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Finanzthread

22.07.2010 - 08:13 Uhr
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Finanzthread |#141
28.05.2026 - 17:58 Uhr
Zitat von Werder-Fossil

Es ist schon krass wie schlecht wir finanziell eigentlich durchgehend dastehen. Der von Fritz eingeschlagene Weg ist so ziemlich unsere einzige Möglichkeit.
Gut ist, dass uns mit Leo ein Spieler der deutlich mehr verdient hat als er geleistet hat verlässt.

Andererseits muss man echt schauen ob man irgendwo intern Staff reduzieren kann. Da ist einfach zu viel Personal. 8 Millionen im Jahr durch Transfers zu generieren wird langfristig nicht funktionieren.

Dazu habe ich das Gefühl, dass es vielleicht auch eine Änderung auf der Position von Filbry braucht. Vielleicht holt er ja das Maximum raus aber nach so vielen Jahren jemand anderem die Möglichkeit zu geben es vielleicht besser zu machen wäre echt nicht allzu verkehrt.

Das schlechte Abschneiden dieses Jahr kostet uns leider wieder über viele Jahre massig Geld. Der Coulibaly Verkauf könnte natürlich vieles verändern. Aktuell sehe ich den leider nicht. Mit 25-30 Millionen könnte man sowohl die kurzfristigen Verbindlichkeiten tilgen und hätte noch ein klein wenig übrig, wodurch "nur" noch die Anleihe bliebe. Das würde bei der Zinslast schon auch deutlich helfen


Naja, ich würde das Bild dann doch nicht ganz so schwarz malen. Fakt ist zunächst einmal, dass Werder aktuell einen jährlichen Kapitalabfluss von etwas mehr als sieben Millionen Euro schultern muss. Dieser setzt sich aus rund fünf Millionen Euro Tilgung sowie weiteren etwa zwei Millionen Euro Zinszahlungen zusammen.

Stellt man sich nun eine Situation vor, in der Werder schuldenfrei oder zumindest weitgehend entschuldet wäre, würde dieser Abfluss in dieser Form schlichtweg nicht mehr stattfinden. Sieben Millionen mehr in der Kasse, ganz ohne Transfers.

Hinzu kommt, dass hohe Verschuldung oftmals indirekte Kosten verursacht, die sich in einer einfachen Betrachtung der Bilanz nicht immer unmittelbar widerspiegeln. Beispielsweise kurzfristige Verbindlichkeiten dürften aktuell teurer finanziert werden, als es bei einem wirtschaftlich gesunden Verein der Fall wäre. Auch in anderen Bereichen entstehen vermutlich Mehrkosten, die bei einer stabileren finanziellen Ausgangslage geringer ausfallen würden.

Deshalb gehe ich bei der grundsätzlichen Schlussfolgerung von einigen (nicht von dir) nicht mit, wonach am Standort Bremen dauerhaft keine Bundesliga-Mannschaft wirtschaftlich tragfähig zu unterhalten sei. Werder wäre wirtschaftlich sehr leistungsfähig, wenn man sich diesen Schulden entledigen könnte. Am besten ohne weitere Anteilsverkäufe.

•     •     •

"Wenn zwei Menschen immer die gleiche Meinung haben, taugen beide nichts."

(Konrad Adenauer)
Finanzthread |#142
29.05.2026 - 10:27 Uhr
Hier ein super Bericht über unseren finanziellen Nachteile im Vergleich zur Konkurrenz.

https://www.kreiszeitung.de/werder-bremen/werder-bremen-so-viel-zahlen-svw-co-fuer-spielerberater-finanz-bilanz-bundesliga-transfers-geld-zr-94326988.html

Freiburg mit Eigenkapital von 163 Mio €, wir haben gerade mal 15 Mio.

