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Gilberto

02.07.2004 - 16:30 Uhr
Hertha: Brasilianer unterschreibt Vertrag bis 2008 - Goor-Wechsel zu Feyenoord perfekt - 02.07.2004 15:53
Gilberto offiziell vorgestellt
Bundesligist Hertha BSC hat am Freitagnachmittag seinen letzten Neuzugang für die kommende Saison vorgestellt. Der Brasilianer Gilberto da Silva Melo soll in den kommenden vier Spielzeiten die linke Seite der Hauptstadt-Elf verstärken.
Abschied von der Spree: Bart Goor geht, Gilberto kommt.
Der Linksfuß (27, 1,80m, 78kg), bislang noch beim AD Sao Caetano bis 31. 12. 2006 unter Vertrag, kann links in der Viererabwehrkette, aber auch offensiver im linken und zentralen Mittelfeld eingesetzt werden. Die Ablöse für Gilberto soll bei 1,5 Millionen Euro liegen.

"Es gab viele Angebote", so der Neuzugang bei der Pressekonferenz in Berlin, "aber die Herausforderung, in der Bundesliga zu spielen, war sehr groß. Die Erwartungen sind ebenso groß, aber wir sollten durchaus auch an Titel denken."

Trainer Falko Götz wird entgegenkommen, dass der zweimalige Nationalspieler Gilberto wegen einer Knieverletzung nicht bei der am 6. Juli beginnenden Copa America teilnehmen wird und in der Vorbereitungsphase präsent sein kann. In knapp zwei Wochen soll der Südamerikaner wieder einsatzfähig sein.


Gilberto könnte die Lücke schließen, die durch den Weggang des belgischen Nationalspielers Bart Goor entsteht. Goor, der noch ein Jahr Vertrag hatte, wechselt zum niederländischen Erstligisten und ehemaligen UEFA-Cup-Sieger Feyenoord Rotterdam. Er unterschreibt dort für zwei Jahre plus ein Jahr Option. Die Hertha soll für den 31-Jährigen, der in 87 Bundesliga-Spielen 13 Treffer erzielte, etwa eine Million Euro Ablöse einstreichen.

Am Dienstag hatte der Klub mit Torwart Gerhard Tremmel (25, Einjahresvertrag plus Klub-Option für zwei Jahre) den nach Oliver Schröder und Yildiray Bastürk dritten Neuzugang vorgestellt.

Quelle: http://www.kicker.de/content/news/artikel.asp?folder=3100&object=301155&liga=1&saison=2004/05&spieltag=1&gruppe=10616
Gilberto |#1
02.07.2004 - 16:54 Uhr
bin mal neugierig, ob er im baldigen spiel deutschland vs brasilien im kader steht oder doch nur ein pseudo-nm-spieler ist.

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Gilberto |#2
02.07.2004 - 18:00 Uhr
Da wird er nicht im Kader sein. Er gehört zur "Selecao B"
Gilberto |#3
02.07.2004 - 20:20 Uhr
Gilberto Silva so heißt nun wohl unser letzter Neuzugang für dierse Saison, nun gut.

Was wissen wir ? Nahezu nichts, es bleibt uns nichts anderes übrig als uns überraschen zu lassen. Sowohl negative als auch positive könnten sich abwechseln, denn eigentlich hört sich ja die "Bewerbung" sehr ordentlich an.

- variabel links einsetzbar
- schnell
- gutes Alter
- zug zum Tor
- Hammerschuß

Ich war strikt gegen eine Verpflichtung eines weiteren Südamerikaners, aber auf mich will ja keiner hören. Wünsche nur Hoeneß, er hat diesmal ein glücklicheres Händchen als bei Alves oder Luizao.

Bin der Meinung, gerade von Brasilianern wird immer viel erwartet bzw. verlangt da kann man eigentlich nur verlieren. Auch Gilberto braucht sicherlich Eingewöhnugsphase, die er auf jeden Fall bekommt. Er muss ja nicht gleich in Saison 1 natlos überzeugen, schön wäre es aber. Inwiefern er ein Pflegmatiker oder Sensibelchen ist, kann man nicht beurteilen das kann wohl auch nicht die Herren Götz und Hoeneß nicht.

