dazu noch eine israelische Regierung mit Verbündeten die Massive Gelder in die Meinungsbeeinflussung investiert. Kauf von TikTok etc. Spezielle Situation in Deutschland wo sich der israelische Botschafter auch noch massiv in die deutsche Innenpolitik einmischt. Zudem wird jeder der in Deutschland Kritik übt als Antisemit verunglimpft. Selbst Juden sind betroffen wie jüngst zu sehen. Früher hätten zumindest viele Medien das zum Thema gemacht. Darüber hinaus ein Blick auf das St Pauli Forum Speziell zu Irvine ist ja Hetze pur. Im allgemeinen auf Deutschland bezogen kann man feststellen das es in den USA ganz anders läuft. Israel Unterstützer müssen massiv um Ihre Wiederwahl bangen. Trump selbst beklagt das ja. Ist halt alles Folge des massiven israelischen Einflusses. Zurück zu Irvine. Für St Pauli ist der auch sportlich enorm wichtig. Nicht einfach nur als Kapitän grundsätzlich sondern auch für Seinen Willen, Einsatz etc. Mit Ihm haben Sie vielleicht eine Chance die Klasse zu halten.
Jackson Irvine [7] |#9
05.08.2026 - 14:04 Uhr
Jackson Irvine geht nach Japan.

Ob das an Teilen der Presse und einer Gruppe von eigenen Fans lag, die ihn jetzt seit Monaten angefeindet haben, weil er mal ein politisch-inkorrektes T-Shirt getragen hat und sich anschließend nicht mit einem 100-seitigen Statement davon distanziert hat mag ich nicht beurteilen.

Ich persönlich werde ihn aus sportlicher Sicht auf jeden Fall vermissen. Weiterhin viel Erfolg, Jackson...

•     •     •

Grüße aus der Stader Geest
Jackson Irvine [7] |#10
05.08.2026 - 16:55 Uhr
Zitat von geestler

Ob das an Teilen der Presse und einer Gruppe von eigenen Fans lag, die ihn jetzt seit Monaten angefeindet haben, (...)

Ich persönlich werde ihn aus sportlicher Sicht auf jeden Fall vermissen. Weiterhin viel Erfolg, Jackson...


Unterstütze deinen Beitrag zu 100%.

In dem Verein, der "non established" vor sich her trägt wie kein zweiter, sollte sich ein Spieler eine eigene, kritische und von der Linie (muss man sich mal vorstellen!) abweichende Meinung bilden und vertreten dürfen. Sei es, wenn es um Menschenrechte geht, sei es, wenn es um Abläufe im Verein und das Hinterfragen derselben geht.
Ich glaube, dem war nicht so.
Irvine wurde sonst so gern vom Club als "der besondere, der andere" Profi genutzt.
Aber manchmal treffen kritische Geister halt (auf) dünne Häute oder besonders treue Linien.

Mach's gut, Captain Jack! Und bleib stabil!

•     •     •

Die Elbe, der Michel, der Kurs ist immer gut. St. Pauli, die Freiheit, das liegt uns so im Blut,
und hat das Lebensschiff ein Leck, in Hamburg bleiben wir an Deck, in Hamburg, da bleiben wir an Deck

Wem die Freiheit im Blut liegt, der lässt sich seine Meinung nicht von irgendwelchen Führern vorkauen. Nirgendwo, auch nicht im Fußball!

Das Herz von Sankt Pauli wird auch die überdauern, die Sankt Pauli das Herz austreiben wollen.


Dieser Beitrag wurde zuletzt von Shakes am 05.08.2026 um 17:09 Uhr bearbeitet
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