Der Bericht kratzt zwar nur an der Oberfläche zeigt aber wie weit wir selbst von Freiburg weg sind. Das dauert Jahre um nur wieder in die Nähe zu kommen wenn das überhaupt möglich wäre. Wir müssten schon jedes Jahr einen Coulibaly zu Geld machen, dann wären wir nach 5 Jahren da und natürlich müssten auch alle Reinvestments zu 100% passen und unsere Jahres GuV müsste zumindest mal ausgeglichen sein. Das ist auch kein Thema das man nun einer einzelnen Person in die Schuhe schieben kann und fing schon unter Allofs an und hat sich über die Jahre mit Fehlinvestitionen, Stadion, Corona, Abstieg und ausbleibenden Einnahmen mangels sportlichem Erfolg entwickelt.
Finanzthread |#143
29.05.2026 - 15:19 Uhr
Zitat von Kurudut
Zitat von Claudio24

Hier ein super Bericht über unseren finanziellen Nachteile im Vergleich zur Konkurrenz.

https://www.kreiszeitung.de/werder-bremen/werder-bremen-so-viel-zahlen-svw-co-fuer-spielerberater-finanz-bilanz-bundesliga-transfers-geld-zr-94326988.html

Freiburg mit Eigenkapital von 163 Mio €, wir haben gerade mal 15 Mio.

Der Bericht kratzt zwar nur an der Oberfläche zeigt aber wie weit wir selbst von Freiburg weg sind. Das dauert Jahre um nur wieder in die Nähe zu kommen wenn das überhaupt möglich wäre. Wir müssten schon jedes Jahr einen Coulibaly zu Geld machen, dann wären wir nach 5 Jahren da und natürlich müssten auch alle Reinvestments zu 100% passen und unsere Jahres GuV müsste zumindest mal ausgeglichen sein. Das ist auch kein Thema das man nun einer einzelnen Person in die Schuhe schieben kann und fing schon unter Allofs an und hat sich über die Jahre mit Fehlinvestitionen, Stadion, Corona, Abstieg und ausbleibenden Einnahmen mangels sportlichem Erfolg entwickelt.


Der Vergleich mit Freiburg ist für fast die ganze Liga unvorteilhaft, weil die quasi die einzigen waren, die auf Corona vorbereitet waren und ausreichende Rücklagen hatten.
Wenn wir uns wieder hocharbeiten wollen, ist sportlicher Erfolg am Wichtigsten. Dadurch steigen wir in der TV-Tabelle weiter auf, kriegen Preisgelder (DFB-Pokal) und können auch höhere Ablösen verlangen. Aber ja, auf dem Weg müssen auch immer wieder teure Spieler verkauft und günstiger ersetzt werden.


Ich bin da voll bei Dir. Du bist aber offensichtlich einer der Wenigen, die das so sehen.
Ich lese hier immer wieder völlig Sinnlose Kritik in alle möglichen Richtungen, welche die Unfähigkeit unserer Verantwortlichen mit dem Vergleich zu Freiburg zu erklären versucht. Dabei wird immer der Eindruck vermittelt, dass das Modell Freiburg fast schon mit einem guten Management im Handumdrehen kopiert werden kann.
Ich wollte nur darauf hinweisen, das ein realistischer Zeitraum um da hin zu kommen auch 10 Jahre sein kann.
Natürlich kann man auch kurzfristig mal ein sportlich erfolgreiches Jahr haben, welches hilft den Abstand schneller zu verkürzen. Mehr aber auch nicht.
Finanzthread |#144
29.05.2026 - 15:30 Uhr
Ja, die Mischung machts.
Sportlicher erging hilft sicherlich, aber das sind ja fast nur peanuts in Beleg zu den Ablösesummen die inzwischen gezahlt werden.
Siehe Mainz, die werden Sano jetzt nach 2 Jahren für über 40 Mio verkaufen...

Will sagen, dfb Pokal, TV Gelder sind natürlich hilfreich, aber eben nur verhältnismäßig wenig.

Wir müssen jedes Jahr mindestens einen Verkauf der Kategorie Backhaus (oder potentiell Coulibaly) tätigen.
Dann sind auch die laufenden Verbindlichkeiten absehbar getilgt.

