Geht Tür beim BVB auf?
„L’Équipe“: Newcastle nimmt Dortmunds Nmecha ins Visier – Magpies suchen Guimarães-Ersatz
©IMAGO
Borussia Dortmund muss sich offenbar auf neues Interesse aus der Premier League an Felix Nmecha einstellen. Wie die französische Sportzeitung „L’Équipe“ berichtet, hat Newcastle United den deutschen Nationalspieler als möglichen Nachfolger für Bruno Guimarães identifiziert. Der Brasilianer wird seit Wochen mit einem Wechsel zum FC Arsenal in Verbindung gebracht.
Nach „L’Équipe“-Informationen soll eine Einigung zwischen Arsenal und Newcastle über einen Transfer in Höhe von 90 Millionen Euro ohne Boni näher rücken. In England hatte es zuletzt allerdings defensivere Berichte zum Stand der Verhandlungen gegeben. Für den Fall eines Guimarães-Abgangs sollen die Magpies aber bereits an der Nachfolge arbeiten. Nmecha gelte demnach als klar definiertes Ziel für das zentrale Mittelfeld. Der 25-Jährige steht beim BVB noch bis 2030 unter Vertrag, nachdem er seinen Kontrakt erst im März vorzeitig um zwei Jahre verlängert hatte. Angaben zu möglichen Ablöseforderungen oder konkreten Verhandlungen zwischen Newcastle und Dortmund nennt die Zeitung nicht. Laut dem Bericht sollen die Engländer die vermeintlichen Bedingungen des BVB hinsichtlich eines Transfers jedoch kennen.
Nmecha galt bereits vor seinem Wechsel nach Dortmund im Sommer 2023 als Transferkandidat in Newcastle. Damals entschied sich der Mittelfeldspieler für den BVB, der rund 30 Millionen Euro an den VfL Wolfsburg zahlte. Nach einer ersten Saison, die auch von Verletzungsproblemen geprägt war, steigerte sich der gebürtige Hamburger deutlich. In der abgelaufenen Spielzeit gehörte Nmecha zu den wichtigsten Spielern im Dortmunder Zentrum und spielte sich auch wieder fest in den Kreis der deutschen Nationalmannschaft, wo er sich trotz eines enttäuschenden Abschneidens bei der WM als einer der wenigen Lichtblicke hervortat.
Dass Dortmund den Mittelfeldspieler in diesem Sommer abgeben möchte, galt zuletzt als wenig wahrscheinlich. Ende Mai hatte BVB-Sportdirektor Ole Book einem möglichen Verkauf eine klare Absage erteilt. „Felix wird auch in der nächsten Saison für uns spielen, das ist der klare Plan“, sagte Book der „Sport Bild“. Nmecha sei „einer der besten Mittelfeldspieler in Deutschland“ und habe „eine enorme Bedeutung für unser Spiel“.
Diese Aussagen passen zur Linie, die Borussia Dortmund bereits bei der Vertragsverlängerung im März öffentlich formuliert hatte. Geschäftsführer Sport Lars Ricken bezeichnete Nmecha damals als „zentralen Baustein“ der strategischen Kaderplanung. Medienberichten zufolge soll der neue Vertrag des Profis mit Laufzeit bis 2030 zwar eine Ausstiegsklausel enthalten; wann und in welcher Höhe diese greifen könnte, ist jedoch noch spekulativ. Laut „Sport Bild“ könne sie erstmals 2027 für eine Summe in Höhe von 80 Mio. Euro aktiviert werden, ein Jahr später für zehn Mio. weniger.
So oder so verfügen die Magpies über die finanzielle Schlagkraft, eine Summe oberhalb dieser Beträge bereits in diesem Sommer frei zu verhandeln – sollte sich beim BVB eine grundsätzliche Bereitschaft für Verhandlungen abzeichnen.
Nmechas Marktwertentwicklung unterstrich zuletzt seine positive sportliche Entwicklung im schwarzgelben Trikot. Beim Wechsel aus Wolsfburg bewegte sich seine Taxierung deutlich unter der damaligen Ablöse. Inzwischen wird der 25-Jährige mit 55 Mio. Euro bewertet und ist damit der wertvollste Profi im Kader von Trainer Niko Kovac.
Hinweis:
Wenn du etwas googelst, bekommst du neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn du Transfermarkt als bevorzugte Quelle hinterlegst, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für dich auf.
Füge Transfermarkt hier als bevorzugte Quelle hinzu.