Auf den ersten Blick, ist nun unser Mittelfeld prima besetzt und unser bestes besetztes Mannschaftsteil gerade Marcelinho, Bastürk oder Gilberto können Spiele alleine entscheiden, dazu Leute die auch eine gewisse QWualität mitbringen ( Marx, Dardai, Zecke).

Ich hätte mir zwar lieber einen Manndecker gewünscht, aber nun gut müssen wa mit den verletungsanfälligen Rehmer oder van Burik die Saison überstehen. Dass ein Madlung nocht nicht Stammspieler werden kann, ist hinglänglich bekannt schlimmstenmfalls muss Friedrich wieder nach innen rücken.....
Gilberto |#4
02.07.2004 - 22:10 Uhr

>
>Anscheinend haben die Herren in der Führungsetage nen
>Südamerika-Fetisch...kann ich nich ganz nachvollziehen

die fertigen spieler sind dort halt sehr billig.



...ich
>würde mir lieber wünschen ein paar eigene Talente aufzubauen,
>naja, wird wohl nix...

in der letzten saison haben doch sehr viele talente bei uns fuß gefaßt. man braucht auch ein paar leitwölfe, wenn man bestehen will.
ich bin glücklich, daß nicht noch so ein perspektivspieler geholt wurde. hätte bloß ludvigsen gerne wiedergesehen.

>
>Dazu ist mir noch völlig unverständlich wie man Lapa abgeben
>kann? Und dann noch für so wenig...


dito

ein weiter Aspekt, den man
>kritisieren muss, ebenso wie das wenige Geld, das man mit Goor
>erzielt hat...

dito

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Gilberto |#5
04.07.2004 - 16:20 Uhr
So wir können offiziell einen neuen Herthaner begrüßen:

02.07.2004:
Gilberto kommt, Goor geht


Berlin - Hertha BSC ist um einen Brasilianer reicher: am Freitag (02.07.04) begrüßten Manager Dieter Hoeneß und Trainer Falko Götz den Neuzugang Gilberto zu seiner ersten Pressekonferenz.


"Wir sind sehr glücklich, dass wir Gilberto nach reiflichen Verhandlungen für vier Jahre verpflichten konnten", äußerte sich Dieter Hoeneß hocherfreut über das neue Gesicht. Gilberto war neben Hertha von zwei weiteren europäischen Vereinen umworben worden, hatte sich jedoch nach dem ersten Besuch der Hertha-Delegation in Südamerika für den Wechsel an die Spree entschieden.


Belebung für die Offensive


Sowohl Trainer Falko Götz, als auch Dieter Hoeneß sind sich sicher, dass ihr neuer Schützling die Offensive beleben wird: "Dieser Neuzugang bietet zusammen mit Yildiray Bastürk eine fantastische Möglichkeit, das Kreativspiel zu verbessern", meinte Hoeneß, und Götz ergänzte: "Gilberto ist ein Grund mehr, sich auf die neue Saison zu freuen. Wir wollen nun so schnell wie möglich dafür sorgen, dass er sich hier wohlfühlt."


Gilberto selbst wird sich vorerst noch mit Formalitäten befassen müssen. Noch am Freitagabend fliegt er zunächst zurück in seine brasilianische Heimat. Dort will er eine Innenbanddehnung am Knie auskurieren, zum Trainingslager von Hertha wird er aber wieder zurück erwartet.


Große Ziele: "Will einen Titel holen!"


Für die kommende Saison hat sich Gilberto viel vorgenommen: "Es ist eine große Herausforderung, in der Bundesliga zu spielen. Ich will mein Bestes tun, damit die Mannschaft einen Titel holen kann", sagte er. "Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, noch einmal in Europa zu spielen." Vorher hatte Gilberto bereits für ein Jahr bei Inter Mailand gespielt.


Goor wechselt zu Feyenoord


Trennen wird sich die Hertha zur kommenden Saison von Bart Goor: Wie Manager Hoeneß mitteilte, wechselt Goor mit sofortiger Wirkung zum holländischen Ehrendivisionär Feyenoord Rotterdam. Darauf hatten sich beide Vereine geeinigt. Herthabsc.de wünscht dem symphatischen Belgier alles Gute für seine neue Station und sagt Danke für drei tolle Jahre!