Aber das hat man bei Werder ja auch erkannt und ist seit 2 Jahren auf einem guten Weg, was die Talenteförderung angeht. smile
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Fischkopp am 29.05.2026 um 15:32 Uhr bearbeitet
Finanzthread |#145
29.05.2026 - 15:40 Uhr
Zitat von Fischkopp
Ja, die Mischung machts.
Sportlicher erging hilft sicherlich, aber das sind ja fast nur peanuts in Beleg zu den Ablösesummen die inzwischen gezahlt werden.
Siehe Mainz, die werden Sano jetzt nach 2 Jahren für über 40 Mio verkaufen...

Will sagen, dfb Pokal, TV Gelder sind natürlich hilfreich, aber eben nur verhältnismäßig wenig.

Wir müssen jedes Jahr mindestens einen Verkauf der Kategorie Backhaus (oder potentiell Coulibaly) tätigen.
Dann sind auch die laufenden Verbindlichkeiten absehbar getilgt.

Aber das hat man bei Werder ja auch erkannt und ist seit 2 Jahren auf einem guten Weg, was die Talenteförderung angeht. smile


Mein Verweis auf den sportlichen Erfolg war auch so gemeint, dass er notwendig ist, aber nicht ausreichend. Wäre Mainz 15. geworden, wäre Sano deutlich günstiger, wären wir abgestiegen, könnten wir froh sein, überhaupt noch 30 Millionen für Backhaus und Coulibaly zu kriegen. Verkaufen müssen wir so oder so, aber es ist weniger Druck da und wir werden auch attraktiver für Spieler, wenn wir sportlich besser da stehen.
Finanzthread |#146
19.08.2026 - 14:10 Uhr
Ich verstehe nicht, dass man überhaupt noch fürs Stadion zahlen muss. Laut den Medien hst der Umbau 76,5 Mio anstatt 60 Mio gekostet. Dazu sollte doch der komplette Stadtteil mit Strom vom Stadion versorgt werden.

2011 war Fertigstellung, wir reden jetzt von 15 Jahren und da sollen immer noch 50 Mio offen sein???!!!! Wenn das so ist, sollte die hie4 aufkommende Kritik an CF eher an Filbry gerichtet werden.

Nichts ist teurer als Geld, blödes Sprichwort aber ist viel Wahres dran. Kredite gehören so schnell wie möglich getilgt,dann muss halt am anderen Ende gespart werden. Klar, Corona, 2. Liga kamen auch noch hinzu, aber so 7st dss doch ein Fass ohne Boden.
Finanzthread |#147
20.08.2026 - 12:43 Uhr
Das ist echt hanebüchen, was von "Finanzexperten" in einem "fremden" Vereinsforum so gepostet wird...

Abschreibungen generieren Liquidität ...
Steuern auf Transfererlöse ansetzen, wenn der Unternehmenserfolg noch nicht ermittelt wurde ...

Naja.


Ich könnte mir vorstellen, dass für eure Führung auch ein besorgter Blick auf euer Eigenkapital gerichtet wird.
Ich glaube ein "gesunder Zielwert" wären ca. 30 Mio. Eigenkapital. Dazu müsste auch schrittweise (über mehrere Geschäftsjahre?) Gewinn erzielt werden.

