Fussball und Moral
05.03.2012 - 10:37 Uhr
Verschiedene Fälle von unsportlichem Verhalten haben in jüngster Zeit immer wieder für ein gehöriges Maß an Empörung gesorgt.
Vor gerade einmal zwei Tagen sorgte Guerrero mit einer Grätsche an der Eckfahne für einen Sturm der Entrüstung, der sich in der Forderung niederschlug ihn längerfristig bis lebenslang zu sperren.
Auch de Camargos Schwalbe im Pokalspiel, Jones Tritt auf den lädierten Zeh von Reus oder aber Mouhanis Einsteigen gegen Concha zogen allesamt eine ähnlich hitzige Debatte nach sich.
Immer wieder wird hierbei der Ruf nach Moral und Anstand der Profis laut, die sich nach "allgemeinem Befinden" nicht mehr den Werten der Sportlichkeit verschrieben haben.
In der Debatte wird mehrfach deutlich, dass die eine Seite den Profi verteufelt, "übel beschimpft" und drastische Sperren fordert, die andere Seite wiederum (meist diejenige, der der Spieler angehört) sich gegen die mediale Berichterstattung und den allgemeinen Tenor wehrt und die Verhältnismäßigkeit gewahrt wissen will.
Die Diskussionen entgleiten hierbei oft in moralische Kategorien, wobei oftmals diffuse Forderungen nach Anstand sich mit einem Wunsch nach Vergeltung mischen. Oftmals weit über das gesunde Maß einer Wiederherstellung von Gerechtigkeit hinaus, werden Profis gar mit einem angedachten "Berufsverbot" belegt.
Ferner taucht der Wunsch nach Rache als ein Motiv auf, wenn es um den Wunsch einer Verletzung des Übeltäters geht, der ebenso weit über jegliche Grenzen des Tolerablen hinaus gehen.
Betrachtet man also die Debatte, stellt sich oft die Frage, ob Tat und Reaktion in einem vertretbaren Rahmen stehen und noch viel wichtiger:
Inwiefern der Begriff der Moral hier überhaupt noch Relevanz beanspruchen kann und darf?
Und wenn ja:
Ist Moral auf dem Fussballplatz gefordert und das Profitum in letzter Zeit auf dem Weg in eine neue Qualität unmoralischer Handlungsweisen?
Oder hat die moralische Qualität der Profis in ihrem Sport nicht abgenommen, sondern ist lediglich die Sensibilität der Zuschauer gestiegen, die durch eine weitaus umfassendere Berichterstattung mehr teilnehmen am Geschehen?
Ist das Publikum vielleicht hypersensibel in solchen Fällen und bewertet die Ereignisse über und nutzt vielleicht falsche Kategorien zur Bewertung dieser Ereignisse?
Vor gerade einmal zwei Tagen sorgte Guerrero mit einer Grätsche an der Eckfahne für einen Sturm der Entrüstung, der sich in der Forderung niederschlug ihn längerfristig bis lebenslang zu sperren.
Auch de Camargos Schwalbe im Pokalspiel, Jones Tritt auf den lädierten Zeh von Reus oder aber Mouhanis Einsteigen gegen Concha zogen allesamt eine ähnlich hitzige Debatte nach sich.
Immer wieder wird hierbei der Ruf nach Moral und Anstand der Profis laut, die sich nach "allgemeinem Befinden" nicht mehr den Werten der Sportlichkeit verschrieben haben.
In der Debatte wird mehrfach deutlich, dass die eine Seite den Profi verteufelt, "übel beschimpft" und drastische Sperren fordert, die andere Seite wiederum (meist diejenige, der der Spieler angehört) sich gegen die mediale Berichterstattung und den allgemeinen Tenor wehrt und die Verhältnismäßigkeit gewahrt wissen will.
Die Diskussionen entgleiten hierbei oft in moralische Kategorien, wobei oftmals diffuse Forderungen nach Anstand sich mit einem Wunsch nach Vergeltung mischen. Oftmals weit über das gesunde Maß einer Wiederherstellung von Gerechtigkeit hinaus, werden Profis gar mit einem angedachten "Berufsverbot" belegt.
Ferner taucht der Wunsch nach Rache als ein Motiv auf, wenn es um den Wunsch einer Verletzung des Übeltäters geht, der ebenso weit über jegliche Grenzen des Tolerablen hinaus gehen.
Betrachtet man also die Debatte, stellt sich oft die Frage, ob Tat und Reaktion in einem vertretbaren Rahmen stehen und noch viel wichtiger:
Inwiefern der Begriff der Moral hier überhaupt noch Relevanz beanspruchen kann und darf?
Und wenn ja:
Ist Moral auf dem Fussballplatz gefordert und das Profitum in letzter Zeit auf dem Weg in eine neue Qualität unmoralischer Handlungsweisen?
Oder hat die moralische Qualität der Profis in ihrem Sport nicht abgenommen, sondern ist lediglich die Sensibilität der Zuschauer gestiegen, die durch eine weitaus umfassendere Berichterstattung mehr teilnehmen am Geschehen?
Ist das Publikum vielleicht hypersensibel in solchen Fällen und bewertet die Ereignisse über und nutzt vielleicht falsche Kategorien zur Bewertung dieser Ereignisse?
Post-Optionen
Den kompletten Thread wirklich löschen?
Paten-Optionen
Möchtest Du den Beitrag wirklich löschen?
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Diesen Beitrag alarmieren
Lesezeichen
Abonnierte Threads
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Guter Beitrag
Post-Optionen
Nutze die Thread-Suche, wenn Du diesen Post in einen anderen Thread verschieben möchtest. Drücke Thread erstellen, wenn aus diesem Post ein eigenständiger Thread werden soll.