Quelle: http://www.herthabsc.de/index.php?id=8407
Gilberto |#6
04.07.2004 - 20:25 Uhr
>Wie schon gesagt, den Mann wird hier kaum einer einschätzen
>können. Da kann man nur hoffen.

dito

>Erstaunlich ist die Verpflichtung aber schon. DH hatte sich ja
>schon mal kritisch Brasis gegenüber geäussert und wollte keine
>mehr verpflichten. Das führte ja seinerzeit zu gewissen
>Nachfragen. Nun sollte seine Südamerikareise wohl Erfolg
>zeigen, er konnte ja nicht ohne irgendeine Verpflichtung
>wiederkommen nachdem die beiden, wegen denen gereist wurde,
>nicht klappten.

Das vermute ich in der Tat, auch.

>Irritierend ist auch, dass Gilberto es nirgendwo länger
>aushielt.:
>
>04 / 05 SC Sao Caetano - Hertha BSC
>03 / 04 Gremio Porto Alegre - SC Sao Caetano
>01 / 02 SE Vasco da Gama - Gremio Porto Alegre
>99 / 00 International de Porto Alegre - SE Vasco da Gama
>98 / 99* Cruzeiro Belo Horizonte - Inter Mailand
>98 / 99 Flamengo Rio de Janeiro - Cruzeiro Belo Horizonte

Daran hab ich auch schon gedacht, erstaunlich viele Vereine für einen 28 jährigen. Hoffen wir mal, dass er hier es länger ausghält & er uns viel Freude bereitet.
Gilberto |#7
10.07.2004 - 20:11 Uhr
http://www.tagesspiegel.de/sport/index.asp?gotos=http://archiv.tagesspiegel.de/toolbox-neu.php?ran=on&url=http://archiv.tagesspiegel.de/archiv/11.07.2004/1239685.asp#art

Das andere Brasilien

Herthas Neuer Gilberto gibt sich seriös

Von Friedhard Teuffel, Walchsee

So wie am ersten Tag kann es nicht weitergehen für Gilberto. Da hat der neue Fußballprofi von Hertha BSC alleine mit dem verletzten Giuseppe Reina Kräftigungsübungen machen müssen, während die anderen nebenan Fußballtennis spielten und laut lachten. Dabei ist Gilberto aus Brasilien zu Hertha gekommen, um dazuzugehören. „Ich möchte hart arbeiten, mich anpassen und zeigen, dass auch andere von mir profitieren können“, sagt er. Ein paar Tage wird sich der 27 Jahre alte Brasilianer damit im Trainingslager in Tirol noch gedulden müssen, bis sich sein Knie von einer Überdehnung des Innenbandes erholt hat.

Wie es ist, nicht dazuzugehören, das hat Gilberto da Silva Melo schon schmerzlich erfahren. 1999 wechselte er mitten in der Saison zu Inter Mailand. Es war seine erste Station in Europa. Er kam ohne Familie, und nach wenigen Monaten reiste er wieder zurück, weil er aus seiner Außenseiterrolle nie herausgekommen war. „Diesmal bin ich ganz anders aufgenommen worden“, sagt er. Vor allem aber will der zweimalige Nationalspieler diesmal selbst alles dazu tun, um ein fester Bestandteil der Mannschaft zu werden. „Er fragt mich schon seit Tagen, wann er endlich mit dem Deutschlernen anfangen kann“, erzählt Nilson Maldaner, der für Hertha Kontakte in Brasilien knüpft und Gilberto von Rio de Janeiro aus ins Trainingslager begleitet hat.

Ein bisschen erstaunlich ist es schon, dass Gilberto zu Hertha gefunden und dort einen Vertrag für vier Jahre unterschrieben hat. Denn aus Berlin sind bereits Landsleute Gilbertos enttäuscht zurückgekehrt, die beiden Stürmer Alex Alves und Luizao etwa. Ihre Leistungen waren nicht gut genug, zudem führte sich gerade Alex Alves auf wie eine Diva. Aber auch der Klub stellte sich im Umgang mit den Brasilianern nicht immer geschickt an. Dennoch hat sich Gilberto für Berlin entschieden, weil er eine Herausforderung suche und Hertha für einen seriösen Verein hält. Dass er besser in Berlin zurechtkommen wird als Alex Alves und Luizao, davon ist Gilberto überzeugt. „Ich habe einen anderen Stil“, sagt er und drückt damit sehr diplomatisch aus, dass er sich reifer einschätzt als die beiden anderen.