•     •     •



Finanzthread |#148
21.08.2026 - 09:18 Uhr
Zitat von neWims

Für alle Anhänger der Theorien Werder will sich armrechnen oder da geht richtig was in Tilgung mal ein paar Zahlen.
Geschäftsjahr 23/24 bei ca. 30 Millionen Transfererlösen 2 Millionen Gewinn. Geschäftsjahr 24/25 bei knapp 11 Millionen Transfererlösen 7,4 Millionen Verlust. Geschäftsjahr 25/26 bei 8 Millionen Transfererlösen 4,8 Millionen Verlust in 6 Monaten. Die letzte bekannte Zahl sagt also, dass Werder ohne Transfererlöse 12,8 Millionen Verlust in 6 Monaten macht. Wenn man das verdoppelt kommt man auf 25,6 Millionen. Transfererlöse für Backhaus sind komplett in GJ 25/26 und haben nur den Verlust verringert. Wir haben jetzt für Schmid und Coulibaly 28,5 Millionen und die Aussage man könnte noch 3-4 Millionen ausgeben. Die 20 Millionen für Coulibaly reichen einfach nur um die aktuelle Saison solide durchzufinanzieren. Mehr geht nur mit weiteren Transfererlösen oder senken der Kaderkosten.


Das stimmt ja alles nicht.
Erstmal vergisst du 2023/24 von den 30 Millionen Transfereinnahmen die 9 Millionen Ausgaben abzuziehen.
Und im Geschäftsbericht 23/24 sind auch bei weitem keine 30 Millionen Einnahmen aus Spielerverkäufen ausgewiesen .


Und der der Backhaus Verkauf hat nicht den Verlust verringert, sondern zu einem Gewinn geführt. Hat Filbey gesagt, wird der kommende Gewchäftsbericht ja bestätigen.

Und Halbjahresergebnisse hoch zurechnen ist einfach nur wild. Da sind dich gerade im ersten Halbjahr Posten wo der Verein für die Saison in Vorleistung geht.

Werder hat ja zum Beispiel in dem aktuellen Halbjahresbericht bereits rund 8 Millionen Baukosten verbucht. Ich behaupte Mal, man wird im 2. Halbjahr nicht noch Mal so viel ausgeben.

Und 8 Millionen Transfereinnahmen sind im aktuellen Halbjahresbericht übrigens auch nicht enthalten.

Also man kann schon sagen werder benötigt rund 7 Mio zusätzliche Einnahmen aus Spielerverkäufen jedes Jahr die ein ausgeglichenes Konzernergebnis.

Aber nach dieser Saison ist zumindest der Coronakredit abbezahlt, der jährlich mit rund 4 Mio bedient wird.
Und die Zweitligasaison Fälle auch raus aus der Fünfjahreswertung der TV Gelder.

Vielleicht bleibt also zukünftig auch irgendwann Mal was über ohne Verkäufe grins
Dieser Beitrag wurde zuletzt von Fischkopp am 21.08.2026 um 09:20 Uhr bearbeitet
Finanzthread |#149
21.08.2026 - 11:57 Uhr
Sicherlich könnte man von dem Coulibaly Geld auch mehr investieren. Dann stehst du aber nächsten Sommer wieder vor dem gleichen Dilemma, dass du erst verkaufen musst um was zu tun.
Man hat ja auch einiges ausgegeben für Wojcik und auch die Ablösefreien Transfers (Reis, Stalmach, Chuki, Schlager) kosten Geld, genauso wie Verlängerungen.
Gerade die Ablösefreien bzw. Vertragsverlängerungen sieht man in der Bilanz immer nicht.

Wenn wir von dem Coulibaly Geld jetzt nichts zurücklegen wird eine längerfristige Erholung auch nichts. Die Anleihe läuft zwar noch bis 2030, es wäre aber gut wenn Werder bis dahin genug Eigenkapital hat um die nicht wieder aufnehmen zu müssen.
Wir wissen eben nicht wann das nächste mal so ein Transfer gelingt.

Man darf auch nicht vergessen dass alleine Gästeblock und Platz 11 knapp 15Mio gekostet haben, die halbe Mio Pyrostrafen helfen eben auch nicht. Jetzt kommt das NLZ ja auch noch dazu. Es ist endlich aber auch genug Geld da um die Infrastruktur anzugehen, dass war eben jahrelang auch nicht im Ansatz möglich.

Das sind viele Dinge die jetzt nicht direkt den sportlichen Erfolg sichern, aber langfristig uns voranbringen können. Es war ja von Anfang an klar dass Coulibaly kein Einzelfall sein darf.
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