Gilberto hat ein ruhiges, zurückhaltendes Auftreten. Trainer Falko Götz glaubt daher, nicht nur einen torgefährlichen Spieler für das linke offensive Mittelfeld verpflichtet zu haben, sondern auch eine Persönlichkeit: „Er hat einen menschlich sehr guten Eindruck gemacht.“ Gilberto hat auch einen anderen Stil als Herthas Spielgestalter Marcelinho. Ihn unterscheidet nach Aussage von Nilson Maldaner von Marcelinho dies: „Er ist kein Nachtvogel.“ Gilberto sagt, er sei gerne bei seiner Familie. Seine Frau wird in vier Monaten auch mit der Tochter nach Berlin ziehen. Von seiner Familie erzählt Gilberto viel: Seine Mutter habe ihn und seine sieben älteren Geschwister alleine groß gezogen, weil sein Vater starb, als Gilberto sechs Monate alt war. „Sie hat hart gearbeitet für uns, auch nachts. Sie spielt eine wichtige Rolle in meinem Leben.“ Gilberto will zeigen, dass er genug fürs Leben mitbekommen hat, um auch in Europa dazuzugehören.

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Gilberto |#8
13.07.2004 - 13:57 Uhr
http://www.kicker.de/content/news/artikel.asp?folder=3100&object=301643&liga=1&saison=2004/05&spieltag=1&gruppe=10701


"Der Nächste, bitte!"

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Da war sie wieder. Die Frage nach einem, der längst weg ist. Die Frage nach Alex Alves. Dieter Hoeneß hatte soeben Gilberto als letzten Neuzugang für die Saison 2004/05 vorgestellt - und nun sollte der Hertha-Manager erklären, was er bei der Integration des Brasilianers anders zu machen gedenke als weiland bei Alves.
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"Jetzt bin ich am Zug!" Herthas Neuer Gilberto.In Hoeneß brodelte es. "Wenn man Alex Alves als Synonym für Brasilianer nimmt", bellte er, "dann tut man den Brasilianern Unrecht."

Das stimmt vermutlich. Aber es ändert nichts daran, dass Hertha bei den Zugängen vom Zuckerhut oft daneben lag. Alves war mental nicht volljährig. Der hochbegabte Stürmer, im Januar 2000 für umgerechnet 7,7 Millionen Euro Ablöse verpflichtet und damit bis heute Herthas teuerster Einkauf aller Zeiten, pendelte zwischen genialen Einfällen und unfassbaren Ausfällen (81 Spiele/25 Tore). Er wechselte im Mai 2003 für 500 000 Euro zu Atletico Mineiro, im Februar 2004 zu Vasco da Gama. Herthas Chefscout Rudi Wojtowicz sagt heute: "Wir verpflichteten einen Fußballstar und bekamen jemanden, der sich wie ein Filmstar benahm."

Bereits unmittelbar nach Alves' Abgang wertete Dieter Hoeneß das Verlustgeschäft aus. "Wir alle haben gelernt", sagte er und gab als Devise für die Zukunft aus, "noch stärker auf das Erlernen der Sprache zu achten, mehr Toleranz bei der Integration zu zeigen und bei der Spielersuche noch mehr auf den Charakter zu schauen."
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Gilberto in Zahlen
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Bei den im Sommer 2002 geholten Luizao und Nené gab es charakterlich in der Tat wenig zu beanstanden - trotzdem scheiterten beide. Nené warfen innerhalb einer Saison fünf (!) Muskelfaserrisse zurück. Angesichts dieser Verletzungsanfälligkeit ließ Hertha die Option verstreichen und den menschlich und fußballerisch gewiss tauglichen Linksverteidiger nach zehn Einsätzen ziehen.
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"Er ordnet sich ein - er spielt fürs Team." Rudi Wojtowicz, Chefscout
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Bei Luizao nahm die Redewendung vom optischen Übergewicht im Fußball Formen an. Richtig fit wurde der Stürmer nie (26 Einsätze/vier Tore). Wenn er spielte, bezog er stur seinen Warteposten in vorderster Linie, als gäbe es sonst nichts zu tun. Der mit üppigem Salär (2,2 Millionen Euro brutto pro Saison) und einem Vierjahresvertrag ausgestattete Weltmeister war mit Tempo und Zweikampfhärte in der Bundesliga überfordert. Anfang März 2004 löste er seinen Vertrag auf, Tage später unterschrieb er bei Botafogo Rio de Janeiro.

Nur Marcelinho, 2001 für umgerechnet sieben Millionen Euro Ablöse von Gremio Porto Alegre geholt, schlug ein. Dass er schon mal zur Unzeit feiert, seinen Urlaub überzieht - egal. Seine Ideen und seine Abschlussstärke (35 Tore in 91 Spielen) beförderten ihn zum Kopf der Berliner Kreativabteilung.

Jetzt heißt es bei Hertha: "Der nächste Brasilianer, bitte!"

Marcelinho "soll Gilberto helfen", sagt Hoeneß. Falls das nötig ist. Denn der Linksfuß, der für 1,5 Millionen Euro Ablöse aus Sao Caetano kam und einen bis 2008 datierten Vertrag signierte, gilt als Gegenentwurf zu Alves. "Einen phantastischen Eindruck" gewann Hoeneß in einem dreistündigen Gespräch, das er und Trainer Falko Götz Ende Mai auf ihrer Südamerika-Reise mit Gilberto führten. Tags zuvor hatte der auch von Olympique Marseille umworbene Profi eine Gala hingelegt. Beim Meisterschaftsspiel in Porto Alegre glänzte Gilberto zunächst im linken offensiven Mittelfeld, ehe er - wegen eines Platzverweis für einen Mitspieler - auf den linken Außenposten des Viererabwehrverbundes zurückgezogen wurde und sich auch dort "ganz hervorragend" (Hoeneß) präsentierte.

Sich selbst sieht Gilberto, der auch im zentralen Mittelfeld spielen kann, als "offensiv veranlagt, ich spiele gern nach vorn". Die Rückkehr in die brasilianische Auswahl, für die er im Sommer 2003 zwei Mal auflief, bleibt sein Ziel: "Die Konkurrenz ist hart, aber wenn ich mich bemühe, stehen die Chancen gut." Seine Frau Thais wird in einem Vierteljahr, nach dem Ende ihrer Ausbildung zur Physiotherapeutin, mit Tochter Gabriela (3) nach Berlin folgen.

"Er hat Klasse als Mensch", sagt Rudi Wojtowicz, der den Neu- Berliner "über die Jahre unzählige Male live gesehen" hat und als "fast kompletten Fußballer" bezeichnet: "Er ist vielseitig, spielstark, taktisch sehr gut ausgebildet und ordnet sich ein - er spielt fürs Team." Und lernt bereits Deutsch. Nach seinem verunglückten Abstecher zu Inter Mailand 1999 habe er "lange auf die Rückkehr nach Europa warten müssen", sagt Gilberto. "Jetzt bin ich am Zug."

Steffen Rohr

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Gilberto |#9
13.07.2004 - 23:32 Uhr
Bedenken gibt es allerdings - wie fast immer, wenn Hertha Südamerikaner holt. Alex Alves und Weltmeister Luizao waren Reinfälle. Doch Gilberto hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber den beiden in Berlin Gescheiterten: Er kennt den europäischen Fußball.

Der zweimalige brasilianische Nationalspieler stand schon mal für ein Jahr bei Inter Mailand unter Vertrag, konnte sich dort allerdings nicht gegen die zahlreichen Topstars durchsetzen. Nun hofft er auf seine zweite Chance: "Ich bin sehr dankbar für die Möglichkeit, noch einmal in Europa zu spielen."

http://www.sport1.de/coremedia/generator/www.sport1.de/Sportarten/Fussball/Bundesliga/Berichte/Hintergrund/fus_20bun_20hertha_20situation_20drei_20offensive_20mf_20mel.html

Also ob man die 2 Spiele für Inter als Auslanderfahrung zählen kann ist schon sehr fraglich und auserdem wechselte er ja schon während der Saison Vasco da Gama.
Gilberto |#10
20.07.2004 - 19:35 Uhr
>er soll laut div. Zeitungsberichten n recht guten Eindruck
>geg. Partizan gemacht haben :) ...Hoeneß sagte auch im Kurier,
>dass er sich schon ganz gut zurecht findet :D
>

Jep in der heutigen BZ war er abgebildet mit einer älteren BZ, wo stand " Gilberto verzaubert Berlin" in Anlehnung an sein Spiel gg. Belgrad.

Hab logischerweise ja noch nie was von ihm gesehen, denke er wird gegen Bochum aber doch sein BL Debüt geben und zwar von Beginn an.
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